Archiv für Ingo Peters

Die Gesellschaft in der digitalen Transformation

D21-Digital-Index 2015

die Initiative D21 und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben heute die Ergebnisse des D21-Digital-Index 2015 vorgestellt. Mit rund 33 000 Befragten ist der D21-Digital-Index die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zur Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Er misst ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Mit 51,6 Indexpunkten liegt der Digitalisierungsgrad der Bevölkerung 2015 leicht über dem Vorjahresniveau (51,3).

In seinem Eröffnungsstatement erläutert Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: “Der D21-Digital-Index zeigt die digitale Transformation der Gesellschaft und bietet uns eine wertvolle Datengrundlage, um den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Digitale Kompetenz, Vertrauen und Offenheit gegenüber den neuen Technologien sind die Voraussetzung dafür, dass jeder Einzelne und die Gesellschaft von den großen Chancen der Digitalisierung profitieren können. Der diesjährige Index zeigt, dass wir beim Zugang zum Internet und bei der Kompetenz auf einem gutem Weg sind. Wir müssen aber beim schnellen Breitband und mobilen Internet und bei der selbstbestimmten Nutzung des Internets insgesamt noch besser werden. Hieran arbeiten wir intensiv im Rahmen der Digitalen Agenda.”

Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, sagt zu den von Dr. Malthe Wolf (TNS Infratest) vorgestellten Ergebnissen: “Für die Entwicklung der Digitalen Gesellschaft müssen der Bevölkerung die Chancen der Digitalisierung besser aufgezeigt und digitale Kompetenzen gefördert werden. Die Gesellschaft tut, was nötig ist, um sich der gesamtgesellschaftlichen Modernisierungswelle der Digitalisierung nicht zu verschließen. Ehrgeiz zeigen diejenigen, die in dem Veränderungsprozess einen persönlichen Vorteil und Nutzen erkennen. Wenn wir als Gesellschaft eine Spitzenposition erreichen wollen, müssen wir noch mehr tun für eine nachhaltige Aufklärung, Aus – und Weiterbildung im Umgang mit digitalen Medien und dem Internet.”

Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des  (N)ONLINER Atlas (2001-2015). Er erfasst nicht nur, ob und wie die Deutschen ins Internet gehen, sondern auch, wie sie das Internet nutzen und wo Hindernisse liegen. Dabei wurde erstmals auch die mobile Internetnutzung erfasst: 53,9% der Deutschen ab 14 Jahren nutzen bereits mobiles Internet. Auch die Nutzung mobiler Geräte, insbesondere von Tablets (2015: 35%; 2014: 28%) und Smartphones (2015: 60%; 2014: 53%), steigt weiter deutlich an – dabei unterscheidet sich die Nutzung in den Bundesländern stark (68,3% in Hamburg, 39,4% in Brandenburg). Eine Steigerung ist auch bei der Nutzung neuer digitaler Dienste wie Streaming/On-Demand-Dienste, Smart-Home-Angebote oder elektronischer Gesundheitsdienste zu verzeichnen. Der Index bildet zudem das Datenbewusstsein und Vertrauen in die Sicherheit digitaler Angebote in der Bevölkerung ab und untersucht das Thema Arbeiten in der digitalisierten Welt: Mobile Arbeit, z.B. aus dem Homeoffice, nutzen 22% aller Berufstätigen. Hauptbarriere für eine moderne, digitalisierte Arbeit ist neben fehlenden Mitgestaltungsoptionen hinsichtlich Zeit und Ort (27%) die ständige physische Erreichbarkeit. Auch technische Barrieren, wie die Beschränkung des Internetzugangs am Arbeitsplatz (33%) erschweren das digitale Arbeiten.

