Archiv für Ingo Peters

Fast zwei Drittel wollen ein 5G-Smartphone

  • Mobile World Congress 2021 in Barcelona endet heute
  • Neuer Mobilfunkstandard 5G neben Produktneuheiten zentrales Thema

Am heutigen Donnerstag endet der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Im Fokus der durch die Corona-Pandemie stark verkleinerten Messe stand in diesem Jahr vor allem der neue Mobilfunkstandard 5G, den die Mobilfunk-Unternehmen in den kommenden Jahren massiv ausbauen. Von den bis 2025 weltweit veranschlagten Investitionen von 900 Milliarden Dollar (753 Milliarden Euro) sollen rund 80 Prozent in den 5G-Netzausbau fließen, gab der Veranstalter des MWC bekannt.

Auch den deutschen Nutzerinnen und Nutzern wird der neue Standard immer wichtiger. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von Anfang des Jahres. Befragt wurden 1.002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 789 Personen, die ein Smartphone nutzen. Demnach sagten 2020 noch 46 Prozent, dass 5G-Fähigkeit beim Smartphone-Kauf für sie wichtig sei, jetzt sind es fast zwei Drittel (63 Prozent). Um das schnelle Netz zu nutzen, sind die Befragten bereit, im Schnitt 11 Euro mehr pro Monat zu zahlen. 2020 lag die Zahlungsbereitschaft noch bei 7 Euro monatlich.

Selfie-Trend ungebrochen: Vier von fünf Smartphone-Usern machen Selbstporträts

  • Jede bzw. jeder Zweite bearbeitet die Selfies
  • Am 22. Juni ist internationaler Selfie-Tag

79 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von Smartphones machen Selfies. Für sie gibt es inzwischen einen speziellen Tag, den „Internationalen Tag des Selfies“. Er findet in diesem Jahr am 22. Juni statt. Vor allem zur Erinnerung werden solche Selbstporträts aufgenommen (74 Prozent). Drei von fünf derjenigen, die Selfies machen (63 Prozent), schicken die Bilder per Messenger an ihren Freundeskreis und Bekannte. Über die Hälfte (52 Prozent) teilt sie in sozialen Netzwerken. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Selfies haben Anhängerinnen und Anhänger in jeder Altersgruppe: Drei Viertel (75 Prozent) der 16- bis 29-Jährigen machen mindestens einmal pro Woche ein Foto von sich. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) davon sogar täglich. Damit sind sie am aktivsten bei der Aufnahme von Selbstporträts. Zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren greifen dafür mindestens einmal pro Woche zur Smartphone-Kamera sowie jeweils drei von fünf der 50- bis 64-Jährigen (61 Prozent) und über 64-Jährigen (63 Prozent).

21 Prozent derer, die Selfies in sozialen Netzwerken oder Messengern teilen, verschicken diese täglich. Auch hier sind die 16- bis 29-Jährigen am aktivsten mit 34 Prozent. Nur vier Prozent der Menschen ab 65 Jahren teilen ihre Selfies mindestens einmal pro Tag. Insgesamt landen Selbstporträts überwiegend auf wöchentlicher Basis (44 Prozent) in Messenger-Chats oder auf Social Media.

Über 50 Prozent bearbeiten Selfies

52 Prozent der Befragten mit Smartphone geben an, ihre Selfies im Nachhinein zu bearbeiten. Dabei setzen Frauen eher auf Natürlichkeit als Männer: Knapp die Hälfte der Frauen (49 Prozent) behält ihre Bilder im Ursprungszustand, Männer zu 43 Prozent. Wenn es um die Bearbeitung der Selfies geht, werden verschiedene Werkzeuge genutzt: Die häufigste Bearbeitungsform ist das Zuschneiden: Drei von Zehn (30 Prozent) ändern den Bildausschnitt oder das Format, um das Bild besser aussehen zu lassen. Vintage-Look, Valencia oder Katzenohren? Ein Viertel derjenigen, die Selfies machen (25 Prozent), nutzt vorgefertigte Filter für einen anderen Look. 23 Prozent bearbeiten Helligkeit oder Kontrast manuell. Auch hier zeigen sich wieder Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer nutzen Filter (29 Prozent) und manuelle Bearbeitungsfunktionen (26 Prozent) eher als Frauen (21 Prozent bzw. 20 Prozent). Zur gezielten Retusche von bestimmten Merkmalen greifen wiederum mehr Frauen (22 Prozent) als Männer (15 Prozent).

Aktuell ein beliebtes Selfie-Motiv: der eigene Oberarm mit Pflaster nach der Corona-Impfung oder mit der Spritze noch im Arm. Mit dem sogenannten „Impfie“ teilen viele Menschen gerade ihren Impffortschritt in den sozialen Medien. Doch Vorsicht: Den Impfpass sollte man nicht vor die Linse halten. Er enthält sensible Daten.

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Kontaktloses Bezahlen wird durch Corona zum Standard

  • Im laufenden Jahr haben bereits 85 Prozent kontaktlos im Geschäft bezahlt
  • 6 von 10 wollen auf künftig seltener Bargeld nutzen

Der Boom beim kontaktlosen Bezahlen an der Ladenkasse seit Beginn der Corona-Pandemie setzt sich fort. In den drei Monaten von Februar bis April haben 9 von 10 (85 Prozent) der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mindestens einmal kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch im Geschäft bezahlt. Zum Ende vergangenen Jahres lag der Anteil noch bei 79 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Fast ein Viertel (23 Prozent) zahlt dabei täglich oder mehrmals täglich kontaktlos (von September bis November 2020: 18 Prozent). Noch etwas mehr nutzen kontaktlose Bezahlmöglichkeiten mehrmals die Woche (26 Prozent, 2020: 28 Prozent) oder zumindest einmal die Woche (27 Prozent, 2020: 20 Prozent). „Kontaktloses Bezahlen ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum absoluten Standard geworden – und wird das auch bleiben. Es ist bequem, schnell und mit Smartwatch oder Smartphone dank biometrischer Schutzmaßnahmen wie Fingerabdruckscanner besonders sicher“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. 4 von 10 (38 Prozent) Kundinnen und Kunden haben in den vergangenen drei Monaten an der Kasse zu Smartphone oder Smartwatch gegriffen. 7 Prozent bezahlen auf diese Weise sogar täglich oder mehrmals täglich, weitere 5 Prozent mehrmals wöchentlich, 7 Prozent zumindest einmal die Woche. Rund ein Fünftel (19 Prozent) nutzt Smartphone oder Smartwatch an der Kasse seltener.

