Archiv für Ingo Peters

Jeder Fünfte hat keine Computerkenntnisse

  • 13 Millionen Deutsche können nicht mit Computern umgehen
  • 28 Prozent der Jüngeren haben nur geringe Kenntnisse

Viele Menschen wissen mit Computern nichts anzufangen. Jeder Fünfte (19 Prozent) hat keine Computerkenntnisse. Das entspricht gut 13 Millionen Bundesbürgern ab 14 Jahren. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Ähnlich viele Menschen (22 Prozent) verfügen zumindest über Grundkenntnisse, können also etwa ein Programm installieren oder einfache Büroanwendungen bedienen: Mittelmäßiges Wissen über Computer ist nach eigenen Angaben bei 37 Prozent der Deutschen vorhanden. Nur jeder Fünfte (19 Prozent) schreibt sich hohe oder sehr hohe Computerkenntnisse zu. „Wenn fast die Hälfte der Bürger gar nichts oder nur wenig mit Computern anfangen kann, muss uns das wachrütteln“, sagt BITKOM-Vizepräsident  Achim Berg. „Für eine digitale Gesellschaft ist es herausragend wichtig, flächendeckende IT-Bildungsangebote zu machen.“

Erwartungsgemäß verfügen vor allem ältere Menschen über geringe Computerkenntnisse. 79 Prozent der Menschen ab 65 Jahren haben dazu kein oder nur wenig Wissen. Gut jeder Dritte der 50- bis 64 Jährigen (37 Prozent) weiß nichts oder wenig zur Computerbedienung. Aber auch viele Jüngere können nur schlecht mit Computern umgehen: Gut jeder Vierte (28 Prozent) der 14- bis 29-jährigen schätzt seine Kenntnisse gering ein. Dagegen geben fast zwei von fünf (38 Prozent) der Jüngeren an, hohe oder sehr hohe Computerkenntnisse zu haben. Insgesamt kennen sich Frauen und Männer ähnlich gut mit Computern aus: 18 Prozent der Frauen verfügen nach eigener Einschätzung über hohe oder sehr hohe Kenntnisse, bei den Männern sind es 21 Prozent. Berg: „IT- und Computer-Kompetenzen gehören heute zum Alltag und sind in fast allen Branchen und Berufen erforderlich.“

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris durchgeführt hat. Dabei wurden im September 2014 mehr als 1300 Personen ab 14 Jahren zur Selbsteinschätzung ihrer Computerkenntnisse befragt.

Medienbildung an deutschen Schulen: Handlungsempfehlungen für die digitale Gesellschaft

Medienkompetenz gilt heute wie Lesen, Schreiben und Rechnen als Schlüsselqualifikation für einen chancenreichen Start ins Berufsleben. Der souveräne Umgang aller Schüler mit PC, Internet und digitalen Medien setzt daher eine flächendeckende und systematische Verankerung von Medienbildung voraus. Die Studie der Initiative D21, die am heutigen Abend in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, analysiert die schulische Medienbildung in Deutschland und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen auch auf der Basis von zahlreichen Experteninterviews. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie im Anhang.
Die Studie, alle Grafiken mit offener Lizenz, erste Impressionen des Veröffentlichungsevents und weitere Informationen zur Studie finden Sie unter

http://www.initiatived21.de/portfolio/medienbildung_an_deutschen_schulen

Die Studie kann auch unter http://www.atenekom.eu/medienbildung heruntergeladen werden. 

Jeder zweite Lehrer ohne geschützte Dienst-E-Mail-Adresse

Forsa Lehrerumfrage im Auftrag des VBE:

Deutschlands Schulen können von einer zeitgemäßen IT-Ausstattung nur träumen. Dennoch nutzen neun von zehn Lehrkräften das Internet im Unterricht. Die Kenntnisse dafür haben sich die Lehrer vor allem privat angeeignet. Das ergibt eine Repräsentativbefragung von Lehrern, die der VBE bei forsa in Auftrag gegeben hatte. Befragt wurden dafür bundesweit und in NRW Lehrkräfte von der Grundschule bis zur berufsbildenden Schule. Eine vergleichbare Lehrerumfrage gibt es bisher nicht. Der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann stellte heute in Düsseldorf die Ergebnisse vor.

