Archiv für Ingo Peters

Start der Initiative „#SheTranformsIT“ für mehr Frauen in der Digitalisierung

  • Bitkom unterstützt Zusammenschluss von mehr als 50 führenden Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur , Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Nur jede sechste IT-Fachkraft (17 Prozent) ist weiblich, nur jede siebte Bewerbung auf einen IT-Job (15 Prozent) kommt von einer Frau: Um die Rolle von Frauen beim digitalen Wandel zu stärken, hat sich das Bündnis „#SheTransformsIT“ gegründet. Die Initiative wird vom Digitalverband Bitkom unterstützt und geht auf dem heute beginnenden Digital-Gipfel der Bundesregierung erstmals an die Öffentlichkeit. Den Gründungsaufruf haben mehr als 50 führende Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft unterzeichnet, darunter Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung. „Digitalisierung bedeutet technologische Innovation, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Aufbruch. Damit verbunden ist das Versprechen, dass alle an der Digitalisierung gleichberechtigt teilhaben und sie mitgestalten können. Dementsprechend sollten Frauen in der Digitalwirtschaft viel stärker aktiv werden. Diversität und Vielfalt sind Werte an sich, und wenn Frauen die Digitalisierung aktiv mitgestalten, wird das zu mehr Innovationen, Erfolg und Teilhabe führen“, sagt Dehmel. Zudem wirke sich der geringe Frauenanteil auch negativ auf den IT-Arbeitsmarkt aus. Dehmel: „In allen Branchen werden IT-Fachkräfte händeringend gesucht, Zehntausende Stellen können nicht besetzt werden. Dem Fachkräftemangel können wir wirksam begegnen, wenn wir mehr Frauen für IT-Jobs begeistern.“

Die Initiative „#SheTransformsIT“ setzt sich für Reformen in der Bildung, einen Wandel in der Unternehmenskultur und mehr Sensibilität für Genderstereotype ein. Konkret schlagen die Erstunterzeichnerinnen vor:

Bildung

  • Schülerinnen schon in jungen Jahren für Digitalisierung begeistern und digitale Kompetenzen vermitteln
  • Lehrkräfte in der Förderung von Schülerinnen bestärken
  • Studiengänge und Weiterbildungsangebote speziell für Frauen entwickeln
  • weibliche Vorbilder sichtbar machen

Unternehmenskultur

  • Frauen in Digital-Jobs holen und halten, Kulturwandel in Tech-Unternehmen und IT-Abteilungen fördern, Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken
  • Digitalgründerinnen stärken und sichtbar machen, Zahl der Investorinnen in den Venture Capital Fonds erhöhen

Medien und Öffentlichkeit

  • Frauen in die digitale Öffentlichkeit bringen, gegen Online-Anfeindungen vorgehen, weibliche Vorbilder medial bespielen
  • Stereotypen in Schul- und Kinderbüchern entgegentreten, Genderneutralität als Auflage für Schulbücher festlegen, Label für Werbung ohne Technik-Stereotype einrichten

Politik

  • Mitgestaltung des regulatorischen Rahmens für die digitale Transformation durch Frauen
  • Vergabe von öffentlichen Aufträgen unter gendergerechten Kriterien

Weitere Informationen zur Initiative gibt es unter www.SheTransformsIT.de. In den sozialen Netzwerken kann unter #SheTransformsIT diskutiert werden.

Online-Bewertungen sind wichtigste Informationsquelle

  • Mehr als jeder Zweite liest Produktbewertungen vor dem Online-Kauf
  • Jeder Zehnte informiert sich beim Händler vor Ort, kauft aber im Web

Wie fällt die Größe der Schuhe aus, wie steht es um die Qualität des Materials und wie zufrieden sind andere Käufer? Für mehr als jeden zweiten Online-Shopper (55 Prozent) sind Kundenbewertungen vor dem Kauf die wichtigste Informationsquelle. Vor allem Jüngere interessieren sich für die Erfahrungen anderer: Zwei Drittel (66 Prozent) der 16- bis 29-Jährigen lesen Online-Bewertungen, 60 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 51 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Bei den Online-Shoppern über 65 Jahren informieren sich 40 Prozent vor dem Kauf mithilfe von Bewertungen. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die im Oktober und November 2020 durchgeführt wurde. „Kundenbewertungen sind mittlerweile eine maßgebliche Entscheidungsgrundlage vor dem Kauf eines Produkts oder bei der Buchung einer Dienstleistung. Von transparenten und unabhängigen Bewertungen profitieren dabei Händler und Kunden gleichermaßen: Wer viele gute unabhängige Bewertungen erhält, kann sich vom Wettbewerb abheben. Die Kunden wiederum können ihre Kaufentscheidung sehr sorgfältig prüfen, was wiederum Retouren reduziert und somit ebenfalls dem Händler hilft“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Doch auch andere Informationsquellen sind für die Online-Shopper wichtig: 47 Prozent informieren sich über Preisvergleichsseiten. 39 Prozent besuchen Webseiten, auf denen man die Ergebnisse verschiedener Tests von einem Produkt vergleichen kann, so genannte Testaggregatoren. Für mehr als jeden Dritten (38 Prozent) sind auch Gespräche mit Freunden oder der Familie zur Entscheidungsfindung wichtig. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Pinterest, wo häufig auch Influencer für bestimmte Produkte werben, dienen hingegen lediglich 16 Prozent als Informationsgrundlage vor einem Online-Kauf. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es mit 33 Prozent allerdings deutlich mehr als in allen anderen Altersgruppen: Bei den 30- bis 49 Jährigen sind es 16 Prozent, 11 Prozent bei den 50- bis 64-Jährigen und nur 4 Prozent der Online-Shopper ab 65 Jahren informieren sich in sozialen Netzwerken. Nur mehr jeder Zehnte geht zunächst zum Händler vor Ort, informiert sich dort oder nimmt sogar eine Beratung in Anspruch, kauft dann aber online.

Künstliche Intelligenz: Kommt jetzt der Durchbruch?

  • Jedes zweite größere Unternehmen sieht KI als Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit
  • Bisher setzen aber nur 13 Prozent KI-basierte Anwendungen ein
  • Bitkom Research und Tata Consultancy Services veröffentlichen Trendstudie zur Digitalisierung

Künstliche Intelligenz könnte bald den Alltag in größeren Unternehmen in Deutschland prägen. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) mit 100 oder mehr Mitarbeitern ist über-zeugt, dass KI eine Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ist. 57 Prozent stehen der Technologie eher oder sehr aufgeschlossen gegenüber. Nur 6 Prozent lehnen KI ab. Allerdings hinkt der KI-Einsatz in der Praxis noch hinterher: Gerade einmal 13 Prozent der Unternehmen setzen bereits KI-basierte Anwendungen ein. Weitere 15 Prozent planen die Nutzung, 18 Prozent diskutieren dies aktuell im Unternehmen. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS) unter 955 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. „Viele Unternehmen zögern den Einsatz neuer Technologien hinaus, sie stehen an der Seitenlinie und wagen sich nicht aufs Feld. Diese defensive Strategie kann sinnvoll sein, ist jedoch beim Thema Künstliche Intelligenz riskant: KI ist nicht nur irgendein Trend, sondern ein entscheidender Baustein für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“, sagt Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration bei TCS. Und Lukas Gentemann, Senior Research Consultant bei Bitkom Research, hebt hervor: „Wir müssen eine breite Chancendiskussion über den Einsatz von KI führen. Deutschland ist in der KI-Forschung stark, aber es muss uns noch besser gelingen, KI dorthin zu bringen, wo sie ihr Potenzial entfalten kann – und ganz besonders in den Mittelstand.“

