Archiv für Ingo Peters

Informatik-Ausbildung: Erstmals seit fünf Jahren mehr als 40.000 IT-Azubis

  • Zahl der Ausbildungsverträge steigt gegen den Trend um 2,75 Prozent
  • Zwei Drittel der Jugendlichen wählen Ausbildung zum Fachinformatiker

Erstmals seit 2008 hat die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in den IT-Berufen die Marke von 40.000 übersprungen. Rund 41.000 registrierte Ausbildungsverträge im Jahr 2013 entsprechen einem Plus von 2,75 Prozent gegenüber 2012. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in allen Berufen im Bereich der Industrie- und Handelskammern um 1,8 Prozent zurückgegangen. „Die IT ist eine Wachstumsbranche mit hervorragenden Chancen für gut ausgebildete Fachkräfte. Wir freuen uns, dass immer mehr junge Menschen die Potentiale der IT- und Netzwirtschaft erkennen und sich für eine IT-Ausbildung entscheiden “, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „ITK-Unternehmen und entsprechende Abteilungen in anderen Branchen bilden intensiv aus und kümmern sich um den dringend benötigten Nachwuchs.“ 21.673 Azubis haben ihre IT-Ausbildung im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen.

Beliebtester Ausbildungsberuf in der Informatik bleibt der Fachinformatiker. 27.430 Auszubildende lassen sich aktuell zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung oder Systemintegration ausbilden. Der Anteil an allen Auszubildenden beträgt damit 68 Prozent, ein Plus von 3 Prozentpunkten verglichen mit dem Vorjahr. Unter den 2013 neu abgeschlossenen rund 15.000 Ausbildungsverträgen in den IT-Berufen beträgt der Anteil der Fachinformatiker sogar rund 69 Prozent. Die Gruppe der kaufmännischen IT-Berufe rangiert auf Platz zwei der beliebtesten Ausbildungsberufe im IT-Bereich mit 7.495 Ausbildungsverträgen. 5.381Jugendliche haben sich für eine Ausbildung zum Systeminformatiker oder IT-Systemelektroniker entschieden.

Frauen sind bei den IT-Auszubildenden weiter unterrepräsentiert. Ihr Anteil liegt bei rund 8,5 Prozent. Das ist ein minimaler Anstieg gegenüber 2012. „Es ist erfreulich, dass der Rückgang des Frauenanteil im vergangenen Jahr gestoppt werden konnte. Wir müssen künftig aber deutlich mehr junge Frauen für die IT-Berufe gewinnen.“, so Kempf.

Jeder Dritte liest keine Datenschutzerklärungen

  • Hinweise zum Datenschutz häufig lang und unverständlich
  • Wichtige Angaben zur Verarbeitung und Weitergabe persönlicher Daten
  • Nur 27 Prozent der Internetnutzer lesen die Erklärungen oft oder immer

Fast ein Drittel (31 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland verzichtet komplett darauf, die Datenschutzerklärungen von Online-Diensten zu lesen. Dabei verzichten 21 Prozent bewusst auf die Durchsicht von Datenschutzerklärungen. Weitere 10 Prozent gehen zwar ins Internet, sind aber der Meinung, keine datenschutzrelevanten Dienste zu nutzen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 811 Internetnutzern ergeben. Danach lesen 42 Prozent der Befragten die Erklärungen immerhin „selten“. Weitere 16 Prozent lesen die Hinweise zum Datenschutz „oft“ und 11 Prozent sogar „immer“. „Datenschutzerklärungen sind keine leichte Kost. Trotzdem sollten sich alle Internetnutzer damit auseinandersetzen. Bei jeder Nutzung des Internets fallen Daten an“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Erklärungen zum Datenschutz enthalten unter anderem Hinweise zur Nutzung und Weitergabe personenbezogener Daten, dem Einsatz von Cookies und zur Datensicherheit.“ Anhand der Erklärungen sollten Nutzer entscheiden, ob sie einem Online-Dienst persönliche Daten anvertrauen wollen oder nicht.

Allerdings sind Datenschutzerklärungen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben sowie der immer komplexer werdenden Prozesse bei der Datenverarbeitung in der Regel lang, unübersichtlich und schwer verständlich. Anbieter von Online-Diensten, aber auch die Betreiber von Webseiten sind immer dann zur Veröffentlichung von Angaben zum Datenschutz verpflichtet, wenn sie personenbezogen Daten erheben. Das kann bereits der Fall sein, wenn sie die E-Mail-Adresse eines Nutzers für den Versand eines Newsletters speichern oder Cookies für die Auswertung des Besucherverhaltens setzen. Kempf: „Datenschutzerklärungen sollten trotz der rechtlichen Vorgaben so kurz und einfach wie möglich sein.“

Laut einer weiteren BITKOM-Umfrage fordern 90 Prozent der Internetnutzer verständliche Datenschutzerklärungen von den Betreibern von Online-Diensten als Beitrag zu einem besseren Datenschutz. Darüber hinaus wollen 95 Prozent nicht, dass ihre Daten an Dritte weitergegeben werden und 84 Prozent wünschen sich strenge Voreinstellungen beim Datenschutz, auch wenn diese zu Lasten der Bequemlichkeit gehen.

Der BITKOM empfiehlt den Nutzern von Online-Diensten, mit einem Plausibilitätscheck zu prüfen, ob der Datenschutz gewährleistet ist. Dabei sollten sie auf drei Punkte besonders achten: Welche Angaben werden zur Art der gespeicherten Daten gemacht, welche Hinweise gibt es zum Verarbeitungszweck und welche Angaben zur Weitergabe von Daten an Dritte. Eine wichtige Frage ist dabei, ob die beschriebene Datenverarbeitung für den jeweiligen Online-Dienst erforderlich erscheint oder sie weit darüber hinausgeht. Hintergrund ist die datenschutzrechtliche Vorgabe, dass personenbezogene Daten nur zu dem Zweck verarbeitet werden dürfen, für den sie auch von den Nutzern erhoben wurden. Wenn Nutzer hier Zweifel haben oder die Erklärung unverständlich ist, können sie sich an den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens wenden.

