Archiv für Ingo Peters

Informatikunterricht in Baden-Württemberg darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen

Mit Befremden hat die Gesellschaft für Informatik die Ankündigung der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann zur Kenntnis genommen, den geplanten Informatikunterricht ab Klasse 7 auf Eis zu legen. Noch im Herbst 2015 hatte Ministerpräsident Kretschmann eine verbindliche Grundbildung in Informatik für alle Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg versprochen.

GI-Präsident Peter Liggesmeyer: „Das Thema digitale Bildung ist derzeit in aller Munde, da für ein erfolgreiches Berufsleben informatische Grundkenntnisse nahezu überall unabdingbar sind. Da können wir nicht unkommentiert lassen, dass in einem der bislang fortschrittlichsten Bundesländer diese Grundbildung dem Rotstift zum Opfer fallen soll.“

Tatsächlich misst mittlerweile die Bundesregierung der digitalen Bildung einen solch hohen Stellenwert zu, dass sie für den diesjährigen IT-Gipfel im November das Thema „Digitale Bildung“ als Schwerpunkt gesetzt hat.

“Wir rufen die Landesregierung von Baden-Württemberg auf, kreative Wege zu beschreiten, um Kindern und Jugendlichen die dringend notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zum Umgang mit der fortschreitenden Digitalisierung zu vermitteln. Wir dürfen die Ausbildung unseres Nachwuchses bei solch essenziellen Themen nicht vernachlässigen”, so Liggesmeyer.

Weitere Informationen gibt es über die Fachgruppe “Informatiklehrerinnen und -lehrer in Baden-Württemberg”.

Die neuen Brockhaus Lehrwerke

Die Brockhaus Online-Lehrwerke vereinen auf neue Art und Weise gegebene Lehrpläne, das klassische Lehrwerksmodell und ausgewählte, medienpädagogisch sinnvolle Möglichkeiten der Nutzung digitaler Medien für ein besseres Lernen und Lehren. Die über das Internet verfügbaren, lehrplankonformen Komplettlösungen sparen den Schulen und Eltern viel Geld bei der Lehrmittelbeschaffung und bieten den Schülerinnen und Schülern eine völlig neue Lernwelt, denn mithilfe ihres eigenen Zugangs können sie jederzeit, von überall und mit jedem Endgerät auf die Lerninhalte zugreifen.
Die Lehrwerke sind modular aufgebaut, so dass Lehrkräfte ihre Unterrichtsthemen flexibel gestalten können. Darüber hinaus finden Lehrkräfte alle relevanten Materialien und Medien an einem Ort: Das entlastet und lässt mehr Zeit zur Vorbereitung eines kompetenzorientierten Unterrichts. An das jeweilige Leistungsniveau angepasstes Unterrichten und Lernen wird durch differenzierte Übungsaufgaben auf drei Niveaus ermöglicht. Schüler werden somit stets gefordert, aber auch immer positiv unterstützt, was die Lernmotivation und Aufmerksamkeit stärkt. Die Lehrwerke fördern zudem das autonome Lernen, da die Lernenden auch ohne Hilfe des Lehrers arbeiten können und Fehler automatisch korrigiert werden. Damit ist das Material gut zum Üben, auch während der Ferienzeit, geeignet. Zum Beispiel mit dem integrierten Brückenkurs, der den Stoff der vorausgegangenen Schuljahre wiederholen lässt.
Die Multimedialität der Materialien mit interaktiven Übungen, Videos, Audiodateien, Bildern und Grafiken ermöglicht einen zeitgemäßen, aktiven und spannenden Unterricht. Der unschlagbare Vorteil der Online-Lehrwerke ist ihre Aktualität. Werden Schulbücher nur alle drei bis zehn Jahre erneuert, finden sich in den Brockhaus Lehrwerken von einer fachkompetenten Redaktion aktuell zusammengestellte Materialien – in einer sich rasant verändernden Zeit wie der unseren ein elementares Kriterium.
Neben dem Regelunterricht sind die neuen Lehrwerke auch für Ganztagsschulen, den Nachmittagsunterricht oder Vertretungsstunden geeignet. Der Unterricht mit den Lehrwerken ist dabei nicht auf Tablet-Klassen beschränkt. Ein WLAN-Zugang und ein Beamer reichen aus. Und lizenziert wird übrigens nur das Unterrichtsmaterial, die wertvollen Lehrermaterialen und zahlreichen Übungsmaterialien für die Schüler zu Hause sind in dem Komplettangebot kostenfrei enthalten.

Die aktuell verfügbaren Lehrwerke stehen ab sofort und jederzeit für zwei Wochen online unter lehrwerke.brockhaus.de/testen zum Test zur Verfügung.

  
Das Brockhaus Portfolio
Neben diesen Neuheiten führt die erst 2015 von Bertelsmann an die schwedische NE Nationalencyklopedin AB lizenzierte Marke weiterhin die bewährte Enzyklopädie mit über 300.000 redaktionell gepflegten Stichwörtern und erklärten Begriffen, das Wörterbuch als Standardwerk zur deutschen Rechtschreibung, das Synonymwörterbuch, die Brockhaus Lexika für Kinder und Jugendliche und wertvolle Materialien wie Medienwissen oder Unterrichtswissen.
CEO Hubert Kjellberg erklärt: „Es ist das gemeinsame Ziel von Brockhaus und der schwedischen NE Nationalencyklopedin AB, Lernende und Lehrkräfte bestmöglich zu unterstützen, die Möglichkeiten zu nutzen, die uns die moderne Technologie in Verbindung mit hochwertigem Content bietet. Wir wollen aktiv die Bildung der Zukunft mitgestalten!“

Die Brockhaus Geschichte
Im Jahre 1805 von Friedrich Arnold Brockhaus in Amsterdam gegründet, war Brockhaus über zwei Jahrhunderte hinweg der führende Herausgeber von gedruckten Nachschlagewerken im deutschsprachigen Raum. 2002 startete Brockhaus mit der Veröffentlichung seiner ersten digitalen Enzyklopädie in ein neues Zeitalter. 2008 wurde das Unternehmen an die Bertelsmann Gruppe verkauft, im Jahr 2015 dann von der schwedischen NE Nationalencyklopedin AB übernommen, mithilfe deren digitaler Services bereits 75 % aller schwedischen Schulen unterrichten. Unter der Firmierung Brockhaus | NE GmbH vollzieht das Unternehmen eine Wandlung vom Wissens- zum Bildungsanbieter.

