Archiv für Aktuelles

6 von 10 Urlaubern verschicken ihre Grüße per Messenger

  • Postkarten werden seltener geschrieben
  • Jeder Vierte ruft per Video-Call aus dem Urlaub Freunde und Familie an

Wetter gut, Essen lecker und das Hotel ist eigentlich auch ganz schön: Grüße aus den Ferien zu verschicken, gehört für fast alle Urlauber (88 Prozent) zum Sommer dazu. Am häufigsten werden in diesem Jahr dafür Messenger-Dienste genutzt: Fast 6 von 10 Urlaubern (59 Prozent) wollen ihre Grüße per Whatsapp, Telegram und Co. verschicken. Das gilt vor allem für jüngere Reisende: 80 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sagen dies, 64 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 58 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Bei den über 65-Jährigen will immerhin noch jeder Dritte (33 Prozent) seine Urlaubsgrüße per Messenger verschicken. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Genau andersherum ist die Altersverteilung demnach bei der klassischen Postkarte, die insgesamt 45 Prozent aus dem Urlaub schreiben wollen – zehn Prozentpunkte weniger als 2019, wo es 55 Prozent waren: Nur jeder fünfte 16- bis 29-Jährige setzt auf eine Ansichtskarte (20 Prozent), bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 45 Prozent, jeder Zweite der 50- bis 64-Jährigen (50 Prozent), aber fast zwei Drittel (63 Prozent) der über 65-Jährigen.

Insgesamt greifen zudem 52 Prozent der Urlauber für ihre Grüße zum Telefon. Auch die während der Corona-Pandemie beliebt gewordenen Video-Calls sind für viele Reisende eine Option: Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) will per Zoom, Skype, Facetime und Co. aus dem Urlaub die Daheimgebliebenen grüßen. Jeder Vierte (25 Prozent) plant, seine Urlaubsgrüße über ein soziales Netzwerk zu posten. 16 Prozent schreiben eine klassische SMS aus dem Urlaub – und jeder Zehnte (10 Prozent) eine E-Mail. Die Befragten konnten mehrere Optionen angeben.

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HackTheSummer – Digitale Ideen für eine bessere Welt

Mit “HackTheSummer – Digitale Ideen für eine bessere Welt” hat die Gesellschaft für Informatik e.V. unter der Schirmherrinnenschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja, Karliczek einen neuen Kreativ-Wettbewerb gestartet.

Bis zum 19. September können Schülerinnen und Schüler einen digitalen Prototypen auf www.hackthesummer.de einreichen, der dazu beiträgt eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Unterstützt werden sie dabei von vielen ehrenamtlichen Mentor*innen. Damit diese auch leicht gefunden werden können, haben wir einen Mentor*innen-Finder entwickelt: https://hack-the-summer.de/mentoring-finder.

Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung wird HackTheSummer auch noch von folgenden Organisationen unterstützt:

  • Stiftung “Jugend forscht”
  • Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
  • Jugend hackt
  • Bundesweite Informatikwettbewerbe

Bitte helfen Sie uns #HackTheSummer bei Schülerinnen und Schüler bekannt zu machen!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den HackTheSummer bei Ihren Schülerinnen und Schülern bekannt machen würden. Einen Flyer für Schülerinnen und Schüler finden Sie dieser Email angefügt. Weitere Informationen finden Sie auch auf www.hackthesummer.de/infos.

Sollten Sie noch Rückfragen haben, melden Sie sich gern per Email an hackthesummer@gi.de

28 Millionen wollen Corona-Warn-App dauerhaft nutzen

 

  • Jeder neunte Nicht-Nutzer hat kein geeignetes Smartphone
  • 84 Prozent der App-Nutzer fühlen sich besser geschützt

Ob für den Selbstschutz oder aus gesellschaftlichem Verantwortungsgefühl: Die Corona-Warn-App überzeugt viele Bundesbürger. Mehr als jeder zweite Smartphone-Nutzer ab 16 Jahren (53 Prozent) will die App dauerhaft nutzen, das entspricht 28 Millionen Menschen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im Befragungszeitraum Anfang Juli 2020 lag die Zahl der App-Installationen bereits bei über 14 Millionen, inzwischen sind es mehr als 15 Millionen. Bei den allermeisten ist die App nach wie vor im Einsatz. Nur 6 Prozent der Smartphone-Nutzer hatten die App schon einmal installiert, inzwischen aber wieder gelöscht. „Die Bevölkerung nimmt die Corona-Warn-App sehr gut an. Verglichen mit anderen Ländern hat Deutschland die mit Abstand höchste Nutzerzahl einer solchen Tracing-App“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Je mehr mitmachen, umso besser.“

Corona-Warn-App gibt den Nutzern Sicherheit

Wer die Corona-Warn-App installiert hat oder es vorhat, will vor allem jede Möglichkeit nutzen, das Virus zu bekämpfen. Neun von zehn (89 Prozent) geben dies an. 84 Prozent fühlen sich durch die App besser geschützt, falls sich eine Kontaktperson infiziert haben sollte. Gut jeder Zweite (52 Prozent) hofft im Fall einer Infektion, andere Menschen schützen zu können. Und vier von zehn (40 Prozent) empfinden die Nutzung der App schlicht als ihre gesellschaftliche Pflicht.

