Archiv für Ingo Peters

Interaktive Lehre: Ein Tool von Studenten für Studenten

Studenten der Hochschule der Medien (HdM) haben im Sommersemester 2014 ein neues Tool entwickelt
Bild eines Hörsaals Mit LeMon erhalten Dozenten Rückmeldungen von allen Studenten (Bild: Pixabay)

Studenten der Hochschule der Medien (HdM) haben im Sommersemester 2014 ein neues Tool entwickelt: „LeMon“. LeMon steht für „Lecture Monitoring“ und ist ein so genanntes „Classroom Response System“. Darüber kann der Dozent auch in großen Lehrveranstaltungen Rückmeldungen von allen Studenten bekommen. LeMon kann mit Smartphones, Tablets, Notebooks und PCs bedient werden und somit in Hörsälen oder in Rechnerräumen einsetzbar.

LeMon entstand in einem Projekt in der Vertiefungsrichtung Digital Publishing im Studiengang Druck- und Medientechnologie bei Prof. Dr. Barbara Dörsam. Inspiriert durch die Ideen von Harvard-Professor Eric Mazur, der bereits seit den 90er Jahren sogenannte „Clicker“ einsetzt, um während der Vorlesung Antworten von seinen Studenten zu sammeln, wollte Dörsam in ihrer Lehrveranstaltung die Interaktivität mit den Studenten verstärken. „Dafür wollte ich keine kosten- und wartungsintensiven ‚Hardwareclicker‘ benutzen, sondern die privaten Smartphones der Studenten einbinden“, erklärt die Professorin für Softwareentwicklung die Idee von LeMon.

Ein Tool, drei Komponenten

Das Tool besteht aus drei Komponenten: In der Vorlesung gelangen Studenten mit ihrem Smartphone oder Tablet über einen QR-Code zu einem aktuellen Fragebogen mit Wiederholungsfragen zu vergangenen Vorlesungen. Hat ein Student die Fragen beantwortet, kann er seine Antworten einreichen und anschließend eine persönliche Auswertung anschauen. „Da die Antworten anonym eingereicht werden, ist die Auswertung der Fragen nur für jeden selbst sichtbar“, berichtet Dörsam.

Für die Dozenten gibt es eine zweite Ansicht: die kumulierte Auswertung aller Antworten der Vorlesung. Abhängig vom Fragentyp werden die Antworten übersichtlich in Torten- oder Balkendiagrammen, als „Tagcloud“ oder als Auflistung angezeigt. Diese kann der Dozent allen Teilnehmern der Vorlesung zeigen und darüber diskutieren. Die Antworten helfen dem Dozenten aber auch bei der Entscheidung, ob eines der besprochenen Themen eventuell wiederholt oder noch vertieft werden müsste.

Der dritte Bestandteil von LeMon ist ein Administrationstool für Dozenten. Damit können sie ihre Fragen verwalten, zu Fragebögen zusammenstellen und freigegeben. Beides ist wiederverwendbar und kann immer wieder neu zusammengestellt werden. Prof. Dr. Barbara Dörsam nutzt LeMon im Wintersemester 2014/2015 bereits in den meisten ihrer Veranstaltungen.

Einsatz auch an anderen Bildungseinrichtungen

Bei den Studenten kommt das Tool gut an. “Wiederholungsfragen sind sehr gut und wichtig” oder “Die Wiederholungsfragen zum Anfang der Stunde haben mir persönlich sehr geholfen” lautet ihr Feedback. „Die Wiederholungsfragen stehen den Studenten aktuell auch zur Klausurvorbereitung außerhalb der Vorlesungen zur Verfügung“, ergänzt Dörsam.

Auch andere HdM-Professoren planen LeMon zu nutzen. An der DHBW Horb ist LeMon seit dem Herbst in der Vorlesung “Digitale Bild- und Sprachverarbeitung” im Einsatz. Am Eduard-Spranger-Gymnasium Filderstadt wird LeMon gerade für einen potenziellen Einsatz im Schulunterricht getestet.

In den nächsten Semestern wird das Tool im Rahmen weiterer Studentenprojekte kontinuierlich weiterentwickelt.

BITKOM zeichnet drei E-Learning-Projekte aus

  • Award d-elina an Mobile Lehre Hohenheim und Q&A verliehen
  • AMBOSS ist Preisträger in der neuen Kategorie Start-ups
  • Sieger und Nominierte zeigen Lösungen auf der Messe Learntec

Innovative E-Learning-Lösungen aus Baden-Württemberg, Bremen und Nordrhein-Westfalen werden in diesem Jahr mit dem renommierten deutschen E-Learning Innovations- und Nachwuchs-Award (d-elina) ausgezeichnet. In der Kategorie „Campus“ wird das Projekt „Mobile Lehre Hohenheim – Lernorte“  der Universität Hohenheim geehrt. Den Preis in der Kategorie „Professional“ erhält die Lern-App-Software Q&A. Mit dem erstmals in der Kategorie „Start-ups“ vergebenen Preis wird AMBOSS ausgezeichnet. Das teilte der Digitalverband BITKOM mit, der die Auszeichnung d-elina heute Abend auf der deutschlandweit bedeutendsten E-Learning-Messe Learntec (27.-29.1.2015) verliehen hat.