„Die IT-Ausstattung der Schulen ist mittelalterlich“, kritisierte Udo Beckmann. „Wer digitales Lernen in den Schulen ernsthaft installieren will, muss eine zeitgemäße Ausstattung aller Schulen, von der Grundschule bis zu den berufsbildenden Schulen, sichern. Und das ist allein in Verantwortung der Dienstherren und Schulträger zu realisieren.“ Schulen seien weit davon entfernt, dass der PC für Lehrkräfte zum alltäglichen persönlichen Arbeitsgerät am Arbeitsplatz Schule zähle. PCs ständen in der Regel als Einzelexemplar im Lehrerzimmer, bei der Schulleitung oder in Computerräumen. „22 Prozent aller befragten Lehrer bundesweit haben nicht einmal Zugang zu einem solchen PC. Von den befragten Grundschullehrkräften haben 27 Prozent keinerlei Zugang zu einem Dienst-PC“, sagte Beckmann, „Insbesondere die Grundschulen seien abgehängt, auch auf diesem zukunftsträchtigen Feld.“ Ein schnelles Internet würden nur 59 Prozent der befragten Grundschullehrkräfte für ihre Schule angeben. Den Zugang an der Grundschule zu einer geschützten Online-Plattform für Unterricht, Hausaufgaben oder Elternkontakte bestätigte nur ein knappes Drittel, während bundesweit 42 Prozent der Befragten den Zugang bestätigen würden.

Als Skandal bezeichnete Udo Beckmann, dass im Bundesdurchschnitt nur 57 Prozent der befragten Lehrkräfte das Vorhandensein einer geschützten dienstlichen E-Mail-Adresse bestätigen. Sogar ein Viertel der befragten Schulleitungsmitglieder muss ohne geschützte Dienst-E-Mail-Adresse auskommen. „Das ist nichts anderes als eine Ermunterung der Schulen durch die Verantwortlichen von Land und Schulträgern zu einem fahrlässigen Umgang mit Daten“, so Beckmann. „Im beruflichen Alltag fällt eine Vielzahl zu schützender Daten über Schüler und deren Lernsituation sowie über interne Arbeitsprozesse in der Schule an. Auch Schulämter, Schulverwaltungen und Ministerien fragen regelmäßig Daten ab, die vor Missbrauch unbedingt zu schützen sind. Der VBE fordert geschützte dienstliche E-Mail-Adressen für jeden Lehrer, damit das Gebot des Datenschutzes garantiert wird.“

Beckmann stellte weiter fest: „Nicht nur die IT-Ausstattung ist mangelhaft, überdies wird auch die technische Betreuung den Schulen selbst überlassen. Weniger als die Hälfte der befragten Lehrerinnen und Lehrer berichtet, dass sich an ihrer Schule IT-Fachpersonal bzw. ein IT-Support darum kümmert. 71 Prozent geben dagegen an, dass sich einzelne Fachlehrer um die Wartung kümmern.“ Als Privatangelegenheit werde offenbar vom Dienstherrn auch die Aneignung von Kenntnissen für IT-gestützten Unterricht behandelt, erklärte Beckmann: „Lehrerfortbildung als Fehlanzeige!“ Neun von zehn der befragten Lehrkräfte haben sich überwiegend auf privatem Wege Kenntnisse angeeignet, jeder dritte auch mithilfe von Kollegen. „Die digitale Schule wird vom Dienstherrn als Privatangelegenheit auf die Lehrer abgeschoben“, alarmiert Beckmann: „Auch das ist Rotstiftpolitik auf dem Rücken der Lehrkräfte. In der Lehrerarbeitszeit ist dafür kein Zeitfenster vorgesehen.“