Viele Nicht-Nutzer würden auch mit passendem Gerät auf die App verzichten

Smartphone-Nutzer, die die App nicht nutzen wollen, lassen sich vor allem von ihrem Bauchgefühl leiten. Ein Drittel der Nicht-Nutzer glaubt nicht an die Wirkung der App (33 Prozent). Jeder Vierte (24 Prozent) hat Bedenken um den Datenschutz, jeder Fünfte (21 Prozent) macht sich Sorgen, auf diese Weise von der Bundesregierung ausspioniert zu werden. Ähnlich viele (20 Prozent) fürchten den Datenmissbrauch durch Dritte und jeder Sechste (16 Prozent) sorgt sich, dass das mobile Datenvolumen durch die App schneller verbraucht wird. Nur 11 Prozent der Nicht-Nutzer geben an, dass ihr Smartphone nicht über nötigen Systemanforderungen für die App verfügt. Doch selbst wenn jene Personen über ein passendes Gerät verfügen würden, sprechen sich davon 41 Prozent gegen die App aus. „All diese Bedenken sind unbegründet und ignorieren die Fakten. Die App erfüllt die höchsten Datenschutzanforderungen, Rückschlüsse auf einzelne App-Nutzer sind ausgeschlossen. Das bestätigen auch Datenschützer“, so Berg. „Auch mit geringem monatlichem Datenvolumen ist die App immer nutzbar. Die Mobilfunknetzbetreiber berechnen in Deutschland keine Daten für die Corona-Warn-App.“

 

So nutzten Urlauber ihr Smartphone sorglos im Ausland

  • 3 von 10 Reisenden setzen auf Gratis-WLAN, jeder Vierte bucht Datenpakete
  • Wetter, Übersetzungen, Navigation: 76 Prozent nutzen Apps im Urlaub
  • Bitkom gibt Tipps: So halten Sie die Telefonrechnung auf Reisen niedrig

Ob Spanien, Italien oder ein anderes Land: Das eigene Smartphone ist ein unverzichtbarer Begleiter für Reisende. 76 Prozent der Menschen in Deutschland nehmen das Gerät mit in den Urlaub – und damit nahezu alle, die ein Smartphone besitzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Dabei ist für viele wichtig, wie sie im Ausland die Kosten insbesondere für die Internetnutzung via Smartphone möglichst gering halten.

Die gute Nachricht: Telefonieren, Surfen und Dienste wie Whatsapp, Facetime oder Zoom kosten innerhalb der EU genau so viel wie in Deutschland – es gilt der gebuchte Heimattarif. Anders ist es außerhalb der EU, wo je nach Länderregion unterschiedliche Gebühren fällig werden. Gut ein Drittel der Urlauber (31 Prozent) setzt auf kostenloses WLAN etwa in Hotels oder Cafés, um im Internet zu surfen, E-Mails abzurufen oder Messenger-Dienste zu verwenden. Jeder Vierte (24 Prozent) bucht bereits vor der Abreise Datenpakete für das Ausland hinzu. Lediglich 6 Prozent sind bereit, den in dem jeweiligen Land geltenden Aufschlag für die Datennutzung in Kauf zu nehmen. 4 Prozent besorgen sich eine Reise-SIM-Karte oder eine SIM-Karte ihres Ziellandes. 5 Prozent verzichten außerhalb der EU komplett auf die Nutzung mobiler Daten. „Ob Ausflugstipps, Routen oder gute Restaurants finden – mit dem Smartphone geht das auch im Urlaub viel leichter. Damit am Ende der Reise keine bösen Überraschungen drohen, sollte sich jeder schon im Vorfeld über die Kosten für Daten-Roaming informieren. Die Mobilfunkanbieter haben oftmals Datenpakete im Angebot, die man hinzubuchen kann“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Zudem kann man sich auch schon vor der Abreise Apps auf das Smartphone laden, die offline nutzbar sind. Insbesondere bei Karten- und Navigations-Apps kann man so Gebühren sparen.“

76 Prozent der Internetnutzer verwenden im Urlaub Apps, wie die Bitkom-Studie weiter ergibt. So checken 61 Prozent per App das Wetter, 40 Prozent nutzen eine Übersetzungs-App, um etwa Schilder oder Speisekarten zu verstehen. Jeder Dritte (34 Prozent) hat eine Navi-App für seinen Reiseort auf das Handy geladen, jeder Fünfte (20 Prozent) eine Reiseführer-App fürs Sightseeing. 12 Prozent buchen unterwegs per App Unterkünfte. Jeder Zehnte kümmert sich vor Ort via App um Transportmittel, also Taxis oder Tickets für den Nahverkehr.