Mehrheit fordert: Überall muss elektronisches Bezahlen möglich sein

Rund ein Drittel (32 Prozent) gibt dabei an, in der Corona-Pandemie erstmals das kontaktlose Bezahlen ausprobiert zu haben, 10 Prozent haben in der Zeit zum ersten Mal mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt. Ein Grund dafür: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) empfindet das kontaktlose Bezahlen hygienischer. Zwei Drittel (69 Prozent) nutzen aus diesem Grund in der Pandemie seltener Bargeld als früher. Und 59 Prozent sind sicher, auch nach der Corona-Pandemie häufiger auf Bargeld zu verzichten. 6 von 10 Befragten (60 Prozent) geben zudem an, dass es sie stört, wenn sie nicht bargeldlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlen können. Eine Mehrheit von 57 Prozent fordert daher, dass alle Geschäfte gesetzlich verpflichtet werden sollten, neben Bargeldzahlungen auch mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten. Rohleder: „Es ist überfällig, dass Kundinnen und Kunden überall echte Wahlfreiheit beim Bezahlen bekommen. Digitales und kontaktloses Bezahlen sollte flächendeckend genauso akzeptiert werden wie Cash.“

Die Veränderungen der Finanzwelt durch die Digitalisierung stehen auch im Mittelpunkt der Digital Finance Conference des Bitkom am 9. und 10. Juni 2021. Mehr als 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich über Themen wie dezentrale Finanz- und Blockchain-Lösungen, digitale Souveränität und Plattformen und Nachhaltigkeit in der Finanzlandschaft austauschen. Als Speaker treten u.a. auf Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, Dr Nazim Cetin, CEO von Allianz X, Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums, Antony Cahill, Managing Director Europe Regions von Visa, und Mirjam Staub-Bisang, Country Head, BlackRock Switzerland. Alle Informationen und die Möglichkeit, sich kostenfrei anzumelden, online unter: finance-conference.berlin

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Auf fast jedem Smartphone wird ein Messenger genutzt

  • 50 Millionen Menschen in Deutschland setzen auf Messenger-Apps

Wer ein Smartphone hat, greift fast immer auch auf Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder Threema zurück. 9 von 10 (88 Prozent) Nutzerinnen und Nutzern von Smartphones verwenden entsprechende Apps, das entspricht rund 50 Millionen Menschen in Deutschland. Bei den 16- bis 29-Jährigen (100 Prozent) und 30- bis 49-Jährigen (96 Prozent) sind es sogar praktisch alle, bei den 50- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil 88 Prozent und selbst unter den Senioren ab 65 nutzt fast die Hälfte (45 Prozent) einen oder mehrere Messenger. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Rund 290 Milliarden Messenger-Nachrichten werden in Deutschland nach einer Bitkom-Berechnung voraussichtlich in diesem Jahr empfangen. Dabei dominiert Whatsapp. So haben zum Beispiel in einer weiteren aktuellen Bitkom-Umfrage unter Eltern schulpflichtiger Kinder 25 Prozent angegeben, dass Lehrerinnen und Lehrer sie über WhatsApp kontaktieren und informieren. Lediglich in 4 Prozent der Fälle werden dazu andere Messenger genutzt.

„Messenger sind inzwischen das am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel. Umso wichtiger ist, dass Kommunikation über Messenger in einem absolut vertrauensvollen und sicheren Umfeld stattfinden kann. Die aktuelle Diskussion um die Nutzungsbedingungen von Whatsapp hat hier viel Verunsicherung ausgelöst“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Dabei werde auch deutlich, welch hohen Stellenwert Datenschutz bei vielen Menschen habe, ihnen aber oft unklar sei, worauf sie genau achten müssten. „Momentan erleben wir, dass die oft an rein theoretischen Risiken orientierte Datenschutz-Debatte eher zu mehr Verunsicherung führt als zu mehr Aufklärung“, so Rohleder. „Verständlichere Erläuterungen sowohl durch Anbieter als auch durch die Datenschutzbehörden würden Nutzerinnen und Nutzern wirklich helfen.“

Angst vor Cyber-Kriminellen: Drei Tipps für mehr Sicherheit im Netz

  • 39 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer haben mehr Angst vor Kriminalität im Netz als in der analogen Welt
  • Nur eine Minderheit sieht sich in der Lage, Smartphone und Computer ausreichend vor Angriffen zu schützen

Mehr Angst vorm Hacker-Angriff als vor dem Einbruch in die eigene Wohnung: 39 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer fürchten sich mehr vor Kriminalität im Netz als in der analogen Welt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.198 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, von denen 1.016 das Internet nutzen. Die Umfrage wurde im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Demnach sehen sich innerhalb der Internet-Gemeinde 58 Prozent nicht selbst in der Lage, ihre Geräte ausreichend vor Angriffen zu schützen. 63 Prozent gehen zudem davon aus, dass sie nicht bemerken würden, wenn Fremde den eigenen Computer oder das Smartphone über das Internet ausspionieren. Besonders groß ist die Befürchtung, sich im Netz mit Schadprogrammen zu infizieren (75 Prozent) sowie davor, dass Kriminelle Passwörter und Online-Konten illegal nutzen (56 Prozent).