Das Projekt „Mobile Lehre Hohenheim – Lernorte“ verknüpft digitale Informationen wie Bilder, Videos und Tests mit realen Orten. Mit Smartphones oder Tablets können die Nutzer am jeweiligen Lernort, der über GPS erkannt wird, zum Beispiel auf Informationen zurückgreifen oder Fragen beantworten. Darüber hinaus ist es möglich, eigene Lernorte anzulegen und Wissen mit den Mitlernern zu teilen. Die Hohenheimer Lernorte wurden an der Universität Hohenheim (Baden-Württemberg) in Zusammenarbeit mit verschiedenen universitären Stellen und externen Softwareunternehmen entwickelt.

Q&A ist ein schneller und einfacher Weg, um selbst Lern-Apps für Unternehmen oder andere Organisationen zu erstellen. Das Lernspiel beruht dabei auf dem gängigen Quiz-Prinzip von zum Beispiel “Wer wird Millionär“. Die Lernenden beantworten Fragen aus unterschiedlichen Themengebieten und können so ihr Wissen allein oder im Duell testen – durch diese Abwechslung werden die Motivation und damit der Lernerfolg erhöht. Ausbildungsverantwortliche können jederzeit am PC Fragen erstellen und so den Unterricht individuell vor- und nachbereiten. Die Q&A App wurde von der benntec Systemtechnik GmbH aus Bremen entwickelt.

AMBOSS ist ein E-Learning-Programm für deutschsprachige Medizinstudenten und Ärzte, das medizinisches Wissen bündelt und vermittelt. Alle Fachinhalte sind in dem adaptiven Lernsystem so integriert und miteinander verknüpft, dass Mediziner entsprechend ihres Ausbildungsabschnitts, ihres Wissenstands oder spezifischer Fragestellungen individuell auf sie zugreifen können. Im Fragenmodus können sich Studenten beispielsweise auf Klausuren und das Examen vorbereiten. Mit der Online-Fachenzyklopädie können einzelne Krankheitsbilder jederzeit nachgeschlagen werden. Alle Inhalte und Funktionen wurden dabei unter didaktischen Gesichtspunkten von einem Ärzteteam erstellt und werden täglich aktualisiert und weiterentwickelt. AMBOSS wurde von der Miamed GmbH aus Köln entwickelt.

Der Preisträger in der vierten Preiskategorie „School“ wird Ende Februar auf der Bildungsmesse didacta in Hannover bekanntgegeben.

Als einziger Preis im deutschsprachigen Raum richtet sich der d-elina Award direkt an den Nachwuchs in Schulen, Hochschulen und Unternehmen. Ausgezeichnet werden Konzepte, Lösungen und fertige Produkte, die digitale Medien in beispielhafter Form in Lernprozesse in Schule, Hochschule, Unternehmen oder öffentliche Verwaltung integrieren. Als Partner unterstützt in diesem Jahr die p-didakt GmbH den Award. Weitere Informationen unter www.d-elina.de.

Die LEARNTEC ist die Leitmesse & Kongress für das Lernen mit IT. Sie findet vom 27.- 29. Januar 2015 zum 23. Mal in der Messe Karlsruhe statt. Hier präsentieren sich über 200 Aussteller der E-Learning Wirtschaft und es werden rund 7.000 Entscheider aus den Bereichen Weiterbildung, Personal, EDV, Schule und Hochschule erwartet. Neben dem Kongress gibt es kostenfreie Key Notes, Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops zum IT-gestützten Lernen. Viele davon widmen sich dem Thema „Digitales Lernen in der Schule“.

1,6 Millionen Senioren nutzen Tablet-Computer

  • Jeder zehnte Deutsche ab 65 verwendet ein Tablet
  • Fast jeder zweite ältere Nutzer kauft damit ein

Tablet-Computer haben auch unter Senioren zahlreiche Fans. 10 Prozent der Menschen ab 65 Jahren nutzen die mobilen Computer mit den berührungsempfindlichen Bildschirmen, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM ergeben hat. Das sind hochgerechnet 1,6 Millionen Deutsche. In der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen sind es 14 Prozent, bei den 65- bis 69-Jährigen sogar 18 Prozent. „Für Menschen mit wenig PC- und Internet-Erfahrung sind Tablets ein tolles, weil niedrigschwelliges Angebot“, erklärt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Geräte lassen sich intuitiv bedienen, und Einstiegsmodelle sind häufig schon zu vergleichsweise günstigen Preisen zu haben.“

Dabei sind die männlichen Senioren den flachen, tragbaren Geräten gegenüber deutlich aufgeschlossener als die weiblichen: Während nur 7 Prozent der Frauen ab 65 angaben, ein Tablet zu verwenden, waren es mit 13 Prozent fast doppelt so viele Männer.