So bleiben Roaming-Kosten im Ausland niedrig. Bitkom gibt Tipps:

  • Reisen innerhalb der EU: Seit dem 15. Juni 2017 gilt die EU-Roaming-Verordnung, nach der innerhalb der EU zum normalen Heimattarif telefoniert und im Internet gesurft werden kann – unabhängig davon, ob es sich um einen Prepaid- oder einen Postpaid-Vertrag handelt. Ankommende Anrufe und SMS sind kostenlos. Bitkom rät dennoch, vor Auslandsaufenthalten den eigenen Vertrag zu prüfen. Bei der Nutzung von Daten-Flatrates kann es im Ausland etwa je nach Vertragsbedingungen Einschränkungen geben.
  • Reisen außerhalb der EU: In Liechtenstein, Norwegen und Zypern gilt die EU-Roaming-Verordnung ebenfalls. Auch im Vereinigten Königreich kann trotz Brexit weiterhin ohne Aufpreis telefoniert und gesurft werden. Hier gibt es eine Übergangsfrist, die Ende 2020 ausläuft. In der Türkei und der Schweiz gilt die EU-Roaming-Verordnung nicht, ebenso in Flugzeugen oder auf Kreuzfahrtschiffen, wenn es sich etwa um ein eigenes Netz über Satellit handelt. Im Ausland außerhalb der EU können Mobilfunkkunden Datenpässe für ihr jeweiliges Zielland hinzubuchen. Die Tarife erfährt man beim Anbieter.
  • Roaming vermeiden: Wer auf keinen Fall Daten im Ausland nutzen und Kosten unbedingt vermeiden will, kann an seinem Smartphone die Option „Daten-Roaming“ manuell deaktivieren.

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23,8 Millionen Bürger machen Steuererklärung im Internet

  • Zahl der Online-Steuererklärungen steigt um 3 Prozent
  • Ende Juli ist Abgabefrist für Einkommenssteuererklärungen

Steuern sparen ganz ohne Papierkram: Immer mehr Bundesbürger machen Schluss mit der Zettelwirtschaft und reichen ihre Steuerklärung einfach online beim Finanzamt ein. 23,8 Millionen Steuerzahler gaben ihre Einkommenssteuererklärung für das Steuerjahr 2018 über das Internet ab. Das ist ein Anstieg um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 23,1 Millionen Online-Steuererklärungen. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten der Finanzverwaltung, die den Online-Dienst Elster betreibt. „Während die Digitalisierung der Verwaltung insgesamt nur langsam vorankommt, ist die Online-Steuererklärung ein Vorzeigebeispiel für einen bürgerorientierten digitalen Staat. Wer mit dem Finanzamt elektronisch kommuniziert, spart Aufwand, Zeit und Nerven – so sollte es bei allen Verwaltungsdienstleistungen sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Bei Gewerbetreibenden akzeptieren die Finanzbehörden mittlerweile ausschließlich elektronische Steuererklärungen. Bei Privatpersonen ist das dagegen grundsätzlich keine Pflicht. Ein großer Teil nutzt Software-Angebote kommerzieller Anbieter oder schaltet Steuerberater ein. „Um Elster weiter voranzubringen, sollte die Finanzverwaltung intensiver mit privaten Anbietern zusammenarbeiten, insbesondere bei den Schnittstellen zur Datenübermittlung“, ergänzt Berg.

Wer zu spät abgibt, muss mit Sanktionen rechnen

Ende Juli endet die Abgabefrist für Einkommenssteuererklärungen für das Steuerjahr 2019. Wer seine Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat bis zum 1. März 2021 Zeit, weil der 28. Februar auf ein Wochenende fällt. Wer die Frist verpasst, dem droht ein Verspätungszuschlag. Wer jedoch aufgrund der Corona-Krise nicht in der Lage ist, die Abgabefrist einzuhalten, kann beim zuständigen Finanzamt mit formlosem Schreiben eine Fristverlängerung beantragen. Das Schreiben sollte die eigene Steuernummer und eine Begründung für die Fristverlängerung enthalten.

Belege müssen nur noch auf Nachfrage eingereicht werden

Belege und separate Aufstellungen müssen Arbeitnehmer grundsätzlich nicht mehr an das Finanzamt versenden. Es reicht aus, wenn diese für mögliche Rückfragen aufbewahrt werden. Denn die meisten für die Besteuerung wichtigen Nachweise werden von Dritten, etwa Arbeitgebern, Banken und Sozialversicherungen, in digitaler Form an die Finanzverwaltung übermittelt und können automatisch in die Steuererklärung übernommen werden. Damit ist die Bearbeitung der Steuererklärung in der Regel durchgängig elektronisch und automatisch möglich.

Verschiedene Wege zur Online-Steuererklärung

Bei der Online-Steuererklärung haben Verbraucher die Wahl zwischen Steuerprogrammen, die von klassischer Download-Software über mobile Apps bis zu browserbasierten Lösungen reichen. Privatwirtschaftliche Anbieter legen großen Wert auf Nutzerorientierung und geben zusätzliche Tipps zum Steuersparen. Aktuell können außerdem das Programm Elster-Formular oder Mein Elster von der Finanzverwaltung genutzt werden. Das Programm Elster-Formular bietet die Finanzverwaltung in diesem Jahr zum letzten Mal an. Dieser Service wird eingestellt.

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Hinweis zur Methodik: Die Angaben zur Zahl der elektronischen Einkommensteuererklärung basieren auf Daten der Finanzverwaltung.