Menschen im Mittelpunkt der digitalen Gesellschaft

Menschen im Mittelpunkt der digitalen Gesellschaft: Das Kompetenzzentrum ÖFIT und die Initiative D21 luden zur Diskussion »Menschen in der digitalen Gesellschaft« ein.

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) und die Initiative D21 luden am 6. Mai zu einer Diskussion in das Fraunhofer-Forum nach Berlin ein. Das Thema »Menschen in der digitalen Gesellschaft«, die Frage nach gemeinsamen Werten und gesetzlichen Rahmenbedingungen steht im Mittelpunkt der Diskussion. An der Veranstaltung nahmen rund 100 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Medien, dem öffentlichen Sektor und dem Verbändeumfeld teil.

Moderne Informationstechnik liefert Impulse, die zu gesellschaftlichen Veränderungen führen. Dabei übernimmt die IT eine wichtige begleitende Querschnittsfunktion für diesen Wandel: Sie ermöglicht Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft sich virtuell auszutauschen, ihre Lebensbereiche online miteinander zu teilen und somit Mitgestalter dieses virtuellen Raums zu sein. Vor diesem Hintergrund eröffnet sich die Frage nach den gemeinsamen Werten im öffentlichen virtuellen Raum, den dort geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen für die moderne Gesellschaft und speziell für jede einzelne Bürgerin und jeden einzelnen Bürger. Worin unterscheidet sich analoger und virtueller Raum? Wie können alle Menschen der Gesellschaft partizipieren?

Gemeinsame Werte und Rahmenbedingungen der digitalen Gesellschaft
In der Begrüßungsrede freute sich Jens Fromm, Leiter des Kompetenzzentrums ÖFIT, über das große Interesse an dem Thema »Menschen in der digitalen Gesellschaft« und betonte: »Gemeinsame Werte und Rahmenbedingungen sind wichtig für die Ausgestaltung der digitalen Gesellschaft.« Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21, ergänzte: »Als eines der sieben zentralen Handlungsfelder der Digitalen Agenda wird das Thema »Digitale Gesellschaft« erstmals breit auf politischer Ebene wahrgenommen und diskutiert. Wichtig ist nun ein Diskurs, der die Menschen ins Zentrum rückt und ihre unterschiedlichen Ausgangschancen berücksichtigt.« Thomas Jarzombek, Sprecher für die »Digitale Agenda«, hob in seinem Impuls-Vortrag vor allem IT-Sicherheit, Datenschutz und Netzneutralität als wertgebende Themen hervor. Aber auch für Verbraucherrechte müsse es verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen geben. Der Zugang zu Wissen und Bildung in der digitalen Welt und digitale Kompetenzen seien außerdem eine wichtige Voraussetzung für digitale Teilhabe und politische Beteiligung.
An der Diskussionsrunde nahmen Dr. Philipp Müller, Initiative D21, Michaela Zinke von der Verbraucherzentrale Bundesverband, Jens Best, Wikimedia Deutschland e.V. sowie Dr. Mike Weber vom Kompetenzzentrum Öffentliche IT teil.

Digitaler Zugang, Kompetenzen, Vertrauen und Sicherheit sind entscheidende Themen
Im abschließenden Ergebnis waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass neben dem schlicht notwendigen Zugang über die notwendige Bandbreite auch die entsprechenden digitalen Kompetenzen eine zentrale Rolle spielen werden. Digitale Bildung sei daher essentiell als Vorbereitung für das Leben und das Agieren im Beruf. Sicherheit und Datenschutz beeinflussen die Offenheit der Menschen, sich vertrauensvoll über neuen Technologien in die digitale Gesellschaft einzubringen und sind daher entscheidende Themen für die Entwicklung der modernen digitalen Gesellschaft und den ihr zugrundliegenden Werten. Es bedarf einer öffentlichen IT-Architektur, die nicht nur Einzelaspekte betrachtet, sondern einen fachübergreifenden Blick fördert.

Veranstaltungsbegleitend ist das Kompendium »Menschen in der digitalen Gesellschaft« erschienen, das hier heruntergeladen werden kann: http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2014/05/Menschen-in-der-digitalen-Gesellschaft.pdf

Eine Digitale Agenda für die Schule

  • Ein Drittel der Lehrer hält Ausstattung nur für mittelmäßig
  • Jeder zweite würde gerne häufiger elektronische Medien nutzen
  • 79 Prozent fordern mehr Weiterbildung

Elektronische Medien sind in deutschen Schulen weit verbreitet und werden im Unterricht nach Möglichkeit auch eingesetzt. Die Lehrer stehen neuen Medien im Unterricht außerordentlich positiv gegenüber. Gleichzeitig beklagen sie eine mittelmäßige Qualität der Ausstattung und fordern mehr Weiterbildung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 502 Lehrern der Sekundarstufe I im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM, die heute in Berlin vorgestellt wurde. „Seit unserer letzten Studie vor drei Jahren hat sich viel bewegt. In unseren Schulen verabschieden wir uns allmählich von der Kreidezeit, aber von der Digitalen Schule und vernetztem Lernen sind wir noch weit entfernt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Wir brauchen eine Digitale Agenda für unsere Schulen. Wir müssen die Ausstattung verbessern, die Weiterbildung vorantreiben und den Unterricht auf die Anforderungen der digitalen Welt ausrichten.“