Debatte um Digitalisierung und Bildung

Die Digitalisierung der Gesellschaft macht natürlich nicht vor den
Bildungsinstitutionen halt. Sie trifft allerdings in Schule und
Hochschule, in der beruflichen Bildung und der Erwachsenenbildung auf
erhebliches Entwicklungspotenzial.
Viele Lehrende haben Qualifikationsdefizite und die technische
Infrastruktur und Ausstattung weisen Rückstände auf. Die inhaltlichen
Angebote bleiben quantitativ und qualitativ hinter den Erwartungen
zurück, die im 4.0-Zeitalter erfüllt werden müssten. Hier sind
dringend Optimierungen erforderlich, um Menschen in allen Lebensphasen
die Weiterentwicklung von digitaler Medienkompetenz zu ermöglichen, die
eine notwendige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist. Denn
das gesellschaftliche Umfeld – ob Finanzamt oder Geldinstitut,
öffentliche Verwaltung oder der Handel – geht wie selbstverständlich
davon aus, dass „digital natives“ ebenso wie „digital immigrants“
bereit und fähig sind, sich der digitalen Instrumentarien jederzeit
fehlerfrei und risikobewusst zu bedienen.
Der Bundestagsbeschluss zur Digitalen Bildung (Juli 2015) hat der
Debatte über Medienkompetenz und Überwindung der digitalen Spaltung
neuen Auftrieb gegeben. Das IBI – Institut für Bildung in der
Informationsgesellschaft gGmbH (Berlin) hat im Anschluss an den
Bundestagsbeschluss 54 namhafte Persönlichkeiten aus
Bildungsadministration, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
interviewt und die Ergebnisse in einer Studie ausgewertet. Es wird die
große Spannweite eines kritisch-konstruktiven Diskurses deutlich, mit
einer leicht optimistischen, gleichwohl kontroversen Einschätzung des
Bundestagsbeschlusses. Handfeste Forderungen werden zur Behebung der
Defizite in Infrastruktur, Ausstattung und technischem Betrieb gestellt
und fundamentale Kritik am Qualifikationsstand der Lehrenden in allen
Bildungseinrichtungen geäußert. Die Befragten haben dabei durchaus
gegensätzliche Einschätzungen zur zukünftigen inhaltlichen und
curricularen Gestaltung des Lehrens und Lernens unter Nutzung digitaler
Systeme. Wohin die Reise in welchem Tempo und Engagement der
Verantwortlichen und mit welcher finanziellen Zurüstung gehen wird?
Auch in dieser Frage werden unterschiedliche Perspektiven deutlich.
Wir erlauben uns, Sie hiermit auf unsere Studie aufmerksam zu machen,
die wir in verschiedenen Versionen veröffentlichen. Unter
http://www.ibi.tu-berlin.de/stakeholder-studie finden Sie die
komplette Studie als Langfassung im PDF-Format, als Kurzfassung im
PDF-Format sowie die Langfassung als Webausgabe. Jede Kapitelüberschrift
der Kurzfassung ist mit dem korrespondierenden Kapitel der Webversion
verlinkt. So ist ein schnelles Wechseln in die Langfassung der Studie
möglich um die jeweiligen Teilbereiche zu vertiefen.
Wir würden uns freuen, wenn wir mit unserer Studie einen Beitrag zu
Ihrer Meinungsbildung in einer Zeit liefern können, die spannungsreich
das Thema „Digitalisierung und Bildung“ in den Vordergrund der
gesellschaftspolitischen Debatte rückt: das gestern veröffentlichte
Strategiepapier des BMBF zur „Bildungsoffensive für die digitale
Wissensgesellschaft“, der Nationale IT-Gipfel mit einem Schwerpunkt in
der Bildung im November sowie das Strategiepapier der KMK zur Bildung in
der digitalen Welt im Dezember. Das letzte Quartal 2016 schafft eine
epochale Grundlage für die bildungspolitische Gestaltung der nächsten
Jahre.

Jeder Fünfte würde WLAN-Bestellknöpfe im Haushalt nutzen

■   Bestellbuttons sind besonders bei sperrigen und schweren Haushaltswaren beliebt
■   28 Prozent würden smarte Haushaltsgeräte, die selbst nachbestellen, nutzen
■   Bitkom fordert innovationsfreundlicheren Rechtsrahmen
Nie wieder mit der leeren Shampoo-Flasche in der Dusche stehen oder ohne Geschirrspül-Tab vor der vollbepackten Maschine: Alltagsartikel wie Duschgel, Waschmittel oder Zahnpasta lassen sich heute schon schnell und unkompliziert per Knopfdruck nachbestellen und jeder Fünfte (21 Prozent) kann sich vorstellen solche Bestellknöpfe zu nutzen. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Bei schweren oder sperrigen Waren des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Waschmittel oder Toilettenpapier, ist diese bequeme Bestellmöglichkeit bereits für mehr als ein Viertel der Bundesbürger ab 14 Jahren (28 Prozent) denkbar. Generell kaufen bereits ein Drittel aller Befragten (33 Prozent) Waren des täglichen Bedarfs auch online ein. „Gerade die immer wiederkehrende Besorgung von Verbrauchsartikeln verbinden viele eher mit langweiliger Routine und Geschleppe als mit einem attraktiven Einkaufserlebnis. Die bedarfsgerechte und schnelle Bestellung per Knopfdruck ist da ein echter Komfortgewinn. Der Bestellknopf ist ein gutes Beispiel für eine intelligente und innovative Service-Idee“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Dr. Joachim Bühler.