 

„Bildung in Deutschland 2020“

  • Präsident Berg: Schulen brauchen digitale Infrastruktur, digitale Konzepte und digitales Know-how

Zur Veröffentlichung des nationalen Bildungsberichts „Bildung in Deutschland 2020“ erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Corona-Krise hat aufgedeckt, dass wir bei der Digitalisierung der Bildung keine Vorreiter sind, sondern Nachzügler. Die meisten von Deutschlands Schulen haben massive digitale Defizite. Um sie aus dem analogen Trott herauszuholen, brauchen wir exzellente digitale Infrastrukturen und Endgeräte, digitale Konzepte und Inhalte und digitales Know-how auf Seiten der Lehrer. Für den flächendeckenden Umbau unserer Schulen zu Smart Schools sind Investitionen, Engagement und Tempo gefragt. Dabei muss die Krise ein Anlass sein, nicht einfach nur das Analoge eins zu eins ins Digitale zu überführen, sondern es muss darum gehen, Bildung ganz grundsätzlich neu zu denken – und zwar digital.

Digitale Bildung muss entlang der gesamten Bildungskette, von der schulischen Bildung über die Universitäten bis zur Weiterbildung, in den Vordergrund treten und unter Berücksichtigung der individuellen Vorkenntnisse und Ausgangslagen vermittelt werden. Um Informatik- und Digitalkompetenzen im schulischen Bereich ausreichend zu vermitteln, braucht es ein eigenständiges Fach Informatik ab Sekundarstufe I. Denn neben dem Erlernen von Anwenderkompetenzen müssen Schüler ein technisches Grundverständnis von der Funktionsweise digitaler Anwendungen erlangen.

Digitale Medien bieten völlig neue Möglichkeiten zur Kollaboration und Kommunikation. Im Umgang mit den neuen Technologien können so wertvolle Fähigkeiten für die Arbeitswelt für morgen erlernt werden, wie etwa Teamwork, Kommunikationsfähigkeit oder Kreativität. Voraussetzung dafür ist, dass jeder Schüler sowie alle Lehrkräfte mit entsprechender Hard- und Software ausgestattet sind. Hierfür müssen sowohl die Mittel des Digitalpakts als auch die Corona-Sofortmaßnahmen schnell bei den Schulen ankommen und alle Schulen einen leistungsfähigen Internetanschluss bekommen. Das gilt auch für Schüler im Homeschooling. Wirklich alle Kinder und Jugendlichen müssen zuhause die Möglichkeit haben, am Onlineunterricht teilzunehmen. Schüler aus wirtschaftlich schlecht gestellten Haushalten brauchen dabei auch materielle Unterstützung. In der beruflichen Bildung muss zunehmend Bezug auf die transformierte Arbeitswelt genommen werden. Innovations-Hubs und eine enge Kooperation zwischen Berufsschulen und Unternehmen können die Auszubildenden auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereiten. Damit Arbeitnehmer mit der zunehmenden Digitalisierung besser umgehen können, sollten Weiterbildungsangebote niedrigschwellig zugänglich gemacht werden. Hier sind Onlineangebote eine gute Alternative zu Präsenzfortbildungen.“

„Digitalpakt Deutschland“: Politische Vorschläge des Bitkom

Für den Weg aus der Corona-Krise und die Zeit danach hat der Digitalverband Bitkom mit dem „Digitalpakt Deutschland: Aufschwung für Wirtschaft und Innovation“ Vorschläge für die Bildungspolitik und andere Bereiche vorgelegt. Das vollständige Programm ist online abrufbar.

 

Bitkom unterstützt die Corona-Warn-App

 

  • Präsident Berg: „Wir empfehlen allen Smartphone-Besitzern, die App zu nutzen.“

Die Bundesregierung hat heute die Corona-Warn-App veröffentlicht, mit der die Infektionsketten des Coronavirus in Deutschland nachverfolgt und unterbrochen werden sollen.

Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Corona-Warn-App kann eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen. Wir begrüßen sehr, dass die App jetzt verfügbar ist und empfehlen allen Smartphone-Besitzern, die App zu nutzen. Mit dieser App können wir nicht nur die Corona-Pandemie bekämpfen, mit ihr können wir der Welt auch das digitale Deutschland zeigen. Wir dürfen diese App nicht kaputtreden, wir sollten sie feiern.

Die App ist anonym, datenschutzkonform und kann freiwillig genutzt werden. Bei der App-Entwicklung haben die beteiligten Unternehmen einen Open-Source-Ansatz gewählt, den Quellcode der App veröffentlicht und so für ein größtmögliches Maß an Transparenz gesorgt.

Die Mobilfunknetzbetreiber werden die Nutzung der App in ihren Netzen nicht auf das mobile Datenvolumen ihrer Kunden anrechnen. Wir als Digitalbranche appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, mit der Installation der App einen Beitrag für die Gesundheit aller zu leisten. Je mehr Menschen mitmachen, umso eher vermeiden wir eine zweite Infektionswelle. Bis es einen wirksamen Covid19-Impfstoff gibt, können mit der Corona-Warn-App Leben gerettet werden.“

Die Bitkom-Mitglieder unterstützen die Corona-Warn-App mit unterschiedlichen, weitreichenden Maßnahmen. So soll der Datenverkehr für die Nutzung der App nicht auf das vorhandene mobile Datenvolumen von Mobilfunkkunden angerechnet werden (sogenanntes Zero-Rating der App).

