Archiv für Ingo Peters
Initiative im Bundestag: Große Koalition treibt die digitale Bildung in Schulen voran
CeBIT mit Schülern: 1.500 Jugendliche zu Gast beim HPI in Innovationshalle 9
Die hauptsächlich auf Geschäftskunden zielende CeBIT hat dank des Engagements einiger Aussteller viele Schüler angezogen. Allein das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und der Branchenverband BITKOM zählten mehr als 1.000 Jugendliche, die sich für so genannte “CeBIT-Erlebnistage” angemeldet hatten. Jeweils rund 40 Prozent davon kamen nach Angaben des Instituts aus den drei Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg und Berlin, etwa zehn Prozent aus Nordrhein-Westfalen und die übrigen aus Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern.
“Wir hätten gut und gerne doppelt so vielen Schülerinnen und Schülern einen individuell gestalteten CeBIT-Erlebnistag bereiten können”, schätzte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel die Nachfrage bei der Anmeldung ein. Allerdings hätten die Kapazitäten der beiden Partner dafür nicht ausgereicht. Sie hatten ursprünglich die Betreuung von 300 interessierten Jugendlichen geplant. Zusätzlich zu den Gruppen registrierte das Hasso-Plattner-Institut den Besuch von rund 500 einzelnen Schülern an seinem Stand D44 in der Forschungs- und Innovationshalle 9 der CeBIT. Das HPI und BITKOM waren bei ihrer gemeinsamen Aktion besonders von den Ausstellern Bundesforschungsministerium, Fraunhofer-Gesellschaft, Fujitsu, IBM, Microsoft, SAP, Samsung und Tesla unterstützt worden.
“Der CeBIT-Erlebnistag ist für die Schüler eine hervorragende Möglichkeit, sich über die späteren Berufsfelder und Unternehmen in der Branche zu informieren”, zog HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel am Freitag Bilanz. Die digitalisierte Wirtschaft benötige dringend bestens ausgebildete und kreative IT-Spezialisten. “Deshalb haben wir uns dafür engagiert, dass sich der IT-Nachwuchs von der CeBIT nicht abgestoßen, sondern auf ihr willkommen fühlt”, erklärte Meinel.
An die CeBIT-Verantwortlichen richtete Meinel “den dringenden Appell, dass in den kommenden Jahren noch stärker auf die Bedürfnis des IT-Nachwuchses eingegangen wird”. Denn die Schüler von heute seien Deutschlands Ingenieure von morgen. “Deshalb müssen wir sie möglichst früh für Informationstechnologie begeistern und es Schülern und Lehrern leichter machen, auf die CeBIT zu kommen”, mahnte Meinel.
Die Teilnehmer der CeBIT-Erlebnistage wurden von Informatikstudenten in Gruppen von maximal 15 Teilnehmern zu ausgewählten Ständen bekannter Aussteller geführt und konnten dort mit Fachleuten sprechen. Die Schulklassen-Führungen fanden an jedem Messetag statt und dauerten maximal einen halben Tag.
Über 30 Interviews mit CeBIT-Prominenten
Ein Team aus fünf jungen Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts interviewte während der CeBIT Prominente und veröffentlichte die Gespräche auf der Plattform www.it-gipfelblog.de. Unter den Interviewten sind zum Beispiel EU-Kommissar Öttinger, die Bundesminister Gabriel, de Maiziere, Dobrindt und Wanka, BITKOM-Präsident Kempf, CeBIT-Chef Frese, Fraunhofer-Präsident Prof. Neugebauer, die Vorstandsvorsitzenden McDermott (SAP) und Clemens (T-Systems) sowie der Sänger Peter Maffay. Er stellt auf der CeBIT seine “Tabaluga SOS”-App für Kinder vor.
Alle Informationen zu den HPI Messethemen in Halle 9/D44: www.hpi.de/cebit2015.
Sonnenfinsternis: Smart Homes schützen vor Stromausfall
Die Sonnenfinsternis am 20. März rückt die Erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt. Kann das Stromnetz den raschen Energieabfall aus Photovoltaik verkraften? Bereits sieben Prozent seiner Stromversorgung deckt Deutschland durch Solarenergie ab. Im Jahr 2050 soll der Stromanteil aus Wind, Wasser und Sonne bei 80 Prozent liegen. Damit ist klar: Das Stromnetz wird anfälliger für Ausfälle durch extreme Wetterereignisse – die oftmals kaum vorhersehbar sind. Hier kann die Smart Home-Technologie von digitalSTROM durch ein intelligentes Lastmanagement dafür sorgen, dass der Energiebedarf im Haus automatisch geregelt wird. Jedes Smart Home kann so einen Beitrag zur Netzstabilität leisten – der befürchtete Stromausfall bleibt aus. Besucher der CeBIT können den digitalSTROM-Messestand (C41, Halle 13) noch am Freitag, 20. März von 9 bis 18 Uhr mit vielen neuen Anwendungen für Smart Living in Hannover entdecken.