Zur Grundausstattung fast aller Schulen gehören heute PC und Notebook (99 bzw. 89 Prozent), Beamer (98 Prozent) oder auch digitale Foto- und Videokameras (91 Prozent). 83 Prozent der Lehrer geben an, dass es an ihrer Schule spezielle Lernprogramme gibt, 80 Prozent können ein Schulnetzwerk nutzen, etwa für den Zugriff auf Unterrichtsmaterialien. Und 6 von 10 Lehrern berichten, dass es interaktive Whiteboards oder Smartboards, also digitale Tafeln, an ihrer Schule gibt. Wenig verbreitet sind hingegen Tablet Computer (18 Prozent) oder E-Book-Reader (4 Prozent). Das Internet können alle Lehrer im Unterricht nutzen. Zwei Drittel (65 Prozent) in speziellen Räumen, rund jeder zweite (46 Prozent) sogar in allen Schulräumen. „Web-Recherchen und netzbasierte Lernangebote haben so erstmals die Chance, ein selbstverständlicher Teil des Unterrichts zu werden“, so Kempf. Mehr als ein Drittel der Lehrer (36 Prozent) hält die vorhandene Ausstattung allerdings nur für mittelmäßig. Viele Lehrer bringen deshalb ihr privates Notebook (57 Prozent), den eigenen Tablet Computer (23 Prozent) oder ihre Digitalkamera (19 Prozent) mit in die Schule.

Die schulischen und privaten Geräte werden im Unterricht häufig eingesetzt. 84 Prozent der Lehrer geben an, regelmäßig einen Beamer zu nutzen, mehr als ein Drittel sogar an allen Unterrichtstagen. Zwei Drittel der Lehrer (64 Prozent) setzen regelmäßig einen PC ein. Mehr als jeder zweite Lehrer (52 Prozent) nutzt zudem Smartboards regelmäßig. „Dort, wo interaktive Tafeln und andere hochwertige Geräte angeschafft wurden, werden sie auch genutzt“, resümiert Kempf. „Das sollte Ansporn sein, digitale Tafeln flächendeckend zu installieren.“

Rund die Hälfte der Lehrer (47 Prozent) würde gerne häufiger elektronische Medien nutzen. Fast jeder Zweite (45 Prozent), der auf den Einsatz im Unterricht ab und an verzichtet, sagt, dies liege an fehlenden Geräten. Jeder Fünfte (21 Prozent) sorgt sich, dass die Technik versagt und 14 Prozent geben an, dass die eigenen Technikkenntnisse nicht ausreichen. Zugleich haben aber 40 Prozent der Lehrkräfte in den vergangenen drei Jahren keine entsprechende Fortbildung besucht.

Grundsätzlich stehen 66 Prozent der Lehrer dem Einsatz elektronischer Medien im Unterricht positiv gegenüber, 29 Prozent eher positiv. Nur 5 Prozent sind negativ eingestellt. Vor drei Jahren lag die Ablehnung noch bei 23 Prozent, nur 13 Prozent äußerten sich damals eindeutig positiv. Für die eigene Unterrichtsvorbereitung nutzen 93 Prozent der Lehrer regelmäßig einen Computer, 53 Prozent sogar für jeden Unterrichtstag. Vor drei Jahren nutzten erst 12 Prozent den PC täglich.

Jeweils mehr als zwei Drittel aller Lehrer wünschen sich von ihrer Schule mehr Qualifizierungsangebote (79 Prozent) und bessere digitale Lernmaterialien (70 Prozent). Eine bessere Ausstattung mit elektronischen Medien steht ebenfalls auf der Wunschliste wie technischer Support vor Ort (je 69 Prozent). Auch die Schulpolitik muss nach Ansicht der Lehrer ihre Hausaufgaben machen. Mehr Medienkompetenz im Lehrplan wird ebenso gewünscht (89 Prozent) wie elektronische Medien als Ergänzung zu den Schulbüchern (85 Prozent), die bundeslandübergreifenden einheitlichen Standards genügen sollten (82 Prozent). Fast drei Viertel aller Lehrer (73 Prozent) unterstützen die Forderung nach einem Pflichtfach Informatik. 70 Prozent der Lehrer wünschen sich mehr Zuständigkeiten für den Bund in der Bildungspolitik.

Vor diesem Hintergrund fordert der BITKOM eine Digitale Agenda für die Schule. Sie solle u.a. den Aufbau eines intelligenten Schulnetzes für Deutschland vorsehen. Jeder Schüler solle ein mobiles Endgerät wie einen Tablet Computer oder ein Notebook zur Verfügung haben, in jedes Klassenzimmer gehöre ein Smartboard. „Aber wir müssen nicht nur in Hardware investieren, sondern auch in Köpfe“, so Kempf. Entscheidend seien systematische und verbindliche Weiterbildungsangebote für alle Lehrer. Eine verstärkte Kooperation von Wirtschaft und Schule könne Lehrer zusätzlich unterstützen. Kempf: „Initiativen wie erlebe IT haben sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt und sollten ausgebaut werden.“

Die Vermittlung von Medienkompetenz sollte laut den BITKOM-Vorschlägen fächerübergreifend ab der Grundschule im Lehrplan verankert werden. In der Sekundarstufe I solle Informatik als Pflichtfach eingeführt werden. „Es geht nicht um die Ausbildung von Programmieren. Wir müssen unsere Kinder mit den Kulturtechnologien vertraut machen, die unser Leben prägen“, so Kempf. Gleichzeit sollten E-Books und andere digitale Lernmitteln verstärkt genutzt werden. „Ein ,Digitaler Ranzen‘ würde nicht nur das Gewicht reduzieren, das schon unsere Kleinsten in die Schule schleppen müssen. Ein Digitaler Ranzen würde das Lernen auch aktueller, motivierender und individueller gestalten“, sagte Kempf.