 

Digitale Bildung für alle: 10 Highlight-Aktionen zum Digitaltag

  • Virtueller Aktionstag für digitale Teilhabe am 19. Juni 2020 mit mehr als 300 Online-Formaten
  • Initiative „Digital für alle“ stellt zehn beispielhafte Aktionen aus der Kategorie „Bildung und Wissenschaft“ vor

Wie geht smarte Vereinsführung? Was können wir aus der Corona-Krise für die Digitalisierung der Bildung lernen? Und was bringt der aktuelle Digitalisierungsschub für die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland? Um diese und andere Fragen dreht sich der erste Digitaltag in Deutschland, der am 19. Juni 2020 stattfindet. In zehn Kategorien sind bereits mehr als 300 virtuelle Veranstaltungen verschiedenster Formate für digitale Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen angekündigt. Beispielhaft für die Kategorie „Bildung und Wissenschaft“ stellt die Initiative „Digital für alle“ zehn Aktionen vor. Das vollständige Veranstaltungsangebot kann unter www.digitaltag.eu/aktionen abgerufen werden.

  • Digitaler Dialog: Digitale Schulentwicklung – Katalysator für Bildungsgerechtigkeit (Forum Bildung Digitalisierung e. V.)
    Die Erfahrungen der flächendeckenden Schulschließungen und des Lernens von zu Hause zeigen deutlich, dass viele Schulen in Deutschland noch am Anfang stehen: Digitale Medien und eine zeitgemäße Lernkultur sind noch längst nicht selbstverständlicher Teil des Schulalltags. Studien zeigen, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wie in kaum einem anderen OECD-Land von der sozialen Herkunft abhängt. Für Schülerinnen und Schüler vor allem aus finanziell schwächeren, weniger bildungsaffinen Familien oder mit besonderen Förderbedarfen besteht nun noch mehr die Gefahr, den Anschluss zu verlieren und bildungsbiografische Lücken aufzubauen, die nur schwer wieder zu schließen sein werden. Wie kann der aktuelle Digitalisierungsschub dazu beitragen, den Blick auch für Fragen der Bildungsgerechtigkeit zu schärfen? Wie können Schulen, Schulträger, Politik und Zivilgesellschaft einen aktiven Beitrag leisten, um verschiedene Formen sozialer Ungleichheit gezielt auszugleichen? Wie können wir eine neue Lernkultur stärken, die auf Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit ausgerichtet ist? Welchen Beitrag können digitale Medien dafür in der Unterrichtsentwicklung spielen und eine zeitgemäße Lernkultur für die Schulentwicklung insgesamt? Darüber spricht Jacob Chammon, Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung und ehemaliger Schulleiter der Deutsch-Skandinavischen Gemeinschaftsschule in Berlin, gemeinsam mit dem Experten für Bildungsgerechtigkeit und Autor Aladin El-Mafaalani, Professor für Erziehungswissenschaft und Inhaber des Lehrstuhls für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück, und der Vorreiterin für DiKlusion* Lea Schulz, Studienleiterin am Institut für Qualitätsentwicklung für Schulen in Schleswig-Holstein. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/digitale-schulentwicklung-katalysator-fuer-bildungsgerechtigkeit
  • Webinar: Computermuseum an der Universität Stuttgart – virtuell (Computermuseum der Informatik / Informatik-Forum Stuttgart e. V.)
    Das Computermuseum an der Universität Stuttgart erzählt die faszinierende 350-jährige Entwicklung der Computer, beginnend mit der Rechenmaschine von Wilhelm Schickardt bis zu den Mikroprozessoren, die in der Mitte der 1970 Jahre eine Revolution und den Beginn der heutigen Digitalisierung einleiteten. Das Besondere sind die noch funktionsfähigen Rechenmaschinen und Computer, die auch nach vielen Jahren zeigen, wie man einst mit Ihnen gearbeitet hat. Klemens Krause, Leiter des Computermuseums, führt am Digitaltag ausgewählte Exponate der Sammlung in einem interaktiven Live-Stream vor und beantwortet zwischen 10 und 15 Uhr per Live-Chat die Fragen der Zuschauer. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/computermuseum-universitaet-stuttgart-virtuell
  • Digitaler Dialog: Corona-Schock im Bildungssektor. Die Krise als Lernauslöser (FernUniversität in Hagen)
    Einen Normalbetrieb wird es an Universitäten und Schulen erst einmal nicht geben. Die Bildungseinrichtungen sind weiter besonders gefordert und brauchen nachhaltige digitale Lösungen in der Krisensituation. Die Corona-Zeit zeigt, dass Politik, Wissenschaft und Institutionen sich schneller bewegen müssen als bisher – und das auch können! Prinzipiell notwendige Digitalisierungsprozesse im Bildungsbereich erscheinen plötzlich realisierbar oder wurden in den vergangenen drei Monaten bereits angepackt: Die Corona-Krise ist damit zum Lernauslöser geworden. Wie können uns diese Erfahrungen auch in Zukunft als Wegweiser dienen, um wichtige Entwicklungen zügig voranzutreiben? Von der FernUniversität in Hagen diskutieren darüber Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin, Prof. Dr. Julia Schütz, Professorin für Empirische Bildungsforschung, Prof. Dr. Uwe Elsholz, Professor für Lebenslanges Lernen, Prof. Dr. Claudia de Witt, Professorin für Bildungstheorie und Medienpädagogik, Dr. Annabell Bils, Referentin für Hochschulstrategie und Digitalisierung. Die Podiumsdiskussion findet live auf YouTube statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, per Chat teilzunehmen, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/corona-schock-bildungssektor-krise-lernausloeser
  • Streaming: Social Media Meetup #MD2025digitaltag (Landeshauptstadt Magdeburg Bewerbungsbüro Magdeburg 2025 | Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit)