„Um sich wirkungsvoll gegen Angriffe im Netz zu wehren, sollte man auf jeden Fall einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen befolgen“, rät Sebastian Artz, Experte für Informationssicherheit und Sicherheitspolitik beim Bitkom. Bereits drei Schritte helfen, sich erfolgreich gegen die meisten Angriffe zu wappnen:

  • Sichere Passwörter für jedes Konto: Online- und Benutzerkonten sollten mit starken Passwörtern geschützt werden. „Vergeben Sie für jedes Online- und Benutzerkonto ein eigenes Passwort und versuchen Sie, keine Wörter zu verwenden, die im Wörterbuch vorkommen“, rät Artz. „Gängige und leicht zu erratende Tastaturmuster kommen ebenfalls nicht für sichere Passwörter in Frage. Zudem gilt: Je länger das Passwort ist, desto besser.“ 30 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer verwenden indes für verschiedene Online-Dienste noch immer dasselbe Passwort. „Sofern verfügbar, sollten Sie Ihre Konten zudem mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen“, sagt Artz. Ein Login ist dann nur möglich, wenn man seine Identität zunächst mit dem Passwort und zusätzlich auf einem zweiten Weg bestätigt – etwa per Fingerabdruck oder SMS.
  • Vorsicht bei E-Mails und Anhängen: „Verifizieren Sie die Absenderadresse, indem Sie diese auf wirre Buchstabenfolgen und vertauschte Zeichen prüfen“, erklärt Bitkom-Experte Artz. Ein typisches Muster ist etwa, den Buchstaben „O“ durch die Ziffer „0“ zu ersetzen. Auch bei unbekannten ausländischen Domainadressen ist Vorsicht geboten. „Wird eine schnelle Reaktion verlangt, sollten alle Alarmglocken schrillen. In jedem Fall sollten Betroffene nie unüberlegt auf Links oder Dateianhänge klicken“, warnt Artz.
  • Betriebssystem und Software aktuell halten: Regelmäßige Aktualisierungen für das Betriebssystem und einzelne Programme sollten unverzüglich und idealerweise automatisch installiert werden. „Häufig schließen Hersteller damit neu aufgedeckte Sicherheitslücken, über die sich Cyberkriminelle Zugriff verschaffen könnten“, so Artz.

Generell gilt: „Wer im Netz unterwegs ist, sollte stets überlegt handeln und das Thema Sicherheit mitdenken. Die Methoden der Kriminellen werden immer ausgefeilter und ihr Vorgehen wird immer professioneller“, erläutert Bitkom-Experte Artz.

Zuletzt gaben sich Kriminelle etwa vermehrt als Mitarbeitende großer Software-Unternehmen aus und weisen am Telefon auf angebliche Technik-Probleme hin. So versuchen sie, Zugriff auf die Geräte ihrer Opfer zu erlangen oder sie zum Kauf vermeintlicher Sicherheitspakete zu bewegen. „Nutzerinnen und Nutzer sollten am Telefon niemals sensible Daten verraten oder Fremden den Fernzugriff auf den eigenen Rechner erlauben. Sie sollten stattdessen das Telefonat sofort beenden und Verdächtige bei der Polizei melden“, sagt Artz.

Eltern fordern schnellere Digitalisierung der Schulen

  • Eltern schulpflichtiger Kinder befürworten beschleunigte Digitalisierung der Bildung und mehr Verantwortung für den Bund
  • Bitkom zeichnet 20 neue Smart Schools aus – Netzwerk wächst auf 81 Standorte
  • Bundesbildungsministerin eröffnet heute zweitätige Bitkom-Bildungskonferenz

Mehr Tempo wagen, Investitionen erhöhen und Kompetenzen stärken: Wenn es nach den Eltern schulpflichtiger Kinder geht, muss die Digitalisierung der Schulen beschleunigt werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von etwa 1.000 Eltern mit mindestens einem Kind im Alter von sechs bis 18 Jahren im eigenen Haushalt. Demnach geht drei von vier Eltern (77 Prozent) die Digitalisierung der Schulen zu langsam – für vier von zehn (40 Prozent) sogar viel zu langsam. Der Digitalisierung steht die große Mehrheit grundsätzlich positiv gegenüber. 85 Prozent beurteilen sie als Chance für die Schulen. Demgegenüber sehen nur 10 Prozent darin ein Risiko. Beim Blick auf die Schulen ihrer Kinder sehen die meisten Eltern großen Nachholbedarf. Acht von zehn (83 Prozent) sind der Meinung, dass verstärkt in die IT und Ausstattung mit digitalen Endgeräten investiert werden sollte. Der Status quo wird als nur mittelmäßig benotet. Die Eltern vergeben für die Ausstattung mit digitalen Endgeräten auf der Schulnotenskala im Durchschnitt eine 3- (3,4 – „befriedigend“). Ebenfalls „befriedigend“ (3,2) lautet das Urteil zur Verfügbarkeit eines Internetzugangs. Jeweils mit einer 4+ („ausreichend“) werden die Schulen bei der Verfügbarkeit von W-Lan in Klassenräumen (3,5), dem Zustand der digitalen Endgeräte (3,6) und der Hilfe bei IT-Problemen (3,6) bewertet. Von der Politik fordern Eltern mehr Zentralisierung. Acht von zehn (78 Prozent) sehen den Föderalismus als Bremsklotz für die Digitalisierung der Schulen. Sieben von zehn (69 Prozent) befürworten, dass der Bund mehr Entscheidungskompetenzen in der Bildungspolitik haben sollte. „Die Eltern zeichnen ein eher ernüchterndes Bild von der Digitalisierung der Schulen und erwarten, dass das Tempo angezogen wird. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in vielen Bereichen massiv beschleunigt, und diese Beschleunigung brauchen wir auch in den Schulen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Eltern von Schulkindern sind in der Corona-Pandemie ohnehin mehrfach belastet. Funktioniert der digitale Unterricht nicht, müssen Eltern neben allem anderen auch noch Hilfslehrkräfte spielen.“

