Archiv für Ingo Peters

23 Millionen Bürger machen Steuererklärung im Internet

  • Zahl der Online-Steuererklärungen steigt um 5 Prozent
  • Abgabefrist Ende Juli: Steuerpflichtige haben erstmals zwei Monate länger Zeit


Tippen und Klicken statt Lochen und Heften: Immer mehr Bundesbürger schwören dem Papierkrieg ab und reichen ihre Steuerklärung einfach online beim Finanzamt ein. 23,1 Millionen Steuerzahler erklärten ihre Einkommenssteuer für das Steuerjahr 2017 elektronisch über den Online-Dienst ELSTER. Das ist ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 22 Millionen Online-Steuererklärungen. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten der Finanzverwaltung. „Die Online-Steuererklärung macht weniger Aufwand, spart Zeit und schont die Nerven. Das scheint immer mehr Steuerzahler zu überzeugen“, sagt Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. „Das ELSTER-Projekt zeigt, wie Verwaltungsdienstleistungen erfolgreich digitalisiert werden können. Allerdings wird das komplexe deutsche Steuerrecht dadurch auch nicht einfacher.“ Bei Gewerbetreibenden akzeptieren die Finanzbehörden mittlerweile ausschließlich elektronische Steuererklärungen. Bei Privatpersonen ist das dagegen grundsätzlich keine Pflicht. Viele Steuerzahler lassen die Chance ungenutzt, sich Geld vom Staat zurückzuholen. 7,5 Millionen Arbeitnehmer geben keine Steuererklärung ab, obwohl im Durchschnitt eine Rückerstattung von 974 Euro zu erwarten ist (Stand: 2014).

Wer zu spät abgibt, muss sofort Strafe zahlen

Ab dem Steuerjahr 2018 haben alle Steuerpflichtigen zwei Monate länger Zeit für die Einkommenssteuererklärung. Die allgemeine Frist wurde bis Ende Juli verlängert. Wer seine Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat grundsätzlich bis zum 29. Februar 2020 Zeit. Allerdings steigt auch der Verspätungszuschlag, wenn die Frist überschritten wird. Die Strafgebühr orientiert sich an der Höhe der festgesetzten Steuer und beträgt mindestens 25 Euro für jeden angefangenen Monat. Anders als bisher wird der Verspätungszuschlag automatisch festgesetzt.

Verschiedene Wege zur Online-Steuererklärung

Die Steuer kann elektronisch auf mehreren Wegen erklärt werden: Über „Mein Elster“ können Steuerdaten direkt im Browser und vollkommen papierlos abgegeben werden – das erspart das Herunterladen, Installieren und Aktualisieren spezieller Programme. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung und postalische Authentifizierung, was mehrere Tage in Anspruch nimmt. Alternativ bietet das Online-Portal der Finanzverwaltung das Programm „ElsterFormular“ zum Download, mit dem die Steuererklärung offline bearbeitet und verschlüsselt an das Finanzamt übermittelt werden kann. Zudem gibt es zahlreiche gewerbliche Software-Produkte, die eine elektronische Steuererklärung über die ELSTER-Schnittstelle zulassen. „Professionelle Steuer-Software bietet in der Regel mehr Komfort bei der Eingabe und gibt auch für Laien verständliche Tipps zum Steuersparen. Die Investition kann sich schnell rechnen“, sagt Kriesel.

Belege müssen nur noch auf Nachfrage eingereicht werden

Belege und separate Aufstellungen müssen Arbeitnehmer grundsätzlich nicht mehr an das Finanzamt versenden. Es reicht aus, wenn diese für mögliche Rückfragen aufbewahrt werden. Denn die meisten für die Besteuerung wichtigen Nachweise werden von Dritten, etwa Arbeitgebern, Banken und Sozialversicherungen, in digitaler Form an die Finanzverwaltung übermittelt und können automatisch in die Steuererklärung übernommen werden. Damit ist die Bearbeitung der Steuererklärung in der Regel durchgängig elektronisch und automatisch möglich. „Allerdings sollten die Steuerpflichtigen die Angaben in der Steuererklärung, insbesondere die von Dritten übermittelten Daten, sorgfältig überprüfen. Denn die nachträglichen Korrekturmöglichkeiten sind beschränkt“, empfiehlt Kriesel.

Smart Country Convention: Dreitägiges Event zur Digitalisierung im Public Sector

Um die Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Dienstleistungen zu beschleunigen, findet vom 22. bis 24. Oktober 2019 die Smart Country Convention statt. Sie wird vom Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit der Messe Berlin durchgeführt. Das dreitägige Event bringt alle relevanten Vertreter von Verwaltungen, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft zusammen. Die Smart Country Convention ist eine Kombination aus Kongress, Workshops, Weiterbildungsveranstaltungen und Ausstellung. Dabei geht es sowohl um die digitale Verwaltung als auch um die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Mobilität, Sicherheit, Abfall, Wasser, Bildung, Gesundheit und Wohnen. Sie richtet sich an Vertreter von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden. Weitere Informationen gibt es unter www.smartcountry.berlin.