Die Studie und Informationen zum Projekt können Sie abrufen unter http://www.initiatived21.de/portfolio/d21-digital-index-2015/
Alle Studien der Initiative D21 finden Sie hier: http://www.initiatived21.de/publikationen/

 

Passwörter: Tipps gegen das Vergessen

■      38 Prozent mussten die Funktion „Passwort vergessen“ bei Online-Diensten nutzen

■      In wenigen Schritten zum sicheren Kennwort

Vergessene Passwörter sind ein ständiges Ärgernis für die Nutzer von Online-Diensten. Allerdings gibt es einfache Methoden, um sich Passwörter besser merken zu können oder diese sicher aufzubewahren. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom mussten 38 Prozent der deutschen Internetnutzer in den vergangenen zwölf Monaten die Funktion „Passwort vergessen“ nutzen, um wieder Zugang zu einem Online-Dienst zu bekommen. Dabei müssen die Nutzer ihre E-Mail-Adresse angeben und bekommen dann einen Link zugeschickt, über den sie ein neues Kennwort vergeben können. Laut Umfrage sind einige Nutzer besonders vergesslich: 11 Prozent mussten die Passwort-Funktion in den letzten zwölf Monaten einmal verwenden, 20 Prozent zwei- bis viermal und 7 Prozent sogar mindestens fünfmal. „Viele Internetnutzer stellt die große Menge der benötigten Passwörter vor Probleme“, sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. „Viele helfen sich, indem sie sehr einfache Passwörter oder das gleiche Passwort für verschiedene Dienste nutzen. Aber das ist gefährlich und öffnet Hackern Tür und Tor.“ Beachten die Nutzer einige Hinweise, können sie Passwörter besser behalten oder sie wählen eine technische Lösung für das Management ihrer Kennwörter.

■      Ein Dienst, ein Passwort: Für jeden Dienst sollte ein eigenes Passwort genutzt werden. Eine Alternative ist es, ein „Grundpasswort“ zu nutzen und dieses für jeden Dienst anzupassen.

■      Wörterbücher meiden: Am sichersten sind Passwörter, die aus einer zufällig zusammengewürfelten Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

■      Mehr Zeichen bedeutet weniger Risiko: Nicht nur die Zusammensetzung des Passworts ist wichtig, sondern auch die Länge. Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens 8 Zeichen.

■      Per Eselsbrücke ans Ziel: Um Passwörter zu erstellen, die aus einer unzusammenhängenden Anzahl von Buchstaben und Zahlen bestehen, können die Anfangsbuchstaben aus ausgedachten Sätzen genommen werden, etwa: „Mein Verein gewann das entscheidende Spiel mit 3 zu 2!” Daraus lässt sich ein sicheres und gut zu merkendes Passwort erstellen: „MVgdeSm3z2!“.

■      Passwort-Manager als Alternative: Passwort-Manager erstellen auf Wunsch zufallsgenerierte Kennwörter und speichern sie in einer verschlüsselten Datenbank ab, die mit einem Master-Passwort gesichert wird. Anschließend wird nur noch das Master-Passwort benötigt. Für Smartphones und Tablet Computer werden häufig passende Apps angeboten. So können die sicheren Passwörter auch auf den Mobilgeräten genutzt werden. In diesem Fall ist es aber umso wichtiger, dass das Master-Passwort sicher ist und nicht einfach erraten werden kann.

Viele TV-Nutzer wollen auf die Fernbedienung verzichten

■      Spracherkennung, Gestensteuerung und Mobilgeräte sind beliebte Alternativen

■      Am 27. Januar findet in Berlin der New TV Summit statt

Hat die herkömmliche Fernbedienung bald ausgedient? Ob mit Sprachbefehlen, Gesten oder dem Smartphone – deutsche TV-Nutzer sind offen für alternative Möglichkeiten, mit denen sie ihren Fernseher steuern können. Auf das größte Interesse stößt die Sprachsteuerung. Gut jeder dritte TV-Nutzer (30 Prozent) ab 14 Jahren würde seinen Fernseher in Zukunft gerne mit Worten bedienen. Aber auch Mobilgeräte sind ein beliebter Ersatz für die Fernbedienung. Jeder Vierte (25 Prozent) gibt den Wunsch an, sein Smartphone oder Tablet hierfür zu verwenden. 18 Prozent können sich eine Gestensteuerung anstelle des klassischen Tastendrucks vorstellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Eine intuitive Bedienung des Fernsehers mit Sprachbefehlen oder Gesten erhöht die Benutzerfreundlichkeit der Geräte“, sagt Bitkom-Experte Timm Lutter. „Sie machen eine Fernbedienung früher oder später überflüssig.“ Laut Befragung sieht fast jeder Bundesbürger (99 Prozent) ab 14 Jahren fern.