Hinweis zur Methodik: Bitkom Research hat in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des BITKOM bundesweit 502 Lehrer der Sekundarstufe I in Hauptschulen, Schulen mit mehreren Bildungsgängen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien befragt. Die Befragung ist repräsentativ.

Smartphone und Internet gehören für Kinder zum Alltag

  • Mit 10 Jahren sind Kinder im Schnitt 22 Minuten pro Tag online
  • Bereits ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen nutzt Smartphones
  • BITKOM stellt Studie „Kinder und Jugend 3.0“ vor

Mit 10 Jahren sind fast alle Kinder online, mit 12 Jahren haben sie ein eigenes Smartphone in der Tasche und mit 14 Jahren sind die meisten Jugendlichen in sozialen Netzwerken unterwegs. Ihre Privatsphäre haben sie dabei im Blick: Die große Mehrheit achtet darauf, welche Informationen sie selbst oder andere über sie ins Internet stellen. Das hat die Studie „Kinder und Jugend 3.0“ des Hightech-Verbands BITKOM ergeben, der eine repräsentative Umfrage unter 962 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren zugrundeliegt. „Für die meisten Kinder und Jugendlichen gehören Smartphones, Computer und Internet heute zum Alltag“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf bei Vorstellung der Studie in Berlin. Laut der Umfrage nutzen 39 Prozent der 6- bis 7-Jährigen das Internet und 76 Prozent der 8- bis 9-Jährigen. In der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren sind mit einem Anteil von 94 Prozent nahezu alle Kinder online und verbringen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es mit 115 Minuten schon fast zwei Stunden. „Kinder dürfen im Internet nicht allein gelassen werden“, betonte Kempf. „Eltern und andere Erwachsene sollten sie auf ihrem Weg in die digitale Welt begleiten und unterstützen.“

Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzen ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen Smartphones. Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 85 Prozent zur Standardausstattung. Für ältere Jugendliche ist das Smartphone zudem das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen damit ins Web. Zum Vergleich: Bei Onlinern ab 19 Jahren sind es nur 47 Prozent. „Das Smartphone ist innerhalb weniger Jahre zum zentralen Kommunikationsgerät für die Jugendlichen geworden“, sagte Kempf. Auf Platz zwei der wichtigsten Zugangsgeräte zum Internet liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent. Immerhin 26 Prozent der Jugendlichen ab 16 Jahre gehen mit Tablet Computern ins Web.

Die Studie zeigt, dass sich kleinere Kinder dem Internet über die Mediennutzung nähern. Gut die Hälfte (56 Prozent) der 6- bis 7-jährigen Internetnutzer spielt online. Fast genauso viele (55 Prozent) schauen Videos im Internet. Andere Nutzungsformen spielen in dieser Altersgruppe noch keine größere Rolle. „Mit zunehmendem Alter werden Kinder im Umgang mit dem Internet versierter und die genutzten Anwendungen immer vielfältiger“, sagte Kempf. Bei älteren Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren liegt die Mediennutzung gleichauf mit Kommunikation und Information. 85 Prozent schauen Videos online und 80 Prozent hören Musik, 85 Prozent kommunizieren über soziale Netzwerke und 76 Prozent chatten mit Freunden oder Verwandten. Gleichzeitig nutzen 83 Prozent das Internet für die Suche nach Informationen für Schule oder Ausbildung.

Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren. In dieser Gruppe sind erst 10 Prozent der jungen Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv. Unter den 12- bis 13-Jährigen 42 Prozent, bei den 14- bis 15-Jährigen 65 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 85 Prozent. Im Ranking der beliebtesten sozialen Netzwerke liegt WhatsApp inzwischen vor Facebook. 72 Prozent der 10- bis 18-jährigen Onliner nutzen WhatsApp und 56 Prozent Facebook. Auf Platz drei der beliebtesten Netzwerke liegt Skype mit 46 Prozent vor Google+ mit 19 Prozent und Instagram mit 18 Prozent. Twitter kommt auf 8 Prozent. Andere soziale Netzwerke spielen in dieser Altersgruppe derzeit kaum eine Rolle.

Besondere Bedeutung für die Privatsphäre hat das Teilen persönlicher Inhalte im Internet und speziell in sozialen Netzwerken. 30 Prozent der 10- bis 11-jährigen Internetnutzer teilen Inhalte im Web: 20 Prozent selbst gemachte Fotos, 11 Prozent eigene Videos und 7 Prozent eigene Texte, zu denen auch kurze Statusmeldungen gehören können. Unter den 16- bis 18-Jährigen teilen 72 Prozent Inhalte mit anderen: 52 Prozent eigene Fotos, 20 Prozent selbst geschriebene Texte und 12 Prozent ihren aktuellen Aufenthaltsort. In dieser Altersgruppe erklären 88 Prozent der Jugendlichen, dass sie darauf achten, welche Informationen sie über sich selbst ins Internet stellen. Zudem beobachten 80 Prozent, was andere über sie veröffentlichen. Kempf: „Die meisten Jugendlichen gehen im Internet sorgsam mit persönlichen Informationen um“, sagte Kempf. Dazu trägt auch eine aktive Einflussnahme der Eltern bei: vier von fünf Jugendlichen sagen, dass ihre Eltern sie bitten, nicht zu viel Privates im Internet zu posten.