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Beim Online-Banking sind nur noch Senioren zurückhaltend



  • 7 von 10 Bundesbürgern erledigen ihre Bankgeschäfte im Internet
  • Jeder Achte will in den nächsten zwölf Monaten zu einer reinen Online-Bank wechseln
  • Digitale Angebote ihrer Bank sind den Kunden wichtiger als eine bekannte Marke


Mit dem Handy ein Foto von der Rechnung machen und bequem das Geld überweisen statt von Hand einen Überweisungsschein ausfüllen und am nächsten Tag am Bankschalter abgeben: Für die große Mehrheit der Bundesbürger gehört Online-Banking heute zum Alltag. 7 von 10 Deutschen ab 16 Jahren (70 Prozent) nutzen inzwischen Online-Banking, vor einem Jahr lag der Anteil erst bei 62 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.005 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute vorgestellt wurde. Je nach Altersgruppe gibt es dabei deutliche Unterschiede. So sind 85 Prozent der 16- bis 29-Jährigen Online-Banking-Nutzer, bei den 30- bis 49-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 93 Prozent und unter den 50- bis 64-Jährigen sind es immerhin noch 83 Prozent. Nur die Senioren ab 65 Jahren sind mit einem Anteil von 21 Prozent weiterhin zurückhaltend. „Online-Banking ist bereits heute der absolute Standard und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter verbreiten. Die Kunden haben damit eine bequeme, sichere und jederzeit verfügbare Möglichkeit, ihre Geldgeschäfte zu erledigen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für die Banken und Sparkassen bedeuten die Digitalisierung der Finanzbranche und das veränderte Kundenverhalten einen grundlegenden Umbruch, der etablierten Anbietern ebenso wie Digitalunternehmen und innovativen Fintechs riesige Chancen bietet.“

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Digitale Angebote sind den Kunden erstmals so wichtig wie persönliche Beratung

Der Trend zum Online-Banking dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Erstmals sind zwei Dritteln der Bundesbürgern (67 Prozent) digitale Angebote wie Online-Banking oder Banking-Apps wichtig bei der Auswahl ihrer Bank. Vor einem Jahr waren es mit 57 Prozent noch deutlich weniger. Zugleich hat die Bedeutung der persönlichen Beratung am Schalter abgenommen, von 73 Prozent auf nun 67 Prozent. Damit legen mehr Kunden Wert auf digitale Angebote als etwa auf das Vorhandensein vieler Bankfilialen, die schnell zu erreichen sind (58 Prozent) oder eine bekannte Marke (56 Prozent). Jeder dritte Bundesbürger (36 Prozent) findet wichtig, dass seine Bank Mobile-Payment wie Google Pay oder Apple Pay anbietet. „Wir erleben gravierende Verschiebungen im Verhältnis der Kunden zu ihrer Bank. Banken, die diese Veränderungen erkennen und ihr Angebot anpassen, können sich gerade jetzt einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, so Berg. 

Weiterhin am wichtigsten sind den Deutschen bei der Auswahl ihrer Bank die Kosten. So achtet die große Mehrheit auf die Höhe der Kontoführungsgebühren (95 Prozent), die Anzahl der kostenlos nutzbaren Geldautomaten (95 Prozent) sowie die Höhe der Einlagensicherung der Bank (94 Prozent). Zwei Dritteln (69 Prozent) ist der gebührenfreie Zugang zu Bargeld im Ausland wichtig. 

Treue zur Bank nimmt ab – jeder Dritte könnte zu Digital-Unternehmen wechseln

Für Banken und Sparkassen bedeutet diese Entwicklung, dass sich der Wettbewerb verschärfen dürfte – nicht zuletzt weil die Treue zur Hausbank abnimmt. Hatte vor einem Jahr gerade einmal jeder dritte Bundesbürger (34 Prozent) schon einmal sein hauptsächlich genutztes Girokonto gewechselt, ist dieser Anteil inzwischen auf 41 Prozent gestiegen. Mehr als die Hälfte von ihnen (57 Prozent) hat ihr Konto sogar dreimal oder häufiger gewechselt (2018: 45 Prozent). Auch reine Online-Banken werden dabei für die Kunden immer interessanter. So sagt heute jeder siebte Bundesbürger (14 Prozent), dass er mit seinem hauptsächlich genutzten Konto bereits bei einer reinen Online-Bank ist (2018: 9 Prozent). Und rund jeder Achte (13 Prozent) hat diesen Wechsel für die kommenden zwölf Monate fest geplant (2018: 8 Prozent) und weitere 19 Prozent (2018: 19 Prozent) können sich das für die Zukunft vorstellen. Fast jeder Zweite (47 Prozent) bemängelt allerdings, dass die deutschen Geldhäuser bei ihren Digitalangeboten im internationalen Vergleich weit zurück sind. Rund jeder Dritte (29 Prozent) kann sich vorstellen, ein Konto nicht bei einer Bank, sondern bei einem Digitalunternehmen wie Google, Apple oder Amazon zu eröffnen, wenn dies angeboten wird.

Eine steigende Zahl von Bundesbürgern sieht persönliche Vorteile durch die Digitalisierung der Finanzbranche. So sagen 31 Prozent (2018: 27 Prozent), dass die Digitalisierung dazu führt, dass Bankgeschäfte immer günstiger werden. Und 41 Prozent (2018: 33 Prozent) sind überzeugt, dass ihnen digitale Technologien helfen können, die eigenen Finanzen zu optimieren. Jeder Fünfte (21 Prozent) würde sich wünschen, dass er Angebote bekäme, wie etwa die Analyse der Kontobewegungen um Sparmöglichkeiten aufzuzeigen. Das sind fast doppelt so viele wie noch vor einem Jahr (12 Prozent). „Die EU-Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 hat dafür gesorgt, dass der Kunde und nicht mehr die Bank über Kontodaten und Kontobewegungen verfügt. Das steigende Interesse an digitalen Informations- und Beratungsangeboten ist eine riesige Chance, auch für Startups“, sagte Berg.