Mehr als vier Stunden täglich wird mit Notebook, Smartphone und Tablet gelernt

Dabei ist digitales Lernen in den meisten Haushalten Standard. In acht von zehn Elternhäusern (78 Prozent) benutzen Kinder täglich ein digitales Endgerät im Zusammenhang mit dem Lernen oder der Vorbereitung für die Schule. Bei weiteren 16 Prozent wird zwar grundsätzlich auch digital gelernt, aber nicht täglich. 4 Prozent der Eltern geben an, dass gar nicht mit digitalen Endgeräten gelernt wird. Die durchschnittliche Bildschirmlernzeit beträgt 4 Stunden und 20 Minuten täglich. Die Bandbreite zwischen intensiver und geringer Nutzung ist allerdings groß: In jedem vierten Elternhaus (26 Prozent) mit Kindern, die ein digitales Endgerät für die Schule nutzen, beträgt die tägliche Nutzungszeit sechs Stunden und mehr pro Kind, bei drei von zehn (29 Prozent) sind es fünf bis weniger als sechs Stunden und bei 9 Prozent vier bis weniger als fünf Stunden. Bei 34 Prozent sind es eine bis weniger als vier Stunden und bei 3 Prozent weniger als eine Stunde. „Die durchschnittliche Bildschirmlernzeit kommt mit mehr als vier Zeitstunden ziemlich nah an die Dauer eines klassischen Unterrichtstages im Klassenzimmer heran. Wenn die Qualität des digitalen Lernangebots stimmt, lassen sich Wissenslücken aufgrund von Schulschließungen weitgehend vermeiden“, sagt Rohleder.

In zwei von drei Elternhäusern (63 Prozent) steht den Schülerinnen und Schülern ein eigenes digitales Endgerät zur Verfügung. In jedem fünften Elternhaus (20 Prozent) können Kinder ein Gerät der Eltern nutzen. In 7 Prozent der Elternhäuser teilen sich mehrere Kinder ein eigenes Gerät. In 4 Prozent der Elternhäuser wird ein von der Schule gestelltes Gerät genutzt. Als Gerätekategorie sind Notebooks sind besonders populär, die in zwei von drei Haushalten (65 Prozent) für Schulaufgaben zum Einsatz kommen.

Digitaler Unterricht in neun von zehn Elternhäusern

Während coronabedingter Schulschließungen haben digitale Unterrichtsangebote neun von zehn Elternhäuser (91 Prozent) erreicht. Dazu zählen Videokonferenzen (83 Prozent), Online-Präsenzunterricht (77 Prozent) und Lernplattformen (65 Prozent). Aber auch mit klassisch analogen Angeboten haben viele Eltern Erfahrungen gemacht. Die Hälfte (48 Prozent) berichtet von einer telefonischen Ansprache durch die Lehrkräfte. Jedes dritte Elternhaus (36 Prozent) hatte den Fall, dass Aufgaben oder Dokumente aus der Schule abgeholt werden mussten. Bei 8 Prozent wurden Unterrichtsmaterialien per Post zugesandt. Spezielle Apps zum mobilen und individuellen Lernen sind demgegenüber noch kein Standard, kommen aber immerhin in 44 Prozent der Elternhäuser zum Einsatz. Nur 4 Prozent der Eltern sagen, dass Lehrkräfte solche Apps an allen Unterrichtstagen einsetzen. Bei 28 Prozent ist es regelmäßig, aber nicht an allen Unterrichtstagen. Bei 30 Prozent werden Lern-Apps nur in Ausnahmefällen und bei 29 Prozent nie eingesetzt. Rohleder: „Digitales Lernen bietet auch losgelöst von der Corona-Situation viele Vorteile und kann Schülerinnen und Schüler zusätzlich motivieren und die Lernerfolge steigern. Adaptive Lern-Apps stellen sich genau auf den individuellen Lernfortschritt ein und liefern passende Inhalte.“

Lehrkräfte kommunizieren am liebsten per E-Mail und am Telefon

Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit Eltern in Kontakt treten, geschieht dies überwiegend über traditionelle Kommunikationsmittel. Sieben von zehn Eltern (71 Prozent) stehen per E-Mail mit Lehrkräften in Kontakt. Gut die Hälfte (54 Prozent) greifen dafür zum Telefonhörer. Erst dahinter rangieren neuere digitale Kommunikationsmittel wie eine schulinterne Online-Plattform (38 Prozent), Messenger (29 Prozent), Soziale Netzwerke (17 Prozent) und Videotelefonie (9 Prozent). Bei den Messengern wird überwiegend auf WhatsApp gesetzt: 25 Prozent der Lehrkräfte nutzen für den Elternkontakt WhatsApp, 4 Prozent nutzen andere Messenger. Bei 2 Prozent wird noch über das Hausaufgabenheft kommuniziert. „Digitale Technologien sind den klassischen Kommunikationsmitteln in vielerlei Hinsicht überlegen. Speziell auf die Bedürfnisse des Schulalltags zugeschnittene Anwendungen wie Lernplattformen können den Austausch zwischen Lehrkräften und Eltern stark vereinfachen und effektiver gestalten“, sagt Rohleder.