Die Sonnenfinsternis bringt nach Aussage einiger Energiekonzerne die Stromnetze an ihre Grenzen. Bereits der rasche Energieabfall sei kritisch. Direkt nach der Finsternis fällt die Belastung für das Netz noch dramatischer aus, weil plötzlich ein Überangebot an Energie entsteht. Beides kann zu Stromausfällen führen. Mit Blick auf den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien sind smarte Technologien gefragt. Diese können bei extremen Lastsituationen im Netz schnell reagieren und den Energiebedarf entsprechend herunter- und wieder heraufregeln. Das smarte Zuhause liefert mit digitalSTROM einen Überblick über den Verbrauch aller vernetzten Geräte und hat darüber hinaus durch das Zusammenspiel mit den Smart Metern von Discovergy Zugang zu Daten der Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen. Wird auf diesem Weg festgestellt, dass die Energieproduktion im Zuge einer Sonnenfinsternis oder anderer extremer Wetterereignisse rasant abnimmt, können alle digitalSTROM-Häuser sofort reagieren und damit die Belastung des Netzes reduzieren. Alle Geräte, die nicht benötigt werden, werden dann abgeschaltet, um zur Stabilität des Stromnetzes beizutragen.
Martin Vesper, CEO der digitalSTROM AG: „Sowohl die Energiewirtschaft als auch die Industrie haben ein hohes Interesse daran, das Stromnetz in seinem empfindlichen Gleichgewicht zu halten. Die Masse der privaten Haushalte mit ihrem Energieverbrauchsanteil von rund 25 Prozent ist ein bisher unterschätzter Energie-Ausgleichspuffer, der zum Gelingen der Energiewende herangezogen werden sollte. Mit digitalSTROM vernetzte Häuser können bei einer Stromknappheit automatisch Geräte ausschalten oder Leuchten herunterdimmen. Auf der CeBIT zeigen wir das rein symbolisch und reduzieren den Energieverbrauch an unserem Messestand während der Sonnenfinsternis. Zur gleichen Zeit analysieren wir real das Verhalten mehrerer Testhäuser mit digitalSTROM, die solche intelligenten Energiemanagement-Services einbinden.“
Die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland ist am 25. Oktober 2022 zu beobachten. Dann wird es nach Einschätzung des Branchenverbands BITKOM hierzulande bereits über eine Million Smart Homes geben. Diese könnten dann auch intelligentes Energiemanagement unterstützen. Besucher der CeBIT erleben das Smart Home von digitalSTROM noch von 9 bis 18 Uhr am 20. März in Hannover mit unterschiedlichsten neuen Anwendungen für Smart Living.
Bereits ab dem 19. März kann der durchschnittliche Energieertrag aller von Discovergy gemessenen Photovoltaikanlagen hier in Echtzeit verfolgt werden: https://my.discovergy.com/sonnenfinsternis
Rollenklischees in der Schule abbauen
Mädchen können besser lesen und Jungen sind besser in Mathe – das ist nicht nur die gängige Selbstwahrnehmung von Schülerinnen und Schülern sondern auch ein offizielles Ergebnis der jüngsten OECD Studie zu Rollenklischees in der Schule. Dabei weist die Studie darauf hin, dass hier erhebliche Potenziale brachliegen, denn auch sehr gute Schülerinnen schätzen ihre Leistungen in Mathe schlechter ein, als sie eigentlich sind. Umgekehrt scheint es für Jungs eher uncool zu sein, gute Leistungen in der Schule zu bringen oder gar unter den Lesekoryphäen zu sein.
“Die generalisierende Aussage der OECD-Studie trägt allerdings zur Einengung von Geschlechterrollen bei: Die Aussagen ‘Jungen neigen zum Schulversagen’ und ‘Mädchen haben Angst vor Mathe’ differenzieren nicht innerhalb der Geschlechtergruppen und vernachlässigen vielfältige Anstrengungen, eben diese Geschlechterstereotype aufzubrechen”, erklärt Miguel Diaz vom Projekt Boys’Day | Neue Wege für Jungs. Dieses Netzwerk unterstützt als Fachportal und Vernetzungsprojekt bundesweit Initiativen und Einrichtungen, die sich mit den Themen Berufs- und Lebensplanung für Jungen, männliche Rollenbilder und Sozialkompetenzen beschäftigen. Der Boys’Day ist eine Aktion von Neue Wege für Jungs und lädt Schüler der Klassen 5 bis 10 ein, neue Wege in der Berufs- und Lebensplanung zu gehen und aus einer Vielfalt an Zukunftsperspektiven zu wählen.