15 Millionen besuchen überhaupt keine Bankfiliale mehr

Einen schweren Stand hat die klassische Bank-Filiale. Rund jeder dritte Online-Banking-Nutzer (31 Prozent) gibt an, dass er seine Bankgeschäfte ausschließlich online tätigt und gar keine Filiale mehr aufsucht. Das heißt: 15 Millionen Bundesbürger ab 16 Jahren gehen nie in eine Bankfiliale. Jeder zweite Online-Banking-Nutzer (54 Prozent) geht nur hin und wieder in eine Filiale und nutzt überwiegend die Online-Angebote. Eine große Mehrheit (86 Prozent) erwartet, dass die Zahl der Bankfilialen in den kommenden zehn Jahren stark zurückgehen wird. Jeder Zweite (48 Prozent) rechnet sogar damit, dass es in 20 Jahren keine Filialbanken mehr geben wird. „Praktisch alle Banking-Anwendungen und Finanzberatungen lassen sich schon heute genauso gut, wenn nicht sogar besser online durchführen“, so Berg. „Online-Banking bedeutet aber nicht, dass der Kunde auf eine persönliche Beratung verzichten muss. Er muss dafür nur nicht mehr zu festgelegten Öffnungszeiten in eine Filiale kommen, sondern er erhält sie online, telefonisch oder per Video bequem zu Hause oder wo immer er sich gerade befindet.“

Online-Banking: Zufriedene Nutzer und Trend zum Mobile-Banking

Erstmals setzt mehr als die Hälfte der Online-Banking-Nutzer (52 Prozent) ihr Smartphone für Bankgeschäfte ein. Vor einem Jahr lag der Anteil nur bei 44 Prozent, 2015 erst bei 34 Prozent. Vor allem die Jüngeren setzen auf Mobile-Banking: Unter den 16- bis 29-jährigen Online-Banking-Nutzern verwenden sogar fast zwei Drittel (63 Prozent) ihr Smartphone. Am häufigsten für Online-Banking werden weiterhin das Notebook (81 Prozent) sowie der Desktop-PC (56 Prozent) genutzt, 45 Prozent verwenden ihren Tablet Computer.

Wer Online-Banking nutzt, ist mit dem Angebot überwiegend zufrieden. So sagt jeweils eine große Mehrheit, das eigene Online-Banking bietet alle Funktionen (93 Prozent), ist sicher (87 Prozent), ist einfach zu bedienen (82 Prozent) und ist übersichtlich (81 Prozent). Zwei Drittel der Online-Banking-Nutzer (66 Prozent) geben zudem an, dass ihnen Online-Banking Spaß macht, vor einem Jahr waren es erst 58 Prozent. Dass Internetnutzer auf Online-Banking verzichten, liegt vor allem daran, dass sie Angst haben, Daten könnten in falsche Hände geraten (61 Prozent). Es liegt aber auch am Wunsch nach Kontakt mit Menschen bei Bankgeschäften (57 Prozent) sowie an der Gewohnheit (56 Prozent). 2 von 5 Offline-Bankern haben Angst vor Kriminellen (42 Prozent) oder finden Online-Banking zu kompliziert (38 Prozent).

Online-Versicherungen: Drei Viertel der Jüngeren stehen Angeboten offen gegenüber

Etwas zurückhaltender als beim Online-Banking sind die Bundesbürger noch beim Online-Abschluss einer Versicherung. Erst jeder Zweite (51 Prozent) hat schonmal eine Versicherung online abgeschlossen, weitere 16 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen. Allerdings sind Jüngere bei dieser Frage deutlich aufgeschlossener: Zwei Drittel (65 Prozent) der 16- bis 29-Jährigen haben bereits online eine Versicherung abgeschlossen, weitere 14 Prozent können es sich für die Zukunft vorstellen. „Viele Versicherungen sind heute anders als klassische Bankgeschäfte noch kompliziert und beratungsintensiv. Wir erleben aber gerade einen Trend zu verständlichen, einfacher aufgebauten Versicherungen, die zum Beispiel statt langer Laufzeiten ein Risiko On-Demand für wenige Tagen oder Wochen absichern“, so Berg. „Der Trend zur Online-Versicherung wird sich umso mehr verstärken, je einfacher und übersichtlicher die Anbieter ihre Policen gestalten.“

Vor allem bei der Frage nach der Qualität der Beratung scheiden sich die Geister. So sagen 39 Prozent der Befragten, die sich vorstellen können, online eine Versicherung abzuschließen oder dies bereits getan haben, dass Versicherungsberater versuchen ihnen Dinge zu verkaufen, die sie nicht brauchen oder die zu teuer sind. Dagegen fühlen sich 30 Prozent online besser informiert, 24 Prozent sagen, dass sie online die Angebote besser vergleichen können und 20 Prozent fühlen sich weniger zu einem Abschluss unter Druck gesetzt. Jeder Vierte (27 Prozent) gibt an, Online-Angebote seien billiger, jeder Fünfte (20 Prozent) hat nur außerhalb üblicher Öffnungszeiten Zeit, sich mit Versicherungsfragen zu beschäftigen.

Auf der anderen Seite sagen 3 von 5 (57 Prozent) derjenigen, die sich nicht vorstellen können, online eine Versicherung abzuschließen, dass sie die ausführliche Beratung im persönlichen Gespräch bevorzugen. Jeder Zweite (49 Prozent) ist sich sicher, bessere Informationen im persönlichen Gespräch zu erhalten und jeder Fünfte (22 Prozent) hat bereits gute Erfahrungen mit Versicherungsberatern gemacht. Jeweils rund jeder Dritte hat Angst, dass seine persönlichen Daten online in falsche Hände geraten (39 Prozent) oder vor Cyberkriminellen oder Hackern (35 Prozent). Nur 15 Prozent glauben, dass sie offline günstigere Angebote bekommen als online.

In Zukunft könnten Online-Banking und Online-Versicherungen enger zusammenrücken. So ist jeder zweite Online-Banking-Nutzer (49 Prozent) offen dafür, seine Versicherungsangelegenheiten künftig direkt auf der Online-Banking-Seite seiner Bank oder Sparkasse abzuwickeln. Berg: „Wir werden in den kommenden Jahren ein Zusammenwachsen von Online-Banking und Online-Versicherungsangeboten erleben. Für die Kunden heißt das, dass sie die Möglichkeit erhalten, ihre Finanzangelegenheiten bequem an einem Ort digital zu erledigen.