    Vernetzen und voneinander lernen: Bei der Aktion der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg geht es darum, digitale Kompetenzen aus dem Bereich Social Media und der eigenen Online-Arbeit in Magdeburg und Umgebung mit anderen zu teilen. Zielgruppe sind Menschen, die Interesse an der digitalen Welt haben und Kompetenzen erweitern und/oder entwickeln wollen. Gehalten werden verschiedene Vorträge über Projekte und den Arbeitsalltag im digitalen Raum. Die Veranstaltung wird live gestreamt von der Open Stage des Freiraumlabors Magdeburg, Ratswaageplatz Magdeburg. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/social-media-meetup-md2025digitaltag
  • Online-Plattform: Digitaler Tag der offenen Tür: Detmold (Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe)
    Am Digitaltag 2020 öffnet die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe an den drei Standorten in Lemgo, Detmold und Höxter ihre Türen digital. Themen sind Forschung und Lehre, Wissenschaft und Praxis, Beratung und Orientierung. Durchgeführt werden unter anderem YouTube-Livestreams, Podcasts, Videos und Live-Webinare. Interessierte können mit Professorinnen und Professoren in Austausch kommen, sich in den Laboren und Werkstätten umschauen oder Mathe-Vorlesungen mit Virtual-Reality-Brille erleben. Auch die Institute gewähren Einblicke in ihre Arbeit und bieten Möglichkeiten zum digitalen Austausch. Für Studieninteressierte sind die Studienberatung und Studierende über verschiedene Kanäle und Social Media erreichbar und freuen sich auf Beiträge und Fragen. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/digitaler-tag-offenen-tuer-detmold
  • Dossenheim goes digital – Digitale Schnitzeljagd (Gemeinde Dossenheim und vhs Dossenheim)
    Die baden-württembergische Gemeinde Dossenheim lädt am Digitaltag ab 15 Uhr zur digitalen Schnitzeljagd. Zum Start wird auf www.dossenheim.de ein QR-Code zu finden sein, der zum nächsten Hinweis führt. Interessierte können mit Smartphone oder Tablet auf abenteuerliche Tour durch Dossenheim gehen – und dabei einiges lernen. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/dossenheim-goes-digital-digitale-schnitzeljagd
  • Webinar: Verein(t) verstehen (WerteWissenWandel, Gesellschaft für Zukunftsgestaltung gGmbH)
    Geboten wird eine Online-Konferenz für ehrenamtlich Engagierte, Vereinsaktive und all diejenigen, die es noch werden wollen. 6 Experten, 6 Themen, 6 Stunden Live-Inhalte – in den Webinaren werden Interessierte fit für die administrative Vereinsarbeit gemacht. Informiert wird über smarte Vereinsführung, rechtliche Hürden, Tipps und Tricks zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Finanzierungsmöglichkeiten für gemeinnützige Projekte. Gelernt werden kann, wie Vereine und Projekte professionell organisiert und verwaltet werden können. Die Webinare finden von 14:00 bis 20:00 Uhr statt und sind kostenfrei. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/vereint-verstehen
  • Podcast: Ein Podcast zur Digitalisierung der Schulen (Stadt Barmstedt)
    Das von der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Barmstedt produzierte Format liefert den Auftakt zu einer ganzen Podcast-Reihe rund um die Digitalisierung der Schulen. Ziel ist, die Perspektiven der unterschiedlichen Akteure zu beleuchten und einen Schwerpunkt auf die kollaborative Zusammenarbeit im Projekt zu legen. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/podcast-digitalisierung-schulen
  • Online-Plattform: Digitaler Schulhof (Comenius Grundschule Oranienburg, Ingenieur- und Vermessungsbüro Uwe Krause aus Falkensee, DVW Berlin-Brandenburg e. V., VDV Bezirksgruppe Brandenburg, Geobusters.de)
    Der digitale Schulhof steht für den zukunftsorientierten gesellschaftlichen Dialog im Bildungsbereich. Schüler, Eltern, Lehrer, Erzieher, Ausbildungsbetriebe und Hochschulen sollen hier in einem digitalen virtuellen Rahmen zueinander finden nach dem Motto „Aufstehn – aufeinander zugehn!“ Die Digitalisierung und insbesondere die Geoinformationstechnologie sind hierfür notwendige Schlüsseltechnologien. Der deutsche Verein für Vermessungswesen, der VDV in Brandenburg und IVB-Krause aus Falkensee zeigen gemeinsam mit der Grundschule Comenius in Oranienburg und der Plattform Geobusters.de, wie über den gesamten Bildungsweg von den Kleinsten bis hin zu Berufsausbildung und Studium die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts voneinander lernen und sich die Akteure gegenseitig helfen können. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/digitaler-schulhof
  • Ferdi: Digitales Ferienangebot zur Lernförderung von Grundschulkindern mit Lernrückständen im Lesen, Schreiben und/oder Rechnen (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation | IDeA Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk)
    Um Kindern, die aufgrund von Lernrückständen besonders von den Schulschließungen der vergangenen Wochen betroffen sind, gezielt helfen zu können, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes LONDI an der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation eine App konzipiert. Diese ermöglicht es Grundschullehrkräften, den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Rechtschreiben und Lesen digital (und aus der Ferne) zu erfassen und ihnen wirksamkeitsgeprüfte digital nutzbare bzw. computerunterstützte Förderprogramme anbieten zu können. Die Lehrkraft bekommt Rückmeldungen über Übungsintensitäten und ergebnisse der Kinder. Das Angebot wurde speziell für den Einsatz während der kommenden Sommerferien konzipiert und ist ab Ende Juni von Lehrkräften für betroffene Kinder einsetzbar. Am Digitaltag stellt Prof. Marcus Hasselhorn vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation die App in einem eigens dafür entworfenen Webinar vor. Es richtet sich in erster Linie an Grundschullehrkräfte, aber auch an interessierte Eltern von Kindern im Grundschulalter. Weitere Infos: https://digitaltag.eu/aktion/ferdi-digitales-ferienangebot-lernfoerderung-grundschulkindern-lernrueckstaenden-lesen