“Die Selbstbilder bei Jungen in Hinblick auf Erziehung und Haushalt, pflegende und sorgende Tätigkeiten sowie die Selbstsorge müssen sich erst entwickeln – wenn wir diese Aspekte als selbstverständlich auch an Jungen herantragen können ist viel erreicht, um Jungen und Männern ein selbständigeres und gesünderes Leben zu ermöglichen”, erläutert Markus Biank vom Projekt Boys’Day | Neue Wege für Jungs. Ein Beispiel für die Selbstbilderfahrung ist das Projekt Daddy be cool. Es wendet sich an Jungs ab der 7. Klasse und geht spielerisch mit dem hemenbereich der Vaterschaft um. Wenn Jungen zu ihrer Zukunft befragt werden, gehören eine Familie und Kinder dazu. Was es genau bedeutet Vater zu sein, wird in den vier Blöcken Haushalt, Kita, Kochen und Babypflege mit den Jungen beleuchtet. Darüber hinaus sind Lehrkräfte und Eltern Vorbilder und Bezugspersonen für Schüler und können durch ihr eigenes Verhalten gleichzeitig Geschlechterklischees vorleben, aber auch dabei helfen diese aufzubrechen,
in dem sie ihren Schülern und Kindern vielfältige Aufgaben und Möglichkeiten zur Entfaltung geben.
Mehr Infos:
www.boys-day.de
www.neue-wege-fuer-jungs.de
www.daddy-be-cool.de
Jugendreisen und Klassenfahrten auf der ITB Berlin
Lehrerfortbildung mit großer Themenvielfalt – Fachforen „ITB Leisure Trend Forum“ und „Internationaler Youth Travel Summit“– buntes Programm am Wochenende in Halle 4.1
Lehrer können sich auf Deutschlands größter Schulfahrtenkonferenz und bei den Ausstellern der ITB Berlin in Halle 4.1 über Ferienfreizeiten, Klassen- und Projektfahrten informieren. Das Lehrersymposium am Freitag, 6. März 2015, steht unter der Schirmherrschaft von Heike Brehmer, Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag. Die tourismuspolitischen Sprecher der Fraktionen des Deutschen Bundestages diskutieren mit Pädagogen, Kinder- und Jugendreiseanbietern und mit den Vertretern der Kultusministerien der Länder über das Thema „Außerschulische Lernorte – Gute Gründe für Schulfahrten. Kann die Politik mehr dafür tun?“
Das Lehrersymposium findet bereits zum zehnten Mal statt und ist als Lehrerfortbildung für Bildungsurlaub anerkannt. Es ist eine Begleitveranstaltung des Youth Incoming Germany (YIG)-Deutschland-Pavillon für Kinder- und Jugendreisen. Hier werden Angebote für Reisen junger Leute in und nach Deutschland und der Kinder- und Jugenderholung vorgestellt. Zwei Berliner Schulen haben diesen Ausstellungsbereich mitgestaltet.
Schwerpunktthema „Deutsche Einheit“
Das Lehrersymposium unter dem Titel „Lernort Reise” startet mit einem Seminarprogramm und wird im Anschluss (14 Uhr) durch Schirmherrin Brehmer feierlich eröffnet. Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung widmet sich das Lehrersymposium dem Thema Demokratievermittlung auf Reisen. Auch Nachhaltigkeitskonzepte an außerschulischen Lernorten sowie Fördermöglichkeiten und Versicherungsfragen bei Schulfahrten, Ferienfreizeiten, Freiwilligendiensten, Schüler- und Lehreraustauschprogrammen sowie Au-Pair-Aufenthalten werden intensiv beleuchtet. Christian Schenk (Zehnkampf-Olympiasieger 1988) zeigt gemeinsam mit Uwe Flügel (welcome berlin tours GmbH) wie berufsorientierte Klassenfahrten unter dem Motto „Erkenne Deine Stärken” Schüler bei ihrer Berufswahl unterstützen können.
Die Teilnehmer des Symposiums erhalten Teilnahmezertifikate sowie kostenfreien Eintritt zur ITB Berlin. Das Symposium kostet keinen Eintritt, die begleitende Infomappe ist für acht Euro erhältlich und für Referendare kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung möglich bis 31. Januar 2015. Detaillierte Information stehen unter http://www.lehrersymposium.de bereit.
Highlights für das Publikum am Wochenende
Stars zum Anfassen erleben die Besucher am Samstag, 7. März 2015, auf der Bühne der Halle 4.1. Stage Entertainment und welcome berlin tours präsentieren Songs aus dem Musical „Hinterm Horizont” mit Liedern von Udo Lindenberg zur Geschichte der deutschen Teilung. Unter dem Titel „Wellness in Scheiben” backen Schüler am Sonntag, 8. März 2015, mit Unterstützung der Dresdner Feinbäckerei aus Friedrichshagen Pausenbrote. Lehrer können während des Wochenendes an Hausführungen der A&O Hotels und Hostels teilnehmen. Auf den ITB-Publikumstagen am 8. und 9. März 2015 können sich Kinder, Jugendliche und Familien zum Thema “Gesunde Ernährung auf Reisen” informieren. Von Mittwoch bis Freitag, 5. bis 7. März 2015 ist die Messe ausschließlich für Fachbesucher geöffnet.