Insbesondere bei jüngeren Zuschauern sind die intuitiven Bedienoptionen für Fernseher gefragt: In der Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen TV-Nutzer würden knapp vier von zehn Personen (38 Prozent) gerne das Gerät per Sprachbefehl steuern, jeder Dritte (33 Prozent) per Mobilgerät und jeder Fünfte (20 Prozent) anhand von Gesten. „Die neue Generation der TV-Geräte ist bereits heute mit einer Steuerung per Sprachbefehl, Gesten oder Mobilgerät ausgestattet“, sagt Lutter. Internetfähige Streaming-Adapter wie der Amazon Fire TV Stick, Google Chromecast oder Apple TV ermöglichen zudem, auch ältere TV-Geräte aufzurüsten.

Trotzdem hängen viele weiterhin an der Fernbedienung: 86 Prozent der befragten TV-Nutzer geben an, dass sie auch in Zukunft das Gerät gerne per Fernbedienung steuern möchten. „Die Fernbedienung wird sicher nicht von heute auf morgen verschwinden, sondern zunächst durch die alternativen Bedienoptionen ergänzt. Langfristig wird die klassische Version mit reiner Tastendruck-Steuerung aber nicht überleben“, so Lutter.

Welche weiteren Trends prägen aktuell den Bewegtbild-Markt? Welche Rolle spielt das sich verändernde Zuschauerverhalten und welche Auswirkungen hat das für die Geschäftsmodelle? Nationale und internationale Marktteilnehmer tauschen sich in Berlin auf dem Bitkom NewTV Summit 2016 am 27. Januar 2016 darüber aus. Weitere Informationen zum Programm und Tickets unter www.newtv-summit.de.

https://3c.gmx.net/mail/client/attachment/view/tmai1410b28beef83ab3/aW1hZ2UwMDIuanBnQDAxRDEwRkQ5LjJBQkY4NzUw;jsessionid=B8541E85EAE664FA848A7D48534F7C93-n2.bs23a

E-Government-Nutzung kommt nur schleppend voran

■      Jeder Zweite nutzt das Internet für Behördengänge

■      Deutschland belegt Platz 11 im europäischen Vergleich

Die Nutzung von E-Government kommt in Deutschland nur langsam voran. Das zeigen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Demnach hat im Jahr 2014 nur gut die Hälfte der Bundesbürger (53 Prozent) das Internet zur Interaktion mit Behörden genutzt, etwa um Auskünfte einzuholen oder Formulare herunterzuladen. Das ist lediglich ein leichter Anstieg im Vergleich zu 2013, als es 49 Prozent waren. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich nach wie vor nur im Mittelfeld, auf Rang 11 aller EU-Mitgliedsländer. Spitzenreiter ist Dänemark, wo 84 Prozent der Bürger E-Government-Angebote nutzen, gefolgt von Schweden (81 Prozent), Finnland (80 Prozent) und den Niederlanden (75 Prozent). „Mithilfe des Internet können Behördengänge in vielen Fällen deutlich unkomplizierter und schneller erledigt werden als mit einem persönlichen Erscheinen auf dem Amt“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom. „Hier verschenken sowohl Bürger als auch Verwaltungen wertvolle Möglichkeiten.“

Laut Bitkom ist die vergleichsweise geringe Nutzung von E-Government-Angeboten in Deutschland unter anderem auf ein Informationsdefizit zurückzuführen: „Viele Bürger wissen schlichtweg nicht, dass sie zum Beispiel bei vielen Ämtern Termine online vereinbaren oder Formulare per E-Mail zusenden können“, so Rohleder. „Hier muss noch stärker als bislang aufgeklärt werden.“ Zudem werden die Möglichkeiten des E-Government noch nicht konsequent genug realisiert. „Auch bei Anträgen, für die der Gesetzgeber keine Unterschrift fordert, sehen die Formulare immer noch ein Unterschriftenfeld vor und erschweren so die komplett elektronische Antragstellung und -bearbeitung. Das passt nicht mehr in unsere Welt und ist Bürgern, die online Bücher kaufen, Urlaube buchen oder ihre Wohnung tauschen, nicht mehr zu erklären“, so Rohleder. Und selbst dort, wo Online-Angebote gemacht werden, sind sie oftmals nicht nutzerfreundlich – ein Problem, das nach Ansicht des Bitkom hausgemacht ist. „Viele Behörden versuchen, eigene Systeme aufzubauen anstatt bewährte Standards einzusetzen. Dabei werden sie nicht selten von der aktuellen IT abgekoppelt“, sagt Rohleder.