Am häufigsten nutzen Senioren ihr Tablet, um im Internet zu surfen (84 Prozent), private Fotos oder Videos anzuschauen (77 Prozent) oder um E-Mails zu lesen und zu schreiben (76 Prozent). Etwa die Hälfte der älteren Nutzer nimmt auch selbst Fotos und Videos mit dem Tablet auf oder benutzt Navigations- und Kartendienste auf dem mobilen Computer (je 51 Prozent). Zu den beliebtesten Anwendungen auf dem Tablet gehören außerdem das Online-Shopping und das Lesen von Zeitungen oder Zeitschriften (je 45 Prozent).

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Forsa durchgeführt hat. Dabei wurden im November 2014 1000 Personen ab 65 Jahren befragt.

Schüler wünschen sich ein Pflichtfach Informatik

  • Drei Viertel der Schüler für Informatik in den Klassen 5 bis 10
  • Vor allem an Hauptschulen gibt es großes Interesse

Die große Mehrheit der Schüler wünscht sich ein verpflichtendes Schulfach Informatik in den Klassen 5 bis 10. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 512 Schülern weiterführender Schulen im Auftrag des Digitalverbands BITKOM und der LEARNTEC, der Messe für digitales Lernen. Drei Viertel (75 Prozent) der Schüler halten Informatik als Pflichtfach für eine gute Idee, gerade einmal 8 Prozent lehnen dies ab. Damit wird der Ruf nach Informatik-Unterricht in der Schule deutlich lauter. Bei einer BITKOM-Umfrage im Jahr 2010 hatten sich nur 53 Prozent der Schüler für ein solches Pflichtfach ausgesprochen, 23 Prozent hatten sich ablehnend geäußert. „IT hält in immer mehr Lebensbereichen Einzug und gehört zum Alltag der Kinder und Jugendlichen. Die Schulen müssen dem Wunsch nachkommen, über Medienkompetenz hinaus im Unterricht auch ein fundiertes Verständnis für IT-Technologien zu vermitteln. Das ist ein klarer Auftrag an die Bildungspolitik“, sagt BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.

An den Hauptschulen ist der Wunsch nach verpflichtendem Informatik-Unterricht besonders groß. 83 Prozent der Schüler wollen dieses Fach, nur 4 Prozent sind dagegen. An Gesamtschulen beträgt die Zustimmung 78 Prozent, an Gymnasien und Realschulen sind es 73 Prozent. In repräsentativen Befragungen im Auftrag des BITKOM hatten sich im vergangenen Jahr jeweils auch eine deutliche Mehrheit der Eltern und der Lehrer für verpflichtenden Informatik-Unterricht ausgesprochen. 73 Prozent der Lehrer und 85 Prozent der Eltern mit schulpflichtigen Kindern unterstützen die Forderung. Initiativen wie „Start Coding“ oder „erlebe it“ sind nach Ansicht des BITKOM  eine wichtige Ergänzung, seien aber keine Alternative zu einem verpflichtenden Informatik-Unterricht. „Wir müssen an unseren Schulen Informatik-Wissen vermitteln, wir müssen darüber hinaus aber auch fächerübergreifend das digitale Lernen an unseren Schulen voranbringen“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH und verantwortlich für die LEARNTEC.  Die Messe in der kommenden Woche (27. bis 29. Januar) sei eine hervorragende Plattform für den Austausch zwischen Bildungspolitikern, kommunalen Bildungseinrichtungen und Bildungsträgern sowie der E-Learning-Wirtschaft. Wirtz: „Die LEARNTEC gibt konkrete Empfehlungen und bietet Lösungen für digitales Lernen im Unterricht.“

Hinweis zur Methodik: Bitkom Research hat in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des BITKOM bundesweit 512 Schüler ab 14 Jahren an weiterführenden Schulen befragt. Die Befragung ist repräsentativ. Die LEARNTEC ist die Leitmesse & Kongress für das Lernen mit IT. Sie findet vom 27.- 29. Januar 2015 zum 23. Mal in der Messe Karlsruhe statt. Hier präsentieren sich über 200 Aussteller der E-Learning Wirtschaft und es werden rund 7.000 Entscheider aus den Bereichen Weiterbildung, Personal, EDV, Schule und Hochschule erwartet. Neben dem Kongress gibt es kostenfreie Key Notes, Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops zum IT-gestützten Lernen. Viele davon widmen sich dem Thema „Digitales Lernen in der Schule“

Studie zu Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt

  •        Umfrage zur Nutzung von Computern, Smartphones, Tablets und digitalen Medien sowie Erfahrungen im Internet
  •        Befragung von Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 18 Jahren
  •        BITKOM veröffentlicht Studienbericht mit detaillierten Ergebnissen

Der Digitalverband BITKOM hat den ausführlichen Studienbericht zur Untersuchung „Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ veröffentlicht. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage unter Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren im Auftrag des BITKOM. In der umfassenden Befragung geht es unter anderem um Nutzung und Besitz von Geräten wie Smartphones, Computern oder Tablets, die Mediennutzung mit Schwerpunkt auf digitalen Spielen und um das Kommunikationsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Dabei wurden auch negative Erfahrungen wie Cybermobbing berücksichtigt und die Rolle der Eltern beim Umgang mit digitalen Medien abgefragt. Darüber hinaus gibt BITKOM konkrete Hinweise, wie Erwachsene ihre Kinder in den unterschiedlichen Altersgruppen auf dem Weg in die digitale Welt sinnvoll begleiten und unterstützen können.