didacta festigt in Hannover ihre Bedeutung als wichtigste Bildungsmesse
– didacta gibt wichtige Impulse für Vielfalt in der Bildung
– Aussteller und Veranstalter ziehen positive Bilanz
Optimale Lernräume, Chancen bietende Vielfalt, digitale Lehrmittel – mit diesen und vielen weiteren Themen gab die didacta 2015 in Hannover wichtige Impulse für die Bildungsbranche. Die weltweit bedeutendste Bildungsmesse endet am 28. Februar nach fünf Messetagen mit der positiven Bilanz der Aussteller und Veranstalter. Die Deutsche Messe, die gemeinsam mit dem Didacta Verband e. V. und dem Verband Bildungsmedien e. V. als ideellen Trägern die didacta 2015 organisierte, bot mit dem Convention Center und fünf Messehallen die perfekte Plattform für wegweisende Konferenzen und die Präsentation zahlreicher Innovationen auf dem Bildungssektor. „Das umfassende Angebot der mehr als 750 Aussteller und die zahlreichen hochkarätig besetzten Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden hielten für die mehr als 72 000 Besucher der didacta 2015 an allen fünf Messetagen echte Highlights bereit“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. „Vor allem freut uns, dass wir mit den Kernthemen der didacta 2015 den Bedarf der bedeutenden Zielgruppen und damit den Nerv der relevanten Bildungsthemen getroffen haben.“
Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes, hebt die bildungspolitische Bedeutung der didacta hervor: „Sie hat die fachliche Debatte um einen zentralen Aspekt bereichert, der bislang in der Öffentlichkeit zu wenig Beachtung gefunden hat: die Erweiterung der Lernräume. Dazu zählen die Familien, das soziale Umfeld und außerschulische Lernorte ebenso wie virtuelle Lernräume, die einen immer stärkeren Einfluss auf Bildungsprozesse haben. Diese Lernräume in das Bildungssystem zu integrieren, ist eine der Hauptaufgaben, die in den kommenden Jahren bewältigt werden muss. Nur so wird es uns gelingen, Vielfalt in allen Formen als Gewinn für Bildungsprozesse zu nutzen und allen Kindern faire Bildungschancen zu ermöglichen. Die didacta hat dazu wichtige Impulse geliefert.“
Reinhard Koslitz, Geschäftsführer des Didacta Verbandes, zieht ein positives Fazit: „Wir möchten den Besuchern der didacta Instrumente und Konzepte an die Hand geben, die ihnen bei der täglichen Arbeit in den Kitas, Schulen und Betrieben helfen. Und wir möchten ihnen Perspektiven aufzeigen, wie sich das Lehren und Lernen in den kommenden Jahren entwickeln wird. Das ist der Bildungswirtschaft auch in diesem Jahr wieder gelungen. Sowohl in der Ausstellung als auch auf den Foren waren Themen wie die frühe Bildung, die digitale Bildung und die berufliche Bildung echte Besuchermagnete. Besonders freut uns auch die große Nachfrage aus dem Ausland nach Bildung ‚Made in Germany‘“.
Großes Interesse bei angehenden Lehrkräften
Wilmar Diepgrond, Vorsitzender Verband Bildungsmedien e. V., sieht vor allem durch das große Interesse der angehenden Lehrkräfte das Konzept der didacta bestätigt: „Die didacta 2015 – die Bildungsmesse in Hannover war für die Bildungsmedienhersteller ein großer Erfolg. Die ausstellenden Verlage haben in den vergangenen fünf Tagen viele gute Gespräche mit den Lehrerinnen und Lehrern führen können, die sich hier über die vielfältigen Innovationen und didaktischen Trends beim Lernen und Lehren mit digitalen und analogen Produkten informiert haben. Besonders freut mich das Interesse der angehenden Lehrkräfte und Referendare, die dieses Jahr besonders zahlreich die didacta besucht haben. Messeschwerpunkt für uns war auch BILDUNGSLOGIN, mit dem künftig neben digitalen Schulbüchern auch verlagsübergreifend andere digitale Bildungsmedien wie Online-Anwendungen und angereichertes Unterrichtsmaterial in einer zentralen Software verwaltet werden können.“
Auch Gabriele Carmanns, Vertriebsleiterin des Ernst Klett Verlages, freut sich über die große Anzahl der Referendare: „Für den Ernst Klett Verlag ist die didacta 2015 insgesamt erfolgreich verlaufen. Im Vergleich zu den Vorjahren war die Anzahl der Referendare ausgeprägter, das war sehr erfreulich. Insgesamt herrschte an allen Messetagen eine offene und herzliche Atmosphäre auf dem Klett-Stand.“
Aussteller loben Konzept der didacta 2015 in Hannover