Beckmann zieht sein Fazit aus der forsa-Umfrage: „Lehrkräfte machen aus den unterbelichteten IT-Verhältnissen an ihrer Schule das Beste, um ihren Schülern IT-Bildung so gut wie eben möglich zu vermitteln. Von digitaler Verweigerung kann keine Rede sein. Es muss endlich Schluss damit sein, das Thema IT als Privatvergnügen der Lehrer anzusehen. Die zuständige Politik muss das Geld für die digitale Aufrüstung der Schulen bereitstellen und darf sich nicht auf Appelle zum Sponsoring zurückziehen.“

Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland

  • 76,8 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren nutzen das Internet. Die Differenz zwischen Spitzenreiter Hamburg und Sachsen-Anhalt steigt um 2 Prozent auf 16 Prozentpunkte.
  • Digitalisierungsgrad der Deutschen liegt bei 51,3 von 100 Punkten und bleibt damit auf Vorjahresniveau (2013: 51,2)
  • Positive Tendenzen bei digitalem Zugang, Offenheit und Nutzungsvielfalt
  • Digitale Kompetenz nimmt um 2,5 Indexpunkte ab
  • Digitale Gesellschaft ist weiterhin heterogen: Zahl der digital weniger erreichten Nutzergruppen sinkt in 2014 um 3 Prozentpunkte auf 63 Prozent;
    37 Prozent der Deutschen sind digital souverän (34 Prozent in 2013)
  • Keine Verbesserung der strukturellen Benachteiligung (durch Alter, Wohnort, Bildung und Geschlecht) in 2014
  • Datenbewusstsein in der Bevölkerung schwach ausgeprägt

Mit der Studie D21-Digital-Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des  (N)ONLINER Atlas (2001-2014) und mit rund 33 000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zum Internetnutzungsverhalten der Deutschen. Der Index ermöglicht es, die Auswirkungen von Innovationen und Ereignissen für Wirtschaft und Gesellschaft detailliert, nachhaltig und im Zeitverlauf aufzuzeigen.

Brigitte Zypries, MdB und Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie betont: “Die Digitalisierung stärkt den Industriestandort Deutschland und macht ihn zukunftsfähig. Wir wollen die Menschen dabei unterstützen, ihre Digitalkompetenzen auszubauen, damit sie am Ende gemeinsam mit Wirtschaft und Politik aktiv zur Gestaltung des IT-Standorts Deutschland beitragen können. Der D21-Digital-Index gibt einen genauen Überblick über das Internetnutzungsverhalten der Deutschen und zeigt, wo es Handlungsbedarf gibt, um insbesondere Unternehmen beim Schritt in die digitale Arbeitskultur zu unterstützen und strukturelle Benachteiligungen frühzeitig zu vermeiden. So hat die Studie ergeben, dass Berufstätige zwar im Durchschnitt einen deutlich höheren Digitalisierungsgrad als die Bevölkerung insgesamt haben, sie aber häufig mit den Herausforderungen der Digitalisierung allein gelassen werden. Das zeigt, die Wissensvermittlung und der nötige Kompetenztransfer müssen verbessert werden. Gleichzeitig haben Nachwuchskräfte, die das Internet auch privat viel stärker nutzen, einen überdurchschnittlich hohen Digitalisierungsgrad. Um die daraus entstehenden Chancen für die Wirtschaft zu nutzen, ist es wichtig, dass für sie ein attraktives Arbeitsumfeld geschaffen wird, das die Chancen der Digitalisierung noch besser erschließt.”

Die  digitale Gesellschaft bleibt heterogen. Unterschiede im Digitalisierungsgrad (also der qualitativen Nutzung des Internets) bleiben in Bezug auf Alter, Geschlecht und Regionalität nach wie vor bestehen. Der Zugang zum Internet, die Offenheit gegenüber neuen Technologien und die Vielfalt der Internetnutzung haben sich im vergangenen Jahr nur leicht verbessert. Allgemein bewegen sich erst 37 Prozent der Bevölkerung bei der Internetnutzung digital souverän. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Möglichkeiten der Kompetenzerlangung und Teilhabe anzubieten und entsprechende Schutzmechanismen des Daten- und Verbraucherschutzes zu gewährleisten, so dass sich auch Internetnutzer mit geringer IT-Kompetenz sicher in der digitalen Welt bewegen können.