Neben den zum Teil bereits im vergangenen Jahr veröffentlichten Daten enthält der Studienbericht zahlreiche weitere Detailergebnisse mit Aussagen zu den verschiedenen Altersgruppen und Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

In der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren sind mit einem Anteil von 94 Prozent nahezu alle Kinder online und verbringen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es mit 115 Minuten schon fast zwei Stunden.

Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 84 Prozent zur Standardausstattung.

Für ältere Jugendliche ist das Smartphone das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen damit online. Auf Platz zwei liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent und Tablet Computern mit 26 Prozent.

Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren. In dieser Gruppe sind 10 Prozent der jungen Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv. Unter den 12- bis 13-Jährigen sind es 42 Prozent, bei den 14- bis 15-Jährigen 65 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 85 Prozent.

Im Ranking der beliebtesten sozialen Netzwerke liegt WhatsApp bei den 10- bis 18-Jährigen mit einer Nutzungsrate von 72 Prozent vor Facebook (56 Prozent), Skype (46 Prozent) und Google+ (19 Prozent).

60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren haben die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Unter den 10- bis 11-Jährigen haben 23 Prozent die Einstellungen verändert, unter den 12- bis 13-Jährigen 48 Prozent und den 16- bis 18-Jährigen 79 Prozent.

94 Prozent der 10- bis 18-jährigen Nutzer von Smartphones oder Handys versenden Kurznachrichten, entweder als SMS oder über Online-Dienste wie WhatsApp, iMessage oder Hangout. Damit sind Kurznachrichten inzwischen sogar wichtiger als Telefonate.

Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden.

93 Prozent der 10- bis 18-Jährigen spielen Computer- und Videospiele  – im Schnitt 104 Minuten pro Tag. Während Jungen durchschnittlich 122 Minuten pro Tag spielen, sind es bei den Mädchen nur 82 Minuten.

Die Studie „Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ ist im Internet kostenlos abrufbar unter: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_81089.aspx

Hinweis zur Methodik: Im Rahmen der Studie sind im Auftrag des BITKOM 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt worden (10 bis 18 Jahre: 688). Die Umfrage ist repräsentativ. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

 

Interesse an IT-Berufen steigt langsam

  • Jeder vierte Schüler kann sich eine Zukunft in der IT vorstellen
  • 6 von 10 Schülern haben Interesse an technischen Berufen

Das Interesse an technischen Berufen steigt allmählich. Jeder vierte Schüler (25 Prozent) kann sich vorstellen, später einmal im IT-Bereich zu arbeiten. Dabei ist das Interesse bei Jungen (27 Prozent) nur etwas größer als bei Mädchen (23 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Bei einer BITKOM-Umfrage im Jahr 2010 hatten sich 23 Prozent aller Schüler eine Karriere in der IT vorstellen können. „IT spielt in immer mehr Bereichen unserer Volkswirtschaft eine wichtigere Rolle. Es muss uns gelingen, deutlich mehr IT-Spezialisten auszubilden, wenn wir international wettbewerbsfähig bleiben wollen“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Ein Pflichtfach Informatik würde sicherlich dabei helfen, die Vielfalt entsprechender Aufgaben und Berufsbilder deutlich zu machen und für größeres Interesse an IT-Berufen sorgen.“

Deutliche Unterschiede beim Interesse an Informatik gibt es zwischen den Schulformen. Während sich bei den Hauptschülern nur 12 Prozent vorstellen können, später im IT-Bereich zu arbeiten, sind es bei Realschülern 16 Prozent, bei Gesamtschülern 21 Prozent und bei Gymnasiasten sogar 32 Prozent. Kempf: „Die IT-Branche ist mit 953.000 Beschäftigten nach dem Maschinenbau der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Angesichts von 41.000 offenen und nur schwer zu besetzenden Stellen sind die Jobaussichten für gut ausgebildete Absolventen hervorragend.“

Auch an anderen technischen Berufen ist das Interesse in den vergangenen Jahren gewachsen. So können sich 34 Prozent der Schüler vorstellen, im naturwissenschaftlichen Bereich zu arbeiten (2010: 29 Prozent). Auch hier sind die Unterschiede zwischen Jungen (35 Prozent) und Mädchen (33 Prozent) nur gering. Am Gefragtesten sind Ingenieurberufe. Einen solchen Beruf zu ergreifen, können sich 43 Prozent der befragten 14- bis 19-Jährigen vorstellen (2010: 27 Prozent). Dabei spricht das Berufsbild Jungen (48 Prozent) deutlich stärker an als Mädchen (38 Prozent). Auf keinen Fall einen technischen Beruf streben 36 Prozent der Befragten an.