Die didacta 2015 zeigte eine in dieser Form einzigartige Vielfalt an Bildungsangeboten für jedes Lebensalter. Fünf klar gegliederte Bereiche – Kindertagesstätten, Schule/Hochschule, Neue Technologien, Berufliche Bildung/Qualifizierung sowie Ministerien/Institutionen/Organisationen – sorgten für eine besucherfreundliche Struktur, die auch bei den Ausstellern sehr gut ankam. „Mit unseren digitalen Konzepten für den Unterricht in der Sekundarstufe sind wir in der Halle ‚Neue Technologien‘ der didacta optimal untergebracht“, erklärt beispielsweise Stefan Ginthum, Regional Sales Manager LEGO Education Deutschland. „Auch in der Halle ‚Schule‘ treffen wir mit unserem Stand genau die Zielgruppen, die wir erreichen möchten. Mit der professionellen Organisation der Deutschen Messe und der hervorragenden Infrastruktur vor Ort sind wir sehr zufrieden. Wir freuen uns schon jetzt auf die didacta in drei Jahren!“ Auch Ralf Halfbrodt, Geschäftsführer der Westermann Gruppe, zieht eine durchweg positive Bilanz: „Die didacta ist für uns eine hervorragende Möglichkeit, unseren Kunden unsere Novitäten wie den neuen Diercke Weltatlas, das Lernportal kapiert.de sowie das Lehrer- und Schülerportal BiBox zu präsentieren. Unsere Stände waren sehr gut besucht – vor allem auch von jüngeren Zielgruppen.“
Gelebte Vielfalt für Chancengleichheit an den Bildungseinrichtungen
Eine der zentralen Fragen, die auf der didacta 2015 mit zahlreichen viel versprechenden Lösungsansätzen aufgegriffen wurde, war die nach den optimalen Bedingungen für eine erfolgreiche „inklusive Bildung“. Die Notwendigkeit zur Wertschätzung von Vielfalt, die unter dem Begriff Inklusion im Jahr 2009 durch die UN-Behindertenrechtskonvention als Menschenrecht anerkannt wurde, ist unstrittig und die daraus resultierende Aufgabe eindeutig: Jede Schule muss Behinderte einbinden können. Doch da bis heute weder ausreichend geeignetes Personal noch umfassendes Knowhow oder optimale Lernräume zur Verfügung stehen, ist der Bedarf an konstruktiven Lösungsvorschlägen enorm. Hier wurde die didacta ihrer Rolle als wichtiger Impulsgeber gerecht, indem sie mit Ausstellern wie rehaKIND, Aktion Mensch und Christoffel-Blindenmission gangbare Wege zu mehr Teilhabe aufzeigte.
Bildung erfordert lebendige Lernräume – in und außerhalb von Schulen
Ein weiterer Trend, den Aussteller wie das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH), das Klimahaus Bremerhaven oder Herden Studienreisen Berlin auf der didacta 2015 gesetzt haben, ist die Erweiterung der klassischen Bildungseinrichtungen durch ebenso lehrreiche wie spannende außerschulische Lernorte. Auf der didacta wurde deutlich, dass Bildung sich überall dort besonders gut erleben lässt, wo Wissen lebendig und in Anwendung vermittelt wird. Vor diesem Hintergrund erhält auch die Ausstattung der Schulen immer größere Bedeutung, Aussteller wie VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, DUSYMA oder Rosan Bosch zeigten auf der didacta, wie modernes kindgerechtes Design Einzug in Kitas und Schulen hält und die Grenzen konventioneller Architektur spielerisch aufgehoben werden. Silke Günther, Leiterin Marketing und Vertrieb, ASS-Einrichtungssysteme GmbH: „Unser Ziel ist es, dass Schule ein inspirierender Ort zum Wohlfühlen wird – für Schüler wie für Lehrer. Die didacta ist der ideale Ort für uns, um diese Einrichtungskonzepte zu präsentieren und erlebbar zu machen.
Die nächste didacta in Hannover wird vom 20. bis zum 24. Februar 2018 ausgerichtet.
Hank die Glasflasche unterrichtet jetzt an Schulen
Düsseldorf. Glas ist ein vielfältiger Werkstoff mit jahrtausendealter Geschichte, der in unserem Alltag unverzichtbar ist. Ob im Alltag, in Forschung und Wissenschaft, in der modernen Architektur oder in Zukunftsbranchen – Glas bestimmt in hohem Maß unser tägliches Leben. Glasrecycling spielt hier eine besondere Rolle – fängt es doch beim Verbraucher an. Glas und Glasrecycling sind deshalb natürlich auch wichtige und interessante Themen für Schulen – dafür bietet die Initiative der Glasrecycler ab sofort eine CD-ROM und Arbeitsblätter für den Schulunterricht an.
Gemeinsam mit Pädagogen hat die Initiative der Glasrecycler eine CD-ROM und dazugehörige Arbeitsblätter entwickelt, die Lehrer kostenlos für den Schulunterricht anfordern können. Mit diesen Unterrichtsmaterialien werden Schülern zwischen acht und zwölf Jahren die wichtigsten Fakten zu den Themen Glas und Glasrecycling spielerisch näher gebracht. Illustrationen von Hank der Glasflasche stellen die vielfältigen Facetten von Glas kindgerecht dar: von der Zusammensetzung und der Herstellung des Werkstoffes Glas über „Glas im Alltag“ bis hin zu der Bedeutung von Glasrecycling und was es dabei zu beachten gibt. Mit den Arbeitsblättern wird das Erlernte abgefragt und gefestigt – auch hier sorgen Hank-Illustrationen für eine kindgerechte Darstellung und spielerisches Lernen. Die CD-ROM und die Arbeitsblätter können Lehrer, Eltern und Interessierte ab sofort kostenlos bei der Initiative der Glasrecycler anfordern, mit einer E-Mail an die Pressestelle presse@was-passt-ins-altglas.de
Für Schüler der Sekundarstufe I und II gibt es bereits seit Längerem die CD-ROM „Eine Welt aus Glas“ mit dazugehörigen Arbeitsblättern, die ebenfalls über die Pressestelle kostenlos bestellt werden können.