Der erwartete Durchbruch beim KI-Einsatz hat auch Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung. So stimmt mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) der Aussage zu, dass KI-Kenntnisse in zehn Jahren den gleichen Stellenwert haben werden wie heute Office-Kenntnisse. Bei den Unternehmen, die sich bereits mit KI beschäftigt haben und entsprechende Anwendungen einsetzen, dies planen oder darüber diskutieren, liegt der Anteil mit 64 Prozent sogar noch deutlich darüber. Zwei Drittel (66 Prozent) sind zudem überzeugt, dass KI den Arbeitsalltag der Mitarbeiter erleichtern wird.

Größtes Hemmnis bei der Einführung von KI-Lösungen im Unternehmen ist der Studie zufolge der hohe Investitionsbedarf, den 60 Prozent der Unternehmen beklagen. Dabei werden die Unternehmen mit 100 bis 199 Mitarbeitern besonders stark durch die Kosten abgeschreckt (65 Prozent). Als weitere Hemmnisse nennen die Unternehmen Anforderungen an die Datensicherheit und lange Entscheidungsprozesse (je 46 Prozent), Anforderungen an den Datenschutz und fehlende Anwendungsbeispiele (je 45 Prozent) sowie die Komplexität des Themas (44 Prozent) und Mangel an Expertise (39 Prozent). Nur eine untergeordnete Rolle spielen dagegen die fehlende Akzeptanz in der Belegschaft (26 Prozent) oder von Seiten der Kunden (16 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Trendstudie „Deutschland lernt KI – Wie Unternehmen digitale Technologien einsetzen“ etwa zum Stellenwert der Digitalisierung in den Unternehmen oder zum Einsatz von Schlüsseltechnologien sowie ausführlichen Branchenergebnissen für den Maschinen- und Anlagenbau, die Informations- und Kommunikationstechnologie, Chemie und Pharma, Banken und Versicherungen, den Automobilbau sowie den Handel gibt es unter www.studie-digitalisierung.de

Verbraucher vermissen ein Online-Angebot ihrer Geschäfte vor Ort

 

  • Große Sorge um Zukunft des stationären Einzelhandels
  • Jeder dritte Online-Shopper bestellt seit der Corona-Pandemie mehr im Netz
  • Jeder achte Online-Kauf wird zurückgeschickt

Der Lieblingsschuhladen drei Straßen weiter, die Boutique im Viertel nebenan, der Biomarkt um die Ecke: Zwei Drittel der Internetnutzer (66 Prozent) in Deutschland vermissen in der Corona-Pandemie ein Online-Angebot ihrer Geschäfte vor Ort. 79 Prozent haben auch die konkrete Sorge, dass Einzelhändler in ihrer Region das Jahr wirtschaftlich nicht verkraften werden. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die im Oktober und November 2020 durchgeführt wurde. „Die Menschen in Deutschland wollen ihre Lieblingsläden angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation gerne und gezielt unterstützen. Das gelingt oft nicht, da viele stationäre Händler weiterhin kein Online-Angebot für ihre Kunden vorhalten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Zugleich fühlen sich Kunden beim Betreten eines Ladens mitunter unwohl. 71 Prozent sagen, dass sich andere Menschen beim Einkauf in Geschäften oftmals nicht an die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln halten. Fast jeder Zweite (48 Prozent) wünscht sich, mehr Möglichkeiten zum kontaktlosen Bezahlen. „Die Corona-bedingten Einschränkungen müssen ein Weckruf für wirklich jeden Händler sein. Auf zwei Beinen – vor Ort und im Netz – steht man als Einzelhändler auch in Krisenzeiten stabil“, betont Rohleder.

83 Prozent der Deutschen shoppen online

Die Zahl der Online-Shopper wächst nicht nur, die Menschen bestellen im Zuge der Corona-Pandemie auch deutlich mehr im Netz. Insgesamt 96 Prozent der Internetnutzer ab 16 Jahren shoppen online. Dieser Anteil ist in allen Altersgruppen nahezu gleich hoch: 96 Prozent der 16- bis 29-jährigen Onliner, 97 Prozent der 30- bis 49-jährigen, 96 Prozent der 50- bis 64-jährigen sowie 93 Prozent der so genannten Silver Surfer der Generation 65 plus kaufen im Internet ein. Insgesamt entspricht der Anteil der Online-Shopper in Deutschland 83 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren oder 57 Millionen Menschen.

Viele gehen regelmäßig online auf Einkaufstour. Fast 4 von 10 Online-Shoppern (37 Prozent) kaufen mindestens einmal pro Woche Waren oder Dienstleistungen im Netz, 4 Prozent tun dies sogar täglich. Gefragt danach, inwiefern sich das eigene Einkaufsverhalten seit der Corona-Pandemie verändert hat, gibt mehr als jeder Dritte (36 Prozent) an, seither mehr online einzukaufen. 13 Prozent shoppen nach eigenen Angaben „deutlich mehr“ im Internet und 23 Prozent „etwas mehr“. Das Einkaufsverhalten wird sich auch über die Corona-Pandemie hinaus wandeln: So sagen 84 Prozent derjenigen, die seit Corona mehr im Internet shoppen, dies auch nach der Pandemie beibehalten zu wollen. „Viele Menschen, die jetzt die Vorteile des Online-Handels genießen, wollen darauf künftig nicht mehr verzichten. Auch im jetzt startenden Weihnachtsgeschäft werden sich viele Verbraucher nicht dem Gedränge in Shopping-Centern und Kaufhäusern aussetzen wollen“, meint Rohleder. „Ein großer Teil des Geschenkekaufs wird sich noch mehr als in den vergangenen Jahren ins Netz verlagern. Einen Vorgeschmack erwarten wir demnächst am Black Friday.“

Online-Shopper schätzen Komfort, große Auswahl und günstige Preise

So ist für jeden dritten Online-Shopper (33 Prozent) einer der wichtigsten Vorteile, dass beim Einkauf im Netz die Gefahr minimiert wird, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Für einen Großteil spielen allerdings Komfort und Bequemlichkeit die größte Rolle: Drei Viertel (74 Prozent) schätzen die Lieferung direkt nach Hause, fast ebenso viele (73 Prozent) die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Für 61 Prozent ist die Zeitersparnis entscheidend, 6 von 10 Online-Shoppern (60 Prozent) nennen das große Angebot als wichtigen Vorteil. Fast jeder Zweite (45 Prozent) ist außerdem der Ansicht, dass die Preise im Netz oft günstiger seien. Außerdem nimmt der Onlinehandel insbesondere für Menschen in ländlichen Regionen mittlerweile eine Versorgungsfunktion ein: So sagen 43 Prozent der Online-Shopper in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern, dass es in ihrer Nähe keine oder nur wenige Geschäfte gebe und sie deshalb im Internet einkaufen. Unter den Großstädtern nennen nur 8 Prozent diesen Grund.

