aktuell


Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“
stellt fünf zentrale bildungspolitische Forderungen zur breitenwirksamen und nachhaltigen Förderung von Medienbildung in Deutschland und macht konkrete Vorschläge zur Umsetzung.

Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“, ein Zusammenschluss führender medienpädagogischer Organisationen in Deutschland, veröffentlichte eine bildungspolitische Schrift, die sich vor allem an die Politik wendet. Die bisherige Projektförderung im medienpädagogischen Bereich – so Prof. Niesyto, Sprecher der Initiative – reiche nicht aus, um den Herausforderungen der digitalen Medienrevolution zu begegnen: „Wir alle, aber insbesondere Jugendliche, nutzen mehr Medien im Alltag als je zuvor. Die Politik muss darauf reagieren. Es ist höchste Zeit, nachhaltige Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Medienkompetenz und Medienbildung nicht reine bildungspolitische Schlagwörter bleiben.“

Die fünf zentralen bildungspolitischen Forderungen der Initiative sind:

1. Nachhaltige Verankerung von medienpädagogischen Angeboten in allen Bildungsbereichen

2. Förderung bildungsbenachteiligter Sozialmilieus

3. Erheblich bessere Infrastrukturen und mehr Ressourcen

4. Medienpädagogische Grundbildung sowie Fort- und Weiterbildung von Fachkräften (z.B.Erzieher/Innen, Lehrer/Innen oder Erwachsenenbilder/Innen)

5. Ausbau der medienpädagogischen Forschung.

Entscheidungsträger/Innen im politischen Raum werden aufgefordert, die fachliche Expertise zu nutzen, Ressortdenken zu überwinden und anforderungsgerechte Rahmenbedingungen für eine breitenwirksame und nachhaltige Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung in Deutschland zu schaffen.
Die Forderungen und entsprechenden Umsetzungsvorschläge gehen auf einen bundesweiten Kongress zurück, an dem über 400 Fachleute im Frühjahr 2011 in Berlin teilnahmen. Insgesamt unterzeichneten über 1350 Personen und Einrichtungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen das Medienpädagogische Manifest, das dem Kongress vorausging.

Die bildungspolitische Schrift ist auf der Website der Initiative zugänglich:
www.keine-bildung-ohne-medien.de



zurück





letzte Änderung 29.10.2011 Peters