Neben Schulen und Jugendeinrichtungen müssen vor allem die Eltern ihre Kinder auf dem Weg in die digitale Welt unterstützen. Der BITKOM hat dazu folgende Hinweise für Erwachsene formuliert:

Kleinere Kinder bis etwa 8 Jahren müssen „aktiv begleitet“ werden. Erwachsene sollten bei der Nutzung digitaler Medien dabei sein. Sie wählen geeignete Inhalte aus und bestimmen, wie lange ihre Kinder die entsprechenden Geräte nutzen dürfen.

Ab etwa 6 Jahren können Eltern „kontrolliert loslassen“. Sie brauchen nicht mehr jede Minute dabei sein, müssen aber wissen, was ihre Kinder im Internet sehen und machen. Hier helfen geschützte Surfräume und technische Filter.

Ab etwa 8 Jahren geht es darum, die Kinder „kompetent zu unterstützen“ und schrittweise Internetkompetenz in möglichst vielen Facetten zu vermitteln. Wichtige Themen sind die eigene und die Privatsphäre anderer Nutzer. Besprochen werden sollte, wie Urheberrechtsverstöße, Abmahnungen und Abofallen vermieden werden. Zudem sollte der Umgang mit Pornografie und Gewalt thematisiert werden. Weiteren Themen sind Gefahren wie sexuelle Belästigung und Mobbing.

Darüber hinaus sollte die Vermittlung von Internetkompetenz aus Sicht des BITKOM einen festen Platz in den Lehrplänen der Schulen bekommen, um Kindern und Eltern Orientierung zu geben. Weitere Informationen und praktische Tipps vom sicheren Surfen im Web über kostenlose Jugendschutzprogramme bis hin zur Soforthilfe im akuten Mobbing-Fall bieten zahlreiche private und staatliche Initiativen. Eine Übersicht mit den wichtigsten Hinweisen für Eltern und weiterführenden Links hat der BITKOM hier zusammengestellt: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_79221.aspx.

 

Roaming-Gebühren und Netzneutralität

Das EU-Parlament hat heute für die Abschaffung der Roaming-Gebühren gestimmt. Die Gebühren für mobiles Telefonieren, Surfen und SMS-Schreiben im europäischen Ausland sollen bis Dezember 2015 vollständig abgeschafft werden. Zudem wurden die EU-Pläne zur Netzneutralität verändert. So genannte Spezialdienste sollen verboten werden. Damit die Vorhaben des EU-Parlaments umgesetzt werden, braucht es die Zustimmung der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten.

Dazu sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard: „Eine Abschaffung der Roaming-Gebühren würde das komplette Preisgefüge in der Mobilkommunikation ins Rutschen bringen und die Verbraucher an anderer Stelle zusätzlich belasten. Die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung würden zwangsläufig steigen. Profitieren werden vor allem Geschäftsleute, die häufig im Ausland unterwegs sind. Leidtragende werden die einkommens-schwachen Bevölkerungsgruppen sein, die wenig reisen und derzeit von den niedrigen Gebühren für Inlandsgespräche am stärksten profitieren. Die Netzbetreiber sind auf die Erlöse aus dem Roaming dringend angewiesen, um die anstehenden Milliardeninvestitionen in den Netzausbau stemmen zu können. Mit der Abschaffung der Roaming-Gebühren konterkariert man die eigenen Ziele: Man belastet die sozial Schwachen und behindert den Breitbandausbau.“

„Regelungen zur Netzneutralität müssen gesicherte Qualitätsklassen ermöglichen. Sie sind notwendig, um die Güte neuer Internet-Dienste zu garantieren und innovative Services und Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Inhalteanbieter und Endkunden müssen zu vernünftigen Preisen garantierte Qualitäten einkaufen können, die über die bislang üblichen, meist nicht garantierten Maximalbandbreiten hinausgehen. Gerade junge Unternehmen, die sich keine teuren Standleitungen leisten können, werden von gesicherten Qualitätsklassen profitieren. Gleichzeitig muss das so genannte „Best Effort“-Internet erhalten und ausgebaut werden. So haben die Nutzer mehr Auswahl und können selbst über Erfolg oder Misserfolg neuer Produkte und Geschäftsmodelle am Markt entscheiden.“

Viele Internetnutzer gehen bewusst mit Cookies um

  • Umfrage: Die Hälfte der Internetnutzer löscht oder blockiert Cookies
  • Die Textdateien erleichtern das Surfen und liefern Informationen über die Nutzung von Webseiten

Gut jeder zweite Internetnutzer (54 Prozent) hat bereits Cookies gelöscht oder deren Speicherung blockiert.  Danach haben 43 Prozent Cookies gelöscht und 28 Prozent die Einstellungen in ihrem Browser so verändert, dass Cookies nicht gespeichert werden. „Cookies können einerseits das Surfen im Internet komfortabler machen, weil sie sich Aktionen der Nutzer merken oder wiederkehrende Eingaben automatisieren. Andererseits sind damit Aktionen des Benutzers gespeichert und unter Umständen durch Dritte nachvollziehbar“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Zudem liefern Cookies den Betreibern von Webseiten wichtige Informationen über die Nutzung ihrer Online-Angebote. Kempf: „Internetnutzer sollten die Funktionen von Cookies genau kennen. Auf dieser Basis können sie durch Einstellungen im Browser die Speicherung von Cookies nach ihren Bedürfnissen anpassen.“ Laut der Umfrage kennen immerhin 73 Prozent der Internetnutzer den Begriff Cookie. 22 Prozent wissen „ziemlich genau“, welche Funktion ein Cookie hat und weitere 34 Prozent „so ungefähr“. 23 Prozent kennen zwar den Begriff, aber nicht die Funktion. BITKOM erklärt, was Cookies können und was beim Umgang damit zu beachten ist.