Jamf stellt die Weichen für den DigitalPakt Schule

  • Erweitertes Angebot von Geräteverwaltungslösungen für Lehrer, Eltern und Schüler
  • Mehr Unterstützung für IT-Abteilungen in Bildungseinrichtungen
  • Unternehmen investiert in weitere unterrichtsrelevante Funktionen

Der DigitalPakt Schule ist seit März 2019 in Kraft. Jamf, der Experte für Apple-Gerätemanagement, leistet bei der Umsetzung einen wichtigen Beitrag: Das Unternehmen hilft deutschen Bildungseinrichtungen dabei, den Unterricht digitaler zu machen. Die Verwaltung von Apple-Geräten in Schulen wird mit Jamf einfacher und kosteneffizienter. Die Lösungen sind speziell auf die Bedürfnisse von Lehrern, Eltern und Schülern ausgerichtet. Weltweit werden an 14.000 Bildungseinrichtungen 10 Millionen Apple-Geräte mit Jamf verwaltet. In Deutschland werden die Lösungen aktuell an rund 1600 Schulen genutzt.

Lehrer sehen deutsche Schulen digital abgehängt. Dies zeigt eine repräsentative Befragung vom März 2019 im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom. Dabei scheitert der Technik-Einsatz häufig an fehlenden Geräten und Konzepten sowie mangelndem Know-how, wie die Studie belegt. Jamf unterstützt den Wunsch der Lehrer, mehr digitale Medien einzusetzen und stellt mit seinen Verwaltungslösungen für Apple-Geräte die Weichen für den DigitalPakt Schule. Die Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sieht den Aufbau digitaler Bildungsinfrastrukturen an deutschen Schulen vor und wurde im März 2019 von der Bundesregierung beschlossen.

Das Bestreben von Jamf, den Digitalpakt Schule zu unterstützen, kommt nicht von ungefähr. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Bildungsbereich: Mitgründer Zach Halmstad entwickelte vor rund 20 Jahren eine Software, um die Verwaltung aller Mac-Geräte an der Universität von Wisconsin-Eau Claire zu erleichtern. Er wollte damit Apple-Geräte im Bildungsbereich zugänglicher machen. Anfang 2019 baute Jamf diese langjährige Expertise mit der Akquisition von ZuluDesk aus, einer Lösung für Gerätemanagement im Bildungsbereich mit Sitz in den Niederlanden. Durch die Verbindung aus Jamf und ZuluDesk steht Anwendern nun ein neues Produktportfolio zur Verfügung, das Schulen jeder Größe und Komplexität die passende Lösung anbietet. Die Anwendungen von Jamf und ZuluDesk werden weiterhin unter dem ursprünglichen Namen angeboten.

Umfangreiches Angebot an Geräteverwaltungslösungen für Lehrer, Eltern und Schüler

–   ZuluDesk Teacher

Mit Hilfe der App können Lehrkräfte ohne Hilfe der IT eine moderne digitale Lernumgebung auf Apple-Geräten schaffen: Sie stellen unterrichtsrelevante Apps bereit oder erstellen Unterrichtsprofile. Außerdem können sie direkt mit Schülern kommunizieren und den Zugriff auf bestimmte Websites, Apps oder Kameras einschränken. In Kombination mit Apple Classroom können Lehrer die ZuluDesk App dazu nutzen, die Konzentration der Schüler besser aufrecht zu erhalten, etwa durch das Unterdrücken von Social Media-Diensten.

–   ZuluDesk Parent

Durch diese App haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder bei einem verantwortungsvollen Umgang mit ihren Schulgeräten zu unterstützen. So können etwa bestimmte Spiele- oder Messenger-Apps während der Hausaufgaben deaktiviert werden um die Konzentration zu fördern. Ebenso kann die Nutzung von Anwendungen auf dem Schulweg eingeschränkt werden, damit Kinder sich nicht durch Ablenkung im Straßenverkehr selbst gefährden.

–   ZuluDesk Student

Schüler erhalten durch ZuluDesk Student die Kontrolle über die Geräte, die sie für den Schulunterricht erhalten und sind befugt, von der Schule genehmigte Anwendungen zu installieren. Schüler können mit Lehrern kommunizieren, Dokumente auf ihren persönlichen iCloud-Laufwerken speichern und vieles mehr.

Mehr Unterstützung für die schulinterne IT

Dezidierte IT-Administratoren gibt es in Deutschlands Schulen kaum. Meist übernimmt ein technikversierter Lehrer diese Aufgabe. Eine Lösung zur Geräteverwaltung sollte daher auch für nicht IT-Fachleute unkompliziert zu verwenden sein. Mit Jamf Pro bewältigen IT-versierte Lehrkräfte problemlos die Bereitstellung neuer Geräte, die Bestandsaufnahme, die Konfiguration von Profilen sowie die Verwendung von Nutzungsrichtlinien und Skripten, die Verwaltung von Apps sowie Sicherheit und Datenschutz aller Geräte.

Der Day Zero Support von Jamf stellt sicher, dass Anwender bei jedem neuen Apple Release sofort mit einer aktualisierten Version von Jamf Pro arbeiten können.

Das Unternehmen investiert aktuell in den Ausbau unterrichtsrelevanter Funktionen und Support-Services im gesamten Produktportfolio, um die Arbeit mit Apple-Geräten an Schulen noch einfacher zu machen. Geplant sind unter anderem ein verbesserter Informationsaustausch mit dem Apple School Manager sowie spezielle Support-Leistungen für Schulen.