Die Top 10 der gefragtesten Produkte beim Online-Kauf

Zu den gefragtesten Produkten im Internet zählen Kleidung, Schuhe und Accessoires: 92 Prozent der Online-Shopper geben an, diese Waren via Web zu erwerben. Elektronische Haushaltsgeräte folgen mit 81 Prozent auf dem zweiten Platz, Bücher bzw. Hörbücher (76 Prozent) auf dem dritten Rang. Dahinter liegen mit 73 Prozent Smartphones bzw. Handys sowie mit ebenfalls 73 Prozent Kosmetikartikel, Parfum und Pflegeprodukte. Auf dem fünften Platz liegen Möbel, die 71 Prozent der Online-Shopper im Internet kaufen, dahinter folgen Computer (70 Prozent). Medikamente bestellen 69 Prozent der Online-Shopper im Netz. Zwei Drittel (67 Prozent) kaufen auch Gutscheine online, fast ebenso viele (66 Prozent) Unterhaltungselektronik. Heimwerkerbedarf wie Schrauben, Dübel und anderes Baumarktmaterial bestellen 65 Prozent online. Immerhin 15 Prozent haben im Internet sogar schon einmal ein Auto erworben und dort den kompletten Kauf abgewickelt.

Smartphone ist das zweitwichtigste Shopping-Gerät

Im Netz entwickelt sich das Smartphone inzwischen zum zweitwichtigsten Shopping-Gerät. 54 Prozent der Online-Shopper (2019: 52 Prozent) kaufen per Smartphone ein – 2016 waren es lediglich 39 Prozent. Unter den 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 75 Prozent. Damit rangiert das Smartphone aktuell noch hinter dem Laptop (59 Prozent), aber bereits vor Desktop-PC (40 Prozent) und Tablet Computer (27 Prozent). Voice-Commerce über digitale Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home bleibt mit zwei Prozent weiterhin ein Nischenphänomen.

Jeder achte Online-Kauf wird zurückgeschickt

Retouren gehören zum Online-Shopping dazu. Aktuell wird im Schnitt jeder achte Online-Kauf (12 Prozent) zurückgeschickt. Damit ist der Anteil der Retouren über die letzten Jahre nahezu unverändert geblieben (2019: 11 Prozent; 2018: 12 Prozent, 2016: 10 Prozent). Dabei schicken die unter 30-Jährigen fast jedes fünfte Paket zurück (19 Prozent). Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 14 Prozent sowie 9 Prozent bei den 50- bis 64-Jährigen. Die Senioren behalten den Großteil ihrer Sendungen und retournieren lediglich jede 20. Bestellung (5 Prozent). Insgesamt geben 22 Prozent der Online-Shopper an, sich manchmal oder regelmäßig Waren in dem Wissen zu bestellen, diese wieder zurückzuschicken, etwa, wenn es um Kleidung in mehreren Größen geht. „Alle müssen etwas dafür tun, um Retouren zu vermeiden und unvermeidbare Retouren umweltverträglich zu handhaben: die Shop-Betreiber durch möglichst authentische und aussagekräftige Produktbeschreibungen und die Verbraucher durch ein bewusstes Einkaufsverhalten“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

71 Prozent der Online-Shopper bündeln bewusst mehrere Bestellungen, um Lieferwege zu reduzieren. 86 Prozent der Online-Shopper meinen auch, Händler sollten retournierte Waren lieber spenden, statt sie zu vernichten. Rohleder: „Für die Händler bedeuten Retouren einen entgangenen Umsatz und zusätzliche Kosten. Wenn es wirtschaftlich ist, werden zurückgeschickte Artikel neu verpackt und neu gelistet. Dort, wo sich die Weiterverwendung aus Kostengründen nicht lohnt, muss das Spenden für die Händler attraktiver gestaltet werden. Heute ist die Spende eines nicht wiederverkaufsfähigen Non-Food-Artikels teurer als seine Vernichtung, da eine solche Spende der Umsatzsteuer unterliegt. Die Umsatzsteuer für solche Spenden muss umgehend abgeschafft werden.“

Großes Potenzial für nachhaltige Angebote beim Online-Shopping

Die Online-Shopper zeigen insgesamt ein großes Interesse daran, das Einkaufen im Netz nachhaltiger zu gestalten – gleichwohl ist die tatsächliche Nutzung entsprechender Angebote noch vergleichsweise gering. So verwenden acht Prozent zum Beispiel Filter für Nachhaltigkeit bei der Produktauswahl – mehr als jeder Zweite (53 Prozent) würde dies künftig tun. Auch ein kleiner Aufpreis für die CO2-Kompensation der Lieferung kommt für fast 4 von 10 Online-Shoppern (38 Prozent) in Frage. Allerdings hat erst jeder Zwanzigste (5 Prozent) diese Möglichkeit schon einmal genutzt. „Mithilfe digitaler Technologien können wir Transportwege vermeiden, Verpackungsmaterialien reduzieren und ökologische und menschenrechtliche Standards in der Lieferkette nachvollziehen und sicherstellen“, betont Rohleder. „Umweltschutz und Digitalisierung sind die bestimmenden Themen unserer Zeit. Beides müssen wir künftig auch im Onlinehandel besser zusammenbringen.“

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Serious Gaming – Spielen für den Lernerfolg

In diesem Jahr war vieles anders, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler in Deutschland, denn auch sie wurden im Zuge des Lockdowns zur Eindämmung des Corona-Virus quasi von heute auf morgen ins Homeoffice geschickt. Dort sollten sie sich den Unterrichtsstoff mit mal mehr und mal weniger Hilfe von Lehrkräften und Eltern aneignen und eigenverantwortlich lernen. Keine einfache Sache für die meisten Kinder und Jugendlichen. Doch sogenannte Edutainment-Programme oder Serious Games können dabei helfen, die Schülerinnen und Schüler bei der Stange zu halten und den erlernten Stoff zu verfestigen. SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg, zeigt, was es mit diesen Lernprogrammen auf sich hat.

Computerspiele zocken steht bei vielen Kindern und Jugendlichen sehr hoch im Kurs. Vokabeln, Formeln und Daten pauken hingegen weniger. Dabei schließen sich beide Tätigkeiten nur auf den ersten Blick aus, denn sogenannte Serious Games verknüpfen Spielspaß und Lerneffekt miteinander. Auch unter dem Begriff Edutainment bekannt, sollen die Lernprogramme spielerisch Wissen vermitteln und abfragen, ohne dass die jungen Leute sich dabei in einer klassischen Lernsituation befinden. Auf der Jagd nach neuen Highscores und in manchen Fällen auch im Wettstreit mit anderen Spielerinnen und Spielern steigt die Motivation und der Stoff wird in verschiedenen Kontexten wiederholt und eingeübt.

