Archiv für Ingo Peters

62 Prozent der Internetnutzer kaufen Weihnachtsgeschenke online

■       Jeder Vierte bestellt seine Präsente ausschließlich im Web

■       Hauptgründe für den Online-Kauf sind günstige Angebote und direkte Lieferung

Nur noch wenige Wochen bis zum Weihnachtsfest, also höchste Zeit, die Geschenke zu besorgen. 62 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren, die das Internet nutzen, kaufen auch ihre Weihnachtsgeschenke online. Jeder vierte Internetnutzer (24 Prozent) besorgt die Gaben für die Liebsten sogar ausschließlich im Netz. „Besonders in der Weihnachtszeit boomt der Online-Handel. Wer sich die Jagd nach Geschenken in überfüllten Geschäften sparen möchte, kauft lieber bequem in Online-Shops ein“, sagt Bitkom-Experte Markus Altvater. Ein weiteres Viertel der Internetnutzer (25 Prozent) will der Studie zufolge die Geschenke ausschließlich im Geschäft erstehen. Die Vorliebe für den stationären Handel scheint besonders bei weiblichen Internetnutzern ausgeprägt: Knapp jede dritte Internetnutzerin (30 Prozent) wird die Geschenke ausschließlich im Geschäft kaufen, bei den Männern ist es nur etwa jeder Fünfte (21 Prozent).

Beim Kauf von Weihnachtsgeschenken überzeugt der Online-Handel laut Umfrage aus verschiedenen Gründen. Für drei Viertel der Online-Shopper (74 Prozent) ist die Möglichkeit, im Internet Preise zu vergleichen und günstige Angebote zu finden, ein ausschlaggebendes Argument. Weitere 63 Prozent nutzen Web-Angebote, weil sie die Ware direkt nach Hause geliefert bekommen. 57 Prozent der Online-Käufer von Geschenken erklären, dass die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten für den Internetkauf spricht. Die größere Angebotsvielfalt im Netz nennen 55 Prozent als Grund. Dass sie Zeit sparen, wenn sie Geschenke im Web und nicht im Geschäft kaufen, ist für 47 Prozent wichtig. Weitere 41 Prozent sagen, dass die Bestellung im Internet ihnen das Gedränge in den Läden erspart.

Der stationäre Handel hingegen punktet beim Kauf von Weihnachtsgeschenken vor allem durch das persönliche Beratungsangebot: 85 Prozent derjenigen, die ihre Präsente im Geschäft kaufen, nennen dies als Grund. Dass sie die Produkte direkt vor Ort anfassen und testen können, ist für 77 Prozent wichtig. Für 72 Prozent spielt die Tatsache eine Rolle, dass sie die Präsente direkt mitnehmen können. Fast genauso viele (71 Prozent) meinen, dass der spätere Umtausch von Geschenken im Geschäft einfacher ist als im Internet. „Viele Online-Shops bieten den Kunden einen kostenlosen Rückversand, wenn sie die Ware umtauschen oder zurückgeben möchten“, kommentiert Altvater das Ergebnis. Die Hälfte der Befragten (51 Prozent) kauft Weihnachtsgeschenke aus einem weniger pragmatischen Grund im Laden: Ihnen gefällt die vorweihnachtliche Atmosphäre in und um die Geschäfte. 40 Prozent fürchten, die Internet-Bestellung nicht rechtzeitig zum Fest zu erhalten. Weitere 11 haben bisher noch nie etwas im Internet gekauft.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren im November 2015 befragt, darunter 808 Internetnutzer. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Werden Sie dieses Jahr Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen?“, „Wenn Sie Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, welche Gründe sind dafür ausschlaggebend?“ und „Wenn Sie Weihnachtsgeschenke im Geschäft kaufen, welche Gründe sind dafür ausschlaggebend?“ Mehrfachnennungen waren möglich.

Sicherheitsgefahr unterm Weihnachtsbaum: Intelligente Spielzeuge sind riskante Geschenke

Heutzutage surfen Kinder bereits in einem sehr jungen Alter im Internet und nutzen Gadgets. Es gibt viele Kleinkinder, die Spielzeugautos und Barbie-Puppen gegen Tablets und mobile Geräte eintauschen. Tatsächlich spielen laut einer Studie sieben Prozent der Kinder unter vier Jahren mit Tablets und schauen sich ihre Lieblings-TV-Sendungen darauf an, bevor sie schlafen gehen.

Diese Spielzeuge können sehr spannend sein und befinden sich wohl auf der Wunschliste vieler Kinder für Weihnachten. Jedoch bringen sie einige beängstigende Auswirkungen auf die Sicherheit mit sich.
Hier ein paar Punkte, die unbedingt zu beachten sind.