„Mehr als die Hälfte der Lehrer in Deutschland würde laut Bitkom-Studie gerne häufiger digitale Medien einsetzen. Sie scheitern unter anderem an der noch unzureichenden technischen Infrastruktur“, sagt Oliver Hillegaart, Regional Sales Manager DACH von Jamf. „Unsere Lösungen bieten für alle Akteure im Bildungsbetrieb die passende App und erleichtern die Verwaltung von Apple-Geräten. So können sich Schüler und Lehrer voll und ganz auf die Lehrinhalte konzentrieren.“

Blumen zum Muttertag online versenden

  • Jeder Vierte kauft Blumen online
  • Anteil der Online-Bestellungen steigt
  • Am Sonntag ist Muttertag


Zum Muttertag am Sonntag floriert das Geschäft mit Blumen – auch online. Jeder vierte Online-Käufer (25 Prozent) hat schon einmal Blumen im Internet gekauft. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.054 Online-Einkäufern ergeben. Dabei werden Online-Floristen immer beliebter: 2016 waren es 22 Prozent der Befragten, die online schon einmal Blumen oder Pflanzen eingekauft hatten. Bei einer ähnlichen Befragung im Jahr 2012 hatten erst elf Prozent der Onliner angegeben, Blumen im Netz zu kaufen. „In beinahe allen Warengruppen hat sich Online-Shopping etabliert. Der Online-Blumenversand ist mit wenigen Klicks organisiert und eine zuverlässige Alternative zum Blumenladen ums Eck“, sagt Julia Miosga, E-Commerce-Expertin des Bitkom. „Die Verbraucher schätzen den Service der Blumenversandhäuser aus dem Web. So ist es heute kein Problem mehr, Blumengrüße auch am Sonntag, Feiertag, ins Ausland oder kurzfristig zu versenden.“

Beim Online-Blumenkauf gibt es kleine Unterschiede zwischen Männern und Frauen: So geben 22 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen an, schon einmal Blumen online gekauft zu haben. Das Alter der Kunden spielt dagegen kaum eine Rolle: Lediglich in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen haben erst 15 Prozent Blumen oder Pflanzen online bestellt. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 28 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 30 Prozent und bei den über 65-Jährigen 26 Prozent. 

Lieferfristen beachten

Auch Kurzentschlossene müssen nicht auf einen Blumengruß aus dem Netz verzichten – viele Shops nehmen wenige Stunden vor dem Versandtermin noch Eil-Bestellungen an. Bis zu welcher Uhrzeit genau, verrät ein Blick in die Lieferhinweise oder Geschäftsbedingungen (AGB). Achtung: Bei einer gewünschten Zustellung an Sonn- und Feiertagen oder am gleichen Tag der Bestellung werden oft Zuschläge fällig.

Individuelle Garantie statt Widerrufsrecht

Das im Internet übliche zweiwöchige Widerrufsrecht gilt nicht für verderbliche Waren – und dazu zählen natürlich auch Schnittblumen. Einige Blumen-Shops bieten aber eine Frische-Garantie und Ersatz, wenn die Kunden nicht zufrieden sind. Auch deshalb empfiehlt es sich, die Lieferbedingungen zu vergleichen.

Deutsche Schulen sind Smartphone-freie Zonen


  • Im Unterricht sind Handys in den meisten Schulen verboten
  • In jeder sechsten Schule gibt es ein generelles Verbot
  • Lehrer setzen oft auf den Overhead-Projektor statt auf das Smartphone


Smartphones stehen in den meisten deutschen Schulen auf dem Index. In mehr als der Hälfte der Schulen (54 Prozent) sind Handys im Unterricht verboten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von gut 500 Lehrern der Sekundarstufe I im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach gibt es in jeder sechsten Schule (16 Prozent) sogar ein generelles Handyverbot – also auch in den Pausen. In vielen Fällen ist die Handynutzung je nach Lehrer und Fach unterschiedlich geregelt. In 45 Prozent der Schulen sind Handys bei bestimmten Lehrern verboten, in 43 Prozent in bestimmten Fächern. Lediglich in 4 Prozent der Schulen gibt es überhaupt kein Handyverbot. „Smartphones sind für die allermeisten Menschen unverzichtbare Begleiter in allen Lebenslagen – auch für Kinder und Jugendliche. Zwei Drittel der Zehn- bis Elfjährigen besitzen ein eigenes. Verbote ignorieren die Realität und bewirken oft das Gegenteil“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Statt Smartphones wegzusperren, sollten wir unseren Kindern lieber so früh wie möglich beibringen, verantwortungsvoll damit umzugehen und sich sicher, souverän und selbstbewusst in der digitalen Welt zu bewegen.“

Während nahezu jeder Lehrer privat ein Smartphone nutzt (98 Prozent), spielt das Gerät im Unterrichtsalltag keine Rolle. Neun von zehn Lehrern (90 Prozent) setzen es nie im Unterricht ein, 8 Prozent allenfalls in Ausnahmefällen. Dagegen hält sich ein Relikt aus analogen Zeiten weiter wacker: der Overhead-Projektor. Drei von vier Lehrern (78 Prozent) setzen dieses Gerät an allen Unterrichtstagen, regelmäßig oder zumindest in Ausnahmefällen ein. „Der Unterrichtsalltag scheint sich im Vergleich zum 20. Jahrhundert kaum verändert zu haben. Dabei sind digitale Geräte und Medien wie Smartphone, Tablet oder interaktive Whiteboards den klassischen Unterrichtsmitteln wie Tafel oder Overhead-Projektor weit überlegen“, sagt Berg. „Unterrichtsinhalte können mit digitalen Technologien besser und zielgerichteter vermittelt werden. So passen adaptive Lernsysteme das Lernangebot genau an den persönlichen Wissenstand und Lernfortschritt des Schülers an und ermöglichen so eine sehr individuelle Förderung.“

Bitkom setzt sich für den flächendeckenden Ausbau deutscher Schulen zu Smart Schools mit digitaler Infrastruktur, digitalen Curricula, entsprechend angepassten pädagogischen Konzepten und digitalkompetenten Lehrern ein. Derzeit gibt es bundesweit 41 Smart Schools. Weitere Informationen unter www.smart-school.de.