„Die Idee, Wissen und dessen Anwendung spielerisch zu vermitteln, ist gar nicht so neu“, erklärt Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V., einem der Mitveranstalter von SpardaSurfSafe. „Bereits vor über hundert Jahren gab es erste derartige Versuche mit Flugsimulationen, damals natürlich noch analog. Doch schon Ende der 1950er Jahre gab es erste digitale Flugsimulatoren, an denen Piloten trainieren konnten. Mit dem Einsetzen des Computerzeitalters entwickelten sich zunehmend auch Lernspiele für den privaten Bereich.“ Aber auch in anderen Bereichen kommt das Prinzip Serious Gaming zum Einsatz. So entwickelte beispielsweise die US-Armee Anfang der 2000er Jahre das Spiel „America’s Army“, das Soldaten auf den Kriegseinsatz vorbereiten sollte, aber tatsächlich kaum etwas anderes als ein normales Shooter-Spiel ist. Ein Beispiel aus Deutschland ist die sixteen tons entertainment GmbH aus Tübingen. Das Unternehmen entwickelt ausschließlich Serious Games für unterschiedliche Plattformen, wie die Emergency-Reihe, in denen die Spielenden Notfalleinsätze von Feuerwehr, Polizei oder technischem Hilfsdienst koordinieren müssen, um Brände zu löschen, Verletzte zu versorgen oder Kriminelle festzunehmen.

Grundlage all dieser Spiele, ob es nun um den Einsatz in einem Krisengebiet, die Steuerung eines Passagierflugzeugs oder die Anwendung der binomischen Formeln geht, ist die Erkenntnis, dass der Mensch Wissen am besten über dessen Anwendung verinnerlicht. „Der Transfer von der Theorie in die Praxis spielt dabei eine wesentliche Rolle. Verbunden mit einem Anreizsystem wie Highscores, Bestenlisten oder neuen Levels erhöht sich so die Motivation, auch über die Pflicht hinaus weiterzumachen, wodurch sich der Lerneffekt praktisch nebenbei einstellt. So können Edutainment-Programme eine sinn- und wertvolle Ergänzung zum klassischen Unterricht sein und Jugendlichen und Lehrern gerade in schwierigen Lernsituationen, wie zu Anfang des Jahres, eine wichtige Stütze bieten“, fasst Schartner zusammen.

Lernspiele gibt es mittlerweile für fast alle Fächer und Altersklassen. Im Normalfall konzentrieren sie sich auf einen bestimmten Bereich, wie „Englisch für die achte Klasse“, können aber durchaus auch den Transfer zwischen einzelnen Fächern ermöglichen, beispielsweise durch die Verknüpfung von Geschichte und Vokabeln oder von Chemie und Biologie. So erhält der Stoff über das eigentliche Fach hinaus weitere Relevanz und die Schülerinnen und Schüler merken am praktischen Beispiel, dass sie nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen.

Weitere Informationen zu Serious Games sowie besonders spannende Beispiele des Genres sind auf der Homepage von SpardaSurfSafe unter https://www.spardasurfsafe-bw.de/music-movies-games/575d5f26-b017-42b3-8dc8-16e64fb2dcf5 abrufbar.

Digitale Schule: So geht’s!

Natürlich wissen wir alle, dass die Zukunft längst angebrochen ist: Das Klassenzimmer muss digital werden – eigentlich müsste es das bereits sein. Mit dem Digitalpakt fördert der Bund die Digitalisierung allgemeinbildender Schulen mit 5 Milliarden Euro. Doch wie sichern sich die einzelnen Schulen ihren Teil davon?

Corona erhöhte den Druck auf den Bildungsbereich noch einmal um ein Vielfaches. Die eben erst anlaufende Digitalisierung sollte über Nacht von den Lehrkräften maßgeblich gestemmt werden. Eine 54-jährige Lehrerin brachte die Problemlage kürzlich auf den Punkt: „Jetzt kommen die allgemeinen Hygieneverordnungen der Bundesregierung und gleichzeitig das digitale Klassenzimmer. Dadurch werden meine Sorgen nicht kleiner. Ich habe Deutsch und Geschichte studiert, keine Informatik. Wer hilft mir und meinem Kollegium?“

Bislang lag eines der Hauptprobleme im unstrukturierten Angebotsdschungel verschiedener Hersteller. Das ganzheitliche Surface4Education-Konzept gewährleistet den schnellen und sicheren Einstieg in digitale Bildung! Dieser speziell für Bildungseinrichtungen entwickelte Rundum-Service deckt alle für die Digitalisierung benötigten Bereiche ab: von der ersten Analyse der Ist-Situation und Beratung, der ganzheitlichen Konzepterstellung, Hilfestellung bei der Beantragung von Fördergeldern, Bereitstellung sowie Installation und Betrieb der Hardware bis hin zu einem umfangreichen Schulungsangebot im Kontext des digitalen Unterrichts für Lehrende, Schulleitung oder Verwaltung – alles aus einer Hand. Dabei hat die Schule die Wahl: Jeder Service-Bereich ist modular wählbar, sodass für jede Einrichtung die bestmögliche und nur die wirklich benötigte Lösung eingesetzt werden kann. Das Team hinter diesem Angebot steht jederzeit für Fragen zur Verfügung, sodass sich Lehrende und Lernende gleichermaßen vollständig auf ihren Unterricht konzentrieren können.

Mit den neuesten Surface-Geräten von Microsoft sind Lehrkräfte für den digitalen Unterricht perfekt aufgestellt. Und zwar pädagogisch durchdacht: Mit dem Surface Go 2, das speziell für SchülerInnen bis Klassenstufe 8 geeignet ist, oder dem Surface Pro 7, das mit USB-C- und USB-A-Anschlüssen und einer Akkulaufzeit von mehr als 10 Stunden den idealen Begleiter durch den Schultag darstellt. Das ganz neue Surface Laptop Go unterstützt Lernende und Lehrkräfte zuverlässig bei der Erledigung ihrer Aufgaben. Sogar das digitale Schulheft und Klassenbuch werden gleich mitgeliefert.

Alle Geräte des Surface4Education-Konzeptes sind zu kostengünstigen Bildungskonditionen kauf- oder mietbar, jeweils vorkonfiguriert und sofort einsatzbereit. Ein spezieller Schutzbrief sichert eine Auswechslung beschädigter Hardware innerhalb nur eines Werktages. Die Wartung und Pflege der Hard- und Software ist auf Wunsch ebenso inklusive.

          Drei Schritte zur erfolgreichen Digitalisierung – auf einen Blick!

  1. Einfach ein individuell angepasstes IT-Konzept für Ihre Bildungseinrichtung mit umfangreicher Kosten-Nutzen-Analyse erstellen lassen.
  1. Zu transparenten, günstigen Konditionen die neue IT-Ausstattung (z.B. Notebooks oder Computer) kaufen oder mieten, direkt als Service einrichten lassen und kostenfrei Lizenzierung von Microsoft Office 365 für alle Lehrenden undLernenden dazubekommen.
  1. Bei Bedarf weiterführender Support, Fortbildungen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

 Mehr Infos finden sich unter www.surface4education.de.