Robert A. Wieland, Geschäftsführer des durchführenden Marktforschungsinstituts TNS Infratest und Vizepräsident der Initiative D21 ergänzt: “Innerhalb weniger Jahre hat die Digitalisierung die tägliche Lebenswelt verändert. Die deutschen Internetnutzer verbringen durchschnittlich 3 Stunden online. eCommerce ist für zwei Drittel der Internetnutzer regelmäßige Praxis und auch Cloud-Anwendungen finden verstärkt Zuspruch. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein sehr schwach ausgeprägtes Datenbewusstsein. 78 Prozent der Deutschen möchten zwar keine persönlichen Daten gegen einen kostenlosen Service tauschen. Dennoch sind die Nutzerzahlen bei den entsprechenden Anwendungen hoch. Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit macht deutlich, dass es zum Thema Datenbewusstsein noch massiven Aufklärungsbedarf gibt.”

Die Initiative D21 sieht es als gesamtgesellschaftliche Aufgaben an, die Chancen der Digitalisierung für alle Menschen nutzbar zu machen und die digitale Gesellschaft fair zu gestalten.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:

http://www.initiatived21.de/portfolio/d21-digital-index-2014/

Telefonieren vielen Smartphone-Usern nicht wichtig

Textnachrichten, Surfen und Weckfunktion sind wichtiger für Nutzer

Unter den beliebtesten Anwendungen eines modernen Smartphones findet sich Telefonieren erst an sechster Stelle. 40 Prozent der Befragten meinen sogar, dass sie ohne dieses Feature auskommen könnten. Das hat eine Studie des Taxi-App-Betreibers Hailo http://hailoapp.com mit 2.000 Teilnehmern ergeben.

Textnachrichten sind am wichtigsten

Platz eins und zwei der wichtigsten Gründe, zum Smartphone zu greifen, belegen das Schreiben und das Lesen von Textnachrichten. Das Lesen von E-Mails, das Surfen im Web und sogar die Weckfunktion von Handys befinden sich auf der Beliebtheitsskala vor der ursprünglichsten aller Anwendungen – dem Telefonieren, das auf Platz sechs abgerutscht ist. Auf den Rängen sieben bis zehn folgen das Versenden von E-Mails, das Überprüfen der Uhrzeit, die Taschenrechnerfunktion und das Verwenden von Facebook.

“Die Smartphone-Funktionen haben sich in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt und drastisch verbessert. Heute gibt es so viele Wege, über die man in Verbindung bleiben kann. Da verwenden Leute die Funktionen, die für sie am praktischsten sind”, so Tom Barr, Geschäftsführer von Hailo. “Während wir immer weniger Zeit für uns selbst haben, brauchen wir in unserem Leben mehr Komfort und weniger Stress. Telefonate können zwar persönlicher sein, aber sie sparen nicht immer Zeit.”

20 Minuten Telefonie am Tag

Von den rund zwei Stunden, die das Smartphone täglich genutzt wird, entfallen nur etwa 20 Minuten auf Telefonate. Das Telefonieren mag zwar mit Platz sechs noch eine relativ wichtige Funktion sein, doch werden nur etwa drei Telefonate pro Tag geführt – öfter wird das Handy gezückt, um Fotos zu machen oder Facebook zu checken. Auch Navigations-Apps sind beliebt. Einer von sechs Befragten hat angegeben, dass er sich ohne diese nicht in fremden Städten zurechtfinden könnte.

Jugendliche im Web: Positive Erfahrungen überwiegen

  • Internet wichtig für Schule, Studium und Berufsausbildung
  • Ein Drittel hat auch schlechte Erfahrungen gemacht
  • Gefahren sind verstörende Inhalte, Cybermobbing, sexuelle Belästigung

Die überwiegende Mehrheit (58 Prozent) der Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren hat nach eigenen Angaben noch keinerlei negative Erfahrungen im Internet gemacht. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM im Rahmen der Studie „Kinder und Jugend 3.0“ hervor. „Die meisten Jugendlichen machen weit überwiegend positive Erfahrungen bei der Nutzung des Internet. Sie sollten aber die größten Gefahren kennen und wissen, wie sie im Fall der Fälle reagieren können“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der befragten Jugendlichen geben an, dass sie ihr Wissen dank des Internets verbessern konnten. Ein Drittel (33 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass sie durch das Internet ihre Leistungen in der Schule bzw. in der Ausbildung verbessert haben. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) hat über das Internet neue Freunde gefunden.