Technische Hürden bremsen Homeschooling aus

Beim Homeschooling musste die weit überwiegende Mehrheit der Eltern Erfahrungen mit technischen und anderen Problemen machen. Sieben von zehn (71 Prozent) hatten den Fall, dass die Lernplattform nicht erreichbar war. Vier von zehn (42 Prozent) hatten Probleme mit der häuslichen WLAN-Verbindung. Drei von zehn (31 Prozent) berichten von Problemen mit Software oder Apps, die nicht funktionierten. 28 Prozent klagen über eine unzureichende Bandbreite des heimischen Internetanschlusses. In jedem achten Haushalt (12 Prozent) fehlt es an Geräten, damit jedes Kind flexibel lernen kann. In jedem neunten (11 Prozent) wollte das Kind nicht am Online-Unterricht teilnehmen. Nur 7 Prozent der Eltern hatten beim Homeschooling keines dieser Probleme. „Die auftretenden Probleme beim Ausrollen von Lernplattformen und der Verzicht auf den Einsatz bewährter Technologien haben das Homeschooling in den vergangenen Monaten ausgebremst“, sagt Rohleder. „Ein Hemmnis ist der fehlende Pragmatismus beim Datenschutz. Weltweit führende IT-Unternehmen investieren seit Jahren dreistellige Millionenbeträge in Systeme für die mobile Zusammenarbeit – und das lässt sich nicht einfach so nachbauen. In der Pandemie sollten marktübliche und leistungsfähige Systeme auch den Schulen zugänglich gemacht werden. Außerdem sollte der föderale Flickenteppich an Lernplattformen und -angeboten nun zügig in einer Nationalen Bildungsplattform gebündelt werden.“

Eltern sehen digitale Fortschritte wegen Corona

In der Corona-Krise hat sich in Bezug auf die Digitalisierung der Schulen allerdings auch viel bewegt. Jeweils mehr als acht von zehn Eltern berichten, dass die Schüler nun Zugang zu einer zentralen Lernplattform haben (86 Prozent) und dass neuerdings ein Videokonferenztool für den Fernunterricht genutzt wird (84 Prozent). Auf der technischen Ebene wird zudem von zusätzlich angeschafften Endgeräten an den Schulen (25 Prozent), der Bereitstellung eines IT-Supports bei technischen Problemen durch die Schule (25 Prozent) und der Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten (23 Prozent) berichtet. Auch inhaltlich entwickelt sich der Unterrichtsalltag im Zuge der Pandemie weiter: 56 Prozent der Eltern geben an, dass die Schülerinnen und Schüler jetzt Dokumente in digitaler Form gemeinsam bearbeiten. Und 51 Prozent sagen, dass die Lehrkräfte mittlerweile wissen, wie sie digitale Medien pädagogisch in den Unterricht integrieren.

Ein Fünftel der Eltern wünscht sich Homeschooling auch nach der Pandemie

Die Digitalisierung der Schulen sollte nach Ansicht der großen Mehrheit der Eltern weiter entschieden vorangetrieben werden. Nahezu alle (96 Prozent) meinen, dass der Einsatz digitaler Technologien und Medien an allen Schulen Standard sein sollte. Neun von zehn (88 Prozent) sind überzeugt, dass jede Schule eine Lernpattform zur Verfügung stehen sollte. Acht von zehn (80 Prozent) wollen jede Schule in die Lage versetzt wissen, alle Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien per Homeschooling zu unterrichten. Homeschooling bis zum Ende der Pandemie zum neuen Normalzustand zu machen, befürworten 28 Prozent der Eltern. Und ein gutes Fünftel (22 Prozent) möchte, dass auch nach der Pandemie der Unterricht zumindest teilweise per Homeschooling stattfindet.

Eltern wollen Pflichtfach Informatik

Auch bei den Unterrichtsinhalten sollten nach Ansicht der meisten Eltern mehr digitale Akzente gesetzt werden. Auf der Wunschliste ganz oben stehen verpflichtende regelmäßige Fortbildungen zu digitalem Unterricht für Lehrkräfte (95 Prozent). Neun von zehn Eltern (92 Prozent) fordern, dass digitale Kompetenzen im Schulunterricht einen höheren Stellenwert genießen sollten. Acht von zehn (83 Prozent) sind der Ansicht, dass Schulen den Kindern die Fähigkeit vermitteln sollten, sich sicher in Sozialen Netzwerken und im Internet zu bewegen. Und fast ebenso viele (79 Prozent) wollen, dass Informatik ab der 5. Klasse ein allgemeines Pflichtfach wird. Rohleder: „In der Corona-Pandemie wurde allgemein verstanden, dass digitale Technologien und Kompetenzen ein unverzichtbares Muss für alle sind.“

20 neue Smart Schools ausgezeichnet

In Deutschland machen sich immer mehr Schulen mit Erfolg auf den Weg in die digitale Zukunft. Die besten unter ihnen zeichnet Bitkom jedes Jahr als „Smart School“ aus. Smart Schools sind digitale Vorreiterschulen und stützen sich auf drei Säulen: digitale Infrastruktur, digitale pädagogische Konzepte und Lehrinhalte sowie digitalkompetente, entsprechend qualifizierte Lehrkräfte. 2021 werden 20 weitere Schulen in neun Bundesländern ausgezeichnet – von Grundschule über Gesamtschule und Gymnasium bis zur Berufsschule:

Baden-Württemberg:

  • Otto-Hahn-Gymnasium Böblingen
  • Helen-Keller-Schule Weinheim
  • Galileo-Grundschule Stuttgart
  • Humboldt-Gymnasium Karlsruhe

Bayern:

  • Ludwig-Aurbacher-Mittelschule Türkheim
  • Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz

Berlin:

  • BEST-Sabel Grundschule Mahlsdorf

Brandenburg:

  • Grace-Hopper-Gesamtschule Teltow

Hessen

  • Steinmühle Marburg

Niedersachsen:

  • Integrierte Gesamtschule Buchholz

Nordrhein-Westfalen:

  • Schloss Hagerhof Bad Honnef
  • Grundschule Bogenstraße Solingen
  • Marie-Curie-Gymnasium Recklinghausen
  • Gesamtschule Jüchen
  • Gymnasium der Stadt Alsdorf
  • Schiller-Schule Bochum
  • Gesamtschule Fröndenberg

Rheinland-Pfalz:

  • Theresianum Mainz
  • Carl-Orff-Grundschule Wiesbach

Sachsen:

  • IBB Private Schulen Dresden

Gefragt waren die besten Konzepte und Projekte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht. Ausgezeichnete Schulen werden Teil des bundesweiten Smart-School-Netzwerks mit nunmehr 81 Standorten. Der Wettbewerb Smart School wird unterstützt von der Deutschen Telekom. Die ersten Smart Schools waren 2016 im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung, heute Digitalgipfel, im Saarland ausgezeichnet worden. Seit 2017 wird der Smart School Wettbewerb jährlich ausgetragen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren flächendeckend Smart Schools einzurichten, von denen andere Schulen lernen können. Weitere Informationen gibt es unter www.smart-school.de.

Bitkom-Bildungskonferenz mit Bundesministerin Karliczek

Die Digitalisierung des Bildungswesens ist Thema der Bitkom-Bildungskonferenz am 28. und 29. April 2021, die komplett digital stattfindet und von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eröffnet wird. Das zweitägige Programm umfasst 30 Angebote mit 60 Sprecherinnen und Sprechern, darunter der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Ausführliches Programm und Teilnahme: www.bildungs-konferenz.de.

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Digitaler Impfnachweis kann Corona-Warn-App beflügeln

  • Ein Fünftel derjenigen, die die App nicht installiert haben, würden sie mit der neuen Zusatzfunktion nutzen
  • Die Hälfte der Deutschen weiß nicht, wo ihr Impfpass ist

Noch vor den Sommerferien soll der der digitale EU-Impfnachweis in die Corona-Warn-App integriert werden. Das könnte für einen deutlichen Zuwachs an Nutzerinnen und Nutzern der App sorgen: So sagen 20 Prozent derjenigen, die die Corona-Warn-App noch nicht auf ihrem Smartphone installiert haben, dass sie die App mit einem integrierten Corona-Impfausweis künftig einsetzen würden. Das hat eine repräsentative Befragung unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren ergeben, die Anfang 2021 durchgeführt wurde. „Die Corona-Warn-App kann mit Updates noch viel attraktiver gemacht werden. Dazu zählen neben dem geplanten digitalen Impfzertifikat auch die neue Check-in-Funktion und die Möglichkeit zum Abruf des eigenen Testergebnisses“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Ein digitaler Impfnachweis zusätzlich zum gelben Impfpass aus Papier dürfte insgesamt vielen Menschen entgegenkommen, wie eine zweite repräsentative Befragung unter 1.003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren im Februar 2021 ergeben hat: Gefragt danach, ob sie spontan wüssten, wo sich ihr Impfpass befindet, antworteten 51 Prozent mit „Nein“. Immerhin 48 Prozent fällt dagegen sofort ein, wo das Dokument liegt. Rund ein Viertel (23 Prozent) hat nach eigenem Bekunden auch schon einmal einen Impfpass verloren – mehr als die Hälfte aus dieser Gruppe sogar häufiger. „Wir brauchen schnellstmöglich ein digitales Impfzertifikat über eine Corona-Impfung: Ihr Smartphone haben die Menschen schließlich meist zur Hand, ihren Impfpass müssen sie dagegen meist suchen“, so Berg. „Parallel zum digitalen Impfzertifikat gegen Covid-19 muss die Einführung des digitalen Impfpasses für alle Schutzimpfungen im Rahmen der elektronischen Patientenakte weiter vorangetrieben werden.“ Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland (64 Prozent) würden den digitalen Impfpass nutzen, der Anfang 2022 auf freiwilliger Basis den gelben Impfpass aus Papier ersetzen soll.

In Informatik-Hörsälen liegt der Frauenanteil bei einem Viertel

  • Fast 20.000 Frauen nehmen pro Jahr ein Informatikstudium auf
  • Zum morgigen Girls‘ Day präsentiert Bitkom Karrierewege für Frauen und unterstützt die Initiative #SheTransformsIT

Frauen sind in Informatik-Hörsälen weiter unterrepräsentiert. Der Frauenanteil unter den Studierenden im Erstsemester liegt seit mehreren Jahren konstant bei etwa einem Viertel – einer Studentin stehen drei Studenten gegenüber. Das zeigen Berechnungen des Digitalverbands Bitkom anlässlich des morgigen Girls‘ Day, dem bundesweiten Berufsorientierungstag für Mädchen ab der 5. Klasse. Demnach nahmen im Kalenderjahr 2019 insgesamt 77.915 Studierende im ersten Fachsemester ein Informatikstudium auf. Darunter waren 19.569 weibliche Studierende. Das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. An der Verteilung hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas verändert. Fünf Jahre zuvor begannen 15.221 Frauen ein Informatikstudium bei insgesamt 64.366 Erstsemesterstudierenden – eine Quote von 24 Prozent. „So erfreulich es ist, dass die Zahl der Informatikstudierenden insgesamt steigt, so bedauerlich ist es, dass es bislang nicht gelungen ist, signifikant mehr junge Frauen für eine Karriere in der IT zu begeistern. Es muss das Ziel sein, ihren Anteil deutlich zu erhöhen, um Frauen Chancen zu eröffnen, die Digitalisierung vielfältiger zu gestalten und nicht zuletzt auch dem anhaltenden Fachkräftemangel zu begegnen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Das Klischee des ITlers als klassischer Männerberuf hält sich hartnäckig. Wir müssen diese Stereotype durchbrechen und gerade jungen Mädchen zeigen, dass sie mit digitalen Technologien die Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Der Grundstein für die spätere berufliche Laufbahn wird schon in jungen Jahren gelegt.“

Auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Frauen nicht nur wegen des Fachkräftemangels besonders gute Chancen. „86.000 IT-Jobs können nicht besetzt werden, weil die Fachkräfte fehlen. Viele Unternehmen suchen speziell nach Frauen, denn Studien zeigen, dass divers zusammengesetzte Teams erfolgreicher sind.“ Um die Einstiegshürden zu senken, bieten einige Hochschulen spezielle Frauenstudiengänge an. Dazu zählt beispielsweise die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. „Spezielle Frauenstudiengänge können Hürden abbauen, die Frauen daran hindern, einen Weg in der IT einzuschlagen. Die Erfahrung zeigt, dass die Erfolgsquote in diesen Studiengängen überdurchschnittlich hoch ist, ohne dass inhaltliche Abstriche gemacht werden. Dazu trägt nach Ansicht des Bitkom auch die enge Kooperation mit Unternehmen bei, wodurch ein hoher Praxisbezug entsteht.“

Zum Girls‘ Day präsentiert Bitkom Karrierewege für Frauen in der Digitalwirtschaft. Dafür sind Schülerinnen zu einem virtuellen Role Model Circle eingeladen. Interessierte können sich online anmelden.

Corona-Krisenmanagement der Schulpolitik fällt durch

  • Notendurchschnitt 4,5: Mehrheit der Deutschen sieht Scheitern der Bildungspolitik in der Pandemie
  • Neun von zehn wollen digitale Technologien an allen Schulen zum Standard und mehr Flexibilität beim Datenschutz

Mangelnde Digitalisierung, lähmende Datenschutzdebatten, Schulöffnungen ohne Teststrategie: Das Corona-Krisenmanagement in der deutschen Bildungspolitik fällt bei der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger durch. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter gut 300 Eltern schulpflichtiger Kinder. Demnach vergeben sechs von zehn Bürgerinnen und Bürgern (59 Prozent) für das allgemeine Krisenmanagement der Bildungspolitik während der Pandemie die Schulnote 5 („mangelhaft“ – 30 Prozent) oder 6 („ungenügend“ – 29 Prozent). Ein Fünftel (19 Prozent) bewertet es mit einer 4 („ausreichend“), 14 Prozent geben eine 3 („befriedigend“). Mit 2 („gut“) benoten 4 Prozent, mit 1 („sehr gut“) 2 Prozent. Das ergibt die Durchschnittsnote 4,5 – Versetzung stark gefährdet. Noch strenger in ihrem Urteil sind die Eltern schulpflichtiger Kinder: 36 Prozent geben eine 6, 33 Prozent eine 5, 23 Prozent eine 4 und 6 Prozent eine 3. Eine 1 oder 2 wird mit jeweils 1 Prozent so gut wie gar nicht vergeben. Die Durchschnittsnote ist eine glatte 5,0. „Das Urteil ist ebenso eindeutig wie verheerend: Das Krisenmanagement in der Bildungspolitik wird für krachend gescheitert erklärt. Die miesen Noten spiegeln die persönlichen Erfahrungen der Menschen wider“; sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Auch die allgemeine Fähigkeit der Schulen, in Pandemie-Zeiten digitalen Fernunterricht anzubieten, fällt überwiegend durch. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller Befragten vergibt eine 5, ein Sechstel (17 Prozent) eine 6. Unter den Eltern benoten vier von zehn (40 Prozent) mit 5 und ein Viertel (26 Prozent) mit 6.

Ein Drittel wünscht sich Homeschooling für die gesamte Dauer der Pandemie

Dabei sollte der Einsatz digitaler Technologien und Medien wie Computer, Smartboards oder Tablets in den Augen der meisten an allen Schulen Standard sein. Das meinen neun von zehn aller Befragten (91 Prozent). Acht von zehn (80 Prozent) sind der Ansicht, alle Schulen sollten in die Lage versetzt werden, noch in diesem Schuljahr per Homeschooling zu unterrichten. Neun von zehn (88 Prozent) fordern, dass die strengen Datenschutzstandards zumindest vorübergehend angepasst werden, um digitalen Unterricht zu ermöglichen beziehungsweise zu erleichtern. Dass für alle Lehrkräfte Fortbildungen zu digitalen Themen und Kompetenzen verpflichtend sein sollten, meinen zwei von drei Befragten (68 Prozent). Geteilt ist die Bevölkerung in der Frage, ob Schulen geöffnet oder geschlossen bleiben sollten: Vier von zehn (41 Prozent) fordern, dass die Schulen für die Dauer der Corona-Pandemie geschlossen bleiben sollten. Ein Drittel (32 Prozent) meint demgegenüber, dass ausschließlich digital per Homeschooling unterrichtet werden sollte. Unter den Eltern sind Schulschließungen (34 Prozent) und Homeschooling (23 Prozent) über die gesamte Pandemie-Dauer hinweg weniger populär. Berg: „In unserem Bildungssystem gibt es ein Jahr nach Beginn der Pandemie wenig Licht und viel Schatten. Digitaler Unterricht ist noch immer die Ausnahme, stattdessen verlieren wir uns in einer Endlos-Debatte über Schulschließungen und Schulöffnungen. Und der Datenschutz wird in einer Pandemie, in der es um Leben und Tod geht, über den Schutz vor Infektionen und der Gesundheit gestellt. Diese Strategie ist ohne Zweifel gescheitert – und das sehen auch die allermeisten Menschen in unserem Land so. Jetzt muss es an den Schulen heißen: digital first!“

Mehrheit der Nutzer in Deutschland weiß nicht, wie man Daten sicher löscht

. Nur jeder Zehnte verwendet einen Daten-Shredder oder -Wiper
. 51,7 Prozent haben auf gebrauchten Speichermedien bereits Daten der Vorbesitzer gefunden

Laut einer aktuellen Kaspersky-Untersuchung hat ziemlich genau die Hälfte aller Befragten in Deutschland (49,9 Prozent) bereits einmal elektronische Geräte mit integriertem Speicher verkauft. Was viele dabei unterschätzen ist die Herausforderung einer vollständigen Löschung der vorhandenen Daten: Zwar versucht die große Mehrheit (81,6 Prozent) die Daten vorher zu löschen, aber 53,4 Prozent wissen nicht wie. Daher ist nicht verwunderlich, dass 51,7 Prozent derjenigen, die gebrauchte Speichermedien gekauft haben, bereits einmal Daten der Vorbesitzer gefunden haben.