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Fehlende Work-Life-Balance bremst IT-Karrieren von Frauen aus


  • Sechs von zehn Digitalunternehmen sehen schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Grund für geringen Frauenanteil in Führungspositionen
  • Berg: „Flexibles Arbeiten ermöglichen und Kinderbetreuung weiter ausbauen“
  • Am 28. März ist Girls‘ Day


Die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die größte Karrierebremse für Frauen in der Digitalbranche. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Sechs von zehn Personalverantwortlichen (62 Prozent) sehen die mangelnde Infrastruktur der Kinderbetreuung als Grund für den geringen Frauenanteil in Führungspositionen in der ITK-Branche. Jeweils etwa jeder Zweite (52 Prozent) nennt Hürden beim Wiedereinstieg, wie etwa fehlenden Kontakt während der Elternzeit, sowie ungünstige Arbeitszeiten und eine vorherrschende Präsenzkultur als entscheidende Faktoren. 46 Prozent sehen eine mangelnde Förderung von Mädchen in MINT-Fächern in der Schule, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. 45 Prozent beklagen eine „gläserne Decke“ in den Unternehmen, etwa die Bevorzugung männlicher Mitarbeiter gegenüber ebenso leistungsfähigen Kolleginnen. „Wirtschaft und Politik sind gefragt, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Dazu zählen flexible Arbeitszeitmodelle wie etwa Jobsharing und der weitere Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg zur Karriereförderung von Frauen in der IT. „Es ist zudem wichtig, Kinder und Jugendliche in den Schulen für digitale Technologien zu begeistern und dabei keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu machen. Die Erfahrung zeigt, dass selbst talentierte Mädchen ihr Interesse an technischen Themen verlieren, wenn sie darin nicht gezielt gefördert werden“, sagt Berg anlässlich des Girls‘ Day. Der bundesweite Berufsorientierungstag soll Mädchen motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen.

Neben einer mangelnden Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen die Personalverantwortlichen auch Probleme bei der Auswahl weiblicher Führungskräfte. 61 Prozent sagen, die Anzahl qualifizierter weiblicher Kandidaten sei zu gering. 47 Prozent führen eine schlechtere Selbstvermarktung von Frauen als Grund für den geringen Anteil weiblicher Führungskräfte in der Branche an. Jeder vierte Personalverantwortliche (25 Prozent) sieht die Gründe in einer geringen Attraktivität der Branche, jeder fünfte (22 Prozent) in traditionellen Rollenbildern und jeder achte (13 Prozent) in fehlenden Netzwerken für Frauen.

Der Digitalpakt kann umgesetzt werden

Einen Praxisartikel wie eine Schule mit Digitalgeräten umgeht ist bei “Heise online” erschienen. Hier der Link: https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Tablet-statt-Tafel-zu-Besuch-in-einer-iPad-Schule-4337793.html

Bitkom zur Bundesratsentscheidung zum Digitalpakt



Der Bundesrat hat heute den Weg frei gemacht für den Digitalpakt. Hierzu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Wir begrüßen sehr, dass sich der Bundesrat nach intensivem Ringen nunmehr einstimmig hinter den Digitalpakt stellt. Er macht damit den Weg frei für eine der bedeutendsten Reformen im deutschen Schulwesen überhaupt. Die Politiker erfüllen damit auch einen Herzenswunsch der übergroßen Mehrheit der Lehrer. 4 von 5 Lehrern haben in einer aktuellen Bitkom-Umfrage gefordert, den Digitalpakt endlich auf den Weg zu bringen.

Wir dürfen mit der Umsetzung des Digitalpakts keine Zeit mehr verlieren. Die deutschen Schulen hinken in puncto Digitalisierung anderen Ländern um Jahre hinterher. Die Gelder aus dem Digitalpakt müssen nun optimal eingesetzt werden, damit Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer durch neue Technologien künftig bestmöglich unterstützt werden. Die 5 Milliarden Euro des Digitalpakts sind ein starker Auftakt für die Digitalisierung der Schulen. Gleichzeitig muss allen bewusst sein, dass die Digitalisierung der Schulen eine Daueraufgabe ist und weit über eine einmalige Anschubfinanzierung hinausgeht.“

Lehrer sehen deutsche Schulen digital abgehängt


  • Technik-Einsatz scheitert häufig an fehlenden Geräten und Konzepten sowie mangelndem Know-how
  • Lehrer fordern Reformen des Bildungssystems und wünschen bessere Aus- und Weiterbildung für Einsatz digitaler Unterrichtsmittel
  • 20 weitere Smart Schools ausgezeichnet – Netzwerk wächst auf 41 Standorte


Die Mehrheit der Lehrer steht digitalen Medien aufgeschlossen gegenüber und würde diese auch gerne häufiger im Unterricht einsetzen. Allerdings fehlt es in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Auch wünschen sich viele Lehrer eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen. Der Digitalpakt zur Digitalisierung der Schulen, für den die Politik gerade den Weg frei gemacht hat, stößt in der Lehrerschaft auf breite Zustimmung, geht vielen aber noch nicht weit genug. Denn fast alle Lehrer sehen Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 503 Lehrern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Schulen verfügen oft nur über digitale Grundausstattung

Mehr als die Hälfte der Lehrer (54 Prozent) würde gerne häufiger digitale Medien einsetzen, scheitert aber aus verschiedenen Gründen daran. Größtes Hemmnis ist fehlende Technik. 58 Prozent sagen, dass es an den nötigen Geräten für die Nutzung im Unterricht mangelt. Dahinter folgt die Sorge, dass die Technik im Unterricht versagt (36 Prozent). Auch ein fehlendes pädagogisches Konzept (13 Prozent) und unzureichende Technik-Kenntnisse (12 Prozent) spielen eine Rolle.