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E-Books sind wichtiges Bildungsmedium

■      38 Prozent der E-Book-Leser nutzen digitale Bücher für Beruf oder Ausbildung

■      Ratgeber und Lehrbücher sind beliebte Genres

Digitale Bücher (E-Books) haben sich zu einem bedeutenden Bildungsmedium entwickelt. Das geht aus der aktuellen E-Book-Studie des Digitalverbands Bitkom hervor. Danach sagen 38 Prozent der E-Book-Nutzer, dass sie digitale Bücher für Beruf, Ausbildung oder Studium lesen.  Noch deutlich höher liegen die Anteile, wenn man die Leser nach ihrer Erwerbstätigkeit aufschlüsselt. So nutzen 48 Prozent der Schüler und Studierenden E-Books für Schule oder Studium und 47 Prozent der Berufstätigen für ihre berufliche Aus- und Weiterbildung. „E-Books sind ein wichtiges Bildungsmedium geworden“, sagte Timm Lutter, Bitkom-Experte für digitale Medien, zum Start der Frankfurter Buchmesse. So lesen laut Umfrage 39 Prozent aller E-Book-Nutzer digitale Ratgeber-Bücher, 36 Prozent elektronische Lehrbücher oder wissenschaftliche Literatur und 10 Prozent sonstige Sachbücher. „Gerade im Bildungsbereich spielen E-Books ihre Vorteile aus“, betonte Lutter. „E-Books sind überall verfügbar, können durch zusätzliche Informationen angereichert werden und sind auf unterschiedlichen Geräten lesbar.“ So enthalten viele E-Books Erklärungen zu Fachbegriffen oder weiterführende Links zu Webseiten mit Grafiken oder Videos. Die Leser können in E-Books Passagen markieren und Zusammenfassungen des Lernstoffes erstellen. Viele Anbieter von Lehrbüchern bieten den Lesern zudem interaktive Wissenstests an, um den Lernerfolg zu überprüfen.

E-Books sind nach den Ergebnissen der Umfrage aber in erster Linie ein Unterhaltungsmedium. Das mit Abstand beliebteste Genre ist die Belletristik: Vier von fünf (79 Prozent) E-Book-Nutzern lesen Romane, Erzählungen oder andere Unterhaltungsliteratur.

Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 2.325 Personen ab 14 Jahren befragt. Darunter waren 577 E-Book-Leser, die vertieft zu ihrem Nutzungsverhalten befragt wurden. Die Fragen lauteten: „Zu welchen Zwecken lesen Sie E-Books?“ und „Welche der folgenden Genres von E-Books lesen Sie zumindest hin und wieder?“

 

Leitlinien für den Einsatz von Big Data

■      Empfehlungen zur verantwortungsvollen Nutzung von Datentechnologien

■      Big Data ermöglicht enorme Fortschritte in der Medizin, im Verkehr oder bei der Energieversorgung

■      Bitkom-Papier zeigt zahlreiche Anwendungsbeispiele

Der Digitalverband Bitkom hat Leitlinien für den Einsatz von Big Data Technologien in der Wirtschaft entwickelt. Sie geben den Anbietern und Anwendern konkrete Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Nutzung von Big Data. So sollten die Daten der Betroffenen wirksam geschützt werden, die Datenverarbeitung nachvollziehbar sein und Datenanalysen einen Nutzen für diejenigen schaffen, die ihre persönlichen Daten zur Verfügung stellen. „Big Data Technologien ermöglichen enorme Fortschritte in wichtigen Bereichen wie der Medizin, der Energieversorgung oder im Verkehrswesen“, sagte Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin Vertrauen & Sicherheit. „In der Wirtschaft schaffen Big Data Anwendungen neue Geschäftsmodelle und sind eine Quelle für künftiges Wachstum.“ Big Data Analysen erleichtern zum Beispiel die Therapie von Krebserkrankungen, helfen Infarktpatienten oder ermöglichen die Bereitstellung personalisierter Medikamente. Im Verkehr sind sie die Grundlage für eine effizientere Lenkung von Verkehrsströmen und die Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Unternehmen profitieren, indem sie zum Beispiel Liefermengen und Arbeitszeiten optimieren oder Verkaufsräume und Sortimente verbessern können.