Bei Cookies handelt es sich um Textdateien, die beim Aufrufen einer Webseite auf einem Computer oder anderen Endgeräten mit Internetzugang wie Smartphones abgelegt werden. Ausgelöst wird dieser Vorgang von den Betreibern einer Webseite. Verwaltet werden Cookies über den Browser, mit dem man die Webseite aufruft (z.B. Internet Explorer, Chrome, Firefox, Safari). Cookies speichern Informationen über den Webseiten-Besuch wie die Verweildauer, die aufgerufenen Unterseiten oder die Eingabe eines Suchbegriffs. Bei jedem Aufruf liest die Webseite vorhandene Cookies aus und verwendet diese bei Bedarf. So merkt sich der Browser beispielsweise die Login-Daten und fügt diese bei jedem Besuch der Internetseite automatisch ein. Legt der Besucher eines Online-Shops Artikel in den Warenkorb und verlässt die Seite, ist der Warenkorb auch beim nächsten Besuch der Webseite noch voll und die Bestellung kann fortgesetzt werden.

Welche Arten von Cookies gibt es?

Session Cookies sind in der Regel nur für eine Browser-Sitzung gültig, etwa bei einem Bestellvorgang im Online-Shop. Eine Session-ID, die dem Nutzer zugeteilt wird, begleitet diesen dann beim Stöbern auf der Webseite. Nach Beendigung einer Session oder Schließen des Browsers wird der Cookie gelöscht. Persistent oder Permanent Cookies verwerten bei jeder „Sitzung“ auch Informationen von früheren Besuchen einer Webseite. Persistent Cookies funktionieren so lange, bis ihr Ablaufdatum erreicht ist oder sie gelöscht werden. Tracking Cookies sammeln Nutzerdaten auch über unterschiedliche Webseiten hinweg. Sie können speichern, welche Seiten der Internetnutzer aufruft, was er anklickt und wie lange er auf einer Seite verweilt. Über den Cookie wird er dann auf verschiedenen Webseiten wiedererkannt. Die Informationen werden zum Beispiel verwendet, um auf den Webseiten gezielt Werbung zu platzieren. Login Cookies speichern die Zugangsdaten eines Nutzers und fügen diese beim Anmeldeprozess automatisch ein. Flash Cookies funktionieren wie normale Web-Cookies, einziger Unterschied: Sie werden nicht vom Browser, sondern über einen Flash-Player verwaltet.

Welche Informationspflichten haben die Betreiber von Webseiten?

Im Jahr 2009 wurde von der EU eine Richtlinie für die Verwendung von Cookies erlassen. Bis heute wurde die „Cookie-Richtlinie“ von den Mitgliedsstaaten aber sehr unterschiedlich oder noch gar nicht umgesetzt. Deutschland hat die Richtlinie zwar nicht offiziell umgesetzt, verfügt aber bereits über ähnliche rechtliche Bestimmungen im Telemediengesetz. Laut der EU-Richtlinie müssen Webseiten-Betreiber grundsätzlich die Einwilligung des Internetnutzers einholen, um Cookies zu verwenden. Ausnahme: Die Cookies werden für einen vom Nutzer gewünschten Online-Service benötigt. Umstritten ist, ob eine entsprechende Einstellung im Browser als Einwilligung für das Setzen von Cookies ausreicht. Angesichts der bestehenden rechtlichen Unklarheiten sind viele Betreiber von Webseiten in Deutschland sicherheitshalber dazu übergegangen, die Einwilligung der Nutzer beim Aufrufen der Seite einzuholen. In jedem Fall müssen Internetnutzer über den Zweck der Speicherung und Nutzung ihrer Daten informiert werden und gegebenenfalls widersprechen können. Webseiten-Betreiber sind dazu angehalten, ihre Datenschutzbedingungen zu überprüfen und bei Bedarf zu ergänzen. Kempf: „Transparenz im Umgang mit Cookies sollte das oberste Gebot sein, damit sich die Nutzer für oder gegen den Einsatz entscheiden können.“

Sind Cookies gefährlich?

Cookies sind nicht mit Viren oder Trojanern zu verwechseln und können keinen echten Schaden auf einem Computer anrichten. Sie dienen dazu, dass Verhalten der Nutzer im Internet besser zu verstehen und ihnen die Nutzung von Online-Diensten zu erleichtern. Allerdings können die Textdateien zum Problem für den Datenschutz werden, wenn Unbefugte Zugriff auf Cookies bekommen und die Datenspuren auslesen. Kempf: „Die Abwägung von Komfort beim Surfen und der Übermittlung bestimmter Datenspuren muss jeder Nutzer selbst treffen.“

Wie sollen Nutzer mit Cookies umgehen?

Internetnutzer sollten bewusst entscheiden, welche Cookies sie akzeptieren. Bei entsprechender Einstellung im Browser wird der Nutzer beim Besuch einer Webseite gefragt, ob Cookies zugelassen werden sollen. Die Meldung erscheint in einem kleinen Popup-Fenster des Browsers. Wer gänzlich auf Cookies verzichten will, kann diese in den Browsereinstellungen deaktivieren. Das kann bei manchen Webseiten allerdings bestimmte Funktionen beeinträchtigen, etwa den Buchungsvorgang für eine Reise oder die Darstellung bestimmter Inhalte. Wer Cookies nutzen möchte, sollte diese regelmäßig in den Browsereinstellungen überprüfen und verdächtige Dateien löschen.