Die Spielwarenindustrie rüstet herkömmliche Spielzeuge auf, indem sie diese digitalisieren und mit dem Internet verbinden. So bekam zum Beispiel der Teddybär ein neues Aussehen. Das rundumerneuerte Spielzeug wurde als “der interaktive Freund, der das Gehirn eines Computers, aber keinen Bildschirm hat” eingeführt. Mit proprietären Technologien für Künstliche Intelligenz und Spracherkennungswerkzeugen ist er in der Lage, Gespräche zu verstehen, intelligente Antworten zu geben und spontan zu lernen.

Barbie ist auch nicht mehr so, wie sie früher mal war. Ein Mikrofon, das in ihrer Kette versteckt ist, nimmt Sprachbefehle auf. Es überträgt dann die Aussagen des Kindes in das Internet, analysiert sie und antwortet mit einer von 8000 Textzeilen, die in einem Cloud-Server gespeichert sind.

Angesichts so vieler Verlockungen ist es kein Wunder, dass Kinder ein leichtes Ziel für Cyberkriminelle darstellen.

Das Worst-Case-Szenario

Wie bei jedem Objekt, das heutzutage an das Internet angeschlossen wird, gibt es immer die Möglichkeit, gehackt zu werden. Kürzlich wurde bereits von Sicherheitsexperten demonstriert, dass die Wi-Fi-fähige Barbie gehackt und in ein Überwachungsgerät verwandelt werden kann. Besitzen Hacker Zugriff auf die Backend-Software, können sie Zugang zu Kontoinformationen, gespeicherte Audiodateien oder zum Mikrofon erhalten.

Würden Sie ruhig schlafen, wenn Ihr Kind oder Ihre ganze Familie durch Puppen-Augen beobachtet wird?

Wie können Eltern ihre Kinder online schützen?

Eltern sollten zuerst genau verstehen, wie das Gadget funktioniert und wie Spielzeugunternehmen die gesammelten Daten nutzen, speichern und sichern. Beginnen Sie mit einer gründlichen Untersuchung des neuen Spielzeugs, dann wägen Sie die Risiken und Vorteile ab – kann dieses Spielzeug zu einem Datenschutzrisiko werden?

Folgende Fragen sind dabei zu berücksichtigen:

  • Wird der Gesprächsverlauf verschlüsselt, wenn er vom Spielzeug in die Cloud übertragen wird? Werden die Daten auch im Ruhezustand verschlüsselt?

Obwohl die Daten, die zwischen Server, Puppe und App übertragen werden, eine zertifikatbasierte Verschlüsselung nutzen, sind die von ToyTalk verwendeten Technologien nicht sicher. Zum Beispiel verwenden alle Hello-Barbie-Apps das gleiche hartcodierte Kennwort, um das Zertifikat zu überprüfen.

  • Wo werden die Kontoanmeldeinformationen der Anwendung gespeichert?
  • Was geschieht, wenn die Cloud-Server des Herstellers gehackt werden?

Vor kurzem wurden Fotos und Gespräche von 4 Millionen Kindern ausgelesen, nachdem Hacker in die Systeme des Spielzeugherstellers VTech eingebrochen waren. Zudem wurde die Barbie ToyTalk Serverdomäne angeblich auf einer anfälligen Cloud-Infrastruktur gehostet.

Weitere mögliche Sicherheitsprobleme:

  • Das Spielzeug kann sich an jedem ungesicherten WLAN-Netzwerk anschließen, solange das Netzwerk den Namen des Spielzeugs als SSID hat.
  • Anmeldeinformationen zur Client-Zertifikatsauthentifizierung können außerhalb der App verwendet werden, um jeden Cloud-Server des Spielzeugs zu sondieren.

„Der VTech-Vorfall und der Hello-Barbie-Hack zeigen wieder einmal deutlich, dass Organisationen den Schutz sensibler Daten jederzeit sicherstellen müssen“, so Bogdan Botezatu, Sicherheitsexperte bei Bitdefender. „Verschlüsselung ist von wesentlicher Bedeutung in diesem Prozess.“

Eltern sollten sorgfältig die Datenschutzbestimmungen lesen, bevor sie das Spielzeug aktivieren und es mit dem Internet verbinden. Diese Daten könnten dazu verwendet werden, um Marktforschungen zu betreiben, neue Produkte direkt den Kindern anzubieten und sogar Profile ihrer Interessen zu erstellen.

Außerdem sollten sie sich gut überlegen, ob es wirklich notwendig ist, richtige, aber doch sensible Informationen jedem Dienst preiszugeben, der danach fragt. War es zum Beispiel wirklich nötig, VTech die korrekten Geburtsdaten der Kinder mitzuteilen? Manchmal ist es durchaus berechtigt, bei sensiblen Daten zu schummeln.

Bei so vielen Versuchungen ist es auch wichtig, Kinder und Jugendliche über die Gefahren zu informieren, denen sie ausgesetzt werden, wenn sie intelligente und mit dem Internet verbundene Spielzeuge nutzen.