Individuelle Beratung erhalten Lehrkräfte, Schulverwaltungen und Interessierte unter Telefon 06221-3522700 oder E-Mail info@surface4education.de.

 

Deutschlands Mobilfunkpreise im internationalen Vergleich

  • Studie untersucht Mobilfunkmärkte in zwölf Industrieländern
  • Insbesondere Einsteigertarife sind in Deutschland vergleichsweise günstig
  • Polen und Italien schneiden am besten ab, die Schweiz, USA und Japan am schlechtesten

Mobilfunktarife gelten in Deutschland als besonders teuer, tatsächlich sind sie aber besser als ihr Ruf. Im Vergleich mit anderen großen Industrieländern liegen die Preise für Handy- oder Datenverträge durchweg im internationalen Schnitt, speziell für Einsteiger und Normalnutzer sind sie sogar günstig. Am günstigsten sind die Preise in Polen und Italien, am teuersten ist mobile Kommunikation in der Schweiz, den USA und Japan. Das sind Ergebnisse einer Vergleichsstudie von Mobilfunkmärkten in zwölf Industrieländern durch das Marktforschungsunternehmen Tarifica im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Untersucht wurden die Preise in den Flächenländern Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Schweden, der Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich sowie außerhalb Europas in den USA und Japan. „Was die Kosten angeht, so ist Mobilkommunikation in Deutschland viel günstiger als angenommen. Der deutsche Mobilfunkmarkt ist hart umkämpft, vor allem bei Einsteigertarifen ist der Preisdruck hoch“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wer wenig Geld hat, findet in Deutschland besonders attraktive Angebote.“

Deutschland in der Spitzengruppe bei Billigtarifen

Für den länderübergreifenden Preisvergleich orientiert sich die Studie an sechs exemplarischen Nutzerprofilen, die das gesamte Spektrum der Mobilfunknutzung abdecken. Anschließend wurden die Angebote aller Mobilfunkanbieter in den jeweiligen Ländern für jedes dieser sechs Nutzerprofile untersucht. Demnach zählt Deutschland bei leistungsärmeren Tarifen zu den günstigeren Ländern. Für „Gelegenheitssurfer“ (max. 1 GB Datenvolumen; min. 0 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download) und „Normalnutzer“ (max. 3 GB; min. 150 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download) belegt Deutschland jeweils den vierten Platz. Für Nutzer mit geringer Leistungsnachfrage haben deutsche Anbieter zudem die zweitniedrigsten Durchschnittskosten aller untersuchten Länder. Im günstigsten Tarif zahlen Verbraucher in Deutschland im Schnitt 5,20 Euro pro Monat. Die billigsten Tarife für beide leistungsärmeren Profile dieser Studie bietet jeweils Polen, gefolgt von Italien und Spanien bzw. dem Vereinigten Königreich. Die höchsten Preise zahlen Einsteiger in der Schweiz mit mehr als 14 Euro monatlich.

Hohe Download-Geschwindigkeiten hierzulande vor allem in Premiumtarifen

Für kostenbewusste Nutzer, die Mobilfunk vor allem für soziale Netzwerke und Messenger verwenden (max. 5 GB; min. 0 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download), liegt Deutschland auf dem sechsten Platz mit ähnlichen Preisen wie in Großbritannien, Frankreich und Niederlande. Etwas teurer sind hiesige Tarife für Smartphone-Gamer (max. 10 GB; min. 0 Gesprächsminuten; 200 Mbit/s Download). Hier liegt das günstigste Angebot aus Deutschland auf dem siebten Platz der untersuchten Länder. „Hohe Download-Geschwindigkeiten bieten vor allem Premiumtarife“, so Berg. Auf Rang sieben liegt Deutschland auch bei Nutzern, die das Internet intensiv nutzen und zudem überdurchschnittlich viel telefonieren (max. 20 GB; min. 250 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download). Laut der Studie können Submarken und Dienstleister ohne eigenes Netz in Deutschland die vergleichsweise hohen Anforderungen dieses Profils nicht abdecken.

Zero-Rating-Dienste werten Premiumtarife auf

Für sogenannte Heavy-User liegen die Preise in Deutschland auf Rang 6 der zwölf untersuchten Länder (max. 40 GB; min. 250 Gesprächsminuten; 200 Mbit/s Download). U.a. in Großbritannien, Finnland und Spanien müssen die Vielnutzer für entsprechende Leistung mehr zahlen, vor allem in Polen und Italien, aber auch in Frankreich sind entsprechende Leistungspakete günstiger. Grund dafür ist laut Studie ebenfalls die Tarifstruktur in Deutschland, die große Datenvolumen und hohe Download-Geschwindigkeiten nur über Premiumtarife abdecke. „Wer in Deutschland Intensivnutzer ist, zahlt zwar einerseits etwas mehr als in manchen Nachbarländern“, so Berg. „Dafür bekommen Heavy-User hierzulande aber auch mehr Zusatzdienste geboten.“ Das werte Premiumtarife aus Deutschland im Vergleich deutlich auf. So kommt die Vergleichsstudie zu dem Ergebnis, dass speziell in Deutschland Premiumtarife eine große Bandbreite an Mehrwertdiensten enthalten. Dazu zähle insbesondere das sogenannte Zero-Rating von Online-Diensten für Video, Musik, Gaming oder Social Media, die sich unabhängig vom Datenvolumen eines Vertrags nutzen lassen. Berg: „Zero-Rating-Angebote sind eine Besonderheit des deutschen Marktes. Das macht den direkten Vergleich mit anderen Ländern in dieser Leistungsklasse schwierig.“ Über alle Nutzerprofile hinweg sind Mobilfunkpreise in Deutschland durchweg günstiger als in Finnland, Japan und den USA und sie sind durchgängig teurer als in Polen und Italien.

Deutschland mit den meisten Angeboten für Einsteigertarife

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bei geringem Leistungsumfang gibt es in Deutschland besonders viele Angebote. Gemäß der Untersuchung werden diese Tarife üblicherweise von Mobilfunkunternehmen ohne eigenes Netz sowie von Submarken der Netzbetreiber angeboten. Für die in dieser Studie betrachteten Nutzerprofile hat Deutschland demnach die meisten Angebote von Anbietern ohne eigenes Netz oder Submarken im Vergleich zu allen anderen untersuchten Ländern. „Auch für Verbraucher mit kleinem Gelbeutel gibt es hierzulande viele gute Angebote. Das Einstiegsniveau ist sozialverträglich, die Angebotspalette ist insgesamt sehr breit“, so Berg.