Viele Schulen verfügen nur über eine digitale Grundausstattung. Beamer (99 Prozent), Notebook (82 Prozent) und stationärer PC (87 Prozent) sind Standard, jedoch meist nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar. Zwei von drei Schulen (65 Prozent) verfügen über interaktive Whiteboards, also elektronische Tafeln mit Bildschirmsteuerung, allerdings fast ausschließlich in einzelnen Fachräumen. In jeder dritten Schule (31 Prozent) gibt es Tablets, die absolute Ausnahme sind hingegen Virtual-Reality-Brillen (2 Prozent). „Die meisten Schulen verfügen nur über eine digitale Grundausstattung. Geräte wie Beamer, Whiteboards oder Tablets gibt es lediglich als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen. Dabei sollten sie in allen Unterrichtsräumen Standard sein“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Das Smartphone spielt im Unterricht keine Rolle – 90 Prozent nutzen es nie

Im Schulalltag sind die digitalen Geräte in der Breite bislang kaum angekommen. Einen Beamer setzt jeder zweite Lehrer (49 Prozent) regelmäßig und mehr als jeder vierte Lehrer (28 Prozent) sogar an allen Unterrichtstagen ein. Ein Notebook verwendet jeder fünfte Lehrer (21 Prozent) täglich, jeder dritte (36 Prozent) regelmäßig. Dicht dahinter folgt das interaktive Whiteboard, das ebenfalls von jedem fünften Lehrer (20 Prozent) an allen Unterrichtstagen genutzt wird, von fast jedem dritten regelmäßig (31 Prozent). Tablets werden nur von 3 Prozent der Lehrer täglich eingesetzt, von 14 Prozent regelmäßig. Das Smartphone spielt im Schulalltag fast keine Rolle: Neun von zehn Lehrern (90 Prozent) nutzen es nie, 8 Prozent setzten es lediglich in Ausnahmefällen ein. „Während Smartphones auf dem Pausenhof allgegenwärtig sind, spielen sie im Unterricht so gut wie keine Rolle. Anstatt Smartphone-Verbote zu erlassen, sollte man darüber nachdenken, wie diese Geräte aktiv und produktiv in den Unterricht eingebunden werden können“, sagt Rohleder.

Ambivalentes Urteil über digitale Medien im Unterricht

Den Einsatz digitaler Technologien im Unterricht sieht die Lehrerschaft zwiegespalten. Auf der einen Seite erkennt die Mehrheit Vorteile: Die Schüler sind motivierter (88 Prozent), Inhalte und Zusammenhänge können anschaulicher dargestellt und vermittelt werden (87 Prozent), Schüler werden auf das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorbereitet (56 Prozent), Lehrer können individueller auf einzelne Schüler eingehen (55 Prozent). Auf der anderen Seite sehen die meisten Lehrer auch Nachteile, wie negative Auswirkungen auf die Schreibfertigkeiten der Schüler (86 Prozent), dass Schüler dazu verleitet würden, Informationen aus dem Internet zu kopieren (77 Prozent), und dass konzentriertes Lernen gestört werde (57 Prozent).

Lehrer geben ihrer Schule ein mittelmäßiges Digital-Zeugnis

Mittelmäßig ist das Zeugnis, das die Lehrer ihrer Schule in Digitalfragen ausstellen. Die technischen Voraussetzungen insgesamt werden auf der Schulnotenskala gerade noch mit „befriedigend“ (3,3) bewertet. Am besten schneiden die Geschwindigkeit der Internetverbindung („befriedigend“, 2,8) und die Aktualität der Endgeräte („befriedigend“, 3,2) ab. Lediglich ein „ausreichend“ gibt es dagegen für die Schnelligkeit bei der Behebung technischer Probleme (3,7), die Anzahl der Endgeräte in Relation zur Schülerzahl (3,9) und die Anzahl der Softwarelizenzen in Relation zur Schülerzahl (4,2). Kommt es zu technischen Problemen, fühlen sich viele Lehrer alleingelassen. Drei Viertel (74 Prozent) beklagen, es fehle jemand, der sich um die Technik kümmert und bei Problemen schnell Abhilfe schafft. Auch bei der Arbeit mit digitalen Lernmaterialien stoßen viele Lehrer auf hohe Hürden. Drei Viertel (73 Prozent) sagen, es stehen nicht ausreichend digitale Lernmaterialien zur Verfügung. Sieben von zehn (70 Prozent) meinen, dass die zur Verfügung stehenden Lernmaterialien verbessert werden müssen. Und zwei Drittel (66 Prozent) wünschen sich, dass die zur Verfügung stehenden Lernmaterialien leichter auffindbar sein sollten.

85 Prozent haben Interesse an Weiterbildung zu Digitalthemen

Weiterbildung spielt für Lehrer eine wichtige Rolle. Die meisten bilden sich regelmäßig fort. 78 Prozent haben im vergangenen Jahr an einer Weiterbildung teilgenommen, darunter auch zu den Themen Jugendschutz (36 Prozent), Urheberrecht und Datenschutz (35 Prozent), Pädagogik des digitalen Lernens (33 Prozent) und technischen Themen (23 Prozent).

Groß ist das Interesse an Angeboten speziell zu Digitalthemen. 85 Prozent wünschen sich eine Weiterbildung für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Auch bei den Formaten sind die Weiterbildungsinteressenten offen für digitale Angebote. Jeder Dritte (34 Prozent) bevorzugt ein so genanntes Blended-Learning-Angebot, bei dem Präsenz- und Online-Module kombiniert werden. Jeder Vierte (26 Prozent) wünscht sich reines E-Learning. Ebenfalls gefragt sind Präsenz-Blockseminar (32 Prozent), die Weiterbildung in der Schule durch erfahrene Kollegen (26 Prozent) sowie ein Coaching an der Schule und im Unterricht durch externe Trainer (22 Prozent).