Digitale Teilhabe nachhaltig fördern

Der Digitaltag ist ein bundesweiter Aktionstag und findet am 19. Juni 2020 erstmals statt. Trägerin ist die Initiative „Digital für alle“, in der 28 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand versammelt sind. Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Unter dem Hashtag #digitalmiteinander soll der Aktionstag Menschen in ganz Deutschland miteinander verbinden und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Es steht allen offen, sich mit eigenen Aktionen und Online-Events einzubringen – ob Privatperson, Verein, Unternehmen oder öffentliche Hand. Mögliche Formate sind Webcasts, Webinare, Live-Streams, Online-Beratungen, virtuelle Führungen, Tutorials oder Hackathons. Anlässlich des Digitaltags wird der „Preis für digitales Miteinander“ in drei Kategorien verliehen, der mit insgesamt 30.000 Euro dotiert ist. Die Preisträger werden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier virtuell in Schloss Bellevue empfangen.

Nach der Premiere am 19. Juni 2020 wird der Digitaltag jährlich stattfinden. Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, zu den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten, und zum Preis für digitales Miteinander gibt es unter www.digitaltag.eu.

Partner der Initiative „Digital für alle“:

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In 7 Schritten zu digitalen Schulen

  • Verbändebündnis veröffentlicht Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung der Schulen
  • Lehrer, Bildungsinitiativen und Wirtschaft fordern gemeinsame Digitalisierungsoffensive von Bund, Ländern und Kommunen

Digitale Medien einsetzen, digitale Kompetenzen fördern und digitale Teilhabe für alle ermöglichen: Ein Bündnis aus Vertretern von Lehrerschaft, Bildungsinitiativen und Wirtschaft haben Bund, Länder und Kommunen zu einer gemeinsamen Offensive zur Digitalisierung der Schulen aufgerufen. Entwickelt und unterzeichnet hat das Papier „Offensive Digitale Schultransformation“ ein Zusammenschluss aus 18 Organisationen, darunter der Digitalverband Bitkom. „Die Corona-Krise hat uns wie unter einem Brennglas vor Augen geführt, wo wir bei der Digitalisierung der Schulen stehen. Den plötzlichen Wechsel ins virtuelle Klassenzimmer konnten einige Vorreiterschulen sehr gut meistern, den Großteil aber stellte das vor kaum lösbare Herausforderungen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Digitale Technologien haben den Schulbetrieb nicht nur im Corona-Lockdown am Leben gehalten, sondern können darüber hinaus und ganz grundsätzlich die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen besser, effektiver und abwechslungsreicher machen. Bei der Digitalisierung der Schulen darf es nicht etwa darum gehen, das Analoge eins zu eins ins Digitale zu übertragen. Schulische Strukturen und Prozesse müssen von Grund auf neu gedacht und weiterentwickelt werden.“

Um die Schulen nachhaltig digital zu transformieren, gibt das Papier „Offensive Digitale Schultransformation“ sieben Handlungsempfehlungen:

1. Lehren und Lernen mit digitaler Unterstützung im Schulalltag ergänzen und zukunftsbezogen aktiv gestalten
Digitale Lern- und Lehrmittel müssen unter dem Primat der Pädagogik verstärkt in den Schulen genutzt und die Möglichkeiten digitaler Unterrichtstechnologien aktiv gestaltet und gewinnbringend in den Schulalltag integriert werden.

2. Digitale Bildungsmittel für alle Schülerinnen und Schüler bereitstellen – digitale Spaltung überwinden
Für die Ausstattung von allen Schülerinnen und Schülern mit digitalen Lerngeräten, die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Bildungsinhalte und Zugang zum Internet sollten nachhaltige flexible Konzepte umgesetzt werden, beginnend bei der Unterstützung einmaliger Anschaffungen vor allem für Kinder aus ökonomisch benachteiligten Verhältnissen. Diese Unterstützung sollte wiederholt ermöglicht und dauerhaft finanziert werden.