Nach den Ergebnissen der Umfrage hat immerhin ein gutes Drittel (35 Prozent) der 10- bis 18-Jährigen auch schlechte Erfahrungen im Internet gemacht. Der Anteil steigt mit dem Alter und der Nutzungsintensität. Unter den 10- bis 12-Jährigen haben erst 23 Prozent negative Erfahrungen im Web gemacht, unter den 13- bis 15-Jährigen ist es fast ein Drittel (32 Prozent) Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen bereits die Hälfte (50 Prozent). Ein häufig auftauchendes Phänomen ist Cybermobbing: So wurden 14 Prozent der Jugendlichen im Internet schon einmal gemobbt oder beleidigt, wie der BITKOM kürzlich berichtete.

Neben persönlichen Attacken können im Web auch verstörende Inhalte negativen Einfluss auf die Gemütslage und die Entwicklung junger Menschen haben. Laut Umfrage haben ebenfalls 14 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren im Internet Dinge gesehen, die ihnen Angst gemacht haben. Dazu zählen zum Beispiel explizite Darstellungen von Gewalt oder Pornografie. Unter den 10- bis 15-Jährigen sind es 11 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen 18 Prozent. „Verstörende Inhalte sind im Internet jederzeit verfügbar. Schutzprogramme können das Aufrufen bedenklicher Inhalte verhindern oder den Zugang zumindest sehr deutlich erschweren“, sagt Rohleder. „Ab einem gewissen Alter greifen keine Verbote mehr. Jugendliche müssen lernen, eigenverantwortlich zu entscheiden, was sie sehen wollen und was nicht. Die Fähigkeit zum bewussten Abschalten muss in der Schule und von den Eltern vermittelt werden.“

Ein weiteres Problem sind sexuelle Übergriffe: 4 Prozent der 10- bis 18-Jährigen geben an, dass sie im Internet von Gleichaltrigen sexuell belästigt wurden (16 bis 18 Jahre: 7 Prozent). Weitere 3 Prozent sagen, dass sie von Erwachsenen sexuell belästigt wurden (16 bis 18 Jahre: 4 Prozent). Mädchen sind mit einem Anteil von 4 Prozent deutlich häufiger betroffen als Jungen mit nur 1 Prozent. Insgesamt summieren sich die Fälle sexueller Belästigung im Internet damit auf mehrere Hunderttausend.

Die Studie zeigt, dass sich die meisten Jugendlichen anderen Personen anvertrauen, wenn sie negativen Erfahrungen im Internet gemacht haben. 58 Prozent der Betroffenen haben mit ihren Eltern gesprochen und 50 Prozent mit Freunden. 17 Prozent haben einen entsprechenden Vorfall den Betreibern eines Online-Dienstes gemeldet. 14 Prozent sagen, dass sie sich selbst verteidigt haben. Dagegen haben nur 8 Prozent der betroffenen Jugendlichen mit Lehrern gesprochen. „Dass sich Kinder und Jugendliche erwachsenen Bezugspersonen anvertrauen, ist der wichtigste Schritt im Umgang mit negativen Erfahrungen“, betont Rohleder. „Dafür müssen Eltern und Lehrer mögliche Gefahren thematisieren und den Kindern vermitteln, dass sie jederzeit ansprechbar sind.“

Eine Übersicht mit den wichtigsten Hinweisen für Eltern und weiterführenden Links hat der BITKOM hier zusammengestellt: http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM-Tipp_-_Kinder_und_Jugend_3_0.pdf

Hinweis zur Methodik: Im Rahmen der Studie „Kinder und Jugend 3.0“ sind im Auftrag des BITKOM 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt worden (10 bis 18 Jahre: 688). Die Umfrage ist repräsentativ. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