„Big Data bietet enormen Chancen, wirft aber auch neue ethische Fragen auf, insbesondere bei der Vorhersage bestimmter Ereignisse“, betonte Dehmel. So können Big Data Systeme zwar nicht zweifelsfrei aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob Menschen bestimmte Krankheiten bekommen, Kunden kreditwürdig bleiben oder Jugendliche zu Hartz-IV-Empfängern werden könnten. Das löst Ängste aus. Laut einer Bitkom-Umfrage finden es 82 Prozent der Internetnutzer in Deutschland unheimlich, dass ihre Entscheidungen durch neue Technologien der Datenauswertung vorhersehbar werden. Dehmel: „Wir müssen besser erklären, was mit Big Data möglich ist. Und wir brauchen eine offene gesellschaftliche Diskussion darüber, wozu wir diese Technologien einsetzen wollen – und auf worauf wir verzichten sollten.“ Ziel der Digitalwirtschaft sei es, bei allen Anwendungen die Privatsphäre der Menschen zu respektieren, Freiheitsrechte zu bewahren und Missbrauch zu verhindern. Diesem Ziel sollte ein  Dreiklang aus Gesetzen, Selbstverpflichtungen und Leitlinien der Wirtschaft dienen. Dabei müssten der Nutzen von Anwendungen und der Schutz persönlicher Daten immer wieder neu abgewogen werden.

Mit der Publikation „Leitlinien für den Big-Data-Einsatz – Chancen und Verantwortung“ will der Bitkom informieren, sensibilisieren und einen Anstoß für den gesellschaftlichen Diskurs geben. Die Publikation enthält eine Reihe von Anwendungsbeispielen, die das große Potenzial der Technologie für die Gesellschaft insgesamt und jeden einzelnen Menschen aufzeigen. Die Bitkom Leitlinien für den Big Data Einsatz im Einzelnen:

Leitlinie 1 – Nutzen der Big-Data-Anwendungen prüfen

Leitlinie 2 – Anwendungen transparent gestalten

Leitlinie 3 – Bevorzugt anonymisierte oder pseudonymisierte Daten verarbeiten

Leitlinie 4 – Interessen der Beteiligten abwägen

Leitlinie 5 – Einwilligungen transparent gestalten

Leitlinie 6 – Nutzen für Betroffene schaffen

Leitlinie 7 – Governance für personenbezogene Daten etablieren

Leitlinie 8 – Daten wirksam gegen unberechtigte Zugriffe schützen

Leitlinie 9 – Keine Daten zu ethisch-moralisch unlauteren Zwecken verarbeiten

Leitlinie 10 – Datenweitergabe nach Interessenabwägung ermöglichen

Leitlinie 11 – Selbstbestimmtes Handeln ermöglichen

Leitlinie 12 – Politische Rahmenbedingungen vervollkommnen – Datenschutz und Datennutzen neu abwägen

 

An der Ausarbeitung der Leitlinien waren Fachexperten des Bitkom, seiner Mitgliedsunternehmen sowie aus Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligt. Sie stehen im Internet zur Verfügung unter https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Leitlinien-fuer-den-Big-Data-Einsatz.html.