Cybersecurity ist ein komplexes Thema. Es ist aber am besten, Ihre Kinder in einem frühen Alter über Online-Sicherheit zu informieren, sobald sie das Internet entdecken. Gehen Sie mit ihnen durch die grundlegenden Fragen wie: Was ist das Internet? Warum gibt es bestimmte Gefahren und welche sind das? Wie können sie sich selbst schützen? Wie lassen sich starke Passwörter setzen?

Vergessen Sie auch nicht, sie über die Auswirkungen aufzuklären, wenn sie private Informationen über sich selbst mitteilen.

Tipps für eine erfolgreiche Webanwendung

■      Neuer Leitfaden mit wichtigem Know-How für IT-Verantwortliche und Entscheider

■      Nützliche Erklärungen, Werkzeuge und Empfehlungen

Fragebögen, Anmeldeformulare, Online-Shops, To-Do-Listen, Kostenpläne oder Kalender – Webanwendungen erledigen in Unternehmen heute zahlreiche Aufgaben. Ihr großer Vorteil: Bei bestehender Internetverbindung kann der Nutzer von jedem Ort aus und mit jedem Gerät auf das Programm zugreifen. Dafür benötigt er lediglich den herkömmlichen Internetbrowser und muss keine zusätzliche Software installieren. Welche Anforderungen für eine erfolgreiche Webanwendung erfüllen müssen und welche Schritte auf dem Weg dahin zu gehen sind, erklärt der neue Bitkom-Leitfaden „Entwicklung erfolgreicher Webanwendungen“. Auf 33 Seiten bündelt das Dokument leicht verständliche Erläuterungen und kombiniert sie mit nützlichen Empfehlungen für die eigene Webanwendung. „Wir erklären in einem ersten Schritt, was Webanwendungen sind, und geben dann die entscheidenden Tipps für die Umsetzung der eigenen internetbasierten Lösung“, sagt Bitkom-Experte Frank Termer.

Im ersten Kapitel beschreibt der Leitfaden, welche Bestandteile für eine Webanwendung grundlegend sind. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Testprozess und gibt Hinweise, wie dieser erfolgreich durchgeführt werden kann. IT-Sicherheit und der Schutz vor Cyberangriffen stehen im Mittelpunkt des dritten Kapitels. Darauf folgen im letzten Kapitel verschiedene Ratschläge zur richtigen Analyse und Optimierung der eigenen Webanwendung.

Die Publikation „Entwicklung erfolgreicher Webanwendungen“ ist im Bitkom Arbeitskreis Webentwicklung entstanden und steht zum kostenlosen Download bereit unter: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Entwicklung-erfolgreicher-Webanwendungen.html

Digitale Weihnachtsgeschenke liegen voll im Trend

■      Gutscheine oder Guthaben für Online-Angebote werden immer beliebter

■      Spitzenreiter bei digitalen Präsenten sind Computer- und Videospiele

■      Starker Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren auch bei Hörbuch-CDs

Fünf von sechs Bundesbürgern (84 Prozent) verschenken in diesem Jahr zu Weihnachten digitale Geschenke. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Zu den digitalen Gaben zählen neben Computer- und Videospielen auch Gutscheine für Online-Dienste und -Shops, Prepaid-Guthaben oder digitale Medien wie CDs und DVDs. Vor allem Gutscheine und Guthaben werden immer beliebter: 34 Prozent der Befragten verschenken virtuelle Geldbeträge für Online-Shops wie Amazon oder Zalando oder Streaming-Dienste wie Netflix oder Spotify. Im vergangenen Jahr waren es noch 28 Prozent und 2013 erst 22 Prozent. Das beliebteste digitale Präsent sind wie im Vorjahr Computer- und Videospiele: Etwa jeder dritte Bundesbürger (35 Prozent) möchte digitale Games verschenken. Knapp jeder Vierte (24 Prozent) verschenkt Guthaben für Prepaid-Karten von Smartphones oder Handys. „Der Kauf von Weihnachtsgeschenken spiegelt das veränderte Konsum- und Mediennutzungsverhalten wider“, sagt Bitkom-Experte Markus Altvater. „Während Gutscheine für Online-Shops und Streaming-Dienste zulegen, verlieren vor allem Musik-CDs.“

Nach den Ergebnissen der Umfrage verschenkt fast jeder Fünfte (19 Prozent) Filme oder Serien auf DVD beziehungsweise Blu-ray. Vor zwei Jahren waren es 22 Prozent und vor vier Jahren 23 Prozent. Nur noch 16 Prozent wollen Musik-CDs verschenken. Vor zwei Jahren waren es 21 Prozent und vor vier Jahren sogar 26 Prozent der Bundesbürger. Gegenläufig zu den Musik-CDs verläuft dagegen die Entwicklung bei Hörbüchern auf CD. 16 Prozent der Befragten wollen in diesem Jahr zum Fest Hörbuch-CDs verschenken. Im Jahr 2013 waren es 10 Prozent und 2011 nur 7 Prozent.