An den Hochschulen steigt das Interesse am Informatik-Studium weiter. Im Wintersemester 2014/15 ist die Zahl der Studienanfänger in der Informatik nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,6 Prozent auf 34.300 gestiegen. Die Informatik ist damit das einzige MINT-Fach, das ein neues Rekordhoch erreicht hat. Maschinenbau und Elektrotechnik mussten dagegen leichte Einbußen hinnehmen. Besonders erfreut zeigte sich BITKOM über das deutlich stärkere Interesse von Frauen an der Informatik. Während die Zahl der männlichen Studierenden nur um 1,8 Prozent zulegte, wurden 5,6 Prozent mehr Frauen im Vergleich zum Vorjahr registriert. Die knapp 7.700 Frauen im ersten Hochschulsemester repräsentieren damit knapp 22,5 Prozent aller Erstsemester.

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Aris durchgeführt hat. Dabei wurden telefonisch 512 Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren befragt. Mehrfachnennungen waren möglich.

 

Neujahrsgrüße werden häufiger per Smartphone-App verschickt

  • Am beliebtesten bleibt aber der Anruf zum neuen Jahr
  • Nur jeder Zweite sendet Nachrichten pünktlich um Mitternacht
  • Tipps für den Nachrichten-Versand zum Jahreswechsel

Dieses Jahr wollen erstmals ähnlich viele Bundesbürger ihre Neujahrsgrüße über eine Smartphone-App verschicken wie per Brief oder Postkarte. 22 Prozent geben an, ihre Grüße zum Jahreswechsel per Messenger versenden zu wollen, 24 Prozent greifen auf die klassische Post zurück. Vor drei Jahren hat noch mehr als jeder Dritte (35 Prozent) einen Brief oder eine Karte verschickt, nicht einmal jeder Zehnte (9 Prozent) nutzte eine Smartphone-App. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands BITKOM. „Messenger-Apps zählen inzwischen zu den wichtigsten Anwendungen auf Smartphones, vor allem für viele Jugendliche sind sie das wichtigste Kommunikationsmittel“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Unter den Jüngeren bis 30 Jahre liegt der Messenger bereits deutlich vor der Briefpost: 38 Prozent nutzen ihr Smartphone für die Grüße, 18 Prozent nutzen die Post.

Mit Abstand am beliebtesten bleiben zum neuen Jahr aber Telefonanrufe. Drei Viertel aller Deutschen (75 Prozent) grüßen Freunde und Verwandte per Telefon. 38 Prozent schicken eine SMS, 30 Prozent senden eine E-Mail und 19 Prozent schreiben ihre Grüße in Soziale Netzwerke oder Blogs. 13 Prozent wollen per Videotelefonie grüßen. Während Telefonate in allen Altersgruppen gleich beliebt sind, hängt die Form, wie man Neujahrsgrüße überbringt, ansonsten stark vom Alter ab. Bei den Senioren liegen Briefe mit 36 Prozent auf Platz zwei, deutlich vor SMS mit 17 Prozent und E-Mail mit 7 Prozent. Jüngere nutzen deutlich stärker SMS (56 Prozent), E-Mail (42 Prozent) sowie Einträge in Sozialen Netzwerken (37 Prozent).

Von denen, die per SMS oder Messenger-Nachricht über die Smartphone-App grüßen, will nur rund jeder Zweite (54 Prozent) zumindest einige seiner Nachrichten pünktlich um Mitternacht verschicken. Jeder Fünfte verschickt bereits Grüße im Laufe des Silvestertages (20 Prozent), rund jeder Vierte (27 bzw. 26 Prozent) am Abend bzw. im Laufe der Nacht. Jeder Dritte (36 Prozent) verschickt Grüße erst am Neujahrstag (Mehrfachnennungen waren möglich).

Wer Verzögerungen bei der Zustellung seiner Neujahrsgrüße vermeiden will, sollte überlegen, seine Nachricht nicht erst um Mitternacht zu versenden.

Technischer Hintergrund

Trotz erhöhter Serverkapazitäten bei den Netzbetreibern kann es Silvester beim SMS-Versand zwischenzeitlich zu Verzögerungen kommen. Eine SMS wird nicht von einem Mobiltelefon direkt zu einem anderen gesendet. Grundsätzlich landen alle SMS nach dem Abschicken zunächst in der Kurzmitteilungszentrale des Netzbetreibers und werden dort nacheinander abgearbeitet: Es wird geprüft, welchen Mobilfunkanbieter der Empfänger benutzt. Bleibt die SMS im eigenen Netz, verschickt die Kurzmitteilungszentrale die Nachricht an das Empfängertelefon, sobald dieses eingeschaltet und im Netz eingebucht ist. Andernfalls übermittelt sie die Nachricht an das Zielnetz. Von hier wird die SMS dann an das Mobiltelefon des Empfängers verschickt. Niemand muss sich wegen der Verzögerungen Sorgen machen: Alle versendeten SMS kommen beim Empfänger an. Beim Versand von Messenger-Nachrichten kommt es darauf an, dass Sender und Empfänger mit dem Internet verbunden sind. Wie die Nachrichten behandelt werden hängt dabei stark vom jeweils genutzten Dienst wie WhatsApp, iMessage oder Hangout ab.