Jeder Vierte liest digitale Bücher

■      E-Books haben sich auf dem Buchmarkt etabliert

■      Neben dem Kauf gewinnen alternative Nutzungsmodelle an Bedeutung

■      Bei den Lesegeräten Trend zu Smartphones und Tablet Computern

Ein Viertel (25 Prozent) der Bundesbürger liest digitale Bücher (E-Books). Das ist ein Anstieg von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der E-Book-Nutzer an der Bücher lesenden Bevölkerung liegt sogar bei 33 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 2.325 Personen ab 14 Jahren ergeben. „E-Books sind heute fester Bestandteil der digitalen Medienwelt und erreichen ein Massenpublikum“, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse. Dabei habe dieser Markt sein Potenzial noch längst nicht ausgereizt. Laut Umfrage können sich 35 Prozent derjenigen, die derzeit keine digitalen Bücher lesen, vorstellen, in Zukunft zum E-Books zu greifen. Gleichzeitig gibt es viel Bewegung beim Vertrieb von digitalen Büchern: Neben dem Verkauf einzelner E-Books gewinnen neue Nutzungsmodelle wie Flatrates, die Leihe oder werbefinanzierte Formate an Bedeutung.

Nach den Ergebnissen der Umfrage sind E-Books über die verschiedenen Altersgruppen hinweg nahezu gleichermaßen beliebt. 32 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 30 Prozent der 30- bis 49-Jährigen lesen E-Books. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 28 Prozent. Erst in der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt die Nutzung mit 11 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Die Nutzer von E-Books schätzen vor allem, dass die Bücher jederzeit zur Verfügung stehen (77 Prozent) und keinen Platz wegnehmen (75 Prozent). Wer keine E-Books nutzt, bevorzugt vor allem die sinnliche Wahrnehmung gedruckter Bücher (49 Prozent), empfindet die Lesegeräte als zu teuer (44 Prozent) oder möchte nicht auf einem Bildschirm lesen (39 Prozent).

Das wichtigste Lesegerät für E-Books ist bei den befragten Nutzern aktuell der Laptop mit einem Anteil von 41 Prozent. Dicht dahinter folgt das Smartphone mit 38 Prozent. Ein Drittel der E-Book-Nutzer lesen digitale Bücher mit speziellen E-Readern wie Kindle, Tolino oder Kobo. Ein Fünftel (21 Prozent) verwendet noch einen stationären Computer und fast genauso viele einen Tablet Computer (20 Prozent). „Die Smartphones werden größer, die Tablets leichter und die Bildschirme in beiden Geräteklassen schärfer“, sagte Berg. „Das spricht dafür, dass E-Books in Zukunft verstärkt auf Mobilplattformen wie Smartphones und Tablets gelesen werden. Über entsprechende Apps können die Nutzer auf die Inhalte zugreifen.“ Der E-Reader werde aber dank langer Akkulaufzeiten seine Nische bei Viellesern behaupten. Nach Bitkom-Prognosen werden im laufenden Jahr 25,6 Millionen Smartphones und 7,7 Millionen Tablets, aber nur 600.000 E-Reader in Deutschland verkauft.

Die mit Abstand wichtigsten Bezugsquellen für E-Books sind laut Umfrage mit 70 Prozent Online-Buchshops wie Amazon, buch.de, ebook.de oder Thalia.de. Fast ein Viertel (24 Prozent) der Befragten kauft Bücher in den vorinstallierten Shops der Lesegeräte, zum Beispiel dem Kindle Store, dem Tolino-Shop oder dem iBook Store. Immerhin 13 Prozent beziehen E-Books direkt bei den Autoren und 7 Prozent auf den Webseiten der Verlage. „Neben dem Kauf einzelner E-Books etablieren sich alternative Nutzungsmodelle“, sagte Berg. Bereits die Hälfte (50 Prozent) der befragten Leser mache von solchen Angeboten Gebrauch. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Befragten leiht E-Books über öffentliche Bibliotheken aus. Im vergangenen Jahr waren es erst 25 Prozent und im Jahr davor nur 17 Prozent. Das Ausleihen bei kommerziellen Anbietern wie Skoobe oder Kindle Unlimited wächst von 16 Prozent im Vorjahr auf 19 Prozent. Hier zahlen die Kunden eine monatliche Pauschale und haben dann Zugriff auf den gesamten Katalog. Gut ein Viertel (27 Prozent) nutzt frei verfügbare E-Books. Dabei handelt es sich vor allem um Klassiker, bei denen der Urheberschutz abgelaufen ist. Zudem gibt es inzwischen rein werbefinanzierte Dienste für E-Books. Nur 5 Prozent der Befragten zahlen pro Seite, was vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen von Bedeutung ist.