Smartphone wird zum Geldbeutel und zur Bankfiliale

■      Bitkom-Befragung zur Digitalisierung in der Finanzbranche

■      61 Prozent sehen Bedeutungsverlust des Bargelds in den kommenden zehn Jahren

■      Zwei Drittel erwarten, dass die Bankberatung durch Software automatisiert wird

Die Digitalisierung wird die Finanzbranche in den kommenden zehn Jahren gravierend verändern. Das betrifft sowohl die Art und Weise, wie Kunden im stationären Handel bezahlen, als auch Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen der Banken selbst. Dies zeigt eine repräsentative Studie, die der Digitalverband Bitkom anlässlich der hub conference am 10. Dezember in Berlin in Auftrag gegeben hat. Hierfür wurden 100 Geschäftsführer und Vorstände von Finanzunternehmen befragt. Dabei zeigt die Studie, dass die Experten vor allem dem Smartphone eine große Rolle bei den Veränderungen zusprechen. In zehn Jahren wird das Smartphone der Umfrage zufolge hinter Kreditkarte (70 Prozent) und Debitkarte (67 Prozent) das drittwichtigste Zahlungsmittel (62 Prozent) im Handel sein. Zugleich sind 6 von 10 Befragten (61 Prozent) der Meinung, dass bis 2025 Bargeld in Deutschland nicht mehr das dominierende Zahlungsmittel sein wird. „Das Smartphone wird zur Geldbörse und ersetzt Geldscheine, Münzen. Die Digitalisierung der Zahlungsmittel hat auch direkte Auswirkungen darauf, wie wir einkaufen und wie und wo wir unsere Bankgeschäfte tätigen“, sagt Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Finanzunternehmen geht davon aus, dass es in zehn Jahren üblich sein wird, dass es im Einzelhandel keine Kassen mehr gibt. Kunden werden zum Beispiel über ihr Smartphone erkannt, nehmen die Produkte aus dem Regal und der Bezahlvorgang wird automatisch beim Verlassen des Geschäfts abgewickelt.

Aber auch die Bankenwelt selbst verändert sich durch die Digitalisierung. So rechnen drei Viertel der Finanzexperten (74 Prozent) damit, dass es in zehn Jahren verbreitet sein wird, seine Bankgeschäfte mit dem Smartphone abzuwickeln. „Das Smartphone wird zur Bankfiliale, zum Beispiel indem ein Kredit direkt per App beantragt wird“, so Dietz. „Oder anders gesagt: Die Banken gehen dahin, wo sich die Menschen immer öfter aufhalten – ins mobile Internet.“ Jeder Zweite (53 Prozent) sagt, dass die Bankgeschäfte über Social-Media-Plattformen erledigt werden. 43 Prozent erwarten, dass Verbraucher gegenseitig Kredite über Crowdlending- oder Peer-to-Peer-Plattformen vergeben. Dietz: „Die Plattformen bringen dabei diejenigen, die Geld brauchen mit denen zusammen, die Geld verleihen wollen – und treten damit an die Stelle der klassischen Privatkundenbank und Sparkasse.“ Jeder Dritte (33 Prozent) rechnet damit dass es verbreitet sein wird, dass die Banken nur noch die Infrastruktur bereithalten, die Ansprechpartner der Kunden aber Internet-Unternehmen sind.

Für die Banken bedeutet das auf der einen Seite, dass es weniger Filialen geben wird. Drei Viertel der Unternehmen (73 Prozent) erwarten, dass ihre Zahl stark zurückgehen wird. Ein Viertel (25 Prozent) geht von einem leichten Rückgang aus. Auf der anderen Seite ermöglichen digitale Technologien wie etwa Big Data auch neue Angebote für Kunden: Zwei Drittel (65 Prozent) halten in zehn Jahren eine automatisierte und damit zeit- und ortsunabhängige Bankberatung durch Software für verbreitet, 62 Prozent gehen davon aus, dass bei Bankgeschäften auch Informationen über die Kunden aus öffentlichen Online-Profilen hinzugezogen werden. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) ist sich sicher, dass die Banken ihre Kunden dadurch besser kennen und ihnen je nach Lebenssituation geeignete Produkte anbieten können. 4 von 10 Finanzexperten glauben sogar, dass durch die Vernetzung von Alltagsgegenständen künftig automatisiert passende Finanzierungsangebote an die Kunden zugestellt werden können, etwa wenn das Auto einen Defekt erkennt und mit einer teuren Reparatur in die Werkstatt muss.