Die Kampagne „Nicht alles passt ins Altglas“
Ziel der Aufklärungskampagne „Nicht alles passt ins Altglas“ ist es, allen Verbrauchern in Deutschland auf sympathische Art zu zeigen, was ins Altglas darf und was nicht. Denn richtiges Recycling ist wichtig, weil sich so wertvolle Ressourcen und Energie einsparen lassen. Je sauberer das Recyclingglas getrennt wird, desto weniger Energie muss für die Aufbereitung eingesetzt werden und desto mehr Scherben können bei der Produktion von neuem Behälterglas zum Einsatz kommen. Interessant zu wissen: Zehn Prozent eingesetztes Recyclingglas sparen immerhin drei Prozent Energie ein. Damit leistet Glasrecycling einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
Über die Initiative der Glasrecycler
Die „Initiative der Glasrecycler“ will Verbraucher über die richtige Altglasentsorgung informieren. Sie setzt sich zusammen aus der „Der Grüne Punkt“ – Duales System Deutschland GmbH (DSD) – einem führenden Anbieter von Rücknahmesystemen – und dem Aktionsforum Glasverpackung – einer Initiative der Behälterglasindustrie in Deutschland. Zum Aktionsforum Glasverpackung zählen elf Mitgliedsunternehmen. Es sieht sich als unternehmensübergreifende Interessenvertretung der Branche. Die Initiative der Glasrecycler lädt Interessenten dazu ein, der Initiative beizutreten und diese zu unterstützen.
Online machts einfacher!
Komplexität von Online-Aktivitäten heute und vor fünf Jahren
Immer mehr, immer häufiger und mit immer mehr unterschiedlichen Online-Aktivitäten sind die Bürgerinnen und Bürger im Internet unterwegs. Das Smartphone hat mobile Kommunikation zum ständigen Begleiter werden lassen. Auch die Auswahl von Hardware und Tarifen wird dabei in immer kürzeren Abständen zur regelmäßigen Aufgabe für den Nutzer. Immer mehr immer häufiger: Funktioniert das eigentlich auch immer leichter oder im Gegenteil immer schwieriger?
1.048 Internetnutzer hat TNS Infratest telefonisch vom 12. bis 14. Januar mittels seiner EMNIDbusse exklusiv für das Magazin für Media-, Markt- und Werbeforschung Research & Results danach gefragt, ob es in den letzten fünf Jahren (sehr viel) schwieriger geworden, gleich geblieben oder im Gegenteil (sehr viel) einfacher geworden ist mit der Informationssuche online, dem Online-Shoppen, Preisvergleichen, Produktbewertungen, Social Relations, Handy und Smartphone-Auswahl, dem optimalen Tarifmodell und der Handy- bzw. Smartphone-Bedienung.
Eindeutiges Ergebnis: Ob es an den einfacheren Angeboten oder an der Erfahrung und Routine der Nutzer liegt ist nicht erkennbar. Fakt ist, dass die Informationssuche online für 69 Prozent einfacher und für nur fünf Prozent schwieriger geworden ist. Ähnliches für die fünf anderen Aktivitäten: Produktinformationen für spezielle Produkte zu beschaffen finden 67 Prozent heute einfacher und nur vier Prozent schwieriger. Preisvergleiche 62 Prozent zu vier Prozent, Informationsaustausch online mit Freunden 58 Prozent zu zwei Prozent, Produktbewertungen 58 Prozent zu sieben Prozent, Online-Einkauf – eCommerce – 52 Prozent zu ein Prozent.
Der Gewinn an Einfachheit nimmt ab, wenn das richtige Handy oder Smartphone und dafür das richtige Tarifmodell gefunden werden muss. Für 38 Prozent ist die Auswahl von Handy und Smartphone einfacher, aber für 21 Prozent auch schwieriger geworden. Bei der Wahl der Tarifmodelle sagen 34 Prozent „einfacher” gegenüber 22 Prozent „schwieriger”. Die verbleibenden Prozentwerte zu 100 entfallen auf die Kategorien “gleich geblieben” oder “mache ich nicht, kommt für mich nicht in Frage”. Und die Bedienung des mobilen Endgerätes allgemein? 47 Prozent sagen, es sei leichter geworden. Immerhin 19 Prozent aber meinen die Bedienung sei schwieriger geworden, denke man fünf Jahre zurück.