Viele Leser nutzen die Möglichkeiten des Internets, um sich online über Bücher auszutauschen. Insgesamt ein Fünftel (21 Prozent) der befragten E-Book-Nutzer teilt Leseerfahrungen im Internet mit anderen. Mit Abstand am beliebtesten ist das Schreiben von Rezensionen in Online-Shops. 12 Prozent der Leser machen davon Gebrauch. Immerhin 8 Prozent nutzen spezielle E-Book-Apps, um Textstellen zu markieren und diese mit anderen zu teilen. 5 Prozent machen das ohne Unterstützung durch eine Software, indem sie den Text kopieren und diesen zum Beispiel in sozialen Netzwerken teilen.

Ein großer Erfolg in der E-Book-Szene sind Bücher und Texte, die von den Autoren selbst veröffentlicht wurden. Unter den hundert meist verkauften E-Books stammt inzwischen rund die Hälfte von solchen Self Publishern. In der Umfrage geben ein Fünftel (21 Prozent) der E-Book-Nutzer an, schon bewusst Texte von verlagsunabhängigen Autoren gelesen zu haben. „Beim Self Publishing zeigen sich die Stärken des Internets“, sagte Berg. „Die Autoren können mit geringem Aufwand ihre Texte selbst im Internet veröffentlichen. Sind sie erfolgreich, müssen sie sich keinen Verlag mehr suchen, sondern werden von den Verlagen gefunden.“

 

Fotos mit dem Smartphone teilen boomt

  • Fast zwei Drittel teilt Handy-Schnappschüsse in sozialen Netzwerken
  • Fotografieren ist eine der wichtigsten Smartphone-Funktionen
  • Morgen wird der Sharing-Dienst für Bilder und Videos Instagram 5 Jahre alt

Ob Urlaubsbilder, Aufnahmen vom Abendessen oder Selfies: Fast zwei Drittel aller Smartphone-Nutzer (63 Prozent) ab 14 Jahren teilt Fotos über soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook, Twitter, Snapchat, Flickr und Co. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Das Smartphone ist längst nicht mehr nur als Telefon im Einsatz, sondern auch des Deutschen liebster Fotoapparat“, sagt Bitkom-Experte Timm Lutter. So gut wie jeder Smartphone-Nutzer ab 14 Jahren (99 Prozent) macht mit seinem Gerät Fotos. Im Jahr 2011 nutzten erst 38 Prozent der Smartphone- und Handy-Besitzer diese Möglichkeit. Lutter: „Heute sind visuelle Inhalte ein entscheidender Erfolgsfaktor für Beiträge in sozialen Netzwerken und eröffnen neue Geschäftsmodelle.“

Nach eigenen Angaben teilt jeder fünfte Smartphone-Nutzer (20 Prozent) seine Fotos „häufig“ und jeder Siebte (15 Prozent) „hin und wieder“ auf den Online-Plattformen. Etwa jeder Vierte (28 Prozent) lädt Handy-Schnappschüsse immerhin „selten“ hoch. Vor allem für die Jüngeren ist das sogenannte „Foto-Sharing“ Normalität: 85 Prozent der 14- bis 29-jährigen Smartphone-Nutzer stellen Bilder in Soziale Netzwerke. Insgesamt verwenden heute bereits 65 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone.

Am morgigen 6. Oktober wird die Facebook-Tochter Instagram fünf Jahre alt. Heute nutzen nach eigenen Angaben des Unternehmens weltweit über 400 Millionen Menschen den Online-Dienst zum Teilen von Fotos oder Videos und laden dort pro Tag durchschnittlich 80 Millionen Bilder hoch. Neben dem Teilen eigener Aufnahmen können Nutzer auf Instagram anderen Nutzern folgen, deren Bilder und Videos kommentieren oder bei Gefallen mit einem „Like“ versehen.