Unterm Strich sieht die deutsche Finanzbranche die Veränderungen positiv: 96 Prozent sagen, sie begreifen die Digitalisierung als Chance, nur 4 Prozent sehen ein Risiko. Jedes achte Unternehmen (12 Prozent) geht davon aus, dass die deutsche Finanzbranche in zehn Jahren im internationalen Vergleich weltweit führend sein wird. 52 Prozent sehen sie in der Spitzengruppe und 29 Prozent im Mittelfeld. Als größte Konkurrenten für disruptive Neuentwicklungen werden Zahlungsdienstanbieter wie etwa Paypal oder Sofortüberweisung gesehen (69 Prozent), dicht gefolgt von großen Unternehmen der Digitalbranche (65 Prozent) und nationalen Mitbewerbern aus der Finanzbranche (64 Prozent). Nur jeder vierte Finanzexperte (27 Prozent) hält dagegen Start-ups für eine bedeutende Konkurrenz. Dietz: „Künftig sind Banken in der Pflicht, Schnittstellen zu ihren Kontodaten zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Schnittstellen wird es Dritten erst möglich, ganz neue Dienste zu entwickeln.“

Weitgehende Einigkeit besteht unter den Finanzunternehmen über die größten Hemmnisse für Innovationen in der Finanzbranche. 93 Prozent sagen, die Skepsis der Kunden sei innovationshemmend, 81 Prozent beklagen die zu starke Regulierung der Finanzbranche. Mit deutlichem Abstand folgen fehlendes Kapital für Forschung und Entwicklung (32 Prozent) und ein Mangel an Spezialisten (18 Prozent). Nur 5 Prozent sagen, Innovation werde gebremst, weil es zu wenige deutsche Start-ups im Finanzbereich gebe.

Weitere aktuelle Befragungsergebnisse zur Digitalisierung der Finanzbranche präsentiert der Bitkom am 10. Dezember 2015 auf der hub conference in Berlin. Informationen und Anmeldung: www.hub.berlin.

Jeder zweite Internetnutzer Opfer von Cyber-Kriminalität

■      Computerviren sind das mit Abstand häufigste Delikt

■      Betrug und Identitätsdiebstahl gehören im Internet inzwischen zum Alltag

■      Nutzer sollten Gefahren im Blick behalten und umsichtig handeln

Die Hälfte (51 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland ist in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.009 Internetnutzern hervor. Demnach verzeichneten 37 Prozent der Befragten eine Infektion ihres Computers mit Schadprogrammen. „Mit Computerviren gehen häufig nicht nur technische Defekte, sondern weitere Delikte wie Erpressung oder Datendiebstahl einher“, sagt Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin Sicherheit und Datenschutz. Laut Umfrage sind zudem 16 Prozent der Internetnutzer beim Online-Handel oder beim Online-Banking betrogen worden. 15 Prozent berichten, dass ihre Zugangsdaten zu Online-Diensten wie soziale Netzwerke, Online-Shops oder Banking-Services ausspioniert wurden. Dehmel: „Internetkriminalität ist heute so alltäglich wie Autodiebstähle oder Wohnungseinbrüche. Internetnutzer sollten daher umsichtig handeln.“ Insbesondere der Diebstahl sensibler Daten oder der digitalen Identität sei eine Gefahr für die Betroffenen. So berichten 15 Prozent der Befragten, dass in ihrem Namen unerwünschte Spam-E-Mails versendet wurden. 8 Prozent konnten feststellen, dass ihre persönlichen Daten illegal genutzt wurden, zum Beispiel, indem sie an Dritte weitergegeben wurden. Und 3 Prozent sagen, dass sich eine andere Person im Internet unter ihrem Namen ausgegeben hat.

„Cyber-Kriminalität führt häufig nicht nur zu materiellen Schäden, sondern richtet sich auch gegen die Menschen selbst“, sagt Dehmel. So berichten 6 Prozent der befragten Internetnutzer, dass sie online verbal massiv angegriffen oder schwer beleidigt worden sind. 5 Prozent sind im Internet sexuell belästigt worden. Frauen sind hier mit 6 Prozent etwas häufiger betroffen als Männer mit 4 Prozent.

Informationen zum Thema Sicherheit im Internet gibt es bei zahlreichen Behörden und Initiativen. Technische Hinweise und eine Hotline bietet zum Beispiel das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN) der ITK-Wirtschaft liefert praktische Tipps für Verbraucher und Unternehmen. Mit einer Smartphone-App stellt DsiN aktuelle Meldungen zu Risiken im Internet bereit und zeigt konkrete Schutzmöglichkeiten. Hinweise zur Nutzung digitaler Medien und zum Schutz der Privatsphäre geben auch die Verbraucherzentralen. Eine Übersicht zum Thema IT-Sicherheit mit Meinungsbeiträgen, politischen Positionen und praktischen Tipps hat der Bitkom auf einer Themenseite zusammengestellt.