  1. Vor Mitternacht verschicken

Wer die Silvester-Nachricht einige Minuten vor Mitternacht verschickt, rutscht schon vor dem großen Andrang durch die Leitung. Allerdings ist in diesem Fall nicht ausgeschlossen, dass die Neujahrsgrüße noch im alten Jahr vom Empfänger gelesen werden.

  1. Nachricht vorschreiben und an Empfängerliste senden

Schnell auf den Weg bringen können Mobiltelefonierer Neujahrsgrüße, wenn sie den Text vorschreiben und als Entwurf speichern. Zum Jahreswechsel müssen sie dann keine Zeit mit dem Tippen verbringen. Wer mehrere Freunde mit gleichlautenden Grüßen versorgen möchte, sollte außerdem eine Empfängerliste anlegen. Ein Knopfdruck genügt, schon gehen alle Nachrichten auf die Reise.

  1. Mit Terminversand entspannt weiterfeiern

Wer für Neujahrsgrüße die Silvesterparty nicht unterbrechen möchte, sollte das Internet nutzen. Viele Netzbetreiber und E-Mail-Anbieter bieten einen zeitversetzten SMS-Versand an, auch manche Messenger bieten diese Funktion. Smartphone-Nutzer können auch für den SMS-Versand spezielle Apps nutzen, die einen zeitgesteuerten Versand erlauben. Damit können in aller Ruhe die Grüße vorbereitet werden. Der eigentliche Versand wird dann automatisch zum vorher ausgewählten Zeitpunkt ausgelöst. Dann gehört man zu den ersten, deren Grüße versandt werden. Doch auch beim Terminversand ist die große Nachfrage zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich, den Versandzeitpunkt mehrere Minuten vor Mitternacht zu setzen. Außerdem sollten die Nutzungsbedingungen genau unter die Lupe genommen werden. In manchen Fällen werden zusätzliche Gebühren fällig.

Neues im Jahr 2015

  • Fahrzeuge online abmelden
  • Steuer sinkt wie bei gedruckten Büchern auf ermäßigten Satz von 7 Prozent
  • Mehr Steuergerechtigkeit bei elektronischen Diensten in der EU

Im Jahr 2015 treten eine Reihe von Änderungen im Digitalbereich in Kraft. Sie sind für Verbraucher, Unternehmen oder auch die Verwaltung von Bedeutung. BITKOM nennt hier die wichtigsten Neuerungen.

Kfz-Zulassungsstellen gehen online

Ab dem 1. Januar 2015 können Fahrzeuge über ein Internetportal bei der zuständigen Zulassungsbehörde abgemeldet werden. Der dafür notwendige Sicherheitscode befindet sich bei Autos, die ab Januar neu oder wieder zugelassen werden, unter den Siegelplaketten der Nummernschilder sowie im Fahrzeugschein. Für die Identifikation benötigen Fahrzeughalter einen neuen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID-Funktion). Durchschnittlich werden jährlich rund 9 Millionen Fahrzeuge abgemeldet. Der neue Service ist Teil einer langfristig angelegten E-Government-Strategie. Die öffentliche Verwaltung soll künftig für die Bürgerinnen und Bürger auch elektronisch erreichbar sein. Ab dem Jahr 2020 sollen Behördengänge weitgehend entbehrlich werden, soweit die Bürgerinnen und Bürger dieses wünschen und ein persönliches Erscheinen nicht erforderlich ist.

Reduzierter Mehrwertsteuersatz für bestimmte Hörbücher

Zum 1. Januar 2015 sinkt die Mehrwertsteuer für Hörbücher auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent. Allerdings ist die Regelung aus Sicht des BITKOM mehr als halbherzig. Die Ermäßigung gilt nur für Tonaufzeichnungen von Buchlesungen, bei denen der Text eins zu eins vorgelesen wird, nicht dagegen für Hörspiele. Diese sind durch die Aufzeichnung „dramaturgischer Effekte“ wie Geräusche, Musik sowie durch verteilte Sprechrollen gekennzeichnet. Zudem gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz nur, wenn das Hörbuch auf einem Datenträger geliefert wird. Wird das Hörbuch dagegen aus dem Internet heruntergeladen, fallen die vollen 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Dem höheren Regelsatz unterliegen auch alle anderen Publikationen auf elektronischen Medien wie E-Books oder E-Paper. Der BITKOM setzt sich seit langem dafür ein, dass für E-Books der gleiche, geringere Steuersatz wie bei gedruckten Büchern eingeführt wird.

Bestimmungsland- statt Herkunftslandprinzip für Musik, Videos und Texte

Eine weitere wichtige Änderung zum 1. Januar betrifft die Mehrwertsteuer für elektronische Dienstleistungen sowie für Rundfunk- und Fernsehdienste, die Privatverbraucher innerhalb der EU grenzüberschreitend in Anspruch nehmen. Die Neuregelung umfasst zum Beispiel den Kauf von digitaler Musik, Filmen, E-Books oder anderen Publikationen. Das bisher geltende Herkunftslandprinzip wird vom Bestimmungslandprinzip abgelöst. Für die Höhe der Mehrwertsteuer ist nicht mehr entscheidend, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, sondern in welchem Land die Leistung in Anspruch genommen wird. Die neuen Vorschriften sollen für gleiche Wettbewerbsbedingungen und mehr Steuergerechtigkeit innerhalb der EU sorgen. Um den Aufwand für die Unternehmen möglichst gering zu halten, wird eine so genannte „kleine einzige Anlaufstelle“ (Mini-One-Stop-Shop) in jedem EU-Mitgliedstaat eingerichtet.