Die Knöpfe sind drahtlos mit dem Internet verbunden und können an unterschiedlichen Stellen in der Wohnung angebracht werden: zum Beispiel ein Bestellknopf für Waschmittel an der Waschmaschine oder ein Knopf für Rasierklingen am Badspiegel. In Deutschland hat der Online-Versandhändler Amazon Anfang September als erster WLAN-Bestellknöpfe für verschiedene Waren des täglichen Gebrauchs, sogenannte Dash Buttons, eingeführt. Die Verbraucherzentrale NRW hat kurz nach Einführung der Dash Buttons in Deutschland Klage eingereicht. Sie moniert unter anderem, dass der aktuelle Preis bei der Bestellung via Bestellknopf nicht direkt ersichtlich ist. Nutzer müssen ihn etwa via Smartphone oder Tablet auf der Homepage des Händlers abrufen. „Verbraucher können sich online sehr schnell einen Überblick über Angebot und Preis verschaffen. Daneben sind Schutzmechanismen bereits integriert, so dass etwa unbeabsichtigte Mehrfachbestellungen verhindert werden und jedes bestellte Produkt kostenfrei zurückgeschickt werden kann“, so Bühler.

Nach Ansicht des Bitkom zeigt das Beispiel der Dash Buttons, dass der Rechtsrahmen in Deutschland oft zu starr ist und Innovationen dadurch behindert werden. „In den USA sind die Bestellknöpfe bereits recht verbreitet. In Deutschland haben es solch digitale Innovationen oft noch schwer“, so Bühler. „Ein Rechtsrahmen, der sich eher am Kaufladen aus dem frühen 20. Jahrhundert als an der digitalen Ökonomie orientiert, schließt Kunden von modernen Dienstleistungen auch dann aus, wenn sie ihnen prinzipiell offen gegenüberstehen.“ Das sei ein fatales Signal für Start-ups in Deutschland, die an originellen Lösungen arbeiteten, aber auch für Investoren, die einfallsreiche Produkte in Deutschland fördern wollten.

Noch höher als für die Bestellknöpfe ist die Zustimmung für die Nutzung von smarten Haushaltsgeräten, die auf Knopfdruck oder auch automatisch Verbrauchsgüter bestellen. Beispiel hierfür wäre eine Waschmaschine, die Waschmittel direkt nachordert, sobald es zuneige geht. Insgesamt 28 Prozent der Befragten können sich vorstellen, ein solches Gerät zu nutzen. „Diese Werte zeigen, dass es viele Verbraucher schätzen, wenn ihnen der lästige Einkauf von Alltagsartikeln abgenommen wird. Ein immer größerer Teil des Einkaufs kann heutzutage online erledigt werden – und mit Funktionen wie einem Bestellknopf oder smarten Haushaltsgeräten geht das noch einfacher. Gerade für nicht mehr ganz so mobile oder körperlich gehandicapte Menschen sind solche innovativen Lösungen praktisch und eine Erleichterung”, so Bühler.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.008 Verbraucher ab 14 Jahren befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie in den vergangenen 12 Monaten online, also im Internet, Waren des täglichen Bedarfs bestellt, zum Beispiel Körperpflegeprodukte, Waschmittel, Lebensmittel, Büromaterial oder ähnliches?“, „Neue Shopping-Lösungen ermöglichen es, Waren des täglichen Bedarfs mit einem einfachen Knopfdruck zu ordern. Die Bestellknöpfe sind drahtlos mit dem Internet verbunden und können an unterschiedlichen Stellen in der Wohnung angebracht werden: zum Beispiel ein Bestellknopf für Waschmittel an der Waschmaschine oder ein Knopf für Rasierklingen im Bad. Die Bestellung wird dann per Knopfdruck ausgelöst. Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen in Bezug auf diese Waren-Bestellknöpfe zu? Sie können Ihre Antwort auf einer Skala von 1 stimme voll und ganz zu bis 4 stimme überhaupt nicht zu abstufen.“
Ich kann mir grundsätzlich vorstellen, solche Bestellknöpfe zu Hause zu nutzen.
Ich kann mir die Nutzung solcher Bestellknöpfe für schwere oder sperrige Waren des täglichen Bedarfs vorstellen, z.B. Waschmittel oder Toilettenpapier.
Ich kann mir grundsätzlich vorstellen, Haushaltsgeräte zu nutzen, die auf Knopfdruck oder automatisch Verbrauchsgüter bestellen, z.B. einen Drucker, der eine neue Druckerpatrone bestellt oder der Geschirrspüler das Spülmittel.

Ende der Kreidezeit an Deutschlands Schulen

■   Bitkom begrüßt Initiative des Bundesbildungsministeriums zur flächendeckenden Ausstattung mit Computern und Internetzugängen
■   Länder sollten Angebot nutzen und jetzt in digitale Lerninhalte sowie die Lehrer-Fortbildung investieren
■   IT-Gipfel in Saarbrücken startet Modellprojekt „Smart School“
Die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka, alle Schulen bis 2021 mit Computern und leistungsfähigen Internetzugängen ausstatten zu wollen, bietet nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom eine riesige Chance. „Deutschlands Schulen können endlich in die digitale Welt überführt werden. Es ist höchste Zeit, dass wir von einzelnen Projekt-Klassen zu einer flächendeckenden digitalen Versorgung der Schulen kommen. Die analoge Kreidezeit in Deutschland geht jetzt zu Ende“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Wir appellieren an die Bundesländer, die Gelegenheit zu nutzen und den angebotenen Digitalpakt mit dem Bund zu schließen.“ Nach den Plänen des Bundesbildungsministeriums müssen die Länder im Gegenzug für die Ausstattung der Schulen Lehrer aus- und fortbilden sowie didaktische Konzepte erarbeiten und die digitalen Medien in den Unterricht integrieren. Rohleder: „Das grundsätzliche Problem ist seit Jahren bekannt: Geräte und digitale Infrastruktur alleine genügen nicht, aber ohne Geräte und Infrastruktur werden auch keine digitalen Lerninhalte entstehen. Der Vorstoß zu einem Digitalpakt zwischen Bund und Ländern bietet die Chance, den gordischen Knoten bei der Digitalisierung unserer Schulen zu durchschlagen.“ Gleichzeitig mahnte Bitkom, die Digitalisierung der Schulen rasch anzugehen. „Fünf Jahre sind in der digitalen Welt eine lange Zeit – und wir haben gegenüber anderen Ländern bereits heute einen Rückstand aufzuholen. Wir sollten uns auch zeitlich so ambitionierte Ziele wie möglich setzen“, so Rohleder.

Nach einer Bitkom-Studie von Anfang des Jahres würde jeder zweite Lehrer (48 Prozent) gerne öfter digitale Medien im Unterricht einsetzen, dies scheitert aber vor allem daran, dass nicht genügend Geräte an den Schulen vorhanden sind. Die technische Ausstattung mit Computern und Internet erhielt im Durchschnitt nur die Schulnoten „befriedigend“ bis „ausreichend“. Schon damals sagten 83 Prozent der Lehrer, sie würden sich ein stärkeres Engagement des Bundes bei einer Strategie für das digitale Lernen wünschen.

Anlässlich des IT-Gipfels am 16./17. November in Saarbrücken wird Bitkom zusammen mit der saarländischen Landesregierung und dem Bundesbildungsministerium den Umbau der Gesamtschule Bellevue zur „Smart School“ vorstellen. Ziel der Initiative, die von zahlreichen IT-Unternehmen wie Telekom, Samsung, Fujitsu, SAP und Bettermarks unterstützt wird, sind Infrastruktur, Pädagogik und Fortbildung gleichermaßen. Es wird eine Schule modellhaft mit digitalen Geräten für den Unterricht von morgen ausgestattet. Dabei sollen auch neueste Technologien wie Virtual Reality oder 3D-Druck erleb- und nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig wird vom saarländischen Bildungsministerium zusammen mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien ein didaktisches Konzept entwickelt, um die Technologie bestmöglich in den Lehrplan zu integrieren und die Lehrer entsprechend weiterzubilden. „Das Smart-School-Projekt, das zum IT-Gipfel in Saarbrücken erstmals vorgestellt wird, kann eine Blaupause für den Digitalpakt sein. Es geht darum, einen Dreiklang aus digitaler Infrastruktur, digitalen Lerninhalten sowie der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften zu Digitalthemen zu schaffen“, so Rohleder.

Nutzung von E-Books bleibt stabil

■   Bitkom-Studie: Jeder vierte liest digitale Bücher – wie in den beiden Vorjahren
■   Angleichung der Mehrwertsteuer könnte dem Markt neue Impulse geben
■   Leser informieren sich im Internet und nutzen automatisierte Empfehlungen
Die Nutzung von E-Books kommt in Deutschland nicht von der Stelle. Im laufenden Jahr liest ein Viertel (24 Prozent) aller Bundesbürger digitale Bücher. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren ist der Anteil der E-Book-Leser an der Gesamtbevölkerung damit nahezu konstant geblieben. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 2.171 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor. Demnach lesen vor allem die Jüngeren digitale Bücher: 36 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen E-Books. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 30 Prozent und unter den 50- bis 64-Jährigen 23 Prozent. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Nutzer nur bei 7 Prozent. „Die Nutzung digitaler Bücher in Deutschland stagniert – trotz innovativer Nutzungsmodelle und einer steigenden Verbreitung mobiler Lesegeräte“, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse. „Der E-Book-Markt braucht neue Impulse, um wieder in Fahrt zu kommen.“ So könnte die Angleichung der Mehrwertsteuersätze für E-Books und gedruckte Bücher den Verlagen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung geben.

In Deutschland sind E-Books in der Regel nur geringfügig kostengünstiger als gedruckte Ausgaben. Das liegt zum einen an der Buchpreisbindung, die den Preiswettbewerb unter den Buchhändlern stark einschränkt. Ein weiterer Grund für die relativ hohen E-Book-Preise ist die Ungleichbehandlung bei der Mehrwertsteuer. Die Steuer für E-Books liegt bei 19 Prozent, während auf gedruckte Bücher der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent fällig wird. „Die Angleichung der Mehrwertsteuersätze von gedruckten und digitalen Büchern ist seit Jahren überfällig“, sagte Berg. Eine Gleichbehandlung fordert auch die große Mehrheit der Bundesbürger: 85 Prozent aller Befragten befürworten, die Mehrwertsteuer bei E-Books auf den ermäßigten Satz abzusenken. Berg: „Die Voraussetzungen dafür müssen jetzt in Brüssel im Rahmen der aktuellen Mehrwertsteuerreform geschaffen werden.“ Allerdings entscheidet nicht allein der Preis darüber, ob jemand gedruckte oder digitale Bücher liest. Gut die Hälfte (55 Prozent) der Nichtnutzer von E-Books sagen, dass sie die sinnliche Wahrnehmung von gedruckten Büchern bevorzugen. „Vielen Menschen ist es beim Lesen immer noch wichtig, ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten und darin zu blättern“, sagte Berg. 44 Prozent geben an, dass sie nicht auf einem Bildschirm lesen wollen. Jedem Dritten (38 Prozent) sind die Lesegeräte zu teuer und jedem Vierten (25 Prozent) ist die Nutzung zu kompliziert.

Nach den Ergebnissen der Studie sind in diesem Jahr erstmals E-Reader das bevorzugte Lesegerät. 46 Prozent der E-Book-Leser nutzen Geräte wie Kindle, Tolino oder Kobo. „E-Reader sind kostengünstig, leicht, bieten ein kontrastreiches Bild und laufen mehrere Wochen oder sogar Monate“, sagte Berg. Generell werden primär Mobilgeräte eingesetzt: 41 Prozent lesen E-Books auf dem Smartphone und 24 Prozent auf einem Tablet Computer. Dabei geht der Trend zum synchronen Lesen. Laut Umfrage liest fast jeder vierte E-Book-Nutzer (23 Prozent) digitale Bücher auf mehreren Geräten parallel (Vorjahr: 18 Prozent). „Synchrones Lesen ist möglich, weil Inhalte und Einstellungen wie Schriftgröße oder Lesezeichen in der Cloud gespeichert und automatisch synchronisiert werden“, sagte Berg.

In der Regel kaufen die Nutzer einzelne E-Books bei Online-Buchshops wie Amazon, ebook.de, Thalia.de oder buch.de (86 Prozent). Jeder Vierte (27 Prozent) leiht sich E-Books bei öffentlichen Bibliotheken aus. Daneben gewinnen kommerzielle Flatrate-Modelle an Bedeutung. Bei Anbietern wie Skoobe oder Kindle Unlimited zahlen die Kunden eine monatliche Pauschale und haben Zugriff auf eine große Auswahl an Büchern. 13 Prozent der befragten E-Book-Leser nutzen einen solchen Abo-Dienst. Ebenso viele (14 Prozent) nutzen kostenlose, frei verfügbare E-Books. 6 Prozent der Befragten zahlen pro Seite, was vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen von Bedeutung ist.

Deutlich verändert hat sich das Informationsverhalten vieler Leser. Das zeigt ein Drei-Jahresvergleich zu der Frage, wie Bücher-Fans auf neue Romane, Sachbücher oder sonstige Literatur online oder auf klassischen Wegen aufmerksam werden. Die Basis sind hier alle Leser von gedruckten oder elektronischen Büchern, die das Internet nutzen. An der Spitze stehen mit 74 Prozent die Empfehlungen von Freunden oder der Familie (2013: 68 Prozent). Das Stöbern im Buchladen mit aktuell 54 Prozent und Buch-Rezensionen in klassischen Medien mit 27 Prozent konnten ebenfalls zulegen. Dagegen haben die Kaufempfehlungen von Buchhändlern an Bedeutung eingebüßt: 16 Prozent der Befragten verlassen sich heute noch auf ihren Buchhändler, im Jahr 2013 waren es noch 29 Prozent. Einen großen Sprung hat das „Stöbern im Internet“ gemacht, von 21 Prozent im Jahr 2013 auf aktuell 55 Prozent. Stark zugelegt haben die automatisierten Empfehlungen in Online-Shops, die aus den eigenen Käufen der Vergangenheit generiert werden oder sich daran orientieren, was andere Kunden in einem ähnlichen Kontext bestellt haben: 38 Prozent lassen sich von Online-Empfehlungen inspirieren (2013: 27 Prozent). Wichtiger sind auch Beiträge in sozialen Netzwerken geworden. 18 Prozent bekommen Hinweise bei Facebook und Co., vor drei Jahren waren es 11 Prozent. Berg: „Das Internet hat sich für alle Leser als zentrale Informationsquelle für Literatur und Sachbücher etabliert.“

Nach Einschätzung des Bitkom braucht der Markt für E-Books neue Impulse. „Die Verlage haben schon viel für die Verbreitung digitaler Bücher getan. Trotzdem ist die Schwelle für viele Leser immer noch groß, dieses Medium auszuprobieren“, sagte Berg. Es sei wichtig, dass mehr Menschen auf digitalen Wegen Zugang zu interessanten, hochwertigen Inhalten bekommen. Die Verlage sollten die Kostenvorteile von E-Books konsequenter an die Kunden weitergeben, um Kaufanreize zu schaffen. Das könnte durch eine Angleichung der Mehrwertsteuersätze zusätzlich befördert werden. Die Verlage sollten darüber hinaus mehr in die Inhalte investieren. „Es reicht nicht aus, gedruckte Bücher eins zu eins in ein digitales Format zu übertragen“, sagte Berg. „Die Verlage sind in der Lage, Inhalte zu strukturieren und für bestimmte Zielgruppen aufzubereiten – ein unschätzbarer Vorteil in den Informationsfluten des Internet.“ Diese Chance sollten die Verlage nutzen. Berg: „Wenn am Ende kein einfaches E-Book, sondern eine benutzerfreundliche, interaktive App oder Webanwendung steht, werden sich dafür erst Recht Käufer finden.“

Grafik

Telemedizin trifft auf großes Interesse

■      6 von 10 Bundesbürgern sind offen gegenüber Tele-Monitoring

■      Drei Viertel würden ihr Erbgut analysieren lassen

■      Patienten fühlen sich dank Internet souveräner gegenüber dem Arzt

Der Arzt wird per Videochat von zu Hause aus konsultiert. Big-Data-Analysen warnen uns rechtzeitig vor einer drohenden Herzerkrankung. Und Roboter unterstützen Chirurgen bei heiklen Operationen: Digitale Technologien halten Einzug in die Medizin und das Gesundheitswesen – und die Deutschen sehen darin große Chancen für die Prävention, Diagnose und Heilung von Krankheiten. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 1009 Verbrauchern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Großes Interesse haben die Befragten demnach an telemedizinischen Angeboten: So erklärt jeder Fünfte (20 Prozent), dass er im Krankheitsfall auf jeden Fall seinen eigenen Gesundheitszustand telemedizinisch überwachen lassen würde, weitere 39 Prozent können sich vorstellen, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Insgesamt 6 von 10 Deutschen (59 Prozent) sind damit offen gegenüber dem sogenannten Tele-Monitoring. Dabei werden beispielsweise die Vitalwerte wie Blutdruck oder Blutzucker von Patienten mit Herzerkrankungen oder Diabetes digital an ein Krankenhaus übermittelt, wo medizinisches Fachpersonal diese prüft und den Patienten bei Unregelmäßigkeiten benachrichtigt. Die Online-Sprechstunde mit dem Arzt würden 17 Prozent der Befragten auf jeden Fall nutzen, 16 Prozent können sich dies vorstellen (Gesamtinteresse: 33 Prozent). Um Ärzte im Ausland zu konsultieren, würden 8 Prozent auf jeden Fall Telemedizin in Anspruch nehmen, 42 Prozent sind daran zumindest interessiert (Gesamtinteresse: 50 Prozent). Und 14 Prozent würden sich einer Operation unterziehen, bei der ein Spezialist aus der Ferne per Video zugeschaltet ist und dem behandelnden Arzt Hinweise gibt, 45 Prozent können sich dies vorstellen (Gesamtinteresse: 59 Prozent). „Telemedizin ist ein hervorragendes Beispiel für das beeindruckende Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Online-Sprechstunden oder Tele-Monitoring können die Versorgung kranker Menschen deutlich verbessern, Arzt und Patient entlasten und dabei auch noch die Kosten im Gesundheitswesen senken“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

In der Bitkom-Studie wurde unter anderem untersucht, worin die Patienten Vor- und Nachteile der Online-Sprechstunde sehen. Die drei wichtigsten Vorteile: Der Zugang zu räumlich weit entfernten Ärzten wird erleichtert – 57 Prozent nennen diesen Punkt. Außerdem spricht für die Online-Sprechstunde aus Sicht der Befragten, dass die Wartezeit in der Praxis (43 Prozent) sowie die Zeit für die Anfahrt (29 Prozent) entfallen. Zugleich haben die Befragten die Sorge, dass das Risiko einer Fehlbehandlung steigt, wenn sie eine Online-Sprechstunde in Anspruch nehmen – 67 Prozent nennen dies als einen der drei wichtigsten Nachteile. Gut die Hälfte (52 Prozent) ist zudem der Meinung, dass das Verhältnis zwischen Arzt und Patient leidet. Ein weiterer Nachteil der Online-Sprechstunde ist aus Sicht der Befragten, dass Arzt und Patient dafür über technisches Know-how und technische Ausstattung verfügen müssen (43 Prozent). Rohleder: „Die Online-Sprechstunde wird die Präsenz-Sprechstunde nicht ersetzen, sondern ergänzen. Davon profitieren Arzt und Patient gleichermaßen.“ Das E-Health-Gesetz, das Ende 2015 verabschiedet wurde, sieht vor, dass die telemedizinische Befundung von Röntgenbildern sowie die Online-Sprechstunde mit Patienten, die dem Arzt bereits bekannt sind, starten können. „Die Einführung erster Telemedizin-Anwendungen ist ein großer Fortschritt. Weitere Anwendungen müssen schnell folgen“, so Rohleder.

Über telemedizinische Szenarien hinaus bietet die Digitalisierung zahlreiche Chancen für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Moderne Methoden der Datenanalyse mittels Big-Data-Technologien ermöglichen es beispielsweise, Erbgut auf Gesundheitsrisiken zu untersuchen. Drei Viertel der Befragten (72 Prozent) sind für diese Möglichkeit offen. Dabei sagen 38 Prozent, dass sie diese Option auf jeden Fall in Anspruch nehmen würden. 34 Prozent würden sie nur für solche Krankheiten in Anspruch nehmen, die auch therapiert werden können. „Wer über seine individuellen Krankheitsrisiken Bescheid weiß, kann sich entsprechend gesundheitsbewusst verhalten“, so Rohleder. „Deshalb sollte jeder, der diese Informationen haben möchte, die Möglichkeit bekommen, ohne dass daraus eine allgemeine Pflicht erwachsen darf.“

Gesundheitsdaten sind in der Medizin und im Gesundheitswesen auch für zahlreiche weitere Zwecke wertvoll. Zwar haben viele Befragte (82 Prozent) die Sorge, dass durch die Digitalisierung der Medizin die Gefahr des Missbrauchs von Gesundheitsdaten steigt. Vorausgesetzt, dass die Daten optimal geschützt sind, sind sie aber durchaus offen dafür, beispielsweise Informationen zu Symptomen und Krankheitsverlauf zur Verfügung zu stellen: 75 Prozent würden das tun, wenn sie dadurch zur langfristigen Erforschung einer Krankheit beitragen können. 67 Prozent würden ihre Daten herausgeben, wenn sie damit kurzfristig anderen Patienten helfen könnten. Ferner würden 61 Prozent ihre Daten zur Verfügung stellen, wenn damit Medikamente oder Therapien entwickelt werden, die auf sie persönlich zugeschnitten sind. Und 44 Prozent würden ihre Daten gegen eine finanzielle Entschädigung bereitstellen. „Medizinische Daten können im Gesundheitssektor Leben retten. Deshalb müssen wir sie konsequent und klug nutzen. Ein Höchstmaß an Datenschutz ist dabei Voraussetzung“, so Rohleder.

Schon heute spielen digitale Technologien eine wichtige Rolle in Gesundheitsfragen – das wird deutlich am Beispiel der Online-Gesundheitsrecherche: Zwei Drittel der Internetnutzer (64 Prozent) informieren sich wenigstens hin und wieder im Internet über Gesundheitsthemen, jeder Fünfte (20 Prozent) sogar mindestens einmal pro Monat. Die drei Top-Themen sind dabei: gesunde Ernährung (66 Prozent), Krankheitssymptome (59 Prozent) sowie Fitness/Sport und alternative Behandlungsmethoden (beide 48 Prozent). Dass die Befragten in vielerlei Hinsicht von diesen Recherchen profitieren, zeigt die Umfrage ebenfalls: 24 Prozent derjenigen, die im Netz nach Gesundheitsinformationen suchen, sagen, dass sich ihre gesundheitliche Versorgung dadurch verbessert habe, zum Beispiel weil sie schneller als früher einen passenden Arzt finden. Sogar drei Viertel aus dieser Gruppe (74 Prozent) erklären, dass ihnen die Gesundheitsrecherche hilft, souveräner gegenüber ihrem Arzt aufzutreten und rund die Hälfte (48 Prozent), dass sie ihren Arzt dadurch besser verstehen. „Patienten sind dank des Internets heute so gut informiert und so mündig wie nie zuvor – und das kann den Erfolg von Therapien enorm unterstützen“, sagt Rohleder. Wenn der Patient zum Beispiel verstehe, wie ihm ein bestimmtes Medikament hilft und warum es auf nüchternen Magen eingenommen werden soll, steigere das die Therapietreue enorm.

„Zugleich sollte man nicht aufgrund einer Information aus dem Internet zum Beispiel eigenmächtig Therapieänderungen vornehmen, also etwa vom Arzt verordnete Medikamente absetzen, oder sich gar in Panik versetzen lassen, weil man meint, eine bestimmte Krankheit zu haben“, so Rohleder. 20 Prozent der Nutzer von Online-Gesundheitsinformationen sagen, dass sie sich durch die Internetrecherche häufiger als früher Sorgen um ihren Gesundheitszustand machen. Jeder Zweite hat außerdem Probleme, bei der Fülle an Gesundheitsinformationen im Internet seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden. Einen Hinweis auf die Seriosität und Unabhängigkeit des Angebots sowie die Kompetenz der Autoren kann das Impressum liefern. Teils wird daraus ersichtlich, dass einzelne Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen hinter dem Angebot stecken oder Gruppen, die Meinungen fernab der Schulmedizin und etablierter alternativer Behandlungsmethoden vertreten. Auch ein Vergleich unterschiedlicher Seiten kann im Zweifel einzuschätzen helfen, ob die jeweiligen Informationen glaubwürdig sind.

Insgesamt sind die Befragten gegenüber der Digitalisierung in der Medizin und im Gesundheitswesen positiv eingestellt. Eine deutliche Mehrheit (61 Prozent) unterschreibt den Satz: Die Digitalisierung der Medizin birgt unterm Strich mehr Chancen als Risiken. „Wie einst die Erfindung des Penicillins läutet die Digitalisierung jetzt eine neue Ära der Medizingeschichte ein: Sie wird vielen Menschen zu einem längeren Leben mit einer höheren Lebensqualität verhelfen“, so Rohleder. „Die Patienten haben dieses Potenzial erkannt, und die technischen Möglichkeiten sind da – nun wird es Zeit, sie konsequent zu nutzen.“

Das Smartphone verändert die Digitalfotografie

■    Mehr Menschen fotografieren mit dem Smartphone als mit der Digitalkamera

■      Neue Smartphone-Modelle und soziale Medien treiben die Entwicklung

■      Die Photokina findet vom 20. bis 25. September in Köln statt

Gut zwei von drei Bundesbürgern ab 14 Jahren (69 Prozent) schießen Fotos mit dem Smartphone. Das entspricht mehr als 48 Millionen Menschen. Somit nutzen mehr Deutsche Smartphones als Digitalkameras, um Fotos aufzunehmen. 35 Prozent nutzen einfache Kompaktkameras, 15 Prozent Systemkameras mit Wechselobjektiven und ebenfalls 15 Prozent hochwertige digitale Spiegelreflex-Kameras. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. „Wir beobachten, wie Smartphones insbesondere Digitalkameras aus den unteren Preissegmenten vom Markt verdrängen“, sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics und Digital Media, im Vorfeld der Foto-Messe Photokina. „Die neuen Smartphone-Modelle können bei der Bildqualität mit digitalen Kompaktkameras mithalten.“ Kürzlich vom Bitkom veröffentlichte Markt-Prognosen zeigen, dass im laufenden Jahr voraussichtlich rund 2,8 Millionen Digitalkameras verkauft werden. Im Jahr 2008 waren es noch 9,3 Millionen. Lutter: „Entscheiden sich Verbraucher heute für eine Digitalkamera, wählen Sie vor allem hochwertige System- oder Spiegelreflexkameras.“ So sind die Durchschnittspreise auf 339 Euro pro Gerät gestiegen (2015: 322 Euro).

Soziale Medien verstärken den Digitalfotografie-Trend zur Smartphone-Kamera. Die Anzahl der über das Internet geteilten Fotos hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. „Mit keinem Gerät ist das Aufnehmen und Teilen von Fotos praktischer als mit dem Smartphone“, sagt Lutter. Laut Bitkom-Befragung teilen 70 Prozent der deutschen Smartphone-Fotografen ihre Fotos über Messenger-Dienste, wie etwa Whatsapp oder Snapchat. 60 Prozent teilen die Bilder auf sozialen Netzwerken.

Unter den Smartphone Fotografen sind vor allem spontane Schnappschüsse beliebt (74 Prozent). Mehr als die Hälfte (55 Prozent) schießt Erinnerungsfotos von Erlebnissen, um diese anschließend der Familie, Freunden oder Bekannten zu zeigen. 14 Prozent der Befragten nutzen die Smartphone-Kamera, um Veranstaltungen festzuhalten, etwa Konzerte oder Sportevents. Auch für berufliche Zwecke werden Digitalfotos mit dem Smartphone geschossen (7 Prozent). Verbraucher sehen in den Smartphone-Kameras aber auch Vorteile außerhalb der klassischen Digitalfotografie: Knapp ein Drittel (30 Prozent) der Smartphone-Fotografen nutzt die Bilder als Gedächtnisstütze, zum Beispiel, indem sie Fotos von Einkaufszetteln oder anderen Notizen machen. Zudem scannen 7 Prozent Dokumente mit der Smartphone-Kamera ein, um sie digital zu erfassen und verarbeiten zu können.

Das Smartphone verändert die Digitalfotografie

■      Bitkom-Studie: Mehr Menschen fotografieren mit dem Smartphone als mit der Digitalkamera

■      Neue Smartphone-Modelle und soziale Medien treiben die Entwicklung

Gut zwei von drei Bundesbürgern ab 14 Jahren (69 Prozent) schießen Fotos mit dem Smartphone. Das entspricht mehr als 48 Millionen Menschen. Somit nutzen mehr Deutsche Smartphones als Digitalkameras, um Fotos aufzunehmen. 35 Prozent nutzen einfache Kompaktkameras, 15 Prozent Systemkameras mit Wechselobjektiven und ebenfalls 15 Prozent hochwertige digitale Spiegelreflex-Kameras. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. „Wir beobachten, wie Smartphones insbesondere Digitalkameras aus den unteren Preissegmenten vom Markt verdrängen“, sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics und Digital Media, im Vorfeld der Foto-Messe Photokina. „Die neuen Smartphone-Modelle können bei der Bildqualität mit digitalen Kompaktkameras mithalten.“ Kürzlich vom Bitkom veröffentlichte Markt-Prognosen zeigen, dass im laufenden Jahr voraussichtlich rund 2,8 Millionen Digitalkameras verkauft werden. Im Jahr 2008 waren es noch 9,3 Millionen. Lutter: „Entscheiden sich Verbraucher heute für eine Digitalkamera, wählen Sie vor allem hochwertige System- oder Spiegelreflexkameras.“ So sind die Durchschnittspreise auf 339 Euro pro Gerät gestiegen (2015: 322 Euro).

Soziale Medien verstärken den Digitalfotografie-Trend zur Smartphone-Kamera. Die Anzahl der über das Internet geteilten Fotos hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. „Mit keinem Gerät ist das Aufnehmen und Teilen von Fotos praktischer als mit dem Smartphone“, sagt Lutter. Laut Bitkom-Befragung teilen 70 Prozent der deutschen Smartphone-Fotografen ihre Fotos über Messenger-Dienste, wie etwa Whatsapp oder Snapchat. 60 Prozent teilen die Bilder auf sozialen Netzwerken.

Unter den Smartphone Fotografen sind vor allem spontane Schnappschüsse beliebt (74 Prozent). Mehr als die Hälfte (55 Prozent) schießt Erinnerungsfotos von Erlebnissen, um diese anschließend der Familie, Freunden oder Bekannten zu zeigen. 14 Prozent der Befragten nutzen die Smartphone-Kamera, um Veranstaltungen festzuhalten, etwa Konzerte oder Sportevents. Auch für berufliche Zwecke werden Digitalfotos mit dem Smartphone geschossen (7 Prozent). Verbraucher sehen in den Smartphone-Kameras aber auch Vorteile außerhalb der klassischen Digitalfotografie: Knapp ein Drittel (30 Prozent) der Smartphone-Fotografen nutzt die Bilder als Gedächtnisstütze, zum Beispiel, indem sie Fotos von Einkaufszetteln oder anderen Notizen machen. Zudem scannen 7 Prozent Dokumente mit der Smartphone-Kamera ein, um sie digital zu erfassen und verarbeiten zu können.

Android beliebtestes Betriebssystem für Smartphones

■      Fast drei Viertel der Smartphone-Nutzer verwenden in Deutschland Android

■      Mit großem Abstand folgen iOS und Windows Phone

■      Aktuelle Updates der Betriebssysteme kurz vor dem Rollout

Das mit Abstand am weitesten verbreitete Betriebssystem für Smartphones in Deutschland ist Android: Fast drei Viertel (72 Prozent) der privaten Smartphone-Nutzer verwenden derzeit Android. 14 Prozent nutzen das ausschließlich für Apple-Geräte verfügbare Betriebssystem iOS. Das hat eine aktuelle Umfrage unter 932 Smartphone-Nutzern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Das Betriebssystem Microsoft Windows Phone kommt demnach auf 5 Prozent und Blackberry auf 1 Prozent. Andere Smartphone-Plattformen konnten sich in den vergangenen Jahren nicht in der Breite durchsetzen. 8 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer können keine Angaben zu ihrem Betriebssystem machen. „Das Smartphone-Betriebssystem ist das technische Herzstück der Geräte“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Bitkom. Das Betriebssystem stelle Grundfunktionen wie die Bedienung per Touchscreen, die Steuerung der Kamera oder zentrale Sicherheitsfunktionen bereit. Zusätzliche Anwendungen können die Nutzer aus den für das jeweilige Betriebssystem verfügbaren App-Stores herunterladen.

Der Name Android geht auf ein kleines Software-Unternehmen zurück, das ein neues Betriebssystem für Handys entwickeln wollte. Für die Verbreitung des Systems gründete sich die „Open Handset Alliance“, an der neben Google Gerätehersteller wie Samsung, HTC oder Motorola, Netzbetreiber wie T-Mobile oder Telefónica, Chip-Hersteller wie Intel sowie andere Technologie-Unternehmen beteiligt waren. Im Jahr 2008 kam dann das erste Android-Gerät von HTC auf den Markt – ein Jahr nach der ersten iPhone-Generation. Seitdem entwickelt Google Android schrittweise weiter und brachte zuletzt einmal pro Jahr eine neue Version auf den Markt. Aktuell wird Android 7.0 ausgerollt, das auch unter dem Namen Nougat bekannt ist. Als quelloffenes Betriebssystem auf Linux-Basis können die Gerätehersteller und andere Software-Unternehmen Android nach ihren Wünschen anpassen. Allerdings macht Google den Produzenten bestimmte Vorgaben, wenn es um die Nutzung seiner Apps geht. Auch Apple wird in Kürze eine neue Version seines Betriebssystems unter der Versionsnummer iOS 10 verteilen. Microsoft hat mit Windows 10 bereits eine neue Plattform auf den Markt gebracht, die sowohl auf Smartphones und Tablets als auch auf Desktop-Computern läuft.

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