Tablets und Smartphones sind die beliebteste Anschaffung zu Weihnachten

■      Großes Interesse auch an Spielkonsolen, Fitnesstrackern und Smartwatches

■      72 Prozent der Deutschen möchten zum Fest digitale Technik kaufen

Digitale Technik steht in Deutschland auch dieses Jahr wieder auf vielen Wunschzetteln. Am beliebtesten sind zu Weihnachten Mobilgeräte. Fast jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) möchte zum Fest einen Tablet Computer verschenken oder sich anschaffen, fast genauso viele (28 Prozent) ein Handy oder Smartphone. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Ebenfalls begehrt sind Fitnesstracker. 18 Prozent der Bundesbürger möchten ein solches Armband, das Körperfunktionen aufzeichnet, kaufen. „Neben Smartphones und Tablets sind im diesjährigen Weihnachtsgeschäft auch andere Mobilgeräte wie Fitnesstracker und Smartwatches begehrt“, sagt Bitkom-Experte Markus Altvater.

Insgesamt planen 72 Prozent der Bundesbürger in der Weihnachtszeit die Anschaffung von Geräten aus den Bereichen Computer, Mobilkommunikation und Unterhaltungselektronik. Mehr als jeder Sechste (18 Prozent) möchte laut Umfrage eine Spielkonsole kaufen. Unter den Top 5 der beliebtesten Digitalgeräte zu Weihnachten sind zum ersten Mal auch Smartwatches. Jeder siebte Bundesbürger (14 Prozent) will zum Fest eine intelligente Uhr für sich oder jemand anderen anschaffen. Vor einem Jahr waren es erst 10 Prozent. Markus Altvater: „In diesem Jahr haben viele bekannte Hersteller eigene Smartwatch-Modelle auf den Markt gebracht.“ Im Ranking folgen E-Book-Reader mit 12 Prozent dicht dahinter. Immerhin jeweils 7 Prozent der Bundesbürger planen den Kauf eines Flachbildfernsehers oder einer Digitalkamera. 6 Prozent möchten zum Fest einen Player beziehungsweise Rekorder für DVDs und Blue-rays kaufen und 5 Prozent ein mobiles Navigationsgerät.

Tablet Computer sind zum Fest übrigens nicht nur bei Jüngeren beliebt: 37 Prozent der 14- bis 29-Jährigen äußern ihre Kaufabsicht, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es sogar 40 Prozent. In der Generation der 50- bis 64-Jährigen möchte jeder Fünfte (20 Prozent) einen Tablet Computer kaufen und bei den über 65-Jährigen sind es 22 Prozent. Handys und Smartphones dagegen liegen zu Weihnachten vor allem bei den 14- bis 29-Jährigen im Trend: In dieser Altersgruppe planen 39 Prozent der Bundesbürger die Anschaffung eines Mobiltelefons. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 31 Prozent. Trotzdem gibt es selbst bei den 50- bis 64-Jährigen ein hohes Interesse mit 23 Prozent und in der Generation 65-Plus mit 22 Prozent.

Die Marktprognosen für das Jahr 2015 bestätigen die große Nachfrage der Verbraucher an Smartphones, Tablets und Wearables wie Smartwatches oder Fitnesstracker. Mit 25,6 Millionen verkauften Geräten und einem Umsatzwachstum von 7,3 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro sollen Smartphones in diesem Jahr einen neuen Verkaufsrekord aufstellen. Tablet Computer werden mit voraussichtlich 7,7 Millionen verkauften Geräten und einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro ebenfalls um 1,7 Prozent zulegen. Fitnesstracker werden demnach mit 1,1 Millionen verkauften Geräten 70,8 Millionen Euro Umsatz erzielen. Bei Smartwatches werden für das Gesamtjahr 645.000 verkaufte Geräte und 169,2 Millionen Euro Umsatz erwartet.

Jeder Fünfte nutzt soziale Netzwerke als Nachrichtenquelle

■      Facebook, Twitter und Xing wichtigste Informationsquellen

■      Videos gewinnen an Bedeutung

■      Fast ein Fünftel der Nachrichtennutzer teilt Beiträge

Gut ein Fünftel (22 Prozent) der Internetnutzer informiert sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Twitter über aktuelle Nachrichten. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.042 Internetnutzern ergeben. „Soziale Netzwerke haben sich für viele Nutzer zu einer wichtigen Informationsquelle für tagesaktuelle Nachrichten entwickelt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Das gelte vor allem für jüngere Internetnutzer: Fast ein Drittel (32 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen liest oder schaut Nachrichten in sozialen Netzwerken, aber nur 2 Prozent in der Generation 65-Plus. Rohleder: „Die Netzwerke ergänzen oder ersetzen den Nachrichtenkonsum in den klassischen Medien Fernsehen, Radio und Zeitungen oder in den Nachrichtenportalen im Internet.“ Bei aktuellen Ereignissen könnten die Nutzer sozialer Netzwerke zum Beispiel über Hashtags das Geschehen nahezu in Echtzeit verfolgen.