 

Jeder vierte Bundesbürger liest E-Books

  • Digitale Bücher in fast allen Altersgruppen gleichermaßen beliebt
  • Ein Fünftel der E-Book-Nutzer liest auf mehreren Geräten parallel
  • Ausleihen statt Kaufen: Alternative Nutzungsmodelle im Trend

Fast jeder vierte (24 Prozent) Bundesbürger liest elektronische Bücher (E-Books). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 2.300 Personen hervor. Im Vorjahr lag der Anteil der E-Book-Leser noch bei 21 Prozent. Da nur drei Viertel aller Deutschen Bücher lesen, liegt der Anteil der E-Book-Nutzer an der Bücher lesenden Bevölkerung sogar bei 33 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). „E-Books haben sich als feste Größe im digitalen Medienmix etabliert“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Dr. Christian Illek im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse bei Vorstellung der Studie. „Immer mehr Leser schätzen die Vorteile digitaler Literatur.“ Neben dem großen Angebot an verfügbaren Titeln zählen dazu die interaktiven Funktionen von E-Books. Illek: „E-Book-Leser haben jederzeit Zugriff auf zahllose Bücher, erhalten Zusatzinformationen zum Text und können ihre Leseerfahrungen im Internet mit anderen teilen.“ Die Studie zeige, dass immer mehr Nutzer ihre digitalen Bücher auf mehreren Geräten parallel lesen. Darüber hinaus etablierten sich alternative Nutzungsmodelle wie monatliche E-Book-Flatrates.

Nach den Ergebnissen der Umfrage sind E-Books über die verschiedenen Altersgruppen hinweg gleichermaßen beliebt. 31 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen und 30 Prozent der 30- bis 49-Jährigen lesen E-Books. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 27 Prozent. Erst in der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt die Nutzung mit 10 Prozent deutlich niedriger. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Nicht-Nutzer von E-Books kann sich vorstellen, in Zukunft digitale Bücher zu lesen. „Das Marktpotenzial von E-Books ist gewaltig“, betonte Illek. Dazu trage auch die wachsende Gerätebasis bei. Nach BITKOM-Prognosen werden im laufenden Jahr 9,2 Millionen Tablet Computer (plus 15 Prozent) und 1,2 Millionen reine E-Reader (plus 12 Prozent) verkauft.

Allerdings sind die am weitesten verbreiteten Lesegeräte immer noch Laptops bzw. Netbooks, die 56 Prozent der E-Books-Nutzer verwenden. 44 Prozent lesen E-Books auf dem Smartphone und 32 Prozent auf einem stationären Computer. 30 Prozent der befragten E-Book-Nutzer lesen auf dem Tablet Computer und 27 Prozent mit dem E-Reader. „E-Book-Leser sind nicht auf ein Gerät festgelegt. Ein Fünftel liest parallel auf unterschiedlichen Geräten wie Tablet, Smartphone und E-Reader“, sagte Illek. Die Synchronisierung erfolgt durch die Speicherung der Bücher in der Cloud, die dann entweder direkt auf dem E-Reader oder über spezielle Apps auf Smartphones und Tablets abgerufen werden können. Damit haben Nutzer an jedem Ort mit Internetzugang Zugriff auf ihre Bücher.

Die beliebteste technische Funktion von E-Books ist das digitale Lesezeichen. Gut zwei Drittel (69 Prozent) der befragten E-Book-Leser nutzen sie. Gleichauf liegt mit 68 Prozent die Veränderung der Schrift: Größe, Zeilenabstand oder Schrifttyp können angepasst werden. Ein gutes Drittel (38 Prozent) verwendet die Stichwortsuche, ein Viertel (26 Prozent) macht sich Notizen und ein Fünftel markiert Textstellen. 17 Prozent nutzen die Übersetzungsfunktion. Illek: „E-Books bieten hier einen echten Mehrwert gegenüber gedruckten Büchern.“

Die wichtigsten Bezugsquellen für E-Books sind mit 63 Prozent Online-Buchshops wie Amazon, Buch.de, Ebook.de oder Thalia.de. Gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten kauft Bücher in den vorinstallierten Shops der Lesegeräte. Immerhin 14 Prozent kaufen direkt bei den Autoren und 9 Prozent auf den Webseiten der Buchverlage. „Immer mehr Autoren und Verlage erkennen die Chancen des Internets für die Selbstvermarktung und den Direktverkauf“, sagte Illek. 15 Prozent der Befragten sagen, dass sie kein Geld für E-Books ausgeben.