Schule in Zeiten der Digitalisierung: Medienbildung wird zum Schlüsselfaktor

Schule in Zeiten der Digitalisierung: Medienbildung wird zum Schlüsselfaktor / Neue Studie beleuchtet Erfolgsfaktoren und Hemmnisse an deutschen Schulen und zeigt Best-Practice Beispiele aus dem In- und Ausland

Sollen digitale Medien erfolgreich und pädagogisch sinnvoll in den Unterricht integriert werden, ist es mit der Einrichtung von Computer-Arbeitsräumen in den Schulen nicht getan. Dies zeigt der „Praxis-Check – Medienbildung an deutschen Schulen“, eine neue Studie, die die Initiative D21 gemeinsam mit der atene KOM GmbH und weiteren Partnern im Sommer 2014 veröffentlichen wird. Anlässlich der diesjährigen Bildungsmesse didacta stellen die Projektpartner erste Zwischenergebnisse vor.

So zeigt die Studie, dass die Schulen die Medienbildung überwiegend als Querschnittsaufgabe betrachten, sie aber zumeist eher ein unverbindlicher Bestandteil der Lehrpläne ist. Insgesamt fehlt eine verbindliche strukturelle Verankerung des Lernens mit und über digitale Medien – in den meisten Bundesländern überwiegen freiwillige Initiativen und Projekte. Viele Lehrer sind zudem für die Vermittlung von digitaler Medienbildung noch nicht hinreichend ausgebildet. Entwicklungsbedarf zeigt sich schließlich auch bei der Ausstattung mit Hardware, Software und Medien sowie in Bezug auf die pädagogischen Konzepte, um die technischen Fertigkeiten und kognitiven Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

Dieses Zwischenresümee zeigt bereits klare Handlungsansätze auf. Erforderlich ist ein ganzheitliches Konzept schulischer Medienbildung, das an sechs Stufen ansetzen muss:

1. Sicherstellung der Medienkompetenz der Lehrer durch Studium und Weiterbildung
2. Strukturelle Verankerung der digitalen Medienbildung etwa in den einzelnen Curricula und Schulentwicklungsprogrammen
3. Ausstattung der Schulen – beziehungsweise der Schüler – mit geeigneter Hard- und Software sowie mit den entsprechenden digitalen Lehrmitteln. Dies beinhaltet für einen reibungslosen Einsatz auch entsprechenden technischen Support und Wartung der Geräte
4. Entwicklung der technischen Fertigkeit zur Nutzung digitaler Medien
5. Entwicklung einer umfassenden Medienkompetenz im Sinne eines reflektierenden, kritischen und verantwortungsbewussten Medieneinsatzes
6. Zielorientierte Integration digitaler Medien in den schulischen Alltag

Zum Hintergrund der Studie

Immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens sind von der voranschreitenden Digitalisierung betroffen. Schon Kinder im Grundschulalter benutzen elektronische Kommunikationsmittel und digitale Medien ganz selbstverständlich. Über deren Rolle und Bedeutung in der schulischen Bildung selbst gehen die Meinungen jedoch auseinander. Dabei sind digitale Medien kein Selbstzweck und sollen herkömmliche Lehrmittel auch nicht völlig ersetzen. Sie ermöglichen aber neue Formen des Unterrichts: Beispielsweise erleichtern sie eine individuelle Förderung in zunehmend heterogenen Klassen.

Ein Projektkonsortium in Trägerschaft der gemeinnützigen Initiative D21 beleuchtet derzeit die aktuelle Situation schulischer Medienbildung in den verschiedenen Bundesländern. Dabei analysiert die Studie die gesellschaftlichen Herausforderungen und Anforderungen an eine veränderte schulische Medienbildung der Zukunft. Die Studie „Praxis-Check – Medienbildung an deutschen Schulen“ arbeitet zudem Erfolgsfaktoren und Hemmnisse einer erfolgreichen Integration digitaler Medien heraus und stellt Best-Practice-Modelle vor. Die Ergebnisse werden im Sommer 2014 veröffentlicht.

Die Studie „Praxis-Check – Medienbildung an deutschen Schulen“ wird von der atene KOM | Agentur für Kommunikation, Organisation und Management erstellt. In dem Projektkonsortium unter der Trägerschaft der Initiative D21 engagieren sich ferner das Europäische Institut für Innovation sowie als Technologiepartner Google Germany und Texas Instruments Deutschland. Nähere Informationen zum Praxis-Check finden Sie im Internet unter www.atenekom.eu/medienbildung, darunter auch eine aktuelle Projektpräsentation zum Download: www.atenekom.eu/uploads/media/Praxis-Check_Medienbildung_didacta_01.pdf

Mehrheit der Lehrer fordert Informatik als Pflichtfach

  • Drei Viertel der Lehrer wünscht sich bundesweite Einführung
  • BITKOM mit Initiative „erlebe it“ auf der didacta

Die Mehrheit der Lehrer in Deutschland wünscht sich verpflichtenden Informatik-Unterricht in der Schule. Rund drei Viertel (73 Prozent) der Lehrer stimmen der Forderung zu, Informatik bundesweit als Pflichtfach einzuführen. Dabei unterstützt fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten die Forderung „voll und ganz“, 28 Prozent „stimmen eher zu“. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. „Der BITKOM setzt sich bereits seit längerer Zeit für die Einführung von Informatik als Pflichtfach in der Sekundarstufe I ein. Die Umfrage zeigt, dass wir dabei auf die Unterstützung der Lehrer zählen können, die Schule und Schüler sicherlich am besten kennen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf im Vorfeld der Bildungsmesse didacta in Stuttgart. „Wir wollen nicht jeden zum Programmierer ausbilden, genauso wenig wie jeder Schüler Physiker oder Chemiker werden muss. Informatik darf sich aber nicht nur an besonders Interessierte richten, sondern muss als Teil der Allgemeinbildung begriffen werden.“ Eine Neuausrichtung der Lehrpläne müsse zudem um eine breit angelegte Förderung der Medienkompetenz ergänzt werden. Kempf: „Medienkompetenz sollte bereits in der Grundschule als zentrales Lernziel definiert werden und in allen Fächern eine entsprechende Rolle spielen.“