Elektronische Gesundheitskarte wird Pflicht

Ab dem 1. Januar 2015 müssen gesetzlich versicherte Bundesbürger beim Arzt- oder Zahnarztbesuch ihre elektronische Gesundheitskarte vorlegen. Die alten Gesundheitskarten verlieren unabhängig vom aufgedruckten Ablaufdatum ihre Gültigkeit. Fehlt dem Patienten die elektronische Gesundheitskarte, kann der Arzt eine Privatvergütung verlangen. Der Patient hat aber die Möglichkeit, die Gesundheitskarte oder eine Ersatzbescheinigung seiner Krankenkasse auf Papier innerhalb von zehn Tagen nachzureichen.

Erleichterungen bei der elektronischen Buchführung

Neue Regeln gibt es auch für die elektronische Buchführung. Das Bundesministerium der Finanzen hat seine Auslegung der gesetzlichen Vorschriften zur elektronischen Buchführung und zur elektronischen Betriebsprüfung überarbeitet. Die aktualisierten Vorgaben gelten für Wirtschaftsjahre, die am 1. Januar 2015 oder später beginnen. Sie sind zwar für die Steuerpflichtigen nicht rechtsverbindlich, können aber für die Unternehmenspraxis hilfreich sein. So müssen zum Beispiel E-Mails nicht mehr für steuerliche Zwecke aufbewahrt werden, wenn sie lediglich als Transportmittel für aufbewahrungspflichtige Unterlagen dienen. Weiterhin lässt es die Finanzverwaltung zu, dass Papierbelege nach einem ordnungsgemäßen Scan-Vorgang vernichtet werden.

10 Millionen nutzen Smart-Home-Anwendungen

  • Jeder Siebte verwendet intelligente Lösungen im eigenen Zuhause
  • Für 82 Prozent der Verbraucher ist das Smart Home die Zukunft
  • Am 6. Januar startet die Consumer Electronics Show in Las Vegas

Intelligente Geräte und Anwendungen für das eigene Zuhause setzen sich bei Verbrauchern durch. Jeder Siebte (14 Prozent) in Deutschland ab 14 Jahren nutzt bereits sogenannte Smart-Home-Anwendungen. Das entspricht gut 10 Millionen Bundesbürgern. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Ein smartes Zuhause bietet enormen Komfort und Sicherheit“, sagt Dr. Christian P. Illek, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. „Wer zum Beispiel eine intelligente Heizung besitzt, die sich den Gewohnheiten der Hausbewohner anpasst, spart zudem Kosten.“

Laut Umfrage gibt es ein großes Marktpotenzial für intelligente  Assistenz- und Fernsteuersysteme. Fast zwei von drei Verbrauchern (62 Prozent) können sich vorstellen, Assistenzsysteme für kranke oder ältere Menschen einzurichten, 6 Prozent planen dies konkret. Programmierbare Thermostate für Heizkörper sind für 42 Prozent vorstellbare Anschaffungen. Fast Vier von Zehn (38 Prozent) würden sich fernsteuerbare Sicherheitstechnik mit Internetanschluss installieren – 12 Prozent davon planen dies konkret. Immerhin jeder Neunte (11 Prozent) würde sich eine Smart-Home-Komplettlösung bei Einzug oder Sanierung einbauen lassen.

Für einen Großteil der Bevölkerung ist das Smart Home mittlerweile ein Begriff. Jeder Zweite (51 Prozent) hat schon einmal davon gehört, fast genauso viele (44 Prozent) wissen auch, was mit Smart Home oder Heimvernetzung gemeint ist. Und wer schon heute intelligente Sensoren und vernetzte Geräte in seinem Zuhause zusammenarbeiten lässt, der möchte auch nicht mehr darauf verzichten: Für 78 Prozent der Nutzer sind Smart Home Anwendungen nach eigenem Bekunden unverzichtbar. Wer nicht in einem Smart Home wohnen möchte, fürchtet vor allem einen hohen Aufwand und Kosten. Gut jeder dritte Skeptiker (37 Prozent) meint, der Einbau von Smart-Home-Lösungen sei zu aufwändig. Ähnlich viele (33 Prozent) sagen: Smarte Geräte sind mit zu teuer. Jeder Vierte von ihnen (25 Prozent) findet die Bedienung zu kompliziert. Dass sich das intelligente Zuhause mittelfristig durchsetzen wird, daran haben Verbraucher aber keine Zweifel: Acht von Zehn (82 Prozent) sind davon überzeugt. Knapp jeder Dritte (29 Prozent) glaubt, dass es schon in drei bis fünf Jahren soweit sei. Illek: „Die Zukunft des Wohnens hat mit der intelligenten Vernetzung der eigenen vier Wände bereits begonnen.“

Smart Home beschreibt den Einsatz von IT oder Internet in vielen Geräten im Haus oder der Wohnung. Beispiele dafür sind Heizung, Beleuchtung, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik. Smarte Geräte sind oft mit dem Internet verbunden und untereinander vernetzt. Sie können immer häufiger aus der Ferne mit dem Smartphone oder Tablet Computer gesteuert werden und reagieren auf Sensoren oder Daten aus dem Internet oder Daten von anderen Geräten.