Wichtigste Nachrichtenquelle ist laut Umfrage Facebook: Fast die Hälfte (46 Prozent) derjenigen, die sich in sozialen Netzwerken über das Tagesgeschehen informieren, nutzt dafür Facebook. 31 Prozent nutzen das berufliche Netzwerk Xing und 30 Prozent Twitter. Fast ein Fünftel (19 Prozent) schaut Nachrichtensendungen auf dem Video-Portal Youtube. 18 Prozent nutzen LinkedIn und 10 Prozent Google+. Immerhin 8 Prozent lesen Nachrichten im Kurznachrichtendienst WhatsApp und 7 Prozent informieren sich auf Instagram.

Nach den Ergebnissen der Umfrage haben sich in sozialen Netzwerken unterschiedliche Formen des Nachrichtenkonsums herausgebildet. 45 Prozent derjenigen, die sich in sozialen Netzwerken tagesaktuell informieren, verlassen die Community in vielen Fällen nicht, sondern lesen vollständige Nachrichtenartikel innerhalb des Netzwerks. „Viele Nachrichtenanbieter gehen dazu über, Inhalte speziell für die Nutzung in den sozialen Netzwerken aufzubereiten“, sagte Rohleder. Dieser Trend wird durch die steigende Verbreitung von Videos im Internet verstärkt. Laut Umfrage schauen 39 Prozent Nachrichten-Videos innerhalb des Netzwerks. 35 Prozent der Nachrichtennutzer in sozialen Netzwerken geben an, dass sie Links zu externen Nachrichten-Texten oder -Videos anklicken.

Die Nachrichtennutzer verbreiten dabei die Informationen auch selbst weiter: 17 Prozent der befragten Nachrichtennutzer teilen die aktuelle Artikel oder Videos mit anderen Nutzern. 14 Prozent kommentieren sie mit eigenen Beiträgen.

Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.042 Internetnutzer in Deutschland ab 14 Jahren befragt. Die Fragestellung lautete: „Wenn Sie sich im Internet über aktuelle Nachrichten informieren wollen, welche der folgenden Informationsquellen nutzen Sie dann?“ „Sie haben angegeben, dass Sie sich in sozialen Netzwerken über Nachrichten informieren. Was genau machen Sie dabei?“

Die Webseite wird 25 Jahre alt

■      Am 13. November 1990 ging die erste Homepage unter „info.cern.ch“ online

■      Jedes siebte deutsche Unternehmen hat keinen eigenen Web-Auftritt

■      Regionale Domains wie „.berlin“ sind gefragt

Vor 25 Jahren veröffentlichte Tim Berners-Lee von der Schweiz aus die erste Webseite. Am 13. November 1990 schaltete der britische Physiker die Homepage info.cern.ch am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf frei. Heute ist die eigene Homepage zumindest im professionellen Umfeld meist selbstverständlich. 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern haben einen eigenen Web-Auftritt. Nur jedes siebte Unternehmen dieser Größenordnung (14 Prozent) besitzt keine Homepage. Bei den kleineren Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sind allerdings 43 Prozent nicht im Netz vertreten. „Weltweit nutzen über drei Milliarden Menschen das Internet. Auch Privatpersonen treten immer häufiger mit einer eigenen Webseite auf“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Wichtiges Erkennungsmerkmal einer Homepage ist die Adresse, unter der man sie im Internet aufrufen kann. Die mit Abstand häufigste Endung dieser Adresse, auch Top-Level-Domain genannt, ist mit 120 Millionen registrierten Adressen „.com“. Im globalen Vergleich belegt das deutsche „.de“ mit 16 Millionen Adressen den zweiten Platz. Um die Zahl ansprechender und einprägsamer Adressen zu erhöhen, hat die Vergabestelle ICANN Ende 2013 weitere Domains zugelassen. Mittlerweile existieren mehr als 1.000 verschiedene Endungen für Webadressen. Hinter dem Punkt können inzwischen einprägsame und ungewöhnliche Bezeichnungen folgen, wie etwa „.pizza“, „.ninja“ oder „.kiwi“. In Deutschland sind insbesondere regionale Domains beliebt. So gibt es bereits rund 69.000 Adressen mit „.berlin“, fast 25.000 mit „.koeln“, über 31.000 mit „.bayern“ und etwa 23.000, die auf „.hamburg“ enden. „Gerade regionale Internetadressen eignen sich für kleine Unternehmen, um den individuellen Auftritt im Web direkt mit dem Firmenstandort zu verbinden“, so Rohleder. Das gelte auch für Webseiten zu Veranstaltungen und deren Austragungsort wie bei www.hub.berlin.