Die Bundesregierung plant derzeit, Verbraucherverträge auf eine Höchstlaufzeit von zwölf Monaten zu begrenzen, was auch für Mobilfunkverträge gelten soll. Aus Bitkom-Sicht würden Verbrauchern dadurch in erster Linie Nachteile entstehen. So gebe es bereits heute eine Vielzahl an unterschiedlichen Vertragsmodellen im Markt. „Dazu zählen auch Verträge mit Laufzeiten von nur zwölf Monaten, monatlich kündbare Verträge und Prepaid-Modelle ohne jegliche Vertragslaufzeit“, so Berg. Viele Menschen würden sich zudem keine aktuellen Smartphones mehr leisten können, da die Monatsraten von Bundle-Angeboten aus Smartphone und Mobilfunktarif verdoppelt würden. „Mit gesetzlich verkürzten Verträgen verlieren Verbraucher ihre gewohnten Smartphone-Konditionen und Netzbetreiber ein gewisses Maß an Investitions- und Planungssicherheit. Wir teilen das Ziel eines gut ausbalancierten Verbraucherschutzes. Mit einem faktischen Verbot von 2-Jahres-Verträgen schadet die Bundesregierung aber genau jenen, die sie schützen möchte.“

Die vollständige Studie „Deutschlands Mobilfunktarife im internationalen Vergleich“ steht zum kostenfreien Download bereit: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Deutschlands-Mobilfunkpreise-im-internationalen-Vergleich

Bitkom startet Smart-School-Wettbewerb 2021

  • Gesucht werden Vorzeigebeispiele bei IT-Infrastruktur, Digitalkonzepten und Lehrerfortbildung
  • Wegen Corona: Bürger wünschen Homeschooling an allen Schulen noch in diesem Schuljahr

Homeschooling ist die beste Antwort auf die Corona-Krise – das sieht eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung so. Fast neun von zehn Bundesbürgern (87 Prozent) sind der Ansicht, dass alle Schulen in die Lage versetzt werden sollten, Schüler noch in diesem Schuljahr per Homeschooling zu unterrichten. Etwa ebenso viele (88 Prozent) meinen, der Einsatz digitaler Technologien und Medien wie Computer, Smartboards oder Tablets sollte in allen Schulen Standard sein. Der Nachholbedarf ist aus Sicht der Menschen in Deutschland groß: Neun von zehn Bürgern (89 Prozent) sagen, dass die Pandemie die Defizite bei der Digitalisierung der Schulen schonungslos offengelegt hat, wie eine Befragung von mehr als 1.000 Personen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. „Der Handlungsdruck ist groß. In der Corona-Krise wurde uns vor Augen geführt, dass Digitalisierung kein schönes Extra ist, sondern eine zwingend erforderliche Grundausstattung“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg und fordert mehr Tempo bei der Umsetzung des Digitalpakts Schule. „Wir müssen jetzt alles tun, um den Schülern auch im Corona-Winter ihr Anrecht auf Bildung zu erfüllen und an den Schulen den digitalen Schalter umzulegen. Mit dem Digitalpakt Schule stehen die Mittel bereit, sie müssen jetzt endlich schnell und in vollem Umfang bei den Schulen ankommen.“

Um die Digitalisierung der Schulen flächendeckend voranzutreiben, startet Bitkom heute, am 29. Oktober 2020, den vierten Smart-School-Wettbewerb. Mit der Auszeichnung als Smart School sollen Schulen gewürdigt werden, die überzeugende Konzepte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht vorlegen und digitale Bildung heute schon praktisch realisieren. Smart Schools gründen sich auf den drei Säulen digitale Infrastruktur, digitale Inhalte und Konzepte sowie qualifizierte Lehrkräfte. Bewerben können sich Schulen, die für diese drei Säulen ein Konzept entwickelt und umgesetzt haben und dieses um ein nachhaltiges Projektmanagement ergänzen. Insgesamt sind bislang 61 Smart Schools in 15 Bundesländern für ihre Anstrengungen gewürdigt worden. Ausgezeichnete Schulen werden Teil des Netzwerks Smart School mit namhaften Unterstützern wie der Deutschen Telekom, können sich in die bildungspolitische Arbeit des Bitkom einbringen und ihre Erfahrungen bundesweit teilen. Schulen haben bis zum 7. Februar 2021 die Möglichkeit, sich zu bewerben. Nachdem die vergangenen Monate den Lehrkräften und Schulleitungen ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität abverlangt haben, um Unterricht unter Pandemiebedingungen zu gestalten, wird in diesem Jahr eine Sonderkategorie „Kreativ durch die Krise“ mit in die Bewertung aufgenommen. Ausgezeichnet werden sollen Schulen, die mit Hilfe digitaler Medien kreative Ansätze gefunden haben, um während der Krise Wissen und Kompetenzen zu vermitteln und diese nun langfristig zu implementieren. Weitere Informationen zu Smart Schools, Wettbewerb und Bewerbungsverfahren finden sich sie unter www.smart-school.de.

Die ersten Smart Schools wurden 2016 im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung ausgezeichnet. Seit 2018 wird das Projekt federführend vom Bitkom weitergeführt.

Bankgeschäfte finden zunehmend online statt

  • Inzwischen nutzen rund drei Viertel aller Bundesbürger Online-Banking
  • Eine Mehrzahl greift beim Online-Banking zum Smartphone
  • 8 von 10 besuchen höchstens noch einmal im Monat eine Bankfiliale

Um den Kontostand zu prüfen oder eine Überweisung zu tätigen, geht nur noch eine Minderheit regelmäßig in eine Bankfiliale. Und digitale Finanzangebote stoßen auf breites Interesse, während gleichzeitig die Loyalität zur Hausbank schwindet. Das zeigt eine Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute vorgestellt wurde. Demnach nutzen rund drei Viertel der Bundesbürger (73 Prozent) Online-Banking, das sind drei Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. 2014 nutzte gerade einmal erst jeder Zweite (53 Prozent) das Online-Angebot seiner Bank. Und aktuell können sich weitere 10 Prozent vorstellen, künftig Online-Banking zu nutzen. Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt zudem, dass nur noch die Senioren ab 65 Jahre zurückhaltend bei Online-Finanzgeschäften sind. Während unter ihnen nur gut jeder Fünfte (22 Prozent) Online-Banking einsetzt, sind es bei den 16- bis 29-Jährigen (88 Prozent) und 50- bis 64-Jährigen (87 Prozent) jeweils 9 von 10. Unter den 30- bis 49-Jährigen nutzt sogar praktisch jeder (96 Prozent) Online-Banking. „Online-Banking ist in Deutschland nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Die meisten Menschen begegnen ihrer Bank deutlich öfter in der digitalen Welt als in einer Bankfiliale oder im persönlichen Kontakt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Digitalisierung in Deutschland einen weiteren Schub erhalten hat. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Monaten auch in der Finanzwelt noch verstärken.“

Drei Viertel der jüngeren Online-Banking-Nutzer setzen aufs Smartphone

Beim Online-Banking entwickelt sich das Smartphone inzwischen zum zweitwichtigsten Banking-Gerät. 58 Prozent der Online-Banking-Nutzer (2019: 52 Prozent) erledigen zumindest hin und wieder Bankgeschäfte mit dem Handy. Unter den 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 72 Prozent. Damit liegt das Smartphone aktuell noch hinter dem Laptop (82 Prozent), aber bereits vor Desktop-PC (53 Prozent) und Tablet Computer (50 Prozent). Die große Mehrheit nutzt Online-Banking vor allem für gängige Anwendungen wie den Kontostand zu überprüfen (97 Prozent), Überweisungen zu tätigen (93 Prozent) oder Daueraufträge zu verwalten (85 Prozent). Nur eine Minderheit nutzt dagegen Online-Banking für die persönliche Finanzberatung (36 Prozent), die Kreditbeantragung (24 Prozent) oder um eine einfache Einnahmen-/Ausgaben-Übersicht zu erhalten (23 Prozent). „Die Nutzung hängt oft auch vom Angebot ab. Eine persönliche Finanzberatung per Video über die Online-Banking-App ist heute eher noch die Ausnahme“, so Rohleder.