Das Internet wird für viele Senioren unverzichtbar

  • Vier von zehn älteren Menschen nutzen das Internet
  • Rund die Hälfte der Onliner möchte nicht mehr darauf verzichten
  • Schallplattenspieler viel häufiger genutzt als Smartphones

Viele ältere Menschen können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. Jeder zweite Internetnutzer ab 65 Jahren (46 Prozent) erklärt das Internet für sich persönlich als unverzichtbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM im Rahmen des Wissenschaftsjahres „Die digitale Gesellschaft“. Danach sind fast vier von zehn Senioren (38 Prozent) online. Im Vorjahr war es erst knapp jeder Dritte (32 Prozent).

„Das Internet kann das Leben für Seniorinnen und Senioren außerordentlich erleichtern“, sagte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse. Gut jeder Zweite (52 Prozent) misst laut Umfrage dem Internet eine Steigerung seiner Lebensqualität zu. „Wer sich einmal mit dem Internet  befasst, profitiert schon nach kurzer Zeit von den enormen Möglichkeiten und Verbesserungen für den Alltag“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

„Für viele Menschen ist aber noch nicht klar, wie sie die technischen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil nutzen können. Unsere Forschung hat gezeigt, dass es auf niedrigschwellige Nutzungsangebote und ansprechende Aufklärung ankommt“, so Wanka. Denn während jüngere Altersgruppen oft über die Schule, die Ausbildung und den Beruf an neue Technologien herangeführt werden, kommen ältere Menschen weitaus seltener in ihrem Alltag mit diesen in Berührung.

Die Fülle an verfügbaren Informationen über neue Technologien erschwert dabei eher den Zugang. „Wir haben in Pilotprojekten zeigen können, dass durch den Einsatz von Senioren-Technik-Botschaftern viele ältere Menschen sich dem Internet öffnen, also die Wissensvermittlung von Älteren an Ältere gut funktioniert“, sagte die Ministerin. So wurden Senioren-Technik-Botschafter in 18 Projekten und 10 Bundesländern zu Themen wie Internet, mobile Endgeräte, Assistenzsysteme beispielsweise für Wohnen, Mobilität, Gesundheit und Pflege sowie Unterhaltungselektronik erfolgreich eingesetzt. Die gewonnenen Ergebnisse sind wertvolle Orientierung für Kommunen, um ihre Beratungsmaßnahmen für ältere Menschen sinnvoll zu erweitern. „Wer beispielsweise altersgerechte Smartphones kennt und gezeigt bekommen hat, wird sie selber leichter nutzen wollen“, so Wanka.

Kommunikation und Information sind Internetnutzern ab 65 Jahren besonders wichtig. Neun von Zehn (91 Prozent) schreiben E-Mails, Acht von Zehn informieren sich über das Zeitgeschehen und Zwei von Drei (68 Prozent) über Gesundheitsfragen. Gut die Hälfte (57 Prozent) kauft Waren im Internet, jeder Vierte (26 Prozent) chattet mit der Familie oder schaut Videos und Filme (23 Prozent). Dennoch verzichten viele ältere Menschen bewusst auf das Internet. Zwei von drei (66 Prozent) sagen, dass sie das Internet nicht brauchten. Zwei von Fünf (41 Prozent) möchten sich im Alter nicht mehr damit beschäftigen. Allerdings hat fast jeder Zehnte (9 Prozent) laut eigener Aussage niemanden, der ihm das Internet zeigen könnte. Kempf: „In Kombination mit Bildungsangeboten können auch einfach zu bedienende Geräte wie Tablet Computer dabei helfen, den Einstieg zu erleichtern.“

Doch bisher haben nur wenige Senioren moderne Hightech-Geräte für sich entdeckt. Jeder Siebte (14 Prozent) nutzt ein Smartphone, erst jeder Zehnte (10 Prozent) einen Tablet Computer. Dagegen verwenden noch vier von zehn Senioren Kassettenrekorder (43 Prozent) oder Schallplattenspieler (42 Prozent). Fast alle Senioren nutzen ein Festnetztelefon (96 Prozent) oder einen Fernseher (95 Prozent).

Das Wissenschaftsjahr 2014 widmet sich der digitalen Revolution und ihren Folgen für die Gesellschaft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung richtet gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog das Wissenschaftsjahr aus. BITKOM ist Partner des Wissenschaftsjahres 2014 und unterstützt die Initiative.

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Forsa durchgeführt hat. Dabei wurden im November 1.000 Personen über 65 Jahren befragt.

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