3. Verpflichtenden Informatikunterricht ausweiten und die Nutzung von digitalen Werkzeugen in allen Fächern verbessern
Informatik sollte bundesweit verpflichtend ab Sekundarstufe I unterrichtet werden und zudem mit den übrigen MINT-Fächern gleichgestellt werden. Gleichzeitig sollten digitale Werkzeuge fächerübergreifend eingesetzt werden, wenn sie einen pädagogischen Mehrwert schaffen können.

4. Informatik- und Digitalkompetenzen durch verpflichtende Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften stärken
Für alle Lehrkräfte sollten eine grundständige schulform- und schulstufenspezifische Aus- und Weiterbildung sowie ein kurzfristiges Angebot mit hoher Reichweite eingerichtet werden, die es ihnen ermöglichen, Unterricht mithilfe digitaler Unterstützung zeitgemäß und zukunftsorientiert zu gestalten.

5. Sichere digitale Lernumgebungen etablieren und Formen der digitalen Kommunikation und Kooperation intensiver nutzen
Von Bund und Ländern bereitgestellte Online-Lernplattformen und digitale Bildungsinhalte müssen auch über die Corona-Krise hinaus flächendeckend an allen Schulen zur Verfügung stehen, um interaktiven (Fern-)Unterricht in Echtzeit sowie selbstständiges und kollaboratives Lernen zu ermöglichen.

6. Schulen durch flächendeckende Bereitstellung von IT-Fachpersonal, Medienberater*innen und zentralen Diensten dauerhaft unterstützen
Schulen brauchen Know-how und Manpower für die Digitalisierung. An allen Schulen müssen IT-Administratoren, Fachkräfte zur Beratung für den richtigen Einsatz digitaler Medien und Ansprechpersonen für zentrale Dienste, etwa Identity-Management-Systeme, zur Verfügung stehen.

7. Arbeitsmittel für Lehrkräfte bereitstellen – Engagement für digitalen Unterricht fördern
Allen Lehrkräften und Pädagoginnen und Pädagogen aller Art sollten eine ihren jeweiligen beruflichen Anforderungen entsprechende personengebundene Ausstattung zur Verfügung gestellt werden, wie zum Beispiel Notebook, Headset und Webcam inklusive der dafür erforderlichen Software.

Vollständiges Papier „Offensive Digitale Schultransformation“

Die ausführliche Version des Papiers „Offensive Digitale Schultransformation“ ist unter www.offensive-digitale-schultransformation.de abrufbar.

Unterzeichner:

Gesellschaft für Informatik | Bitkom – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien | Bundesverband Künstliche Intelligenz | Bundesverband IT-Mittelstand | Deutscher Lehrerverband | Deutscher Philologenverband | Verband Deutscher Realschullehrer | Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung | Katholische Erziehergemeinschaft Deutschland KEG | cnetz – Verein für Netzpolitik | Digitale Bildung für Alle | D64 | eco – Verband der Internetwirtschaft | Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie | Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering | Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit | LOAD | MINT-EC | MINT Zukunft | Netzwerk Digitale Bildung | Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland

Corona-Hilfen für digitale Schulbildung

Präsident Berg: Geld muss umgehend bei bedürftigen Schülern ankommen

 Zur Umsetzung des 500-Millionen-Euro-Sofortprogramms für die Digitalisierung der Schulbildung erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Bundesregierung will Schülerinnen und Schüler bei der Anschaffung digitaler Lerngeräte unterstützen und stellt dafür 500 Millionen Euro bereit. Jedes Kind aus bedürftigen Familien soll 150 Euro erhalten. Dieser Schritt ist zwingend notwendig, um die Chancengleichheit bei digitalem Unterricht zu verbessern. Jetzt sind zwei Dinge wichtig: Erstens müssen wir den Einsatz auf mindestens 300 Euro verdoppeln, um wirklich etwas zu bewirken. Schließlich müssen die Geräte für den Schuleinsatz ausreichend leistungsfähig und sicher sein. Wir brauchen also mehr Geld und es muss regelmäßig gezahlt werden, etwa alle drei Jahre, damit die Geräte auf dem aktuellen Stand bleiben. Zweitens muss es jetzt schnell gehen: Das Geld muss umgehend bei den bedürftigen Schülern ankommen. Die Geräte werden jetzt während der Corona-Krise besonders dringend gebraucht, um wirklich alle Schüler in den digitalen Unterricht und Homeschooling einbeziehen zu können. Wie das geht, haben die unbürokratischen Wirtschaftshilfen für Kleinselbständige gezeigt.“

„Digitalpakt Deutschland“: Politische Vorschläge des Bitkom

Für den Weg aus der Corona-Krise und die Zeit danach hat der Digitalverband Bitkom mit dem „Digitalpakt Deutschland: Aufschwung für Wirtschaft und Innovation“ Vorschläge für die Bildungspolitik und andere Bereiche vorgelegt. Das vollständige Programm ist online abrufbar.

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