Neben dem Erwerb einzelner E-Books etablieren sich alternative Formen der Nutzung. Insbesondere das Ausleihen digitaler Bücher entwickelt sich zu einem wichtigen Trend. Ein Viertel der Befragten leiht E-Books über öffentliche Bibliotheken aus. Im vergangenen Jahr waren es erst 17 Prozent. Das Ausleihen bei kommerziellen Anbietern wächst leicht auf 16 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent). Entsprechende Dienste bieten monatliche Pauschaltarife für die Nutzung einer bestimmten Anzahl von E-Books. 25 Prozent der E-Book-Nutzer lesen frei verfügbare elektronische Bücher, zum Beispiel aus dem „Project Gutenberg“ – im Vorjahr waren es erst 15 Prozent. 6 Prozent zahlen pro Seite, was vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen von Bedeutung ist. In der Summe nutzt gut die Hälfte (52 Prozent) der E-Book-Leser Alternativen zum Kauf einzelner Dateien.

Ein Viertel (26 Prozent) der E-Book-Nutzer teilt Leseerfahrungen im Internet mit anderen. Mit Abstand am beliebtesten ist das Schreiben von Rezensionen in Online-Shops: 14 Prozent der Leser machen davon Gebrauch. Immerhin 8 Prozent nutzen Apps, mit denen man Textstellen markieren und diese mit anderen teilen kann. Weitere 3 Prozent machen das freihändig, in dem sie den Text kopieren und die Inhalte zum Beispiel in sozialen Netzwerken teilen.

Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris Umfrageforschung durchgeführt hat. Dabei wurden im September 2.310 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 562 E-Book-Nutzer.

Merkel: “Digitale Welt” größte Herausforderung für die Schule

Die Vermittlung von Kenntnissen über Computer, auch über Programmiersprachen oder digitale Medien sei die größte Herausforderung für die Schulen, meint die Bundeskanzlerin. Deshalb sei für Lehrer Weiterbildung im Berufsleben wichtig.

In deutschen Schulen sollte aus Sicht der Bundeskanzlerin mehr über die Herausforderungen des Computerzeitalters gesprochen werden. Die digitale Welt halte immer mehr in unser normales Leben Einzug, sagte Angela Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. Deshalb sei die Vermittlung von Kenntnissen über Computer “gegebenenfalls auch über Programmiersprachen, über die Nutzung digitaler Medien, aber auch die Nutzung der eigenen Persönlichkeitsrechte – was gebe ich preis, wie ist das mit den dauerhaften Verfügbarkeiten von Informationen?” die größte Herausforderung für die Schulen.

“In welcher Form das in die Lehrpläne eingearbeitet wird, ist dann wieder die Entscheidung der jeweiligen Bundesländer”, fügte die Kanzlerin hinzu. Auch für die Lehrer sei die Digitalisierung vieler Lebensbereiche eine Herausforderung: “Heute kommen Schülerinnen und Schüler in die Schule, die wachsen ganz natürlich mit dem Computer auf, was ja für Ältere wie mich zum Beispiel noch nicht der Fall ist”, gab Merkel zu bedenken. Für Lehrer sei deshalb Weiterbildung auch im Berufsleben sehr wichtig. Bund und Länder wollen in den nächsten zehn Jahren 500 Millionen Euro für eine Ausbildungsoffensive für Lehrer aufbringen.