Online-Banking: Ängste schwinden, Zufriedenheit steigt

Wer Online-Banking nutzt, ist mit dem Angebot in aller Regel zufrieden. 94 Prozent geben an, keine Funktionen zu vermissen. 91 Prozent sind überzeugt, Online-Banking ist sicher. Und 82 Prozent sagen, ihr Online-Banking sei einfach zu bedienen, 80 Prozent halten das Angebot für übersichtlich. Rund zwei Dritteln (63 Prozent) macht Online-Banking sogar Spaß. Der Hauptgrund, auf Online-Banking zu verzichten, ist dagegen Gewohnheit. Das sagen 71 Prozent derjenigen, die Bankgeschäfte nicht online tätigen. 53 Prozent führen Loyalität zu ihrer Bank als Grund an, 50 Prozent wollen beim Banking Kontakt mit Menschen. Nur noch jeder Zweite (50 Prozent) lehnt Online-Banking aus Datenschutzgründen ab. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 61 Prozent noch deutlich darüber, vor zwei Jahren waren es sogar 83 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei der Angst vor Kriminellen, die 44 Prozent vom Online-Banking abhält (2019: 42 Prozent, 2018: 77 Prozent). Und 47 Prozent halten Online-Banking für zu kompliziert. „Sicher, einfach, übersichtlich – wer Online-Banking nutzt, hat daran praktisch nichts auszusetzen. Das sollte für alle, die aktuell noch zögern, Anlass sein, Online-Banking einfach mal auszuprobieren“, so Rohleder.

Digitale Angebote und die Marke sind den Kunden wichtiger als Filialen

Bei der Auswahl ihrer Bank geht es den Kunden in erster Linie um Kosten und Sicherheit. Wie in der Vergangenheit dominieren bei den Aspekten, die als wichtig gelten, die Höhe der Kontoführungsgebühren (98 Prozent) und der Einlagensicherung (98 Prozent) sowie viele kostenfrei nutzbare Geldautomaten (97 Prozent). Für drei Viertel (75 Prozent) ist das Herkunftsland der Bank wichtig, für zwei Drittel (68 Prozent) der gebührenfreie Zugang zu Bargeld im Ausland. Dahinter folgen bereits digitale Angebote wie Online-Banking, Apps und Online-Beratung mit 67 Prozent praktisch gleichauf mit der persönlichen Beratung am Schalter (68 Prozent). Ebenfalls rund zwei Drittel (64 Prozent) achten auf die Marke, die damit erstmals wichtiger ist als viele Bankfilialen, die leicht zu erreichen sind (53 Prozent). Nur knapp dahinter liegt der Wunsch, Mobile-Payment-Angebote wie Apple Pay oder Google Pay nutzen zu können (47 Prozent). Schlusslicht sind Kundenbindungsprogramme mit Prämien (34 Prozent). Rohleder: „Niemand sollte das Tempo unterschätzen, mit dem die Digitalisierung das Kundenverhalten verändern kann. Mobile-Payment-Angebote, die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, spielen bereits jetzt für die Auswahl der Bank eine ähnlich große Rolle wie die Anzahl der Bankfilialen.“

Die schwindende Bedeutung der Filialen zeigt sich auch daran, dass nur 7 Prozent der Bürger mindestens einmal pro Woche in eine Bankfiliale gehen. Weitere 6 Prozent geben an, mehrmals im Monat eine Filiale zu besuchen. Aber 43 Prozent sind nur einmal im Monat dort, 41 Prozent sogar seltener als monatlich. Und unter den Online-Banking-Nutzern gehen 35 Prozent überhaupt nicht mehr in eine Filiale und nutzen ausschließlich die Online-Angebote, weitere 53 Prozent tun dies überwiegend. Nur 10 Prozent der Online-Banking-Nutzer gehen hauptsächlich doch noch in die Filiale. Mehr als jeder dritte Bundesbürger (38 Prozent) gibt an, dass ihm ohne Bankfiliale nichts fehlen würde. Unter den 16- bis 29-Jährigen stimmt dieser Aussage mit 51 Prozent sogar eine Mehrheit zu. Und fast die Hälfte aller Befragten (46 Prozent) meint, die Kosten für die Bankfilialen sollten nur diejenigen tragen, die sie auch nutzen.

Großes Potenzial für Wertpapiergeschäfte per Smartphone

Eine gute Ausgangsposition haben die Banken beim Wettbewerb rund um den Wertpapierhandel. Zwar gibt eine Mehrheit (57 Prozent) an, überhaupt keine Wertpapiergeschäfte zu tätigen, die übrigen nutzen aber überwiegend Angebote ihrer Hausbank. Jeder Fünfte (20 Prozent) spricht mit dem Berater in der Filiale, 14 Prozent nutzen das Online-Depot der eigenen Bank und 11 Prozent wickeln Aufträge telefonisch bei ihrer Bank ab. Nur 8 Prozent nutzen einen Online-Broker, der nicht zur eigenen Bank gehört, und 5 Prozent setzen auf zunehmend App-basierte Neo-Broker wie Trade Republic, Smart Broker oder Just Trade. Insgesamt üben diejenigen, die auf irgendeine dieser Arten Aktien oder andere Wertpapiere kaufen und verkaufen, auch Kritik an dem Angebot. So geben nur 47 Prozent an, dass die Gebühren übersichtlich sind. „Finanzexperten beklagen seit vielen Jahren, dass die Deutschen zu wenig auf Aktien und andere Wertpapiere setzen und so ein zu geringer Teil der Bevölkerung an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhat“, sagte Rohleder. „Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass die Angebote zu kompliziert und womöglich auch zu teuer waren. Neue Online-Broker bringen eine bislang nicht gekannte Transparenz in den Markt und machen den Zugang extrem einfach und komfortabel. Die Chancen stehen gut, dass so auch mehr Menschen Zugang zu Anlagen in Aktien und anderen Wertpapieren finden.“

Aktuell scheiden sich an Neo-Brokern noch die Geister. So sagen zwei Drittel (69 Prozent), dass bei Aktien- und Wertpapiergeschäften ein Berater notwendig sei, um gute Entscheidungen zu treffen. Und 46 Prozent vermuten, dass Smartphone-Apps, die den Handel mit Aktien einfacher machen, zum unvorsichtigen Zocken verleiten. Allerdings sagen auch 40 Prozent, dass durch die einfache Benutzbarkeit solcher Apps mehr Menschen von der Wertentwicklung der Unternehmen profitieren könnten. Und jeder dritte Bundesbürger (32 Prozent) kann sich vorstellen, Geldanlagen in Wertpapieren und Aktien ausschließlich per Smartphone-App zu verwalten.