„Eindeutiges Resümee: Die Auswahl von Hardware und Tarifmodellen und die Bedienung allgemein sind moderat einfacher geworden, Einkauf, Preisvergleiche, Bewertungen, Informationsaustausch, Einholen von Produktinformationen und Informationssuche allgemein sogar deutlich einfacher. Die Erfolgsstory von Online allgemein und Mobile im Speziellen kann also weitergehen”, so Melanie Kötter, Leitung EMNIDbusse.
Interessant ist wie so häufig beim Online-Thema der Blick auf die Altersgruppen und hier speziell auf die Gruppe 60plus. Dort sind die Salden deutlich geringer als in den jüngeren Altersgruppen. Es wird etwas seltener als einfacher und etwas häufiger als schwieriger empfunden: Der Positivsaldo insgesamt gilt aber auch für die Gruppe der 60-Jährigen und Älteren.
Zusammenarbeit in der Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN zur Förderung digitaler Möglichkeiten
Die Samsung Electronics GmbH und die Cornelsen Schulverlage beschließen eine Kooperation in der Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN. Die Initiative veranstaltet im Programm IDEEN BEWEGEN | Digitale Kompetenzen im Unterricht den bundesweiten Wettbewerb zur digitalen Schule, der den Einsatz digitaler Medien im Unterricht an weiterführenden Schulen fördert. Künftig profitieren die am Wettbewerb teilnehmenden Schulen auch vom digitalen Angebot des Hauses Cornelsen. Cornelsen stellt dazu eine webbasierte Plattform zur Verfügung. Ergänzt durch zusätzliche Materialien und Funktionen, wird dort das Lehrwerk digital und in gewohnter didaktischer Qualität angeboten.
Die von der Samsung Electronics GmbH geförderte Initiative stellt den beteiligten Schulen für mehrwöchige Unterrichtsprojekte das digitale Klassenzimmer, die Samsung School Solution mit Tablets für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, einem Notebook, einem interaktiven 65-Zoll-Display, einem Multifunktionsdrucker sowie weiterem Zubehör und geeigneter Software zur Verfügung. Cornelsen unterstützt die Unterrichtsprojekte der Schulen auf scook durch digitale Schulbücher mit Bearbeitungsmöglichkeiten und ausgewählten Inhalten, die auf der Plattform für einen Zeitraum von drei Monaten kostenfrei genutzt werden können.
Steffen Ganders, Senior Manager Corporate Affairs der Samsung Electronics GmbH, sagte anlässlich der Kooperation: „Mit dem Wettbewerb zur digitalen Schule möchten wir die digitalen Kompetenzen im Unterricht stärken. Damit Lehrkräften in ihren digitalen Unterrichtsprojekten qualitativ hochwertige Materialien zur Verfügung stehen, arbeiten wir mit führenden Inhalte-Anbietern zusammen. Cornelsen leistet als Verlag für Bildungsmedien einen wertvollen Beitrag. Wir freuen uns, dass diese Kooperation zum Beginn des Jahres 2015 beschlossen wurde.“
Christine Hauck, Leiterin New Business bei den Cornelsen Schulverlagen, begrüßt die von Samsung gegründete Initiative: „Die Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN greift eine wichtige Entwicklung auf, nämlich die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft. Als führender Bildungsanbieter ist es uns ein wichtiges Anliegen, Schulen im Bereich der digitalen Bildung wertvolle Materialien für das Lehren und Lernen anzubieten. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Initiative die Förderung digitaler Bildung zu unterstützen.“
Die Samsung Electronics GmbH legt besonderen Wert darauf, dass Partner aus dem Bildungsbereich, darunter führende Schulbuchverlage, ihre Kompetenzen in die Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN einbringen.
Über die Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN
Die Samsung Electronics GmbH hat im Jahr 2013 in Deutschland die Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN ins Leben gerufen, weil sie mit ihrer Expertise als führendes Technologieunternehmen die Bildung als wichtige Säule für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig stärken will. Sie engagiert sich, um Menschen auf ihrem Bildungsweg digitale Möglichkeiten beim Entdecken, Forschen und Gestalten zu eröffnen.
Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt davon ab, wie wir die Potentiale und Talente der Menschen fördern. In diesem Zusammenhang spielen Bildung als Grundlage unserer Wissensgesellschaft und ihre aktive Gestaltung sowie Weiterentwicklung eine zentrale Rolle. Die fortschreitende Digitalisierung wird in den nächsten Jahren unser Verständnis von Bildung nachhaltig verändern.
Eine frühzeitige und sinnvolle Einbindung digitaler Medien in Lehr- und Lernprozesse gewährleistet dabei die Qualität der Bildung.