Zum Video

Cybermobbing trifft viele Jugendliche

  • 14 Prozent der 10- bis 18-Jährigen sind im Internet gemobbt worden
  • Peinliche Fotos oder Beschimpfungen belasten die Jugendlichen
  • BITKOM gibt Hinweise zum Umgang mit Cybermobbing

Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. In absoluten Zahlen entspricht das rund einer Million Fälle. „Mobbing im Internet ist unter Jugendlichen ein verbreitetes Phänomen. Die Folgen können dramatisch sein und bis zum Suizid reichen“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. In den unterschiedlichen Altersgruppen variieren die Werte laut Umfrage leicht: Unter den 10- bis 12-Jährigen sind bereits 9 Prozent Opfer von Cybermobbing oder Beleidigungen geworden. Unter den 13- bis 15-Jährigen sind es 16 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen 15 Prozent. Mädchen sind mit einem Anteil von 15 Prozent etwas häufiger betroffen als Jungen mit 13 Prozent.

Im Zusammenhang mit Mobbing im Internet machen die Jugendlichen weitere unangenehme Erfahrungen. So geben 10 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren an, dass über sie im Internet Lügen verbreitet worden sind. Bei den 16- bis 18-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 16 Prozent. 4 Prozent der 10- bis 18-Jährigen sagen, dass jemand peinliche Fotos von ihnen im Internet veröffentlicht hat (16 bis 18 Jahre: 9 Prozent). Das Spektrum der Gehässigkeiten im Web reicht von subtilen Formen wie dem Ausschluss aus bestimmten Chat-Gruppen bis zur Gründung so genannter Hass-Webseiten, die nur dem Ziel dienen, eine bestimmte Person zu beleidigen oder schlecht zu machen. Rohleder: „Im Gegensatz zu Hänseleien in der Schule können sich die Betroffenen dem Cybermobbing kaum entziehen. Die Angriffe verfolgen sie über Smartphone und Computer an fast jeden Ort.“

Grundlegende Hinweise zum Umgang mit Mobbing:

Sparsam mit persönlichen Daten: Als präventives Handeln gegen Mobbing sollten Kinder und Jugendliche im Internet mit ihren persönlichen Daten sehr sorgfältig umgehen. Das gilt für Zugangsdaten zu Online-Diensten, aber auch für private Adressen oder Telefonnummern und ganz besonders für intime Fotos.

Sicherheitseinstellungen nutzen: Im konkreten Mobbing-Fall können die Betroffenen den Täter oder die Täterin über die Einstellungen eines Online-Dienstes sperren und bei den Betreibern die Löschung von beleidigenden Inhalten verlangen.

Virtuell unsichtbar werden: Die Initiative „Mobbing – Schluss damit“ rät den Betroffenen, eine Zeit lang im Internet „unsichtbar“ zu werden. Profile in sozialen Netzwerken sollten gelöscht, die E-Mail-Adresse oder sogar die Handy-Nummer geändert werden. Cybermobbing läuft dann weitgehend ins Leere und die Situation kann sich beruhigen.

Schule und Polizei informieren: Bei anhaltendem Mobbing sollte nicht nur die Schule, sondern auch die Polizei benachrichtigt werden. Viele Beleidigungen oder sonstige Angriffe verstoßen gegen das Gesetz und würden vor Gericht geahndet werden. Deshalb sollten Betroffene Beweismittel zum Beispiel in Form von Screenshots sammeln.

Weitere Informationen und Kontakte zu Anlaufstellen sind im Internet verfügbar unter:

http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/

http://www.mobbing-schluss-damit.de/

http://www.bündnis-gegen-cybermobbing.de/

https://www.i-kiz.de/hilfe/kinder/

Schach in der Schule

Mittlerweile ist es amtlich und durch Studien belegt: Schach tut gut. Es fördert Konzentrationsfähigkeit, problemlösendes Denken und soziale Kompetenz. Das gefällt der Schulbehörde. So gibt es im Hamburger Gymnasium Ohlstedt Schach seit kurzem als Schulfach. So richtig. Mit Hausaufgaben, Klausuren, Noten. Also: (Matt) setzen, eins! Mehr unter dem folgenden Link:

http://de.chessbase.com/post/schach-in-der-schule-3

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