Die höchste Zustimmung zu einem Informatik-Pflichtfach gibt es bei Lehrern aus MINT-Fächern (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften). Von ihnen sind 82 Prozent für eine solche Anpassung. Von den Lehrern für Deutsch und Fremdsprachen sowie für sonstige Fächer sind jeweils mehr als zwei Drittel für verpflichtende Informatik-Stunden (71 Prozent bzw. 68 Prozent). Kempf: „Ohne ein grundsätzliches Verständnis der Funktionsweise von Computern und Software lässt sich unsere Welt heute kaum noch begreifen. Grundlegende IT-Kenntnisse werden in immer mehr Branchen notwendig, künftig mit Industrie 4.0 auch vermehrt in der klassischen Produktion.“

Der BITKOM informiert mit seiner Initiative „erlebe it“ seit fünf Jahren an Schulen unter anderem über Berufe in der ITK-Branche, die sichere Nutzung des Internets oder den richtigen Umgang mit sozialen Online-Netzwerken. An den Veranstaltungen nahmen bisher bundesweit mehr als 14.000 Schüler an über 700 Schulen teil. Die Initiative ist auf der deutschlandweit wichtigsten Bildungsmesse didacta (25.-29. März) auf dem Gemeinschaftsstand der MINT-Initiativen der deutschen Wirtschaft „MINT Zukunft schaffen“ vertreten und bietet während der Messe auch Weiterbildungen für Lehrkräfte an.

Zudem verleiht der BITKOM seinen renommierten Nachwuchs-Preis für E-Learning d-elina in der Preiskategorie „School“ auf der didacta. Ausgezeichnet werden Konzepte, Lösungen und fertige Produkte, die digitale Medien in beispielhafter Form in Lernprozesse in der Schule integrieren. Alle Informationen zum Award unter www.d-elina.de.

Windows XP möglichst jetzt erneuern

  • Technische Unterstützung für das veraltete Betriebssystem läuft aus
  • Künftige Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen
  • BITKOM gibt Tipps für Nutzer von Windows XP

Am 8. April 2014 stellt der Software-Konzern Microsoft den Support für das Betriebssystem Windows XP sowie für die Büro-Software Office 2003 ein. Das hat unter anderem zur Folge, dass XP-Nutzer keine technische Unterstützung von Microsoft mehr für ihr Betriebssystem erhalten und ihr Computer möglicherweise anfälliger für neue Schadprogramme wird.

BITKOM erklärt die Auswirkungen für XP-Nutzer und gibt Tipps, wie sie auf das Support-Ende reagieren können.

Was bedeutet das Ende vom XP-Support für Privatnutzer?

Microsoft wird keine weiteren Sicherheits-Updates für Windows XP entwickeln. Das 13 Jahre alte XP entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und Microsoft hat das Support-Ende seit langem angekündigt. Die Folge: Mögliche neu entdeckte Sicherheitslücken im Betriebssystem werden dann nicht mehr geschlossen. Ohne die Bereitstellung aktueller Sicherheitsupdates können diese alten Versionen von Windows und Office zum Ziel für Angreifer werden. Gegebenenfalls verzichten auch Hersteller von Anti-Viren-Software auf XP-Updates, da die Verbreitung der alten Windows-Version weiter abnimmt. Abzusehen ist, dass viele Programm- und Hardware-Anbieter, etwa für Drucker oder Scanner, keine neuen Treiber oder Updates für Windows XP veröffentlichen.

Was kleine und mittlere Unternehmen beachten müssen

Unternehmen, die auf ihren Computern die XP-Version nutzen, sind mit den gleichen Sicherheitsrisiken konfrontiert wie Privatnutzer. Schädlinge könnten dann möglicherweise die Sicherheitslücken bei Windows XP nutzen, um auf diese Weise in das Unternehmensnetzwerk einzudringen und von dort aus weiteren Schaden anzurichten. Alles in allem steigt das Risiko von Systemfehlern und Ausfällen der IT-Systeme, was in Unternehmen hohe Kosten verursachen kann.

Auf ein aktuelles Betriebssystem umsteigen

Aufgrund der nicht absehbaren Sicherheitsrisiken nach dem Support-Ende sollten XP-Nutzer auf ein aktuelles Betriebssystem umsteigen. Wer Windows treu bleiben möchte, sollte mindestens die Version Windows 7 installieren. Dieses Betriebssystem will Microsoft noch bis zum Jahr 2020 unterstützen. Für die neueste Version Windows 8.1 werden voraussichtlich bis Oktober 2023 Support und Sicherheits-Updates bereitgestellt. Zu beachten ist, dass für diese Versionen kein direktes Upgrade per Download über Windows XP möglich ist. Die Versionen 7 und 8 müssen manuell installiert werden. XP-Nutzer sollten ihre Festplatten-Daten dafür extern speichern, um nach der Installation des neuen Betriebssystems wieder auf sie zurückgreifen zu können. Aber: Nicht jede alte Hardware ist für Windows 7 oder Windows 8 geeignet.

Wer nicht umsteigen will

Wer Windows XP weiterhin nutzen will und weder auf eine aktuelle Windows-Version noch auf ein anderes Betriebssystem wie Linux oder Mac OS umsteigen will, der sollte ab April nicht mehr über Windows XP ins Internet gehen.

Alle Nutzer von Windows XP können sich auf der Webseite www.endofsupport.de von Microsoft über die Risiken und das weitere Vorgehen informieren

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