Die Mehrheit der in Deutschland Befragten (63,5 Prozent) hält es laut Kaspersky-Umfrage für wichtig, dass Daten vor der Geräteweitergabe vollständig gelöscht werden. Dabei geht etwa die Hälfte der Befragten (46,6 Prozent) davon aus, dass sie selbst in der Lage sei, Daten vor der Geräteweitergabe unwiderruflich vernichten zu können, so dass der Käufer des Geräts keine privaten Informationen darauf mehr finden kann. Besonders Männer sehen sich hier als IT-Experten und sind zu 52,3 Prozent von ihrem Können überzeugt; bei den Frauen sind es nur 40,8 Prozent.

Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und Handeln

Dabei versucht der Großteil (81,6 Prozent) vor der Weitergabe von Geräten die darauf gespeicherten Daten in irgendeiner Weise zu vernichten – auch wenn sie nicht sicher sind, ob das dann tatsächlich funktioniert hat (17,8 Prozent). Diese Selbstzweifel sind durchaus angebracht. Um alle Daten vor einer Weitergabe unwiderruflich zu löschen,

. setzen die meisten (39,8 Prozent) ihr Gerät auf die Werkseinstellungen zurück.
. formatieren 26,6 Prozent das Gerät.
. löschen 11,5 Prozent die Daten und leeren anschließend den Papierkorb. Aber 3,4 Prozent vergessen das Leeren des Papierkorbs nach dem Löschen.

Jedoch reichen alle diese Maßnahmen nicht aus, um Daten effektiv zu löschen. Es verbleiben Datenspuren auf den Geräten, mit denen die Daten mithilfe spezieller Tools wiederhergestellt werden können. Damit Daten unwiderruflich gelöscht beziehungsweise unbrauchbar gemacht werden, müssen diese mehrmals überschrieben oder verschlüsselt werden. Dies geht unter anderem mit einem sogenannten File Shredder. Auf einen Daten-Shredder oder -Wiper griffen jedoch nur 10,6 Prozent der Befragten in Deutschland zurück.

Verbraucher sollten also vorsichtig beim Verkauf ihrer gebrauchten Geräte sein. Denn tatsächlich hat etwa die Hälfte aller Befragten bereits einmal auf Secondhand-Geräten Daten der Vorbesitzer gefunden. Besonders häufig war das bei gebrauchten Speichermedien wie Festplatten, Micro-SDs oder USB-Sticks der Fall (51,7 Prozent), gefolgt von Computern (45,9 Prozent) und mobilen Geräten (39,5 Prozent).

“Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass mit der Löschung von Daten oder einer einfachen Formatierung eines Datenträgers tatsächlich alle Daten unwiederbringlich im Nirvana landen”, stellt Christian Funk, Leiter des Forschungs- und Analyse-Teams DACH bei Kaspersky, fest. “Bei einer nicht richtig durchgeführten Löschung von Daten haben Datensucher leichtes Spiel: Bereits kostenlose Tools können Daten mit wenig Aufwand wiederherstellen. Nur eine komplette Überschreibung der Informationen auf einem Datenträger schafft hier Abhilfe. Auch veraltete Medien sollten nicht leichtfertig veräußert werden. Die Kritikalität sensibler, persönlicher Daten verliert mit der Zeit selten an Schlagkraft, auch wenn die Erfassung selbst weit in der Vergangenheit liegt.”

Kaspersky-How-to: Wie man Daten sicher löscht

Daten löschen mittels File Shredder

Beim “normalen” Löschen über die Entf-Taste mit anschließendem Entleeren des Papierkorbs werden die Dateien nicht richtig gelöscht, sondern lediglich der Verweis auf ihren Ort auf dem Datenträger wird entfernt. Damit eine Datei vollständig gelöscht wird, muss der tatsächliche Speicherbereich mit anderen Informationen überschrieben werden. Werden Daten “geshreddert”, werden diese teilweise mehrfach überschrieben, so dass eine Wiederherstellung erschwert oder unmöglich gemacht wird.

Um Dateien zu schreddern, gibt es dedizierte Programme. Einige Sicherheitslösungen wie Kaspersky Total Security [2] haben solche File Shredder direkt mit integriert.

Nach der Installation eines solchen Programms können in der Regel diejenigen Dateien ausgewählt werden, die unwiderruflich gelöscht werden sollen. In den Einstellungen lässt sich üblicherweise festlegen, wie oft der Speicherplatz überschrieben werden soll. Der Shredder löscht die Daten dann und überschreibt ihren Speicherort mit Zufallsdaten.

Cipher-Daten löschen mit Bordmitteln

Mit dem Windows-eigenen Bordmittel “Cipher” können Dateien oder Verzeichnisse recht zuverlässig gelöscht werden. Das Tool dient eigentlich der Verschlüsselung von Dateien, kann diese aber auch von der Festplatte löschen beziehungsweise unbrauchbar machen. Die Nutzung des Windows-Tools ist vor allem dann sinnvoll, wenn keine zusätzlichen Programme zum Löschen von Daten heruntergeladen werden sollen.

 

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