Weitgehend einig sind sich Lehrer in der Frage, dass die Aus- und Weiterbildung verbessert werden muss. Neun von zehn (87 Prozent) sind für einen Ausbau einschlägiger Weiterbildungsangebote, acht von zehn (78 Prozent) sind der Ansicht, dass regelmäßige Fortbildungen zu digitalen Themen und Methoden verpflichtend sein sollten. Drei Viertel (74 Prozent) sagen, dass das Lehramtsstudium besser auf den Einsatz digitaler Medien im Unterreicht vorbereiten muss. „Eine bessere Aus- und Weiterbildung der Lehrer zu Digitalthemen ist der Schlüssel für ein zukunftssicheres Bildungssystem, das Schüler auf ein Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorbereitet“, sagt Rohleder.

Lehrer begrüßen Digitalpakt und halten Bildungssystem für reformbedürftig

Den Digitalpakt, durch den für die Digitalisierung der Schulen in den kommenden Jahren fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen, sieht die Lehrerschaft positiv. 96 Prozent der Lehrer sind der Meinung, dass die Schulen neben Geld auch digitale Konzepte, digitale Inhalte und entsprechend kompetente Lehrer brauchen, um für das digitale Zeitalter gewappnet zu sein. 93 Prozent denken, dass die angekündigten Digitalpakt-Mittel in Höhe von fünf Milliarden Euro nicht ausreichen. Dagegen lehnen lediglich 13 Prozent den Digitalpakt grundsätzlich ab.

Das deutsche Bildungssystem hält die Mehrheit der Lehrer grundsätzlich für verbesserungswürdig. Nahezu alle Lehrer (95 Prozent) sind der Überzeugung, dass Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken. Neun von zehn (92 Prozent) meinen, dass in allen Klassen zwei Lehrer zur Verfügung stehen sollten, etwa um Unterrichtausfall zu verhindern. Auch bei den Schulformen gibt es Diskussionsbedarf. Jeder zweite Lehrer (53 Prozent) findet, dass alle Schulen zu Ganztagsschulen ausgebaut werden sollten.

20 neue Smart Schools ausgezeichnet

Smart Schools sind digitale Vorreiterschulen und stützen sich auf die drei Säulen digitale Infrastruktur, digitale Curricula und digitalkompetente Lehrer. Im Rahmen seines Smart-School-Wettbewerbs hat Bitkom auf seiner Bildungskonferenz in Berlin heute 20 weitere Schulen in elf Bundesländern ausgezeichnet – darunter Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Berufsschulen und eine Grundschule:

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Baden Württemberg:

  • Burgschule Köngen
  • Heinrich-Schickhardt-Schule, Freudenstadt
  • Josef-Durler-Schule, Rastatt
  • Gemeinschaftsschule Jettingent

Bremen:

  • Oberschule im Park, Bremen

Hamburg:

  • Wichern Schule, Hamburg

Hessen:

  • Gustav-Heinemann-Schule, Rüsselsheim
  • Berufliche Schulen Groß-Gerau

Niedersachsen:

  • Gesamtschule Emsland, Lingen (Ems)

Nordrhein-Westfalen:

  • Evangelisch Stiftisches Gymnasium, Gütersloh
  • Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld

Rheinland-Pfalz:

  • Steinhöfelschule, Mainz

Saarland:

  • Gymnasium am Steinwald, Neunkirchen

Sachsen:

  • HOGA Schulen Dresden
  • Internationale Oberschule Meerane
  • Wilhelm-Ostwald-Schule, Gymnasium der Stadt Leipzig

Sachsen-Anhalt:

  • Geschwister-Scholl-Gymnasium, Sangerhausen

Schleswig-Holstein:

  • Theodor-Litt-Schule, Neumünster
  • Stadtschule Travemünde, Lübeck
  • RBZ Wirtschaft Kiel

Beworben hatten sich rund 50 Schulen aus weiten Teilen des Bundesgebiets. Gefragt waren die besten Konzepte und Projekte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht. Ausgezeichnete Schulen werden Teil des bundesweiten Smart-School-Netzwerks an nunmehr 41 Standorten. Der Wettbewerb wird unterstützt von der Deutschen Telekom. Bitkom hatte den Wettbewerb im Sommer 2017 anlässlich des Digital-Gipfels in der Rhein-Neckar-Region gestartet. Ziel ist es, in den kommenden Jahren flächendeckend Smart Schools einzurichten. Weitere Informationen unter https://smart-school.de/de.

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Einigung beim Digitalpakt für Schulen

Eine der wichtigsten Weichenstellungen dieser Legislatur und Eintrittsticket unserer Schulen ins digitale Zeitalter“

§  „Schulen flächendeckend zu Smart Schools weiterentwickeln“

§  „In der Bildung sind Dänemark, Finnland und Norwegen digitale Vorreiter“


Zur Einigung im Vermittlungsausschuss zwischen Bund und Ländern auf eine Grundgesetzänderung für den Digitalpakt zur Digitalisierung der Schulen erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Der Digitalpakt ist eine der wichtigsten Weichenstellungen in dieser Legislatur und das Eintrittsticket unserer Schulen für das digitale Zeitalter. Die Einigung ist überfällig – bei dem mehrjährigen Tauziehen um das Milliardenpaket für die Digitalisierung der Schulen haben wir viel zu viel Zeit verspielt. Jetzt muss es darum gehen, dass das Geld so schnell wie möglich bei den Schulen ankommt. Und das kann nur der erste Schritt auf dem Weg in die digitale Welt sein. Deutschlands Schulen müssen flächendeckend zu Smart Schools weiterentwickelt werden – mit exzellenter digitaler Infrastruktur, digitalen Curricula und nicht zuletzt digitalkompetenten Lehrern. Im internationalen Vergleich haben wir viel aufzuholen. In der Bildung sind Länder wie Dänemark, Finnland oder Norwegen digitale Vorreiter. Was wir heute anstoßen, wird sich erst in Jahren, vielleicht auch Jahrzehnten auszahlen. Umso wichtiger ist, dass wir aufs Tempo drücken. Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Das gilt umso mehr im digitalen Zeitalter.“

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