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Reger Zugriff auf das Online-Handbuch „Gewaltprävention für die Sekundarstufen“

Die Materialien der beiden Handbücher Gewaltprävention für die Grundschulen und die Arbeit mit Kindern und Gewaltprävention für die Sekundarstufen und die Arbeit mit Jugendlichen stehen als Online-Version zum kostenfreien Download Eltern, Lehrern, Erziehern und anderen Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, zur Verfügung.

Die beiden Handbücher sind ein Projekt von WSD Pro Child e.V. als Kooperationsprojekt durch das Institut für Friedenspädagogik entwickelt und durch die Berghof Stiftung für Konfliktforschung gefördert und sollen der schulischen Prävention dienen. Die Projektkosten beliefen sich für beide Handbücher auf 110.000 €, finanziert durch die Mitglieder von WSD Pro Child e.V.

Gewaltprävention arbeitet an den Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Sie darf sich nicht in einem „Gegen-Gewalt“ erschöpfen, sondern muss positive Handlungs- und Lebensperspektiven eröffnen, die Gewalt überflüssig machen. Betrachtet man den schulischen Bereich, so ist grundlegende Voraussetzung für jegliches Lernen ein angstfreies Klima, verbunden mit gegenseitiger Akzeptanz, Respekt und Wohlbefinden. Die Qualität der sozialen Lernsituation entscheidet über die Möglichkeiten Offenheit und Bereitschaft für Lernen entwickeln zu können, also letztlich über den Lernerfolg. Sowohl die Konzepte der Reformpädagogik, also auch die Ergebnisse der Hirnforschung, unterstreichen dies eindrücklich.

 Gewaltprävention ist deshalb nicht nur normativ begründet, sondern aus pädagogischen und lernpsychologischen Notwendigkeiten heraus unabdingbar. Sie wird – so verstanden – zu keinem Zusatzprogramm für engagierte Lehrerinnen und Lehrer, sondern zur Grundlage von Lehren und Lernen überhaupt.

 Das Handbuch für die Sekundarstufen hat primär den Bereich der Erziehung und Bildung im Blick. Dennoch weist es permanent auf die Notwendigkeit hin, auch die institutionellen, politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse einzubeziehen. Die Inhalte des Bandes knüpfen an wissenschaftliche Untersuchungen und Erkenntnisse über wirksame Gewaltprävention an und bereiten diese für die pädagogische Praxis auf.

 Gewaltprävention umfasst im schulischen Kontext vier zentrale Bereiche: Die Verbesserung der sozialen Schulqualität, die Etablierung und Verdeutlichung von Regeln und Normen des Zusammenlebens, der Umgang mit Konflikten und damit verbunden der Aufbau eines schulischen Konfliktmanagementsystems und das Handeln in akuten Gewaltsituationen.

 Der Link zum Download: www.schulische-gewaltpraevention.de


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letzte Änderung 20.05.2010 Peters