Als Ursprung aller Webseiten war die Homepage des CERN vor 25 Jahren der erste Zugangspunkt zum World Wide Web (WWW), einem Netzwerk, das den Datenaustausch unter den Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Die ursprüngliche Seite erklärte, was das WWW ist, wer es erschaffen hat und wie man es nutzt. Unter info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html gibt es eine Kopie der ersten Webseite aus einfachem Text. Was mit dieser schlichten Seite begonnen hat, hat sich im Informationswesen fest etabliert. Alleine in Deutschland nutzen 80 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren das World Wide Web. Selbst für einen Großteil der Älteren ist die Internetnutzung selbstverständlich: 84 Prozent der 50- bis 65 jährigen Bundesbürger sowie 37 Prozent der über 65-Jährigen nutzen heute das Internet. Im Januar 2014 waren es erst 74 bzw. 26 Prozent.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben zu Unternehmen mit eigener Homepage sind Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Für den europäischen Vergleich wurden Unternehmen ab 10 Beschäftigten sowie Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten (jeweils ohne den Bankensektor) in 31 europäischen Ländern befragt. Die Zahlen zu Top-Level-Domains beruhen auf Daten der DENIC eG und Angaben der dotBERLIN GmbH & Co. KG. Grundlage der Angaben zu Internetnutzern in Deutschland sind repräsentative Befragungen von Bitkom Research im Auftrag des Bitkom. Die Begriffe Homepage, Webseite und Web-Auftritt werden hier synonym verwendet.

Digitalisierung verändert Ausbildungsberufe

■      Drei Viertel befürworten Veränderungen in der bestehenden Ausbildung

■      Jedes vierte Unternehmen hält neue Ausbildungsberufe für notwendig

■      Vor allem der Mittelstand erwartet gravierende Veränderungen

Die Digitalisierung wird nach Einschätzung der Unternehmen die berufliche Ausbildung gravierend verändern. Mehr als jedes vierte Unternehmen (29 Prozent) gibt an, dass in Folge der Digitalisierung völlig neue Ausbildungsberufe eingeführt werden müssen. Drei Viertel der Unternehmen (76 Prozent) sind zudem der Meinung, dass der zunehmende Einsatz digitaler Technologien eine inhaltliche Anpassung der bestehenden Ausbildungsberufe erfordert. Gerade einmal 4 Prozent der Unternehmen sagen, dass sich für die Auszubildenden auch in Zukunft nichts ändern muss. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 1.500 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen von Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mehrfachnennungen waren möglich. „Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft tiefgreifend, von den Produkten bis zu Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen. Wir müssen unsere Jugendlichen dafür mit einer modernen, zukunftsorientierten Ausbildung fit machen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Den Grundstein dafür müssen wir bereits in der Schule legen, unter anderem mit einer fundierten Vermittlung von Digitalkompetenz im Fächerkanon, einem Pflichtfach Informatik und mit Englisch als Lingua franca der digitalen Welt ab der 1. Klasse.“

Vor allem im Mittelstand wird ein großer Bedarf an neuen Ausbildungsberufen gesehen. 40 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 499 Beschäftigten plädieren für die Einführung gänzlich neuer Ausbildungsprofile, 68 Prozent befürworten Anpassungen bei den bestehenden Berufsbildern. Bei den Großunternehmen ab 500 Beschäftigten erwarten 25 Prozent neue Ausbildungsberufe, 79 Prozent Veränderungen bei den bestehenden Angeboten. Ähnlich sind die Anteile bei den kleineren Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten (24 Prozent rechnen mit neuen Berufe, 78 Prozent mit Veränderungen) und den Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigen (29 bzw. 75 Prozent). Rohleder: „Der Mittelstand steht vor der besonderen Herausforderung, seine bisherige Stärke auch in die digitale Welt zu überführen. Den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation kommt im Mittelstand eine ganz besondere Bedeutung für die digitale Innovationsfähigkeit zu.“

Im IT-Bereich hat das Bundesinstitut für Berufsbildung ein Projekt gestartet, das Veränderungsbedarfe bei Fachinformatikern & Co untersucht. Bitkom ist an dem Verfahren mit mehreren Sachverständigen beteiligt. Rohleder: „Der Veränderungsbedarf geht aber weit über die klassischen IT-Berufe hinaus. Die digitale Transformation betrifft alle Berufe, vom Handel über die Industrie bis hin zum Handwerk.“

Methodik: Im Auftrag des Bitkom hat Bitkom Research 1.539 Geschäftsführer und Personalleiter von Unternehmen ab 3 Mitarbeitern aller Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft in Deutschland. Die Fragestellung lautete: „Sollten Ihrer Meinung nach die derzeitigen Ausbildungsprofile vor dem Hintergrund der Digitalisierung angepasst werden?“ Die Aussagen lauteten „Ja, die Digitalisierung erfordert die inhaltliche Anpassung bestehender Ausbildungsprofile“, „Ja, die Digitalisierung erfordert neue Ausbildungsprofile“, „Nein, die Digitalisierung erfordert keine wesentlichen Veränderungen der Ausbildungsprofile“.

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