Auch Crowdinvesting oder Peer-to-Peer-Kredite sind keine Exoten mehr

Künftig könnten sich auch digitale Finanzangebote jenseits des klassischen Bankings weiter verbreiten. Fast zwei Drittel (62 Prozent) haben bereits Finanz-Apps für einen besseren Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben genutzt oder können sich das vorstellen. Jeder Dritte (33 Prozent) hat Interesse an Crowdinvesting, jeder Fünfte (23 Prozent) an der Nutzung von Robo-Advisorn, bei denen Künstliche Intelligenz individuelle Anlageempfehlungen gibt oder sogar Anlageentscheidungen für den Kunden trifft. Ähnlich viele (22 Prozent) sind offen für die Nutzung von Online-Portalen zur Geldanlage bei ausländischen Banken, um von höheren Zinsen im Ausland zu profitieren. Und 16 Prozent zeigen sich offen für die Kreditaufnahme über Peer-to-Peer-Angebote, bei denen die benötigte Kreditsumme nicht von der Bank kommt, sondern von einer Vielzahl einzelner privater Kreditgeber. 8 Prozent können sich zudem vorstellen, auf diese Weise selbst Kredite zu vergeben und Zinsen zu erhalten. Rohleder: „Die Finanzwelt wird sich in den kommenden Jahren weiter rasant digitalisieren, vom Aktienhandel bis zum Bezahlen an der Supermarktkasse. Die etablierten Institute werden sich ganz neu erfinden müssen.“

10 Jahre elektronischer Personalausweis: Großes Potenzial, kaum genutzt

  • Sieben von zehn Bürgern würden digitale Funktion ihres Ausweises beim Online-Amt nutzen
  • 10 Jahre nach der Einführung kommt die eID aber kaum zum Einsatz

Zehn Jahre nach der Einführung des elektronischen Personalausweises ist das Interesse an der Online-Funktion grundsätzlich groß. Sieben von zehn Bundesbürgern (69 Prozent) würden den elektronischen Personalausweis nutzen, um sich bei digitalen Behördengängen zu identifizieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Der Wohnort spielt dabei keine Rolle: Die Bereitschaft zur Nutzung der eID zur Authentifizierung bei Online-Behördengängen ist in Städten genauso hoch wie in ländlichen Regionen. Die 18- bis 29-Jährigen sind am aufgeschlossensten und würden diese Funktion zu 79 Prozent nutzen, bei den Senioren ab 65 Jahren sind es immerhin noch 60 Prozent. „Es gibt in allen Bevölkerungsgruppen eine klare Mehrheit, die den elektronischen Personalausweis zur Authentifizierung bei digitalen Behördengängen nutzen würde. Die Politik ist gefordert, die entsprechenden Angebote und Leistungen so einfach und komfortabel wie möglich zu gestalten, damit dieses Potenzial endlich ausgeschöpft wird“, sagt Bitkom-Präsiden Achim Berg. „Digitale Möglichkeiten müssen dafür neben den Anwendungsfeldern der Verwaltung auch in der Breite gefördert werden, um die Akzeptanz der Bürger weiter zu erhöhen. Die sichere, digitale Identifizierung für Verträge, Behördengänge oder Kontoeröffnungen muss unser neues Normal werden.“

Bis Ende 2020 sollen seit der Einführung am 1. November 2010 insgesamt 75 Millionen elektronische Personalausweise ausgegeben worden sein. Seit 2017 ist die eID-Funktion bereits bei der Ausgabe standardmäßig aktiviert. Zuvor lag die Einschaltquote für den Online-Ausweis bei etwa einem Drittel. „Es war ein Geburtsfehler der eID, dass sie anfangs nicht automatisch aktiviert wurde und in den Bürgerämtern teilweise sogar davon abgeraten wurde, sie zu nutzen. Es fehlte auch an Anwendungen, effektivem Marketing zu den Mehrwerten und an einer nutzerorientierten Umsetzung.“ Bürger können sich bereits für verschiedenste Dienste elektronisch ausweisen. In Behörden, aber auch für Leistungen von Banken, Versicherungen, der Deutschen Bahn und Deutschen Post können Nutzer sich aus der Ferne mit dem Ausweis identifizieren. Auf dem Ausweis-Chip sind Name, Anschrift und Geburtstag gespeichert. Der Datenzugriff erfolgt dabei sicher per Zwei-Faktor-Authentifizierung und kann auch über eine Smartphone-App genutzt werden.

Auf Grundlage des Onlinezugangsgesetzes (OZG) sollen 575 Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 online zugänglich gemacht werden. Die Online-Funktion des Personalausweises soll nach den Plänen des Bundes einfacher gestaltet und an den Bedürfnissen des Nutzers ausgerichtet werden. Berg: „Die ersten zehn Jahre haben gezeigt, dass eine gute Idee nicht funktioniert, wenn sie schlecht umgesetzt wird. Jetzt muss es darum gehen, den Online-Ausweis und weitere bereits verfügbare Fern-Identifizierungsmethoden mit intuitiver Anwendung, vielen nützlichen Funktionen und weiterhin hohen Sicherheitsanforderungen zum neuen Standard zu machen.“

Digitale Identitäten fördern und eIDAS-Verordnung europaweit anwenden

Bitkom setzt sich dafür ein, die Potenziale der Fern-Identifizierung schnellstmöglich in die Breite zu bringen. Dafür müssen jetzt vor allem die Mittel der europäischen eIDAS-Verordnung in Wirtschaft und Behörden schnellstmöglich und flächendeckend zur Anwendung kommen. Mit Blick auf die Umsetzung muss sich die Politik für europaweit harmonisierte Rahmenbedingungen einsetzen. Die Anwendungsbereiche im alltäglichen Leben sollten stark ausgebaut werden. Gefördert werden kann das durch die Einführung einer obligatorischen Akzeptanz von eIDAS-Diensten in Services und Apps. Dienstleistungen von Verwaltungen und auch Unternehmen sollten medienbruchfrei online angeboten werden – das gilt besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Behörden müssen auch bei eingeschränkten Öffnungszeiten und Zugangsmöglichkeiten in der Lage sein, ihre Dienstleistungen uneingeschränkt anzubieten und dies sowohl auf dem nationalen als auch europäischen Markt. Zu etablieren sind durchgängig digitale Workflows, die auch dann funktionieren, wenn Behörden geschlossen sind. Der positive Nebeneffekt ist, dass dadurch auch die Kosteneffizienz bei den eingesetzten Fachverfahren steigt.

eIDAS Summit zu digitalem Vertrauen und digitalen Identitäten

Digitale Identitäten, die eIDAS Verordnung, Trust Services und sichere Digitalisierung stehen auch im Mittelpunkt des diesjährigen Digital Trust & Identity Forum des Bitkom, dem eIDAS Summit 2020. Der Summit ist der Treffpunkt für Wirtschaft, Politik und Forschung. Im Fokus der 40 Sessions mit mehr als 45 hochkarätigen Speakern stehen dabei praktische Anwendungsfälle, politische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Chancen für den europäischen Markt. Weitere Informationen finden sich unter www.eidas-summit.de.

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