Über Cornelsen
Die Cornelsen Schulverlage zählen zu den führenden Anbietern für Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Mit ihren Produkten sorgen sie dafür, dass Unterricht gelingt und Lernende erfolgreich zum Ziel kommen. Auch für den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht bieten die Cornelsen Schulverlage Konzepte und Materialien an. Sie treiben die Digitalisierung von Schule und Unterricht mit scook, der Plattform für Lehrer und ihre Schüler, voran. Die verlagsoffene Plattform stellt Nutzern über 500 eingeführte und zertifizierte Schulbücher der Cornelsen Schulverlage und anderer Verlage für alle Bundesländer, Fächer und Klassen als E-Book zur Verfügung – mit ergänzenden und eigenen Materialien. Dank der einfachen Materialverwaltung können Lehrkräfte ihren Unterricht planen und durchführen. Die Website steht authentifizierten Nutzern überall zur Verfügung: auf dem PC, Smartphone oder Tablet – zu Hause, unterwegs oder in der Schule. Die Lizenz für das E-Book erwirbt man automatisch mit dem Kauf des gedruckten Schulbuches. Außerdem hält scook zusätzliche Lehr- und Lernmaterialien, wie zum Beispiel interaktive Übungen, Videos und Audios oder den digitalen Unterrichtsmanager passgenau am Schulbuch bereit. Nähere Informationen unter www.cornelsen.de/scook.
Volksdroge Smartphone: Zwei Fünftel nutzen es mehr als eine Stunde täglich
Von Jahr zu Jahr steigt der Smartphone-Absatz in Deutschland. Der sogenannte „Handy-Nacken“ und der „SMS-Daumen“ werden zunehmend als die modernen Technologie-Krankheiten diskutiert, die auf eine häufige Smartphone-Nutzung zurückgeführt werden können. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun, wie lange sich Smartphone-User mit ihrem Gerät durchschnittlich pro Tag beschäftigen.
Rund zwei Fünftel (39 Prozent) der Smartphone-Nutzer in Deutschland geben an, sich mindestens täglich eine Stunde mit ihrem Smartphone zu beschäftigen. Jeder Neunte sogar drei Stunden oder mehr. Zu den Hardcorenutzern mit einer Nutzungsdauer von mehr als fünf Stunden täglich zählen drei Prozent der User. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, die im Auftrag von handytick.de unter Smartphone-Nutzern in Deutschland durchgeführt wurde.
Frauen beschäftigen sich täglich etwas häufiger mit ihrem Smartphone als Männer. Besonders Smartphone-abhängig sind die 18-24-Jährigen: Hier nutzt die Mehrheit (71 Prozent) ihr Smartphone mindestens eine Stunde am Tag, jeder Vierte (24 Prozent) sogar mehr als drei Stunden. Bei den 25-34-Jährigen ist die tägliche Nutzung schon etwas geringer (59 Prozent mind. eine Stunde täglich). Ältere gehören eher zu den Smartphone-Muffeln, denn die über 55-Jährigen machen davon eher weniger Gebrauch.
Das Smartphone spielt dabei eine wichtige Rolle bei der Kommunikation: Jeder Dritte findet es nützlich, durch sein Smartphone immer mit Freunden und Bekannten vernetzt zu sein. Bei den Jüngeren ist es sogar über die Hälfte (57 Prozent). Altersunabhängig schätzt jeder Vierte zudem den ständigen Austausch mit Freunden und Bekannten über das Smartphone.
Doch so sehr die Nutzer ihr Smartphone auch ins Herz geschlossen haben, versuchen viele vor der ständigen Erreichbarkeit zu fliehen; jeder Neunte ist davon sogar genervt. Auch geben 22 Prozent der Smartphone-User an, ihr Gerät öfter einfach auszuschalten, um nicht erreichbar zu sein. Jeden Zehnten stresst die ständige Erreichbarkeit über das Smartphone obendrein. Dieser Aussage stimmen auch verhältnismäßig viele Ältere zu.
Unabhängig davon, ob man sein Smartphone gerade liebt oder hasst – am häufigsten wird immer noch damit telefoniert (68 Prozent). Am zweithäufigsten werden Messenger-Dienste wie WhatsApp oder iMessage genutzt (49 Prozent), gefolgt von der guten alten SMS (39 Prozent). An vierter Stelle steht das Surfen im Internet (32 Prozent), auf Platz fünf liegen Social-Media Apps (19 Prozent).
Auch hier zeigen sich große Unterschiede bei den Altersgruppen. Bei den Jüngeren liegt die Messenger-Nutzung mit 76 Prozent auf dem ersten Platz, die SMS mit 22 Prozent auf Platz fünf, während bei den Älteren das Telefonieren (83 Prozent) und Simsen (49 Prozent) deutlich im Vordergrund stehen.
„Das Smartphone entwickelt sich zunehmend als zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite nervt es uns, auf der anderen Seite lieben wir es“ sagt Stefan Lange, Geschäftsführer von handytick.de. „Dabei wird die Nutzung in Zukunft womöglich noch weiter steigen, denn mittlerweile lassen sich immer mehr Gegenstände mit dem Smartphone verknüpfen und steuern. Um seine Nerven zu schonen, sollte man sich dennoch Smartphone-freie Zeiten einräumen“ so Lange weiter.
Für die oben genannte Umfrage hat YouGov im Auftrag von handytick.de rund 800 Smartphone-Nutzer in Deutschland vom 30.01. bis 04.02.2015 repräsentativ befragt.
Weiterführende Ergebnisse finden Sie unter:
http://www.handytick.de/meinungsumfrage