Liebe Leserin, lieber Leser,
wir begrüßen Sie herzlich zur Herbstausgabe (September bis Dezember) unseres LOG-IN-Newsletters im Jahr 2010!

Ab Januar 2011 erscheint der Newsletter wieder im gewohnten monatlichen Abstand.

Der LOG IN-Verlag wünscht allen Leserinnen und Lesern von LOG IN ein erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr!

Der LOG IN-Newsletter steht wie immer auch im WWW zur Verfügung (HTML-Format): http://www.log-in-verlag.de/news-archiv/newsletter_12_2010.htm
Wir sammeln Unterrichtsbeispiele und Hinweise zu deren Quelle. Haben Sie ein interessantes Unterrichtsbeispiel gefunden oder selbst entwickelt und wollen es der Newslettergemeinschaft vorstellen? Wir freuen uns sehr auf ihre Beiträge und Rückmeldungen!
redaktionspost@log-in-verlag.de

Berichte

Wikipedia kennen lernen – Ein neues Angebot für Schulen

Seit fast 10 Jahren ist sie online – die Wikipedia. Seit ihrer Gründung 2001 hat die freie Enzyklopädie Tausende von Freiwilligen motiviert, an dem Ziel mit zu arbeiten, das Wissen der Menschheit zu sammeln und für jedermann frei zugänglich zu machen. Heute ist im Hinblick auf bildungsrelevante Inhalte im Internet wohl keine Plattform von solcher Bedeutung wie die Wikipedia. Weltweit gehört die freie Enzyklopädie, nach Plattformen wie Google, Facebook, YouTube und Ebay, zu den beliebtesten Webseiten.
Schüler kennen keine Welt ohne Internet und ohne Wikipedia mehr. In der Wikipedia finden sie eine universale, frei zugängliche Möglichkeit zur Recherche. Lehrer aber kennen auch eine andere Seite: sie klagen über fehlende Medienkompetenzen der Schüler, fürchten mangelnde Zuverlässigkeit der Wikipedia und kritisieren, dass Schüler durch die Wikipedia „recherchefaul“ werden.
In der Tat gilt: Schüler sind technisch oft gewandt im Umgang mit dem Internet. Die Fähigkeit, die umfangreichen Informationen kritisch zu hinterfragen und zu filtern, fehlt jedoch. Lehrer wiederum haben viel klassische Medienkompetenz, die komplexen Strukturen der Wikipedia aber sind ihnen unbekannt, eine qualifizierte Beurteilung wird so schwierig. Trotz aller Notwendigkeit wird daher der kritische Umgang mit Online-Medien nur selten zum festen Unterrichtsgegenstand – fatalerweise, denn der unkritische Gebrauch von Informationen birgt ebenso Probleme wie der rigide Versuch, Wikipedia aus den Köpfen zu verbannen.

Das Wikipedia-Schulprojekt

Wikimedia Deutschland als Förderverein der deutschsprachigen Wikipedia ist seit 2006 aktiv in Schulen. Nach einer Phase von Pilotprojekten in den Jahren 2008 und 2009, hat Wikimedia Deutschland im Jahr 2010 ein Netzwerk von Referenten aus Wikipedia-Mitarbeitern und Medienpädagogen aufgebaut. Flächendeckend werden in Deutschland seither Schüler-Aktionstage und Lehrerschulungen für die Mittel- und Oberstufe aller Schulformen angeboten.
Für Schüler und Lehrer werden im Rahmen des Projektes die Stärken und Schwächen der Wikipedia deutlicher herausgearbeitet – Ziel ist, Vorurteile durch qualifizierte Informationen über Methoden und Strukturen der Online-Enzyklopädie zu ersetzen.
 

Die Aktionstage für Schüler setzen praxisorientiert auf die Stärkung der Medienkompetenz durch Üben des kritischen Blicks. Wie beurteilt man die Glaubwürdigkeit eines Textes und mit welchen Mitteln lassen sich kritische Informationen schnell und einfach prüfen? Und gibt es hierbei wirklich Besonderheiten der Wikipedia?
Die Fortbildungen für Lehrer, Pädagogen und Medienberater hingegen zielen darauf ab, Lehrern einen Einblick in die Funktionsweise der Wikipedia zu geben. Die meist unbekannten Strukturen der Qualitätssicherung werden ebenso erörtert wie die Regeln und Richtlinien. Die Fortbildung hilft so den Teilnehmern, die Zuverlässigkeit und die Grenzen der Wikipedia differenzierter einzuschätzen.
Nicht zuletzt wird auch auf die Idee des Freien Wissens selbst eingegangen – was bedeutet dies eigentlich im Allgemeinen wie auch im Spezialfall Schule, wo Urheberrechte eine besonders große Rolle spielen? Eine kurze Vorstellung der wichtigsten, wenngleich weniger bekannten Schwesterprojekte der Wikipedia mit ihren umfangreichen schulischen Einsatzmöglichkeiten rundet die Veranstaltungen ab. So bietet Wikibooks beispielsweise eine Sammlung kompletter Lehr-, Sach- und Fachbücher, Wiktionary eine Sammlung von Wörterbüchern in mehr als 170 Sprachen, Wikisource sammelt und digitalisiert historische Quellen und Wikimedia Commons ist eine freie Mediensammlung mit aktuell über sieben Millionen Bildern, Grafiken, Audio- und Video-Dateien, sämtlich zum freien Gebrauch durch jedermann freigegeben.

Im Heft 166/167 mit dem Schwerpunkt „Wissensmanagement“ finden Sie Interviews und ausführliche Berichte aus der Praxis zum Schulprojekt. Weitere Informationen bietet http://wikimedia.de/schulprojekt, Anfragen zum Projekt richten Sie an:

schule@wikimedia.de

Nicole Ebber / Denis Barthel
Wikimedia Deutschland e.V.
Eisenacher Straße 2
10777 Berlin
Tel: 030-219158260
 

http://wikimedia.de/schulprojekt

Forum

Kostenloses Programm zum gemeinsamen Üben von Aufgaben
NiNuM, der „Nicht-Nur-Mathe“-Trainer, ist ein Programm zum gemeinsamen Üben von Aufgaben aus verschiedenen Themenbereichen, entweder mit Beamer bzw. interaktivem Whiteboard im Klassenrahmen oder auch mit mehreren Anwendern am Einzelrechner. Dieser Ansatz des gemeinsamen Übens unterscheidet es von den meisten anderen Lernprogrammen, man kann es aber natürlich auch alleine verwenden. Daneben unterstützt es das vollautomatische Erstellen von Aufgabenblättern. Zu privaten und unterrichtlichen Zwecken darf es kostenlos benutzt werden, als Java-Programm läuft es unter allen gängigen Betriebssystemen.
Die Ausgangsidee von NiNuM ist ein Programm zum gemeinsamen Üben, bei dem eine Aufgabe gezeigt wird, die alle Schüler bearbeiten und bei dem nach einiger Zeit vom Programm ausgewählt wird, wer diese beantworten darf. Besonders der Einsatz im Klassenrahmen mit einem Beamer oderinteraktivem Whiteboard, aber auch mit mehreren Schülern an Einzelrechnern, hat sich dabei als überraschend motivierend herausgestellt. Lehrkräfte werden zudem durch eine Protokollfunktion und die Möglichkeit zur automatischen Erstellung von Aufgabenblättern bzw. Überprüfungen unterstützt.

http://ninum.orangeroad.de/

Neuer Video-Standard für alle Browser
Google hat den Video-Codec VP8 des kürzlich aufgekauften Video-Spezialisten On2 mit sofortiger Wirkung unter einer OpenSource-Lizenz, der so genannten BSD-Lizenz, veröffentlicht. Zeitgleich stellte Google ein neues Format für Video-Container namens WebM vor, das ebenfalls quelloffen entwickelt wird. Dadurch steht den Hersteller von Internet Explorer, Firefox und anderen Webbrowsern eine gemeinsame Videoübertragungstechnik zur Verfügung, die die Nachfolge des in der Kritik stehenden Flash-Video-Formates antreten könnte. Lizenzrechtliche Probleme bzw. mangelnde Performance hatten den Durchbruch der beiden anderen Alternativen, H.264 und Ogg Theora, bisher behindert.
Google setzt WebM ab sofort in der Beta-Version der Video-Website YouTube ein.
Videos im Netz werden heute überwiegend im Flash-Player abgespielt. Doch dieser genießt einen schlechten Ruf, weil die Videos sogar auf modernen Rechnern oft ruckeln. Außerdem funktioniert Flash auf vielen der immer wichtiger werdenden Smartphones nur schlecht oder gar nicht. Bisher konnten sich die Hersteller von Internet Explorer, Firefox & Co. nicht auf einen gemeinsamen Nachfolger für Flash-Videos einigen. Diesen Streit hat Google mit der Freigabe von VP8 und WebM nun voraussichtlich beendet. WebM-Videos vereinen mit VP8 codiertes Video- und mit Ogg Vorbis codiertes Audio-Material.

http://www.youtube.com/html5

Bilder schrumpfen mit Tinypic
Das kleine Tool Tinypic von Eckehard Fiedler verkleinert digitale Fotos, sodass diese ohne Probleme per E-Mail versendet oder auf einer Webseite gezeigt werden können.
Die Freeware komprimiert Digitalbilder und versucht dabei die Balance zwischen Komprimierungsgrad und Qualitätsverlust zu bewahren. Ohne größere Verluste können die Bilder auf ungefähr 1/20 der Originalgröße verkleinert werden.
Dazu werden die Bilder per Drag und Drop in das Programmfenster gezogen; ein Zielordner und die Größe des Bildes werden festgelegt.

http://www.efpage.de/Tinypic.html

 

Veranstaltungskalender

LEARNTEC 2011
Datum:
1.-3. Februar 20110
Ort: Karlsruhe, Deutschland
Beschreibung: Die LEARNTEC zeichnet sich als wichtigster Marktplatz für professionelles Bildungsmanagement in Deutschland aus. Auf der LEARNTEC treffen Sie gebündelt die wichtigsten Anbieter für E-Learning Lösungen und professionelle Bil-dung. Der LEARNTEC Kongress bietet den Blick in die Zukunft der E-Learning- und Bildungsbranche, stellt erfolgreich umgesetzte Bildungsprojekte aus der Wirtschaft vor und verknüpft dies mit den Angeboten der Aussteller auf der Fachmesse.
URL:  http://www.learntec.de

Didacta 2011 und
Fachtagung
Professional E-Learning
Datum:
22.- 26. Februar 20011
Ort:
Messe Stuttgart, Deutschland
Beschreibung: 2011 können sich Lehrer, Erzieher, Ausbilder und andere pädagogische Fachkräfte in Stuttgart wieder über alle aktuellen Themen in der sich verändernden Bildungslandschaft informieren. Die Didacta ist sowohl Europas größte Fachmesse für die Bildungswirtschaft als auch die umfangreichste pädagogische Fortbildungsveranstaltung und hat sich mittlerweile als bildungspolitische Plattform für die gesamte Bildungsbranche etabliert. Verschiedenste Instrumente des pädagogischen Förderns und Forderns werden in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen präsentiert.
Die Fachtagung Professional E-Learning findet vom 22. bis 24. Februar 2011 im Rahmen der didacta in Stuttgart statt. Sie richtet sich an Bildungsverantwortliche in Unternehmen und Hochschulen, an Trainer und an E-Learning-Einsteiger. Erstmals stehen auch Hochschulthemen auf dem Programm

URL: http://www.didacta.de/

INFOS 2011
14. GI-Fachtagung Informatik und Schule
Datum:
12.-15. September 2011
Ort: Westfälische Wilhelms-Universität
Münster, Deutschland
Beschreibung:
Seit 1984 ist die Fachtagung »Informatik und Schule« (INFOS) der Gesellschaft für Informatik e.V. die deutschsprachige Tagung zur Informatischen Bildung an den Schulen der Sekundarstufen I und II. Alle zwei Jahre veranstaltet der GI-Fachausschuss "Informatische Bildung in Schulen diese Konferenz in Kooperation mit einem universitären Arbeitsbereich zur Didaktik der Informatik. Ziel ist der Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen zwischen Unterrichtspraktikern und Wissenschaftlern, um neue Impulse für eine Informatische Bildung zu erhalten. Angenommene Vorträge werden in der GI-Edition »Lecture Notes in Informatics« (LNI) veröffentlicht.

Tagungsschwerpunkte

  • Bildungsstandards Informatik – Grundlage für weiterführende Bildung
  • Spezifika des Informatikunterrichts an beruflichen Schulen (Berufskollegs)
  • Außerschulische Lernorte im Informatikunterricht
  • Differenziertes Lernen und Lehren
  • Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung von Informatiklehrerinnen und -lehrern
  • Forschungsergebnisse und Entwicklungsprojekte der Informatikdidaktik

Neben diesen Schwerpunkten ist die Fachtagung offen für ergänzende Beiträge und Erkenntnisse. Es werden Beiträge zu den Tagungsschwerpunkten bis zum 31. Januar 2011 erbeten.

URL: http://www.infos2011.de/

Beispiel des Monats

Wie arbeitete Konrad Zuses Z3?

Was sind Dualzahlen und warum rechnen Computer mit ihnen? Wie funktioniert binäre Logik und was sind logische Gatter? Wie arbeitete Konrad Zuses Z3? Die Antworten auf diese Fragen können Schülerinnen und Schüler mit einer zum Zuse-Jahr 2010 entwickelten Lernumgebung finden. Die dynamischen Arbeitsblätter enthalten interaktive Übungen und Veranschaulichungen, die mit LogiFlash erstellt wurden. Dieser Logiksimulator für die Darstellung von digitalen Schaltungen wurde am Lehrstuhl für Technische Informatik der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main entwickelt und steht kostenfrei zur Verfügung.

Kurzinformation:

Binäre Logik Binäre Logik
Lernziele: Kennenlernen digitaler Schaltungen.
Material: http://www.naturwissenschaften-entdecken.de/konrad-zuse.php

Autoren: Jens Tiburski
Zeitschrift LOG IN

In Kürze erscheint Heft 165
Jugendschutz und Datenschutz

Inhalt
(Auszug):

  • O. Berthold: Datenschutz und soziale Netzwerke
  • H.-W. Heibey: Wenn Schulen sich öffnen – Zur Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen bei der Selbstdarstellung von Schulen im Internet
  • Engbring/Tepaße: Privatsphäre heute – Die Privatsphäre in Zeiten von Web 2.0 und Google
  • A. Klutsch: Mit dem Internet leben – Jugendschutz und Datenschutz bei internetbasierter Kommunikation
  • A. Hermes: Lernkultur der Wissensarbeit – Kulturtechnik Informatik (Teil 2: Teambildung)
  • Marinescu/Rick: Ein 3-D-Grafik-Projekt für viele – Raytracing als Einstieg in die Programmierung (Teil 2)
  • R. Baumann: SMALLTALK jetzt – adieu JAVA
  • K. Sarnow: ITEMS – Das internationale Unterrichtsprojekt „Improving Teachers Education in Mathematics and Science“
  • M. Friedrich: Programmieren mit der NXT-Software

 

Hier können Sie das aktuelle Heft bestellen: Heftbestellung

Die Zeitschrift LOG IN - Computer und Informatik in der Schule erscheint sechsmal jährlich mit wechselnden Themenschwerpunkten. Die Zielgruppen von LOG IN sind primär Lehrer an allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufen I und II, die informatische Bildung vermitteln, d.h. Unterricht zur informations- und kommunikationstechnologischen Grundbildung und Informatikunterricht erteilen sowie fachintegrierten Computereinsatz in der Schule betreiben, sekundär Mitarbeiter in Kultusverwaltungen, Studenten im Lehramtsstudium, Dozenten in der Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung und Lehrer an kaufmännisch-berufsbildenden Schulen sowie tertiär Wissenschaftler an lehrerbildenden Institutionen einschließlich Universitäten, Lehrer an gewerblich-technischen Berufsschulen und Interessenten aus den Bereichen der Erwachsenenbildung und des Hardware- und Software-Vertriebs für Schulen.

Zur Website der Zeitschrift LOG IN: http://www.log-in-verlag.de/wwwredlogin/
Zur Website des LOG IN-Verlags: http://www.log-in-verlag.de/

Hier kann ein kostenfreies Probeheft angefordert werden.
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Vorschau auf die kommenden Themenhefte

Heft 165 (2010): Jugendschutz und Datenschutz
Heft 166/167 (2010): Wissensmanagement
Heft 167(2010): Welche Grundbildung braucht der Mensch?
Heft 168 (2011): Forschendes und entdeckendes Lernen im Informatikunterricht
Heft 169 (2011): Elektronisches Einkaufen

Mitarbeit an der Zeitschrift:
Manuskripte sind jederzeit willkommen. Auch unverlangt eingesandte Manuskripte werden sorgfältig geprüft. Bitte senden Sie mögliche Artikel zur Prüfung an die Redaktion in Berlin - am besten als E-Mail-Anhang. Beachten Sie aber in jedem Falle die Autorenhinweise, die hier als PDF-Datei heruntergeladen werden können.
Kurzfassung                            Langfassung
Impressum
Redaktion LOG IN
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