aktuell


Schüler vermarkten kleine Windkraftanlagen

Eine Berliner Firma, deren Gründer noch Schüler sind, will den Markt für kleine Windkraftanlagen erobern. FuSystems baut den"BreezeBreaker 500", ein Windrad mit zwei statt der üblichen drei Rotorblätter. Der Rotor wird nicht etwa aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Kohlenstofffasern gefertigt, sondern aus einem Stück Aluminiumblech gefaltet, das der 19-jährige Abiturient Fritz Unger entwickelt hat, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Ein zweiter Flügel, der über dem Hauptprofil platziert wird, sorgt dafür, dass die Strömung länger an der Haupttragfläche anliegt. Das erhöht nach Angaben des Erfinders den Auftrieb um bis zu 30 Prozent. Die Anlaufgeschwindigkeit des rund 1,5 Meter messenden Rotors liegt bei drei Metern pro Sekunde. Der Wirkungsgrad soll im Windkanal bei 40 bis 45 Prozent liegen, in der Praxis bei 30 bis 35 Prozent. Die Nennleistung beträgt 800 Watt bei 12,5 Meter pro Sekunde (6 Beaufort).

Kaufen sollen das Kraftwerk zunächst Privatleute. Geeignet wäre es zum Beispiel als Stromversorgung für Wohnwagen oder Segelboote. Das Windrad speist über einen Laderegler eine Batterie, an der dann die Verbraucher angeschlossen werden. Auch könnte man sich zehn der Rotoren auf sein Dach stellen und den kompletten Haushalt versorgen, rechnet Unger vor.



zurück





letzte Änderung 21.12.2010 Peters