Pisa-Studie: Mehr Computernutzung ergibt nicht unbedingt mehr Lernkompetenz

Mehr Zeit am Computer bringt Jugendlichen nicht unbedingt zusätzliche Lernkompetenz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in 31 Ländern. (Lesen Sie hier den ganzen Artikel bei Heise)

Jeder Vierte bevorzugt digitale Dokumente statt Papier

■      Vor allem jüngere Internetnutzer bekommen wichtige Unterlagen lieber in elektronischer Form

■      Mehrheit erkennt die Vorteile nicht oder hat Angst vor Datenmissbrauch

■      Dokumentenmanagement ist Thema auf der ECM World in Düsseldorf

Dass die Handyrechnung im E-Mail-Postfach landet und der Kontoauszug im Internet abgerufen wird, ist für viele heute schon alltäglich. Fast jeder vierte Internetnutzer (23 Prozent) zieht für persönliche Dokumente wie etwa Rechnungen die elektronische Form der Papierversion vor. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 waren es erst 15 Prozent. Besonders aufgeschlossen für die Nutzung digitaler Dokumente sind die Jüngeren: Jeder dritte (33 Prozent) 14- bis 29-Jährige erhält wichtige Schreiben lieber elektronisch als per Brief. Selbst bei den 30- bis 49-Jährigens sind es noch 28 Prozent. „Elektronische Rechnungen, Verträge und andere Unterlagen haben in der Regel denselben rechtlichen Stellenwert wie Dokumente auf Papier“, sagt Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom. „Digitale Dateien lassen sie leicht verwalten und schnell wiederfinden.“

Trotzdem bevorzugen immer noch drei Viertel der Internetnutzer ab 14 Jahren (75 Prozent) wichtige Dokumente in Papierform. 76 Prozent der Befürworter von Papierdokumenten sehen keine Vorteile in digitalen Dokumenten. Etwas mehr als jeder Dritte (36 Prozent) hat Angst, dass bei der Datenübertragung Unbefugte auf die Dateien zugreifen können. Jeder Fünfte (18 Prozent) kennt keine geeigneten Ablagesysteme für digitale Dokumente und etwa jeder Siebte (13 Prozent) befürchtet, dass die digitalen Dokumente beim Versand verloren gehen könnten. „Dokumente, die der Nutzer online speichert, sind vor Elementarschäden wie einem Rohrbruch oder Wohnungsbrand geschützt. Außerdem stehen sie jederzeit und an jedem Ort mit Internetzugang zur Verfügung und können auf verschiedenen Geräten abgerufen werden“, so Biffar. Zudem seien viele Cloud-Dienste besonders gesichert vor Hackerangriffen. Biffar: „In ein Haus einzubrechen ist meistens einfacher, als einen Online-Speicherdienst zu hacken.“ Alle Vorteile der Dokumentensicherung in der Cloud erklärt das Bitkom-Video „Dokumente in der Cloud sind sicher(er)“ unter https://www.bitkom.org/Videos/2015/ECM/Dokumente-in-der-Cloud-sind-sicher(er)_x264.mp4

In Unternehmen gehören Systeme für das digitale Dokumentenmanagement zum Alltag. Lösungen des Enterprise Content Management helfen, Druck- und Versandkosten zu sparen. Außerdem erleichtern sie die Zusammenarbeit mehrerer Mitarbeiter am selben Dokument und ermöglichen den Zugriff von unterwegs, etwa per Smartphone, Tablet Computer oder Laptop. Die verschiedenen Technologien rund um das Enterprise Content Management sind auch Thema der diesjährigen ECM World im Maritim Hotel Düsseldorf, deren Partner der Digitalverband Bitkom ist. Beim zweitätigen ECM-Trendkongress treffen sich Fachleute aus Unternehmen, um sich in mehr als 40 Fach- und Praxisvorträgen, Expertenrunden sowie Keynotes über aktuelle Trends und Entwicklungen der ECM-Branche auszutauschen.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.014 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 796 Internetnutzer. Die Fragestellungen lauteten:  „Möchten Sie wichtige Dokumente wie Rechnungen oder Verträge lieber als Brief auf Papier oder digital als E-Mail zugeschickt bekommen?“ und „Warum bevorzugen Sie Dokumente auf Papier?“

Es gibt viele Behandlungen existieren, um männliche impotence- Erektionsstörungen helfen. Kamagra Medikament wurde das beste in den letzten 2 Jahren auf dem Markt genannt. Sildenafil (Kamagra) Behandlung ist neu und wirksames Medikament. Lesen Sie mehr über ED härtet hier: